23. Juni 2010
Als Garnelen bezeichnet man eiweißhaltige Krebse. Sie gelten als Delikatesse.
Unter Garnelen versteht man verschiedene Gruppen von pelagischen oder benthischen Krebsen. Bei den Garnelen handelt es sich also nicht um eine geschlossene Abstammungsgemeinschaft, sondern um unterschiedliche Gruppen von Krebsen. In der Küche gelten sie als Delikatesse und werden wie Tintenfische und Muscheln zu den Meeresfrüchten gezählt.
Der Körper einer Garnele ist lang gestreckt und hat zumeist eine zylinderartige Form. Außerdem ist er an der Seite leicht zusammengedrückt und mit einem dünnen Carapax, einer harten Bedeckung, ausgestattet. Darüber hinaus verfügen Garnelen über Fühler, die wie lange Antennen aussehen, und zierliche Greiforgane, die man als Scheren bezeichnet. Im hinteren Körperabschnitt befinden sich die Beine, die zu Schwimmorganen umgebildet sind. Die meisten Garnelen haben am Kopf einen lang gestreckten Fortsatz, den man Rostrum nennt.
In der Vergangenheit rechnete man die Garnelen zu den Zehnfußkrebsen. Doch nicht alle Garnelen gehören zu dieser Ordnung. Die wichtigsten Zuchtgarnelenarten heißen Fenneropenaeus chinensis, Fenneropenaeus indicus, Fenneropenaeus merguiensis, Litopenaeus vannamei, Litopenaeus stylostris, Marsupenaeus japonicus, Penaeus monodon, Macrobrachium rosenbergii und Macrobrachium nipponense.
Da Garnelen als Delikatesse sehr beliebt sind, werden sie in Garnelenzuchten gehalten oder kommerziell befischt. Am häufigsten gefangen oder gezüchtet werden die Geißelgarnelen (Penaeidae), zu denen u.a. die japanische Marsupenaeus japonicus gehört, die eine Länge von zehn Zentimetern erreicht. Bekannt sind die Geißelgarnelen auch unter dem englischen Namen Shrimps oder Prawns. Unter der Bezeichnung Pazifikgarnelen fasst man verschiedene Arten zusammen, die teilweise auch im Indischen Ozean beheimatet sind. Dazu gehören vor allem Penaeus-Arten wie die Black Tiger Prawns (Penaeus monodon). Garnelen aus dem Nordpazifik und dem Nordatlantik, die vor allem zu der Art Pandalus borealis gehören, bezeichnet man als Eismeershrimps oder Grönlandkrabben. Auch in Nord- und Ostsee werden Garnelen gefischt, die zur Art Crangon crangon zählen und Nordseegarnelen oder Nordseekrabben genannt werden. Weitere Arten sind die so genannten Party-Gambas und Riesengarnelen (Kingprawns), die überwiegend zur Art Litopenaeus vannamei gehören und die man in Thailand oder Indonesien züchtet.
Die Produktion an gezüchteten Garnelen ist seit den 70er Jahren ständig angestiegen, da vor allem in Nordamerika, Ostasien und Europa eine große Nachfrage besteht. Die meisten Zuchtgarnelen, rund 75 Prozent, produziert man in Asien. Dabei gehören China und Thailand zu den wichtigsten Produktionsländern. Der Rest wird vorwiegend in Lateinamerika, vor allem in Brasilien, hergestellt.
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