26. Februar 2010

Migränemittel Artikel

Anwendung, Einsatz und Wirkung von Migränemitteln

Unter Migränemitteln versteht man Medikamente zur Behandlung von akuten Migräneattacken. Dabei kommen zumeist Schmerzmittel zur Anwendung.

Ziel und Zweck von Migränemitteln ist die Behandlung und Linderung von akuten Migräneattacken. Dabei gibt es jedoch kein Standardmittel, sodass die Medikamente in der Regel nach den individuellen Symptomen des Patienten ausgewählt werden.

Als Migräne bezeichnet man Kopfschmerzen, die anfallartig auftreten und zumeist einseitig und pochend-pulsierend sind. Oftmals sind dabei auch Begleiterscheinungen wie Lichtempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit sowie Übelkeit und Erbrechen möglich. Eine solche Migräne-Attacke kann zwischen vier und zweiundsiebzig Stunden dauern. Rund zehn Prozent der Bevölkerung leiden unter dieser neurologischen Erkrankung.

Da Migräne durch medizinische Maßnahmen nicht geheilt werden kann, kommen bei der Behandlung vor allem schmerzstillende Mittel zur Anwendung. So werden bei leichten bis mittelschweren Migräne-Attacken Analgetika und NSAR-Schmerzmittel verabreicht. Dazu gehören gängige Schmerzmittelwirkstoffe wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Paracetamol. Diese können auch als Kombinationsmittel mit weiteren Wirkstoffen wie Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen und Koffein zum Einsatz kommen. Als besonders wirksam gilt eine Kombination aus Paracetamol, Acetylsalicylsäure und Koffein. Im Fall einer schweren Migräne-Attacke kommen zumeist Triptane zur Anwendung, die als Gegenpart des Serotonin-Hormons gelten. Triptane bekämpfen nicht nur die Kopfschmerzen, sondern auch die begleitende Übelkeit sowie Erbrechen. Um bei einem akuten Migräne-Anfall wirksam zu sein, sollten die Triptane so rasch wie möglich zur Anwendung kommen. Die unterschiedlichen Triptan-Wirkstoffe können auf verschiedene Weise verabreicht werden. So gibt es sie als Tabletten, subkutane Injektionen, Nasensprays und Zäpfchen. Darüber hinaus lassen sie sich mit anderen Schmerzmitteln kombinieren. Ein weiteres Migränemittel sind Mutterkornalkaloide wie Ergotamin, die jedoch mehr Nebenwirkungen als Triptane aufweisen und daher nur dann eingenommen werden sollten, wenn die anderen Migränemittel nicht ansprechen. Gegen Übelkeit und Erbrechen wirken Antiemetika. Zu den wichtigsten Wirkstoffen gehören Domperidon und Metoclopramid. Abgeraten wird hingegen von der Einnahme von opiathaltigen Medikamenten, da deren Wirksamkeit bei Migräne-Attacken nicht hinreichend belegt ist. Darüber hinaus besteht bei ihrer Anwendung ein hohes Suchtpotenzial.

Grundinformationen zu Migränemitteln

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Anwendung, Einsatz und Wirkung von Migränemitteln

Die Migräneattacken können nicht behoben werden, aber mit Schmerzmitteln gemildert werden.

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