14. Dezember 2009
Mit der Einschulung wird das Kind mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert: Ein neuer Klassenverband und damit neue soziale Kontakte; Still sitzen müssen und aufmerksam sein sowie neue schulische Anforderungen.
Auch Lernen will gelernt sein, dabei braucht das Kind Hilfe und Unterstützung. Ganz wichtig sind ein eigener Schreibtisch und ein Ort, wo es sich zum Lernen zurückziehen kann. In den Grundschuljahren sollten Eltern das Kind beim Lernen begleiten und helfen. Möglichst immer zur gleichen Zeit sollten die Hausaufgaben gemacht werden, so kehrt ein Rhythmus ein und das Lernen wird für das Kind zur Gewohnheit. Das gibt ihm Struktur und diese vermittelt Sicherheit. Zwang, Druck und Sanktionen haben beim Lernen nichts zu suchen. Lernen muss Spaß machen. Kinder sind von Natur aus neugierig und wissbegierig, diese Eigenschaften kann man nutzen, um den Lernstoff mit Freude zu vermitteln. Kleine Kinder, die lernen brauchen Motivation, Lob und Zuspruch. Auf keinen Fall darf man sie sich selbst überlassen.
Trotzdem können Probleme auftreten, Konzentrationsschwierigkeiten, Leseschwäche, Rechtschreibschwäche, Legasthenie oder Rechenschwäche auch Dyskalkulie genannt. Dann braucht das Kind Hilfe. Konzentrieren ist auch eine Fähigkeit, die von klein auf erlernt wird und sich immer mehr steigern sollte. Eine gesunde Lebensführung, ausreichender Schlaf, viel Bewegung an der frischen Luft und eine bewusste Ernährung sind wichtige Voraussetzungen für eine gute Konzentrationsfähigkeit. Bei einer Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwäche sowie bei Legasthenie braucht das Kind kompetente Hilfe. Lehrer werden hier einen Logopäden und andere Therapeuten empfehlen. Eine Großzahl von Kindern ist heute von der so genannten Hyperaktivität betroffen oder dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom sowie von Mischformen. Da wird das Einfügen in den Klassenverband für das Kind unter Umständen sehr schwierig und Lernen sowie aufmerksam sein zu einer Tortur. Auch hier ist medizinische und therapeutische Hilfe gefragt.
Auch schon von den Grundschulen wird eine zunehmende Aggressivität mancher Kinder vermeldet. Gerade kleinere Kinder lernen und erwerben Angewohnheiten durch Nachahmung. Wenn auch schon kleine Kinder so aggressiv sind, bleibt die Frage zu stellen wen oder was sie aus ihrer Umwelt nachahmen und wie viel Aggressivität sie selbst erfahren und kennen lernen? Eigentlich zeigt die Bezeichnung "Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom" schon, woran es den Kindern wirklich mangelt und was für Bedürfnisse sie anmelden.
Paul Watzlawick hat uns gewarnt: DER MENSCH KANN NICHT NICHT LERNEN. Er lernt auch ohne Schreibtisch. Er lernt ohne oder trotz Lehrer. Wir tät...
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