27. April 2011
Ein Schwangerschaftsabbruch ist ein Eingriff, der nicht nur körperliche sondern auch psychische Auswirkungen hat. Einige Frauen leiden danach unter Langzeitfolgen.
Ein Schwangerschaftsabbruch ist ein Eingriff in den Körper der Frau. Dies kann natürlich körperliche Folgen haben. Wenn Blutungen, Fieber und Schmerzen auftreten und diese nicht sofort durch einen Frauenarzt behandelt werden, so können die Eileiter der Frau verkleben. Dies hat langfristig zur Folge, dass die Frau nicht mehr auf natürlichem Wege schwanger werden kann. Eine Schwangerschaft ist dann nur noch durch eine künstliche Befruchtung möglich, da die Eizelle aufgrund des verklebten Eileiters nicht mehr zur Gebärmutter durchkommt. Jede Frau hat zwar zwei Eileiter, die Gefahr auch bei nur einem verklebten Eileiter ist jedoch sehr hoch, dass eine Schwangerschaft erschwert wird.
Studien haben nun herausgefunden, dass ein Schwangerschaftsabbruch, auch wenn er komplikationslos verlaufen ist, das Risiko für spätere Fehl- und Frühgeburten erhöht. Die Langzeitfolge eines Schwangerschaftsabbruches kann somit sein, dass eine Frau immer wieder ihr Baby im frühen Schwangerschaftsstadium verliert oder dass das Baby viel zu früh geboren wird. Je mehr Schwangerschaftsabbrüche bereits vorgenommen wurden, desto höher liegt das Risiko für eine Fehl- bzw. Frühgeburt, so die Statistik.
Etliche Frauen leiden einige Zeit nach dem Schwangerschaftsabbruch unter psychischen Problemen. Diese gehen teilweise so weit, dass sie psychologische Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Die Frauen machen sich Vorwürfe, dass sie das Baby nicht ausgetragen haben. Die Situation ist besonders dann schlimm für die Frauen, wenn sie den Schwangerschaftsabbruch nicht aus voller Überzeugung durchführen ließen sondern vom Partner oder anderen nahestehenden Menschen dazu überredet wurden. Es ist auch dann schlimm für eine Frau, wenn sie ihr Baby z.B. aus finanziellen Gründen abtreiben musste. Jahre später, wenn sich die finanzielle Situation wieder entspannt hat, bereut sie den Eingriff oftmals.
Einige Zeit wurde vermutet, dass ein Schwangerschaftsabbruch das Brustkrebsrisiko erhöht. Dies konnte jedoch nicht ausreichend belegt werden.
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