8. Juli 2010
Als Melonen bezeichnet man Kürbisgewächse. Sie werden in Wassermelonen und Zuckermelonen unterteilt.
Bei Melonen handelt es sich um subtropische Kürbisgewächse. An ihnen wachsen große und saftreiche Beeren. Da sie zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) gehören, zählt man die Melonen genau genommen zum Gemüse. Wegen ihrer harten Schale bezeichnet man sie auch als Panzerbeeren. Sie werden in Wassermelonen (Citrullus lanatus) und Zuckermelonen (Cucumis melo) unterteilt.
Die Form von Zuckermelonen ist in der Regel oval bis rund. Sie können die Größe eines Kopfes haben und ein Gewicht bis zu vier Kilo erreichen. Die Farbe des Fruchtfleisches variiert je nach Art und ist grün bis gelb, weiß, rosa oder orange. In der Mitte des Fruchtfleisches liegen die Melonenkerne. Die Oberfläche der Zuckermelonen kann sehr verschieden sein. So ist sie je nach Art entweder netzartig, knotig oder glatt. Zu den verschiedenen Unterarten der Zuckermelone gehören die Honigmelone, die man auch als Gelbe Kanarische Melone bezeichnet, die Cantaloupe-Melone, die Netzmelone, die Galiamelone und die Charentais-Melone. Als reif gelten Zuckermelonen, wenn sie bei Druck etwas nachgeben und einen angenehm süßen Geruch aufweisen.
Die wohl beliebteste und gängigste Melonenart ist die Wassermelone, die ein Gewicht von 15 Kilogramm erreichen kann. Der Wasseranteil des Fruchtfleisches ist noch höher als bei der Zuckermelone und kann bis zu 95 Prozent betragen. Die Reife der Wassermelonen ist daran zu erkennen, dass sie hohl und dumpf klingen, wenn man auf ihre Oberfläche klopft. Da die Wassermelonen sehr groß sind, bietet man sie oftmals auch in Teilen an.
Es wird vermutet, dass der Ursprung der Wassermelonen im südlichen Afrika, genauer gesagt in der Kalahari, liegt. Da das Fruchtfleisch der Wildformen recht bitter schmeckte, sammelte man die Panzerbeeren zunächst wegen ihrer Samen, die als nahrhaft galten. Ab ca. 2000 v. Chr. wurden die Wassermelonen im alten Ägypten und Westasien kultiviert. Im Laufe der Zeit breiteten sie sich über Zentralasien bis nach Indien aus. Auch in China und im Süden Russlands baute man sie ab ca. 1000 v. Chr. an. Während man die Melonen zunächst nur im Mittelmeerraum und in den Tropen anpflanzte, folgte später auch der Anbau in den feuchten Tropen. In der heutigen Zeit zählen China, die Türkei, die Vereinigten Staaten von Amerika, der Iran, Spanien und Brasilien zu den wichtigsten Anbauländern der Wassermelone. In den Monaten Mai bis September erfolgt hierzulande der Import aus Ländern wie Italien, Spanien, Griechenland und Ungarn. In der Vorsaison führt man die Wassermelonen aus Israel ein. Honigmelonen sind auch im Winter erhältlich und stammen aus Ländern wie Brasilien, Mexiko oder Costa Rica.
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