Typisch deutsche Süßigkeiten

Auswahl an Süßigkeiten (Smarties, Bonbons) auf weißem Hintergrund

Ob zu bestimmten Anlässen wie Weihnachten oder einfach so zwischendurch: Süßigkeiten sind hierzulande bei Groß und Klein beliebt

Deutschland ist für seine große Auswahl an Süßigkeiten berühmt.

Weihnachtliche Leckereien

Viele deutsche Süßigkeiten haben auch mit der Weihnachtszeit zu tun, wie beispielsweise Aachener Printen oder Nürnberger Lebkuchen. Auch die Herstellung von Marzipan hat eine deutsche Tradition. Sehr bekannt ist das Niederegger Marzipan.

Dann kennt man noch Rothenburger Schneeballen, das ist ein süßes Gebäck und Bremer Kluten, diese bestehen aus Pfefferminzstangen und sind zur Hälfte mit Schokolade überzogen.

Süßigkeiten in der weihnachtlichen Verpackung sind bis zu 226 Prozent teurer als normal

Weihnachtsdekoration, roter Nikolausstiefel, Plätzchen
Stiefel © Heino Pattschull - www.fotolia.de

Die Verbraucherzentrale Berlin hat jetzt die Preise von Süßigkeiten in den weihnachtlichen Verpackungen mit den Standardpackungen verglichen und dabei Unterschiede von bis zu 226 Prozent entdeckt. So gibt es beispielsweise vom Hersteller Ferrero einen Weihnachtsstern, den man an den Weihnachtsbaum hängen kann, mit vier "Ferrero Küsschen" zum Preis von 1,39 Euro. Wenn man diese Packung aber mit der Standardpackung vergleicht, so ergibt sich ein Preisunterschied für 100 Gramm von über drei Euro.

Auch bei der weihnachtlichen Geschenkpackung von "Mon Cherie" zahlt man pro 100 Gramm 4,75 Euro anstelle der 2,85 Euro bei der Standardpackung. Aber dies gilt auch für andere Süßigkeiten, die jetzt zu Weihnachten in den Supermärkten angeboten werden, wie bei den "Toffifee" der Firma Storck oder auch bei der "Merci-Schokolade" "Finest Selection". Wer aber denkt, die Großpackungen seien günstiger, liegt damit falsch, denn auch die Großpackung der "Finest Selection" mit 400 Gramm kostet im Vergleich zur 250 Gramm-Packung mehr.

So sollten die Verbraucher immer auf den Grundpreis achten, der aber oftmals nur kleingedruckt auf der Packung steht. Aber auch auf den Preisschildern im Geschäft ist dieser angegeben.

Weihnachtliche Süßigkeit aus Spanien

Die spanische Kalorienbombe - Turrón zwischen den Weihnachtsleckereien

Während hierzulande Stollen, Lebkuchen und Spekulatius auf dem Weihnachtssteller liegen, regiert in Spanien eine andere Süßigkeit: Turrón. Die Kalorienbombe wird hergestellt aus:

und ähnelt der arabischen Spezialität Halva und türkischem Honig. Aber nirgendwo gibt es so viele geschmackliche Varianten – von butterweich bis hart, von fruchtig über nussig bis schokoladig.

Beliebte Süßigkeit seit dem 16. Jahrhundert

Mit einem Pro-Kopf-Verzehr von einem Kilogramm liegt Turrón bei den spanischen Weihnachtsleckereien ganz vorn. Kaum eine Region, die nicht ihr eigenes Rezept pflegt, Hunderte Manufakturen stellen nach traditionellen Rezepturen her oder experimentieren mit frischen Zutaten.

Ob Pinienkern oder Mandel, Kokosflocken oder Pistazie – süß muss Turrón auf jeden Fall sein. Bereits im 16. Jahrhundert notierte die spanische Behörde für gebietsgeschützte Lebensmittel, dass die Stadt Alicante und das Bergdorf Jijona über Turrón-Manufakturen verfügten. Das Rezept kam vermutlich über den Seeweg aus Arabien.

Moderner Mythos ist Unsinn: Aus Weihnachtsmännern werden keine Osterhasen

Das Lebensmittelrecht verbietet das Umschmelzen und Umverpacken einmal ausgelieferter Produkte

Schokolade wird in ein Behälter gegossen
chocolate flow © Mikael Damkier - www.fotolia.de

Ein beliebtes Gerücht besagt, dass die zu Weihnachten nicht verkauften Weihnachtsmänner aus Schokolade wieder eingeschmolzen werden, um kurz darauf als Osterhasen zu erscheinen.

Lebensmittelrecht verbietet das Umschmelzen und Umverpacken

Um besorgte Gemüter zu beruhigen, gab der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. nun sogar eine Pressemeldung heraus. Darin wird versichert, dass an diesem Gerücht nichts dran sei: Schon das Lebensmittelrecht verbietet das Umschmelzen und Umverpacken einmal ausgelieferter Schokolade.

Dazu wäre die Logistik so aufwändig, dass die Kosten den Gewinn durch wiederverwendete Schokolade weit übersteigen würden.

Der Bundesverband versichert, dass Osterhasen nur aus frischer Schokoladenmasse gefertigt werden.

Was passiert mit alten Schokofiguren?

Bleibt die Frage, was denn aus all den unverkauften Weihnachtsmännern und Osterhasen wird, wenn ihre Zeit abgelaufen ist. Viele werden auch noch nach dem Fest mit großzügigen Rabatten verkauft, denn Schokolade ist letztendlich Schokolade. Andere werden an gemeinnützige Organisationen verschenkt.

Für übriggebliebene Schokoladenfiguren zuhause hat der Bundesverband auch noch einen Tipp auf Lager: Wer im Januar keinen Weihnachtsmann mehr essen mag:

  • rührt die Schokolade in Kuchenteig
  • macht die Schokolade zu Pudding
  • zerkleinert die Schokolade zu Schokostreuseln

Mohrenköpfe und Schokoküsse

Typisch deutsch sind auch Mohrenköpfe, die man heute aber nicht mehr so nennen darf, sondern Schaum- oder Zuckerküsse. Weiterhin nennt man sie noch Schokokuss.

Sie wurden zwar in Frankreich erfunden, haben sich aber in Deutschland etabliert. Diese Süßigkeit hat am Boden eine Waffel, ist mit süßem Eiweißschaum gefüllt und mit Schokolade überzogen. Vor allen Dingen auf Jahrmärkten gibt es sie in vielen unterschiedlichen Variationen und Geschmacksrichtungen.

Zuckerwatte und Gummibärchen

Bekannt von Jahrmärkten ist auch die Zuckerwatte. Hier wird der Zucker in einer speziellen Maschine um ein Holzstäbchen gesponnen und kann dann genascht werden.

Die Gummibärchen wurden zu Anfang des letzten Jahrhunderts in Deutschland erfunden. Dabei handelt es sich um kleine Fruchtgummis, die eine Bärenform haben. Sie bestehen aus Zucker, Zuckersirup und Gelatine.

Sie sind nicht nur bei Kindern sehr beliebt. Für bestimmte Käufergruppen gibt es mittlerweile auch gelatinfreie Gummibärchen.

Haribo feiert sein 90-jähriges Bestehen

Der deutsche Gummibärchenhersteller Haribo ist nun seit 90 Jahren ein erfolgreicher Familienbetrieb

Nahaufnahme Süßigkeiten im Glas
Candies © Alena Ozerova - www.fotolia.de

Im Dezember des Jahres 1920 begann ein Mann namens Hans Riegel in einer Waschküche in einem Bonner Hinterhof eine geleeartige Kaumasse herzustellen und sie in Bärenformen zu gießen. Das war die Geburt der ersten Goldbären.

Seinen kleinen "Betrieb" ließ er am 13. Dezember des selben Jahres im Handelsregister eintragen und entwarf den Namen "Haribo" aus den Anfangsbuchstaben seines Namens Hans Riegel und dem Standort Bonn. Im Jahr 1946 übergab er seinen Betrieb an seine beiden Söhne Hans und Paul Riegel, die immer neue Fruchtgummivarianten kreierten und der Marke Haribo zu einem internationalen Bekanntheitsgrad verhalfen.

Familienbetrieb mit Ideen und Erfolg

Auch heute noch liegt der Betrieb in den Händen des mittlerweile 87 Jahre alten Hans Riegel junior und soll auch weiterhin von der Familie Riegel geführt werden. Nachfolger stehen auch schon fest und zwar die Söhne seines vestorbenen Bruders Paul, der unter anderem für eine der größten und wichtigsten Erfindungen von Haribo verantwortlich ist, die Lakritzschnecken-Wickelmaschine.

Mittlerweile gibt es 15 Haribofabriken in Deutschland und im Ausland mit weit mehr als 6.000 Mitarbeitern. Der Jahresumsatz soll sich auf rund zwei Milliarden Euro belaufen. Eigenen Angaben zufolge soll Haribo sogar der größte Fruchtgummi- und Lakritzhersteller der Welt sein.

Neue zahnpflegende Gummibärchen präsentiert

Vor kurzem hat der Würzburger Zahnmediziner Professor Wolfgang Wiedemann eine Mixtur für Gummibärchen produziert, die Zahnschutz gewährleisten soll.

Die Firma Mederer stellt das neuartige zahnpflegende Fruchtgummi her, das den Namen "Actident" trägt. "Actident" enthält Kalziumionen, die den Zahnschmelz aufbauen sollen und die Zähne gegen einen Angriff von Säure schützen sollen. Es wurde unlängst auf der Süßwarenmesse ISM in Köln vorgestellt.

Gummibärchen statt Schokoeier und Co.

Für kleine und große Naschkatzen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung lieber zu Gummibärchen, anstatt zu Schokolade zu greifen.

Schokolade zeigt sich mit einem hohen Gehalt an Zucker und Fett als recht ungesund, wohingegen Gummibärchen zwar auch viel Zucker beinhalten, aber dafür kein Fett und somit einen gesünderen Faktor aufzeigen. Laut der Experten-Meinung sollte man zudem generell nicht zu oft Süßigkeiten konsumieren und für eine gesunde Abwechslung lieber öfter einmal Nüsse verzehren.

Besonders Fruchtgummis sind schlecht für die Zähne

Kerstin Blaschke kommt aus Schmalkalden in Thüringen. Sie vertritt den Bund Deutscher Zahnärzte und erinnert daran, dass Eltern ihre Kinder beim Naschen beaufsichtigen und Süßigkeiten rationieren sollten.

Denn alle langanhaftenden Kohlenhydrate wie Honig, Toffee, Karamell oder Bonbons lösen die schützende Mineralschicht des Zahns auf. Darunter sammeln sich Bakterien, die den Zahn kariös machen. Besonders sollte man, laut Blaschke, auf Fruchtgummis achten. Denn die enthielten zusätzlich zum schädlichen Zucker auch noch Säure, die den Zahnschmelz besonders effektiv auflösen kann.

Haribo produziert erstmals blaues Gummibärchen

Schon seit 94 Jahren produziert der Süßigkeitenhersteller Haribo seine bunten Goldbären. In der Zeit vom 10. März bis 20. April 2014 hatte Haribo nun aber seinen Facebook-Fans die Chance gegeben, unter insgesamt zwölf möglichen neuen Farb- und Geschmackrichtungen zu wählen.

Die Fans entschieden sich schließlich für die Geschmacksrichtungen Kirsche, Heidelbeer, Aprikose, Waldmeister, Grapefruit und Wassermelone. Hierbei handelt es sich aber nur um eine Sonderkollektion, die nicht dauerhaft, sondern ab Juli für nur wenige Monate verfügbar sein wird.

Bislang gab es die Gummibärchen noch nie in der Farbe Blau. Doch mit der Geschmacksrichtung Heidelbeere nun auch diese Farbe in die Goldbären-Tüte. Für die Farbgebung sorgt allerdings nicht etwa die Heidelbeere selbst, sondern vielmehr eine Alge.

Lutscher und Bonbons

Der Lutscher ist ein großes Bonbon an einem Stiel; diese Süßigkeit gehört zwar nicht zu den deutschen Erfindungen, hat aber einen festen Platz bei den beliebten Süßigkeiten.

Das Bonbon war schon vor über tausend Jahren in Persien bekannt. Seine Herstellung und der Genuss haben aber auch in Deutschland eine lange Tradition. Es ist in vielen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen erhältlich.

USA: Weltweit größter Lutscher wurde in New York produziert

Großer bunter Lutscher auf einem Haufen bunter Süßigkeiten
Different fruit candies background © 5second - www.fotolia.de

Wer hier schlecken und lutschen mag, hat wahrlich für sehr lange Zeit eine Beschäftigung. Ashrita Furman produzierte den größten Lutscher, den es bislang je auf der Welt gab und schaffte damit den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

Zarte 3041 kg Zuckerwerk an einem kleinen Stiel von 7,5 Meter beinhaltet das süße Prachtstück und verhalf nun Mister Furman zu einem weiteren verewigten Rekord. Ganz neu ist für den pfiffigen Mann solch ein Eintrag ins Guinness-Rekordebuch nicht, denn er hält bereits 98 Einträge mit gültigen Rekordtiteln.

Pralinen

Pralinen gelten als die Königsdisziplin in der Chocolatierskunst. Erfunden wurden sie ursprünglich in Frankreich. Aber sie zählen heutzutage auch zu den typisch deutschen Süßigkeiten. Deutschland gilt zwar nicht als Hochburg der Pralinenmacher, hat aber eine lange Tradition der Pralinenherstellung und auch der Industrialisierung.

Weitere beliebte Süßigkeiten

Neben den bereits erwähnten Süßigkeiten gibt es noch weitere beliebte Naschereien, wie etwa

  • Schokoladentafeln und -riegel sowie Überraschungseier
  • Esspapier
  • Brause
  • diverse Kekse
  • Lakritzprodukte

Lakritz in der Schwangerschaft schlecht fürs Kind

Lakritz-Stangen und Lakritzschnecken
Licorice Spirals And Sticks © eZeePics Studio - www.fotolia.de

Frauen greifen während der Schwangerschaft bekanntermaßen gerne schon mal zu der einen oder anderen Süßigkeit. Experten fanden kürzlich jedoch heraus, dass Schwangere dabei lieber auf Lakritze verzichten sollten, kann deren übermäßiger Konsum negative Auswirkungen auf die Intelligenz des ungeborenen Kindes haben und darüber hinaus Verhaltensprobleme fördern.

So führen die Lebensmittel insbesondere dazu, dass Stresshormone der werdenden Mutter die Hirnentwicklung des Fötus negativ beeinflussen können. Häufig leiden Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft übermäßig viel Lakritz zu sich nahmen, später übrigens verstärkt am ADH-Syndrom.

Deutschland hat eine große Süßigkeitenindustrie, angeführt von beispielsweise Unternehmen wie Haribo, Katjes, Bahlsen, Stollweck, Lindt und Ritter. Der Export ins Ausland boomt und deutsche Süßigkeiten sind außerordentlich beliebt und haben einen guten Ruf.

Die Deutschen und ihre Süßigkeiten

Naschkatzenstudie: Süßes wird von vielen fast täglich verzehrt

Die Bundesvereinigung der Deutschen Apothekenverbände (ABDA) outete jetzt durch Umfrageergebnisse die Deutschen als wahre Süßmäuler.

27 Prozent der Berliner nähmen demzufolge täglich Schokolade, Schokoriegel oder ähnliches zu sich, auf jeden 2. Tag kommen 35% der Befragten.

Eltern sollten daher genau auf die Menge achten, die ihre Kinder an Süßem zu sich nehmen, da sonst Übergewicht, Diabetes, Stoffwechselerkrankungen oder Zahnprobleme die Folge sein können. Süßigkeiten sollten Jung und Alt also in geringen Maßen zum Genuss nehmen.

Deutsche Bewohner frönen weniger ihrer Naschsucht

31,27 Kilo und durchschnittlich 112,42 Euro verzehrten bzw. gaben die deutschen Bewohner pro Kopf für Süßigkeiten im Jahr 2008 aus. Laut dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie ein Rückgang von 1,3% gegenüber noch dem Vorjahr.

Zwar wurden weniger süße Gelüste befriedigt, doch als Gegenzug durfte man etwa 2,6% mehr bezahlen. Der BDSI-Vorsitzende Dietmar Kendziur befürchtet auch in diesem Jahr einen Rückgang, da aufgrund der Wirtschaftskrise viele Angst um ihren Arbeitsplatz bzw. diesen schon verloren haben und sparen angesagt ist.

Der Deutsche nascht 31 Kilogramm Süßigkeiten im Jahr

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie hat errechnet, dass die Deutschen im Jahr 2008 knapp 31 Kilogramm Süßigkeiten pro Kopf genascht haben - Tendenz steigend!

Der Konsum von Schokolade, Keksen & Co bleibt dabei nicht ohne Folgen. So leiden immer mehr Menschen an Zahnschmerzen und Karies. Zahnärzte raten deshalb, mindestens drei Mal täglich für drei Minuten lang die Zähne zu putzen und die Zahnszwischenräume mit Zahnseide zu reinigen. Letzteres wird häufig vergessen.

Deutsche haben im letzten Jahr weniger Süßigkeiten gekauft

Rückgang beim Kauf von Süßigkeiten und Schokolade, es wurde mehr Salzgebäck gekauft

Auswahl an Süßigkeiten (Smarties, Bonbons) auf weißem Hintergrund
Colorful chocolate candies..... © candan - www.fotolia.de

Wie der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) mitteilte, haben die deutschen Bundesbürger im letzten Jahr weniger Süßigkeiten verzehrt, so also im Durchschnitt 30,57 Kilogramm, was im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 0,6 Prozent darstellt. Für diese Süßigkeiten gaben somit die Bundesbürger im Durchschnitt 109,73 Euro aus.

Warum ein Rückgang zu verzeichnen war, wissen die Vertreter der Branche nicht, im Juni und Juli war es zwar sehr heiß, so dass dadurch natürlich weniger Schokolade verzehrt wurde, aber auch der Umsatz beim Speiseeis stieg nicht besonders, weil der Sommer relativ kurz war.

Umsatzplus bei Salzgebäck

Was aber für ein Umsatzplus sorgte war das Salzgebäck, aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, so lag dieses bei acht Prozent. Die Branchenvertreter rechnen aber im Vorfeld auf die in Köln stattfindende Süßwarenmesse, vom kommenden Sonntag 30.1. bis zum 2.2.2011, nicht mit höheren Preisen, weil der Wettbewerb im Lebensmittelhandel sehr hart umkämpft wird, so werden sich auch die höheren Rohstoffpreise kaum bemerkbar machen.

Aber Deutschland ist auch beim Export von Süßwaren führend, so stiegen im letzten Jahr die Ausfuhren um 7,4 Prozent auf 1,7 Millionen Tonnen, was also 45 Prozent aller in Deutschland hergestellten Süßwaren entspricht. Dagegen werden nur 25 Prozent der auf dem deutschen Markt befindlichen Süßwaren eingeführt.

Auf dem 110.000 Quadratmeter großen Gelände der Süßwarenmesse in Köln werden 1494 Aussteller aus 64 Ländern erwartetet, so auch der Hersteller "Haribo".

Lakritz, Sahnebonbons und Sirup - Holland ist ein Paradies für Naschkatzen

In holländischen Städten fallen die häufig quietschbunt dekorierten Läden sofort auf: Keine Einkaufsstraße ohne "Snoepwinkel", Süßigkeitenläden, die von den allgegenwärtigen Gummibärchen bis zu holländischen Spezialitäten wie Haagse Hopjes ein riesiges Sortiment an Leckereien anbieten, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistert.

Haagse Hopjes sind beispielsweise Sahnebonbons mit Kaffee- oder Caramelgeschmack, die einst ein Adeliger aus Den Haag mit Namen Hendrik Hop per Zufall "erfand": Er hatte über Nacht ein Gemisch aus Kaffee mit Zucker und Sahne auf dem Herd stehen gelassen, das am nächsten Morgen zu leckeren Bonbons kristallisiert war.

Auch jenseits der Niederlande sind "Stroopwaffeln" bekannt, dünne Waffelscheiben mit einer klebrigen Schicht Sirup dazwischen. Sie sind ein ebenso populärer Export wie die Poffertjes, die mittlerweile auf jedem deutschen Weihnachtsmarkt zu finden sind: Kleine runde Pfannkuchen, die mit Puderzucker bestäubt und mit einem Stück Butter gegessen werden.

Es muss jedoch nicht immer süß sein: Genauso bekannt sind die vielen holländischen Lakritzsorten, die teilweise in ungeahnter Stärke angeboten werden und bei vielen deutschen Urlaubern beliebte Souvenirs darstellen. Jeder Snoepwinkel, der etwas auf sich hält, hat mindestens zwei Dutzend Lakritzsorten im Angebot.

Süßigkeitsgenuss sollte geregelt ablaufen

Alle Kinder naschen gerne. Das ist keine Frage. Darum können feste Regeln einem Zuviel an Süßigkeiten vorbeugen. Nicht nur für das Gewicht ist der maßvolle Übergang mit zuckerhaltigen Nahrungsmitteln wesentlich, sondern auch für die Zahngesundheit. Am besten erhält das Kind nur einmal am Tag Süßes und zwar zu einer Hauptmahlzeit, beispielsweise als Nachtisch. Zu Kariesschäden an den Zähnen kommt es hauptsächlich infolge süßer Nahrung zwischendurch.

Auf Süßes sollte nicht mehr als 10 Prozent unserer Nahrungsaufnahme entfallen. Zwei Butterkekse und eine Kugel Eis decken diese empfohlene Höchstmenge bei 4 – 6jährigen bereits ab.

Viele Kinder essen aus Langeweile, weil Süßigkeiten frei zugänglich zu Hause herumstehen. Kluge Eltern beugen vor, indem sie erst gar keinen Süßigkeitsvorrat anlegen. Als Belohnung sind sie genauso wenig geeignet, wie als Strafe, also als Entzugsmittel bei Fehlverhalten.

Deutsche naschen gerne: Jeder Bundesbürger genießt 32 Kilo Naschwerk im Jahr

Deutsche mögen Süßes. Im Durchschnitt nascht jeder Bundesbürger 32 Kilogramm Gummibärchen, Schokolade und andere Süßigkeiten. Das freut die Unternehmen, denn ihr Umsatz steigt. Im letzten Jahr lag die Zunahme bei 1,4 Prozent. Pro Kopf haben die Deutschen 3 Prozent mehr ausgegeben, nämlich 112,75 Euro.

Umsatz und Preise stiegen 2013, Ähnliches wird 2014 erwartet

Auf der weltgrößten Süßwarenmesse ISM präsentieren vom 26. bis 29. Januar rund 1.500 Aussteller die neuesten Trends einem Fachpublikum. Im letzten Jahr schnellten die Preise für Süßkram um 1,6 Prozent in die Höhe. Eine ähnliche Preiserhöhung könnte auch in diesem Jahr anstehen, obwohl die Branche mit einem Umsatzwachstum rechnet. Insbesondere die Fußball-WM könnte dazu beitragen.

Auch im letzten Jahr kletterte der Umsatz der ungefähr 220 Produzenten in Deutschland um 2,8 Prozent, nämlich auf rund 12,5 Milliarden Euro. Nicht ganz die Hälfte davon ging ins Ausland. Produziert wurden 3,96 Millionen Tonnen Naschwerk, das ist eine um 3,7 Prozent höhere Produktionsleistung.

Deutsche lieben Schokolade – 10 Kilogramm nascht jeder pro Jahr

Besonders vegane und laktosefreie Schokolade sind gefragt

Nahaufnahme Ausschnitt Schokoladentafel
Tafel Schokolade © sk_design - www.fotolia.de

Ob Bonbons, Weingummi oder Speiseeis – die Deutschen lieben Süßes. Insgesamt schleckt und knabbert jeder Bundesbürger 32 Kilogramm pro Jahr. Gut 10 Kilogramm entfallen dabei allein auf Schokolade. Was Naschkatzen freut: in kaum einem anderen europäischen Land sind Süßwaren und Knabberartikel so günstig wie bei uns.

Gestiegene Rohstoffkosten wurden nicht an den Verbraucher weitergegeben

Fast jede zweite Süßigkeit geht hierzulande über den Kassentisch eines Discounters. Der scharfe Wettbewerb beschert den Verbrauchern dabei niedrige Preise. So konnten die Hersteller etwa kaum die gestiegenen Rohstoffkosten für Kakao, Nüsse oder Mandeln an die Kunden weitergeben. In Norwegen müssen Schlemmermäuler für Chips, Eis und Schokolade mehr als das Doppelte zahlen.

Trendbarometer für die Branche ist Internationale Süßwarenmesse ISM. Jedes Jahr im Februar präsentieren die Hersteller ihre neuen Produkte. Dieses Jahr besonders gefragt: Vegane und laktosefreie Schokolade.

Die meisten Innovationen halten sich nicht lange im Handel

Ob sich Neuerungen durchsetzen, zeigt sich allerdings erst nach rund zwei Jahren. Die Hälfte aller Innovationen ist bereits nach einem Jahr aus dem Handel verschwunden. 24 Monate nach der Einführung findet sich nur noch jede fünfte Produktneuheit im Regal.

Grundinformationen und Hinweise zu Süßigkeiten

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Colorful chocolate candies..... © candan - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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