21. Juli 2010
Als Sojabohnen bezeichnet man Hülsenfrüchte, die aus dem Fernen Osten stammen. Man gewinnt aus ihnen Sojaöl.
Sojabohnen stammen ursprünglich aus dem Fernen Osten und gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). In der Naturkost zählen sie zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln, da sie sehr nahrhaft sind.
Bei der Sojabohne handelt es sich um eine einjährige Pflanze. Ihre morphologischen Merkmale sind höchst unterschiedlich. Sehr häufig kommen Sorten vor, die aufrecht wachsen und eine Höhe von 20–80 Zentimetern erreichen. Manche hochwüchsigen Sorten können sogar bis zu zwei Meter hoch werden. In der Regel verfügen die Sojabohnen über dünne und mehr oder weniger verzweigte Stängel. Darüber hinaus sind sie mit ausgeprägten Pfahlwurzeln ausgestattet, die eine Länge bis zu 1,5 Metern erreichen können. Die kleinen Blüten sind zumeist selbstbefruchtend. Nur bei etwa 20–80 Prozent der Blüten kommt es zum Ansetzen von Hülsen, die eine Länge von zwei bis zehn Zentimetern erreichen und eine strohgelbe, schwarze oder graue Farbe aufweisen. In den Hülsen befinden sich ein bis fünf Samen, die eine cremefarbene, grüne, violette oder schwarzviolette Färbung haben. Die Form der Samen kann sowohl eiförmig, gewölbt, flach als auch nierenförmig oder kugelrund sein.
In Europa kennt man Sojabohnen in erster Linie als Trockenbohnen. In Asien und Amerika verwendet man sie dagegen häufig frisch. Dazu prellt man die Samen aus den Hülsen und verarbeitet sie wie Erbsen. Bei sachgemäßer Lagerung ist die Haltbarkeit von ausgereiften Sojabohnen, die man unmittelbar vor dem Aufplatzen der Hülsen erntet, nahezu unbegrenzt. Zu den größten Sojaproduzenten der Welt gehören die USA, Brasilien und Argentinien. Darüber hinaus baut man sie in China, den Philippinen, Indonesien, Indien, Afrika und Russland an.
Aus Sojabohnen lassen sich verschiedene Sojaprodukte herstellen. Von besonderer Bedeutung ist dabei das Sojaöl, das durch Pressen der Bohnen gewonnen wird. Das Öl verarbeitet man wiederum zu Bratfett, Streichfett und Backfett. In den Fetten ist Linolsäure, eine lebenswichtige Fettsäure, enthalten. Ein wichtiges Abfallprodukt des Sojaöls ist Lecithin, das die Lebensmittelindustrie als Emulgator benutzt. Aus dem übriggebliebenen Presskuchen stellt man die Sojabohnenpaste Miso, Tofu, Sojamehl, Sojamilch, Fleischersatz aus Soja, Sojajoghurt sowie Sojateigwaren her. Ein weiteres beliebtes und nahrhaftes Produkt der Sojapflanze sind die Sojakeimlinge, die man als Sojasprossen bezeichnet.
Bekannt ist die Sojabohne ausschließlich als Kulturpflanze. Man vermutet, dass sie bereits vor 5000 Jahren in China angebaut wurde. Gemeinsam mit Hirse, zählten die Sojabohnen seinerzeit zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln im Reich der Mitte. Vor rund 2000 Jahren fanden die Sojabohnen auch ihren Weg nach Japan und später nach Südasien. Erst im 18. Jahrhundert gelangte die Bohne nach Europa, brachte es dort jedoch nie zu einem bedeutenden Anbau. 1765 wurde die Sojabohne nach Nordamerika eingeführt. Dort gewann sie während des 2. Weltkriegs an Bedeutung, da die USA durch den Angriff auf Pearl Harbor von verschiedenen Überseeprodukten abgeschnitten waren. Nach dem Krieg kam es zu einer weiteren Ausdehnung der US-amerikanischen Sojabohnenproduktion. Auch in Südamerika gewann die exotische Bohne an Bedeutung. So werden heutzutage in Südamerika mehr Sojabohnen produziert als in Nordamerika.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
21.03.11 | |
![]() | SOJABOHNEN |
17.01.11 | |
![]() | SOJABOHNEN |
03.11.10 | |
![]() | SOJABOHNEN |
20.05.10 | |
![]() | SOJABOHNEN |
24.04.10 | |
![]() | SOJABOHNEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Sojabohnen Forum

