10. März 2009
Von Viola Reinhardt
Lange Zeit galt das Sporttreiben während der Schwangerschaft als ein Tabu. Schonung war angesagt ab dem Moment der Diagnose "Schwanger". Mittlerweile jedoch wird Bewegung regelrecht empfohlen, denn neben einer Verbesserung der Gesamtkonstitution der Mutter, wird die Durchblutung ebenso angeregt als auch das Herz-Kreislaufsystem. Vorteile, die sich auch auf die Babygesundheit mehr als positiv auswirken und die Geburt erleichtern können.

Zunächst einmal bedeutet eine Schwangerschaft keine Krankheit, die einer besonderen Schonung bedarf. Ausnahmen sind hier natürlich Risikoschwangerschaften, die durchaus solch eine Schonung durchführen müssen, um das Leben von Mutter und Kind nicht zu gefährden. Ansonsten allerdings spricht in der Regel nichts dagegen, wenn die werdende Mutter in Sachen Bewegung aktiv wird. Im Gegenteil zeigt sich nicht nur der Schwangerschaftsverlauf als positiv, sondern auch der Zeitpunkt der Geburt kann deutlich erleichtert werden und oft auch den Verzicht auf Schmerzmittel bewirken.
Doch bevor nur eine Schwangere anfängt extremen Klettersport oder stundenlanges Joggen zu betreiben, heißt es "alles mit Ruhe und ohne Überanstrengung", sowie als untrainierte Schwangere erst einmal Rücksprache mit dem betreuenden Gynäkologen zu halten. Gibt dieser grünes Licht, dann kann man gemütlich los legen. Zunächst steht die Wahl der Sportart an, ein Aspekt den gerade werdende Mütter wichtig nehmen sollten, die vor der Schwangerschaft lieber auf dem Sofa gelegen sind als durch den Park zu joggen.
Absolut geeignet sind Sportarten, die einen nicht aus der Puste bringen. Tanzen, Schwimmen, Radfahren, Walking, Wandern oder moderates Joggen sind hier die idealen Möglichkeiten, um den Kreislauf zu aktivieren und die Muskulatur, sowie die richtige Atmung zu trainieren. Letzteres ist auch während dem Geburtsvorgang ein äußerst wichtiger Bestandteil, der die Wehen erleichtern und das Baby auch unter dem Stress der Geburt ausreichend mit Sauerstoff versorgen kann.
Täglich 15 bis 30 Minuten Bewegung in den Tag bringen sind vollkommen ausreichend und wesentlich besser als exzessiv zweimal die Woche zwei Stunden zu trainieren. Gerade als Schwangere sollte man es vermeiden sich zu überfordern und ruhig auch mal das persönliche Trainingsprogramm für einige Tage stilllegen, wenn man sich nicht so fit fühlt. Ebenfalls vermeiden sollte man Sportarten die ein Sturzrisiko und Erschütterungen beinhalten. Hierzu zählen beispielsweise das Reiten, High-Impact-Aerobic, Klettern oder auch Abfahrtslauf per Ski.
Besonders in einer Schwangerschaft empfiehlt es sich genau auf seinen Körper zu hören. Augenflimmern, Kopfschmerzen, Schwindel, Unwohlsein oder auch Atemnot bedeuten eine Überanstrengung. Jetzt heißt es das Training zu unterbrechen und sich lieber ruhig auf dem Sofa oder Bett zu regenerieren. Übrigens eine tolle Möglichkeit sich mit Autogenem Training zu entspannen und somit die Atmung zum fließen und die Muskulatur zur Entspannung zu bringen. Wertvolle Inhalte, die bei der Geburt selbst Schmerzmittel unnötig werden lassen können. Mit etwas Achtsamkeit ist auch das Motto "fit und rund" kein Problem und vermittelt auch dem kommenden Baby schon eine gesunde Portion Glückshormone, die durch den Sport ausgelöst werden. So schön kann eine Schwangerschaft sein!
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
03.10.11 | |
![]() | SCHWANGERSCHAFTSGYMNASTIK |
25.05.11 | |
![]() | SCHWANGERSCHAFTSGYMNASTIK |
03.05.11 | |
![]() | SCHWANGERSCHAFTSGYMNASTIK |
29.07.10 | |
![]() | SCHWANGERSCHAFTSGYMNASTIK |
29.10.09 | |
![]() | SCHWANGERSCHAFTSGYMNASTIK |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Schwangerschaftsgymnastik Forum

