Migränemittel

Triptane und Mutterkornalkaloide sind Schmerzmittel zur Behandlung akuter Migräneattacken

Migränemittel werden zur akuten Behandlung von Migräneattacken eingesetzt. Hierbei werden in erster Linie Triptane verabreicht, wodurch der Schmerz gelindert wird. Mutterkornalkaloide werden heute wegen einiger Nachteile eher seltener verwendet.

Gesicht einer jungen Frau, sie nimmt eine Pille ein
Young woman taking pill © Oleinik Alexandr - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Migränemittel

Der Einsatz von Migränemitteln richtet sich nach der spezifischen Art der Migräne. Es gibt hierbei kein Standardmittel, das auf sämtliche Formen anspricht, sondern je nach individueller Symptomatik wird ein entsprechender Wirkstoff ausgewählt. Die Arzneimittel sind nur in Apotheken erhältlich.

Bei sämtlichen zur Verfügung stehenden Medikamenten gilt es zu bedenken, dass die Migräne selbst nicht heilbar ist und Migränemittel lediglich im Sinne von Erleichterung verschaffenden Schmerztherapeutika eingesetzt werden.

Arten von Migränemitteln

Generell werden zur Akuttherapie folgende Mittel bei Migräne angewandt:

  • Nichtopioid-Analgetika
  • Triptane
  • Mutterkornalkaloide und
  • Antiemetika.

Rezeptfreie Mittel

Zu den häufigsten rezeptfreien Migränemitteln zählen Schmerzmedikamente, die auf dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) oder, bei Unverträglichkeit, Paracetamol basieren. Sie sind für ihre entzündungshemmende Wirkung bekannt, was hinsichtlich der Schmerzen im Kontext der die Migräne auslösenden entzündeten Gefäßwände des Kopfes relevant ist.

Rezeptpflichtige Mittel

Spezifische rezeptpflichtige Mittel werden ausschließlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt, meist einem Neurologen, verordnet. Sie beinhalten Wirkstoffe, die auf die so genannten Serotoninrezeptoren im Gehirn wirken, wodurch eine schmerzlindernde Verengung der Gehirngefäße ermöglicht wird.

Zur Prophylaxe können folgende Mittel eingesetzt werden:

Da Migränemittel sehr unterschiedlich wirken, ist von einer Selbstdiagnose und einer entsprechenden Selbstmedikation abzuraten. Die sinnvollsten Mittel sind grundsätzlich jene, die individuell zugeschnitten sind. So lassen sich zu hohe Dosierungen vermeiden und eventuelle Nebenwirkungen minimieren.

Homöopathische Mittel

Bei leichteren Formen der Migräne können gegebenenfalls naturheilkundliche oder homöopathische Mittel hilfreich sein. Hierzu gehören beispielsweise Extrakte aus Mutterkrautblättern, die in der Migräneforschung einige Erfolge aufweisen.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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