1. Juli 2010
Als Getreideprodukte bezeichnet man Lebensmittel, die aus Getreide gewonnen werden. Dazu gehören Grundnahrungsmittel wie Brot, Mehl, Reis oder Mais.
Getreideprodukte gehören zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln des Menschen. Gewonnen werden sie aus Getreide. Dabei handelt es sich um eine Sammelbezeichnung für einjährige Pflanzenarten, die landwirtschaftlich kultiviert werden. Sie stammen aus der Familie der Gräser (Poaceae) und tragen einsamige Früchte, die man als Körner bezeichnet. Abgeleitet wird der Begriff Getreide aus dem althochdeutschem Wort gitregidi, was soviel wie Ertrag bedeutet.
Man unterscheidet zwischen sieben Getreidearten, die eine wirtschaftliche Bedeutung haben und wichtig für die menschliche Ernährung sind. Dazu gehören Weizen, Roggen, Hafer und Gerste, die man vor allem in den gemäßigten Zonen der Erde anbaut sowie Reis, Mais und Hirse, die in den warmen Zonen angebaut werden. Eine Kreuzung aus Roggen und Weizen ist Triticale, das man auch als Viehfutter verwendet. Als so genanntes Pseudogetreide bezeichnet man Buchweizen, das nicht zu den Gräsern, sondern zu den Knöterichgewächsen zählt.
Im mitteleuropäischen Raum sät man das Getreide sowohl im Frühjahr als auch im Herbst aus. Nach dem Zeitpunkt der Aussaat unterteilt man das Getreide in Sommer- und Wintergetreide. Zum Wintergetreide gehören Winterweizen, Wintergerste, Winterroggen sowie Winterhafer. Genau wie das Sommergetreide, zu dem Sommergerste, Hafer und Mais zählen, erntet man das Wintergetreide ab Juli. Es braucht jedoch eine Frostperiode als Vegetationsphase. Da das Sommergetreide deutlich schneller reift, ist es ausreichend, wenn es im Frühjahr auf die Felder gelangt.
Der Getreideanbau kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. So weisen archäologische Funde darauf hin, dass man bereits um 9.000 v. Chr. in Vorderasien Getreide anbaute. Dabei züchteten die Menschen Gerste und Weizen mit festen Ähren und großen Körnern. Um ca. 5.000 v. Chr. gelangten Weizen und Gerste auch nach Mitteleuropa. Roggen und Hafer baute man allerdings erst später als Kulturpflanzen an. Bis zum Mittelalter diente das Getreide vorwiegend der eigenen Versorgung. Mit der Einführung eines Pfluges, der von Ochsen und Pferden betrieben wurde, war man in der Lage das Getreide auch als Überschussprodukt herzustellen. In der heutigen Zeit ist der Getreideanbau die wichtigste Lebensmittelgrundlage für Entwicklungsländer. In den USA und Mitteleuropa benutzt man rund 60–70 Prozent der Getreideernte als Viehfutter. Zu den größten Getreideproduzenten der Welt gehören China, die USA, Indien, Russland und Brasilien. Deutschland rangiert auf dem 10. Platz.
In der Regel verzehrt man Getreide nicht roh. Aus diesem Grund verarbeitet man es zu Getreideerzeugnissen, aus denen wiederum verschiedene Getreideprodukte hergestellt werden. Dazu gehören vor allem Brot, Backwaren, Mehl, Nudeln, Reis, Mais, Haferflocken, Müsli, Grieß und Getreidebrei. Des Weiteren lassen sich Getreidekörner auch zur Herstellung von Kaffee-Ersatz verwenden. Außerdem dienen die Keimlinge der Getreidekörner zur Herstellung von Getreideölen.
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23.03.12 | |
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23.07.10 | |
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16.01.09 | |
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