27. Januar 2010
Als Cholesterinsenker werden Medikamente bezeichnet, die die körpereigene Produktion von Cholesterin senken. Auf diese Weise kann ein erhöhter Cholesterinspiegel behandelt werden.
Ziel und Zweck von Cholesterinsenkern ist die Behandlung eines erhöhten Cholesterinspiegels. Mit Hilfe von bestimmten Wirkstoffen wird die körpereigene Produktion von Cholesterin reduziert. Die Medikamente kommen vor allem dann zur Anwendung, wenn sich ein zu hoher Cholesterinspiegel nicht mehr mit einer Ernährungsumstellung erfolgreich behandeln lässt.
Als Cholesterin bezeichnet man einen körpereigenen Naturstoff. Ein zu hoher Cholesterinwert im Körper kann zu gesundheitlichen Risiken führen. Dabei kommt es zu einer Verklebung des Blutfetts Cholesterin an den Innenwänden der Blutgefäße. Dadurch besteht die Gefahr von Verstopfungen des Blutlaufs in Herz, Beinen und Gehirn. Schwere gesundheitliche Probleme wie ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt können die Folge sein. Um dem entgegen zu wirken, kommen Medikamente zum Einsatz, die den Cholesterinspiegel wieder absenken sollen. In der Regel wird allerdings zunächst versucht, durch körperliche Bewegung und eine Umstellung der Ernährung den Cholesterinspiegel zu senken. Erst wenn diese Maßnahmen erfolglos verlaufen, kommen die Cholesterinsenker zur Anwendung. Zu den gebräuchlichsten Arzneimitteln gehören dabei:
Zu den wirksamsten und gängigsten Cholesterinsenkern zählen Statine, die zur Gruppe der CSE-Hemmer (Cholesterin-Synthese-Hemmer) gehören. Diese sorgen für eine Blockierung des Enzyms HMG-CoA-Reduktase, das eine wichtige Rolle bei der Produktion von LDL-Cholesterin in der Leber spielt. Durch die Hemmung dieses Schlüsselenzyms der Cholesterinsynthese, kann der LDL-Spiegel gesenkt werden. Mit Hilfe der CSE-Hemmer ist es möglich, ein Sinken des Spiegels um 30 – 40 Prozent zu erreichen. Darüber hinaus verlangsamen CSE-Hemmer das Fortschreiten von Arteriosklerose. Zu den Wirkstoffen, die in Deutschland zugelassen sind, gehören Simvastatin, Rosuvastatin, Pravastatin, Lovastatin, Fluvastatin und Atorvastin.
Fibrate dienen zur Senkung der Produktion von Triglyzeriden. Darüber hinaus wirken sie auch hemmend auf die Bildung von Cholesterin in der Leber. Fibrate kommen vor allem zur Behandlung von Diabetikern zur Anwendung. Zu den eingesetzten Wirkstoffen gehören Fenofibrat, Gemfibrozil und Bezafibrat.
Die Wirkung von Cholesterin-Aufnahme-Hemmern liegt darin, dass sie sich in der Schleimhaut des Dünndarms ablagern. Dort hemmen sie die Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung in den menschlichen Organismus. Auf diese Weise lässt sich vor allem der LDL-Spiegel senken. Oftmals werden Cholesterin-Aufnahme-Hemmer auch mit Cholesterin-Synthese-Hemmern kombiniert, um eine größere Wirkung zu erzielen.
Mit Hilfe von Nikotinsäure kann das Freisetzen von Fettsäuren aus dem Fettgewebe gehemmt werden, wodurch der LDL-Spiegel sowie die Triglyzeride gesenkt werden. Der HDL-Spiegel wird hingegen erhöht.
Darüber hinaus gibt es auch pflanzliche Medikamente, zu deren Wirkstoffen z.B. Knoblauch gehört. Sie erreichen jedoch nicht die Wirkung der synthetischen Präparate.
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