Rührteig, Hermannteig, Wrap-Teig: Unterschiedliche Teigarten, deren Zubereitung und Eigenschaften

Backen macht richtig Spaß, es gibt entsprechende Rezepte für Anfänger und Fortgeschrittene. Dabei ist der Teig die entscheidende Grundlage für ein gelungenes Backrezept.

Wir geben einen Überblick über verschiedene Teigarten, besondere Sorten darunter und informieren über deren Zubereitung

Zum Backen braucht man Liebe und Geduld sowie das entsprechende Händchen. Wenn ein Teig gelingen soll, ist schon die richtige Auswahl der Zutaten ausschlaggebend. Sie sollen frisch sein und die richtige Temperatur haben.

Es gibt auch viele kleine Tricks, die zum Gelingen des Teigs beitragen. Das Mehl muss immer noch einmal gesiebt werden, so wird der Teig leicht und locker.

Es gibt unterschiedliche Teigarten, die je nach Rezept variieren. Es kann süß und es kann salzig gebacken werden.

werden aus unterschiedlichen Teigen hergestellt. Die Teige unterscheiden sich in der Zubereitung und auch in den Zutaten.

Manche Teigrezepte sind einfacher, andere wiederum anspruchsvoller in der Zubereitung. Deshalb benötigen sie dann auch etwas Übung und Können. Aber man muss nicht verzagen, wenn einmal ein Rezept nicht gleich gelingt.

Gerade Hefeteige stellen für viele Anfänger eine Herausforderung dar. Dabei macht es einen großen Unterschied, ob man Frischhefe oder Trockenhefe verwendet. Auch ein Brandteig gehört zu den Teigen die Übung und Können erfordern.

Es ist immer ein entscheidender Vorteil, wenn man jemanden hat, der das Backen beherrscht und einem die Herstellung der Teige zeigen kann. Vielleicht ist auch ein Back-Kurs eine schöne Idee.

Unterschiede in Konsistenz und Zubereitung

Die Teige unterscheiden sich in der Konsistenz und auch im Geschmack. Für Torten beispielsweise braucht man einen Biskuitteig. Der Mürbeteig bildet die Grundlage für viele Kuchen, beispielsweise für Käsekuchen, Rhabarberkuchen oder Streuselkuchen.

Mit einem Brandteig werden Windbeutel gemacht und ein Hefeteig lässt sich vielseitig verwenden. Er ist die Grundlage für Pizzen oder für einen Hefezopf, für Brotteig oder für einen Apfelkuchen.

Teige können pikant zubereitet werden oder sie bilden die süße Grundlage für ein Backrezept. Teige und Massen bestehen aus

Ein Teig kann je nach Rezept gerührt, geknetet oder geschlagen werden. Er kann fest oder eher flüssig sein und entwickelt dadurch unterschiedliche Backeigenschaften.

Die Hauptzutat für einen Teig ist in der Regel Mehl. Es gibt unterschiedliche Mehlsorten, die sich in ihren Eigenschaften unterscheiden.

Sie sind unterschiedlich ausgesiebt oder aus verschiedenen Getreidesorten. Oft wird auch noch Speisestärke zum Backen verwendet, beispielsweise aus Mais.

Es gibt Vollkornmehl und Weißmehl, außerdem unterscheidet man beispielsweise Weizenmehl, Dinkelmehl oder Roggenmehl. Jede Mehlsorte verleiht dem Teig eine besondere Geschmacksnote und Konsistenz.

Manche Teige sind besonders für Anfänger sehr gut geeignet, so kann man im Nu einen leckeren Kuchen daraus backen...

Schneller Kuchenteig für Anfänger

Aller Anfang ist schwer und auch Backen will gelernt sein. Dafür gibt es bei den Rezepten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Gerade am Anfang sollte man es sich leicht machen und ein einfaches Rezept verwenden, mit dem man auch ein Erfolgserlebnis hat.

Gerade bei Kindergeburtstagen hat der so genannte Limokuchen Furore gemacht. Er schmeckt nicht nur lecker, sondern er ist auch besonders leicht und einfach zuzubereiten und das ohne viel Arbeitsaufwand.

Rezept Nr. 1

Für eine Rezeptvariante benötigt man

Zuerst wird das Mehl in eine Schüssel gesiebt. Dann mischt man Zucker, Vanillezucker und Backpulver darunter. Nun rührt man das Öl und die Fanta unter den Teig, am besten mit einem Handrührgerät.

Nun schlägt man die Eier auf und rührt sie dazu; man sollte einen dickflüssigen Teig erhalten. Dieser wird auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gestrichen.

Das Ganze kommt in den vorgeheizten Ofen und braucht bei 220°C ungefähr 15 Minuten. Mit einem Holzstäbchen die Garprobe machen, hineinstecken und herausziehen - bleibt Teig daran hängen, ist der Kuchen noch nicht fertig.

Kann man es trocken aus dem Kuchen ziehen, ist dieser fertig. Nun lässt man den Fantakuchen auskühlen. Den Puderzucker verrührt man mit wenig Wasser oder etwas Zitronensaft. Mit dieser Glasur wird der Kuchen eingepinselt. Die Glasur muss noch austrocknen.

Rezept Nr. 2

Für einen anderen und schnellen Teig benötigt man

  • 250g Mehl
  • 150g Zucker
  • 250g Butter
  • 5 Eier
  • 1 Pck Backpulver
  • 100g Schokostreusel

Zuerst lässt man die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und dann abkühlen. Jetzt gibt man alle Zutaten in eine Schüssel und verrührt sie mit dem Handrührgerät zu einem glatten Teig. Diesen verstreicht man auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech und gibt ihn in den vorgeheizten Backofen; bei 180°C muss er ungefähr 20 Minuten backen.

Auch hier mit einem Holzstäbchen die Garprobe machen. Nach dem Auskühlen kann man ihn mit einer Glasur nach Wahl versehen oder einfach Puderzucker darüber streuen. Dies ist ein einfaches Rezept ohne viel Arbeitsaufwand und gelingt immer.

Im Folgenden stellen wir Ihnen unterschiedliche Teige und deren Zubereitung einmal genauer vor.

Hefeteig

Hefeteig muss man genug ruhen lassen
Hefeteig muss man genug ruhen lassen

Leider gibt es keinen gängigen Grundteig, der sich leicht abgeändert auf alle Backrezepte anwenden lässt. Ein Hefeteig kann auf vielerlei Art und Weise hergestellt werden.

Man kann mit frischer Hefe oder auch mit Trockenhefe arbeiten. Der Hefeteig ist ein elastischer Teig, der sich für viele Backwaren eignet. Zu seinen besonderen Eigenschaften zählt, dass er idealerweise beim Backen sehr aufgeht und damit eine lockere und luftige Grundlage für Kuchen bildet oder ganz eigenständige Hefegebäcke ergibt, wie etwa einen Hefezopf, Brötchen oder Hefegebäck.

Der Hefeteig kann süß und salzig zubereitet werden. So bildet er etwa auch den Boden einer Pizza oder eines Flammkuchens. Hefeteig wird auch oft als Boden für Apfelkuchen oder Pflaumenkuchen verwendet.

Die meisten Hobbybäcker arbeiten lieber mit frischer Hefe, Trockenhefe bietet allerdings den Vorteil, dass man sie zu Hause auf Vorrat haben kann, weil sie länger lagerfähig ist. Hefeteig gilt bei vielen Hobbybäckern als heikel und sein Gelingen ist nicht immer gesichert.

Dabei muss man einfach ein paar Dinge beachten; der Teig ist aufwendig und man braucht Zeit und Geduld. Außerdem sind die richtigen Zutaten und deren Temperatur entscheidend - am besten hat man noch eine gut geheizte Küche.

Für ein Grundrezept benötigt man:

  • 500g Mehl
  • 40g Hefe
  • 60g Zucker
  • eine Prise Salz
  • 250 ml Milch
  • 2 Eier und
  • 50g weiche Butter.

Die Milch sollte Zimmertemperatur haben. Die Hefe wird zerbröckelt und mit etwas Milch glatt gerührt. Das Mehl siebt man in eine Schüssel und bildet in der Mitte eine Mulde.

In ihr wird die aufgelöste Hefe mit etwas Mehl verrührt und das Ganze lässt man 10 Minuten zugedeckt gehen. Nun kommen die restlichen Zutaten dazu und werden miteinander zu einem glatten Teig verknetet.

Der Teig muss nun abgedeckt mindestens eine Stunde gehen. Danach wird er ausgerollt und muss noch einmal eine halbes Stunde gehen.

Dieses Grundrezept eignet sich beispielsweise für Butterkuchen oder Streuselkuchen.

Mürbeteig

Der Mürbeteig kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Seine besonderen Eigenschaften machen ihn vielseitig, deshalb wird er oft auch als Grundteig bezeichnet.

Man benötigt nur wenige Zutaten und er gelingt eigentlich immer. Ein Mürbeteig kann mit Zucker oder auch mit Salz zubereitet werden - je nachdem, was gebacken werden soll. Einen Mürbeteig kann man schnell und einfach zubereiten.

Wie der Name schon vermuten lässt, wird das Backwerk mürbe, dabei aber auch zart und schmelzend. Der Teig ist trocken, aber auch knusprig. Er ist locker und leicht und trotzdem fest genug, um auch eine schwere Füllung zu tragen. Deshalb ist er für viele Backwaren geeignet.

Ein Mürbeteig gilt als der typische Teig für Kekse vieler Art. Aber er eignet sich auch für Torten oder Kuchen.

Für ein Grundrezept Mürbeteig benötigt man:

  • ein Teil Zucker
  • zwei Teile Fett und
  • drei Teile Mehl.

Also 100g Zucker, 200g Butter, 300g Mehl und 1 Ei. Ein Mürbeteig wird geknetet, das kann man mit der Hand machen oder mit den Knethaken des Rührgeräts. Die Butter sollte möglichst weich sein, sie wird mit dem Zucker und dem Ei verknetet, dann siebt man das Mehl darüber und knetet alle Zutaten zu einer homogenen Masse.

Vor dem Backen kann der Teig im Kühlschrank noch etwas ruhen. Das Grundrezept kann beispielsweise mit Gewürzen, Nüssen oder auch Kakao erweitert werden.

Rührteig gelingt ohne kneten von Hand
Rührteig gelingt ohne kneten von Hand

Rührteig

Der Rührteig ist immer ein süßer Teig, der zu Kuchen oder Gebäck verarbeitet wird. Richtigerweise gehört er zu den Massen, wird umgangssprachlich aber immer als Teig bezeichnet.

Wie der Name schon sagt, wird er gerührt und ist ein eher flüssiger bzw. cremiger Teig. Der Rührteig dient beispielsweise als Grundlage für

  • Rührkuchen
  • Muffins
  • Sachertorte
  • Marmorkuchen oder
  • Nusskuchen.

Es ist ein einfacher Teig, der schnell zubereitet ist und auch immer gelingt, wenn man die Rezeptvorgaben beachtet. Der Rührteig ist ein schwerer Teig, trotzdem sollte er beim Backen durch Zugabe von Backpulver leicht und locker werden.

Für ein Grundrezept benötigt man:

  • 250g Mehl
  • 250g Butter
  • 250g Zucker und
  • 4 Eier.

Weiterhin Backpulver und andere Zutaten wie

  • Nüsse
  • Kakao
  • Gewürze
  • Schokostreusel

und ähnliches.

Zuerst wird die Butter mit den aufgeschlagenen Eiern und dem Zucker schaumig gerührt. Dann gibt man die anderen Zutaten dazu. Mit einem Handrührgerät ist der Teig schnell zubereitet. Nun kann er in eine beliebige Backform gefüllt werden.

Blätterteig

Käsestangen aus Blätterteig
Käsestangen aus Blätterteig

Der Blätterteig ist ein eher anspruchsvoller Teig. Er kann süß und salzig zubereitet werden. Dieser vielseitig verwendbare Teig ist aber sehr zeitaufwendig und nicht leicht herzustellen. Man kann mit ihm Gebäck, Desserts und auch pikante Mahlzeiten herstellen.

Der fertige Blätterteig hat eine ganz charakteristische Struktur, die leicht blättert. Da er geschmacksneutral ist, eignet er sich für

  • Gemüsefüllungen
  • Fleisch-
  • Käse- oder
  • Fischfüllungen
  • genauso wie für Süßes.

Bei der Teigherstellung wird die Butter schichtweise in den Teig eingearbeitet. Dabei müssen die Schichten auch wieder gekühlt werden, das kostet Zeit und Mühe.

Für ein Grundrezept benötigt man:

  • 500g Mehl
  • 50g Butter
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Essig
  • 375 ml Wasser und
  • 500g Butter.

Nun siebt man das Mehl in eine Schüssel und vermischt es mit der weichen Butter. Dann werden nach und nach die restlichen Zutaten zugefügt, um den Teig zu einer Kugel zu formen. Diese wird in Frischhaltefolie eingewickelt und dann im Kühlschrank gekühlt.

Die gekühlte Butter wird zwischen Frischhaltefolie gelegt und mit einem Nudelholz zu einem Rechteck gewalzt. Auch der Teig wird zu zwei gleichgroßen Rechtecken ausgerollt. In deren Mitte legt man das Butterrechteck und drückt die Teigränder fest.

Dann werden drei Schichten übereinander geklappt und wieder zu einem Rechteck ausgerollt. Nun muss der Teig zehn Minuten gekühlt werden. Dieser Vorgang wird öfters wiederholt.

Der Teig wird immer wieder mit Mehl bestäubt, geklappt und neu ausgerollt. Anschließend lassen sich Käsestangen, Schweinsöhrchen oder andere Köstlichkeiten formen.

Plunderteig

Plunderteig wird in der Regel für Plundergebäcke verwendet. Das sind kleine Kaffeestückchen, die anstatt Kuchen gereicht werden und in jeder Bäckerei ausliegen. Am bekanntesten ist wohl der Puddingplunder.

Ein Plunderteig ist ein Hefeteig, der wie Blätterteig zubereitet wird. Damit vereinigt er die vorzüglichen Eigenschaften der beiden Teige.

Er ist luftig, locker und leicht wie Hefeteig und dabei mehrschichtig aufgeplustert wie ein Blätterteig. Durch seinen neutralen Geschmack kann er für süße und salzige Gebäcke verwendet werden.

Für ein Grundrezept für ca. 10 Plunderteilchen benötigt man:

  • 500g Mehl
  • 40g Hefe
  • 250 ml Milch
  • 20g Zucker
  • eine Prise Salz
  • 2 Eier und
  • 250g Butter.

Zuerst bereitet man den Hefeteig zu. Dann verfährt man wie bei einem Blätterteig, damit hat man einen Grundteig für sämtliche Plundergebäcke wie Kirschplunder, Croissants oder Apfeltaschen.

Waffelteig

Den Waffelteig braucht man, um in einem Waffeleisen warme Waffeln herzustellen. Dabei handelt es sich um eine Masse, die aber landläufig als Teig bezeichnet wird. Der Waffelteig ist eher flüssig bis cremig und sollte beim Backen aufgehen und locker luftig werden.

Für ein Grundrezept benötigt man:

  • 500g Mehl
  • 6 Eier
  • 150g Zucker
  • 1/2 Liter Milch
  • 250g Butter oder 250 ml Öl
  • 1/4 Liter Mineralwasser und
  • Backpulver;

man kann auch noch 2 Päckchen Vanillezucker dazugeben.

Alle Zutaten werden verrührt und der Teig schöpfkellenweise in das heiße Waffeleisen gefüllt. Man kann den Zucker auch weglassen und die Waffeln pikant mit Schinken oder Käse genießen.

Da man die meisten Zutaten im Hause hat, eignet sich der Waffelteig besonders gut, wenn man überraschend Besuch bekommt. Denn der Teig und die Waffeln sind schnell zubereitet. Auch Kindern macht es immer große Freude Waffeln zu backen.

Die fertigen Waffeln können mit Marmelade, Puderzucker, Zuckerrübensirup oder Nuss-Nougat-Creme gegessen werden. Auch kühles Vanilleeis in Kombination mit heißen Kirschen ist eine sehr beliebte Beilage zu den knusprig-fluffigen Waffeln.

Brandteig

Der Brandteig ist ein ganz besonderer Teig, der sich geschmacksneutral für süße und salzige Füllungen eignet. Die Besonderheit besteht darin, dass einige Zutaten schon vor dem Backen in einem Topf erhitzt werden.

Dabei muss der Teig kräftig gerührt werden, damit er nicht anbrennt. Er wird im Topf geschlagen, bis er sich leicht vom Boden löst. Beim Backen geht der Teig dann sehr auf und bildet innen einen Hohlraum. Dieser Hohlraum wird dann anschließend gefüllt.

Am besten kennt man den Brandteig wohl von den Sahne-Windbeuteln - aber er ist vielseitig und kann auch pikant gefüllt werden. Brandteig hat einen ganz typischen Geschmack und eine einzigartige Konsistenz. Er vergeht auf der Zunge und ist trotzdem auch knusprig.

Ein Brandteig stellt keine hohen Anforderungen und ist eigentlich auch leicht zuzubereiten. Man braucht nicht viele Zutaten und muss nicht viel beachten.

Allerdings sollte man die Zutaten peinlich genau abwiegen und sich genau an die jeweilige Rezeptvorgabe halten. Dann kann der Brandteig nur gelingen, er sollte möglichst sofort verarbeitet werden.

Für ein Grundrezept für etwa 12 Brandteigteilchen benötigt man:

  • 150g Mehl
  • 100g Butter
  • 4 Eier
  • 250 ml Wasser und
  • 1/2 TL Salz.

Die Zutaten werden genau abgemessen, dann lässt man das gesalzene Wasser in einem Topf aufkochen. Nach und nach fügt man die Butter zu, bis diese schmilzt.

Nun wird das gesiebte Mehl unter ständigem Rühren in das Wasser gegeben. Es bildet sich ein Teigklumpen und dieser soll von allen Seiten abgebrannt werden.

Nun gibt man den Teigkloß in eine Rührschüssel und fügt die Eier hinzu. Das Rühren kann ein bisschen anstrengend sein. Es darf auch eine Küchenmaschine verwendet werden.

Nun wird ein Backblech mit Backpapier ausgelegt. Die Teigmasse wird in einen Spritzbeutel gefüllt und damit setzt man 12 tennisballgroße Rosetten auf das Backblech. Deshalb muss man eine große Sterntülle in den Spritzbeutel einsetzen.

Die Windbeutel werden bei 200°C ungefähr 20 Minuten gebacken. Nun können die Windbeutel gefüllt werden. Ein Brandteig sollte möglichst rasch gegessen werden, da er sonst an Knusprigkeit verliert.

Sauerteig

Nur durch den Sauerteig erreicht man, dass ein Brotlaib locker und würzig schmeckt. Man kann Sauerteig auch selbst zu Hause herstellen, Voraussetzung ist allerdings, dass man Geduld hat.

Je nachdem, was man backen möchte, kann man auch Hefe oder Backpulver als Triebmittel verwenden, um einen lockeren Teig zu bekommen. Doch Brot, das aus Roggenmehl gebacken wird, würde nur alleine z.B. mit Hefe weder würzig noch locker und auch nicht knusprig werden. Ein Brot ohne Sauerteig würde mehr einem Knäckebrot statt einem weichen Brot ähneln.

Besonders Brote, die aus Roggenmehl gebacken werden, benötigen den Sauerteig. Würde man Roggenmehl ausschließlich unter Zugabe von Hefe zu Brot backen, so würde das Brot nach dem Herausnehmen aus dem Ofen in sich zusammenfallen. Der Sauerteig aber führt dazu, dass das Brot seine Form behält und schön luftig schmeckt.

Zutaten und Zubereitung

Für die eigene Herstellung eines Sauerteiges benötigt man lediglich zwei Zutaten:

  1. Roggenmehl
  2. Wasser

Das Wasser muss lauwarm sein. Zu gleichen Teilen vermischt man dann Mehl und Wasser. Einen ganzen Tag lang muss der Teig schließlich abgedeckt ruhen. Dazu stellt man den Teig entweder auf die Heizung, den Kachelofen oder auch ins warme Badezimmer.

Am nächsten Tag fügt man nochmals die gleiche Menge Wasser und Roggenmehl dazu wie schon am Tag zuvor und lässt den Teig erneut bis zum nächsten Tag abgedeckt gehen.

Am dritten Tag bilden sich Blasen im Sauerteig, und er beginnt auch sauer zu riechen. Nun gibt man die doppelte Menge Teig und Wasser dazu, wie jeweils an den beiden Tagen zuvor, rührt alles gut durch und lässt den Sauerteig einen weiteren Tag ruhen.

Am vierten Tag hat man einen fertigen Sauerteig, den man dann weiter verwenden kann. Ein Brot von etwa 1,5 Kilogramm benötigt 700 Gramm Sauerteig. Fängt man also am ersten Tag mit einer Menge von 100 Gramm Mehl und Wasser an, so hat man an Tag vier 800 Gramm Sauerteig.

Kann man den Sauerteig nicht gleich verarbeiten, so hält er sich etwa eine Woche im Kühlschrank.

Sauerteig vom Bäcker
Sauerteig vom Bäcker

Beliebt bei Kindern: Hermann-Teig

Auf die gleiche Weise entsteht der "Hermann". Besonders bei Kindern ist es beliebt, "Hermann" zu füttern und dann an Freunde weiterzugeben. Meist wird der Hermann jedoch aus Sauerteig auf Weizenmehlbasis zubereitet.

Vom Teig wird immer eine bestimmte Menge weggenommen, die dann mit einer Backanleitung an Schulfreunde verteilt wird. Jeder "züchtet" seinen Hermann-Teig weiter und verteilt erneut Teig an Freunde. Aus diesem Hermann-Teig wird zum Schluss jedoch kein Brot, sondern ein süßer Kuchen gebacken.

Hermann-Teig kam so in den 80er Jahren auf und hat sich seitdem gehalten.

Man nennt den Hermann-Teig auch Glückskuchen. Nachdem viele Menschen mit dem Kuchen versorgt waren, der oft mit einem Begleitbrief übergeben wurde, wie man mit ihm umzugehen hat, wurden viele des Backens müde und der Teig geriet wieder eher in Vergessenheit. Trotzdem lebt das Kuchenritual immer wieder neu auf. Der Hermann-Teig ist für gesellige Menschen, die gerne backen.

Teigzutaten und -herstellung

Um den Teig anzusetzen, braucht man 1 kl. Tasse Weizenmehl Typ 405 und 1 kleine Tasse Wasser. Diese gibt man in eine große Schüssel und lässt sie mit einem Leinentuch abgedeckt an einem warmen Ort 3-4 Tage stehen. Der Teig gärt, wirft Blasen und vermehrt sein Volumen. Danach gibt man 20g Frischhefe dazu und rührt diesen unter.

Dann fügt man noch 1 kl. Tasse Mehl, 1 kl. Tasse Milch und 1/2 Tasse Zucker dazu. Den Teig gut vermengen, danach muss er mit einem Tuch abgedeckt für 4-5 Tage in den Kühlschrank.

Dabei sollte man ihn mindestens einmal täglich umrühren. Dann wird die gleiche Vorgehensweise wiederholt. Man fügt noch einmal 1 kl. Tasse Mehl, 1 kl. Tasse Milch und 1/2 Tasse Zucker dazu und verrührt alles gut. Dann muss der Teig wieder für 5 Tage in den Kühlschrank und noch einmal täglich umrühren.

Nun kommt ein bestimmter Rhythmus zum Tragen. Der Teig kann jetzt gebacken werden. Man behält einen Teil zurück und am Tag 1 wird er wieder mit Mehl, Milch und Zucker gefüttert. Am 5. Tag ist die zweite Fütterung und am 10. Tag wird gebacken.

Der Hermann-Teig vergrößert sich dabei immer. Eine Tasse bewahrt man auf, eine gibt man zusammen mit einer Pflegeanleitung weiter und aus der dritten entsteht der neue Kuchen.

Kuchenrezept

Für den klassischen Hermann-Kuchen gibt es ein traditionelles Rezept. Dafür fügt man dem Teig noch

  • 2 Tassen Mehl
  • 2 Eier
  • 1/2 Tasse Zucker
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Tasse Rosinen
  • 1 Tasse gemahlene Haselnüsse
  • 1 Prise Zimt und
  • 1/2 Tasse Sonnenblumenöl

zu. Alles wird mit dem Handmixer gut verrührt. Dann gibt man den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform. Das Ganze wird bei 180°C ungefähr 45 Minuten gebacken.

Älteren Sauerteig vermehren

Hat man zu wenig Sauerteig im Kühlschrank, kann man diesen auch problemlos "vermehren". Dies gelingt übrigens auch dann noch, wenn der Teig schon einige Tage alt ist.

Man nimmt dazu einfach z.B. 200 Gramm Sauerteig und verrührt diesen mit jeweils 350 Gramm Wasser und Mehl. Der Teig muss dann einen ganzen Tag lang abgedeckt ruhen. Am nächsten Tag kann der Sauerteig dann verwendet werden.

Die Herstellung eines Wrap-Teiges

Wraps werden immer beliebter, weil man diese vielseitig zubereiten kann. Der Teig für diese dünnen Fladen kann ganz einfach zubereitet werden.

Natürlich gibt es Wraps fix und fertig im Supermarkt zu kaufen, sodass sie nur noch mit frischem Gemüse, angebratenem Fleisch, einer schmackhaften Soße und frischen Kräutern zubereitet werden müssen.

Wer jedoch keine fertigen Wraps zu Hause hat oder diese einmal selbst backen möchte, kann dies in kurzer Zeit und auch mit wenig Kocherfahrung selbst erledigen.

Zutaten und Zubereitung

Hauptzutaten eines Wrap-Teiges sind Mehl und Wasser. Zusätzlich benötigt man noch Öl und etwas Salz.

Man gibt die Zutaten außer dem Wasser in eine Schüssel und stellt ein Rührgerät mit Knethaken bereit. Nun fügt man nach und nach unter ständigem Rühren löffelweise das Wasser dazu.

Vor der weiteren Verarbeitung muss der Wrap-Teig dann etwa zwanzig Minuten abgedeckt ruhen.

Da Wraps aus sehr dünnem Teig bestehen, teilt man den Teig nun in mehrere Teile und rollt diese jeweils so dünn wie möglich aus. Anschließend brät man sie kurz von beiden Seiten in einer Pfanne an und fertig sind die selbst gebackenen Wraps.

Teilweise wird auch empfohlen, den Wrap-Teig ohne Öl zuzubereiten. Letztlich ist es Geschmackssache und jeder sollte selbst probieren, wie die Wraps besser schmecken. Der Wrap-Teig, egal ob mit oder ohne Öl, kann übrigens gut vorbereitet werden, da er beim Verzehr nicht mehr zwingend warm sein muss.

Wraps als abwechslungsreiches Finger-Food

Wraps eignen sich auch gut für Partys mit vielen Leuten und demzufolge unterschiedlichen Geschmäckern. Es macht relativ wenig Arbeit, alle Menschen zufriedenzustellen, wenn man Wraps anbietet.

Dazu stellt man die selbst gebackenen Wraps in die Mitte des Tisches und serviert dann unterschiedliche Zutaten wie

  • Tomaten
  • frische Kräuter
  • angebratenes Putenfleisch
  • Käse
  • gedünstetes Gemüse und natürlich auch
  • viele unterschiedliche Soßen.

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Quellenangaben
  • making bread series 009 © Thomas Perkins - www.fotolia.de
  • Käsestangen © Christian Fischer - www.fotolia.de
  • bäcker handwerk 4 © leno2010 - www.fotolia.de
  • teig kneten © Torsten Schon - www.fotolia.de
  • Baking utensils © Brebca - www.fotolia.de

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