Die Geschichte des Fast Foods und warum es so ungesund ist

Schon in Pompeji wurden Läden ausgegraben in denen warme Speisen im Straßenverkauf an Kunden abgegeben wurden. Viele Menschen hatten damals zu Hause keine Kochstelle. Schnellrestaurants sind also keine Erfindung der Neuzeit. Doch zur gesunden Ernährung kann man Fast Food nicht zählen.

Das erste Fast Food Restaurant wurde 1955 eröffnet - mittlerweile ist diese Ernährungsweise sehr beliebt, wenn auch ungesund

Entwicklung von Fast Food

In der Antike wurden in Griechenland während der Olympischen Spiele warme Speisen wie Pasteten oder Fleischspieße verkauft. Aus dem Mittelalter sind Würstchenstände in Deutschland bekannt.

Das erste Fastfood-Restaurant allerdings wurde 1955 in Illinois/USA eröffnet. Die erste Fastfood-Kette war McDonalds und eröffnete 1948 in USA - in Deutschland erst viele Jahre später, 1971 in München.

Der Hamburger jedoch wurde von deutschen Matrosen entdeckt, die auf die Idee kamen, Rinderhackfleischscheiben zu braten. Ein Amerikaner hatte dann den Einfall, die Rindfleischscheiben zwischen zwei Brötchen zu legen. Der Hamburger war geboren.

In England ist es schon seit langem üblich, dass "Fish and Chips" für die eilige Laufkundschaft verkauft werden. In Deutschland hat in den 60er Jahren der "Wiener Wald" seine Grillhähnchen im Straßenverkauf angeboten und damit das Fast Food Zeitalter eingeläutet. Aber auch Imbissbuden kennt man schon länger.

Merkmale von Fast Food

Fast Food, das "schnelle Essen", ist gekennzeichnet durch warme Mahlzeiten, die schnell nach Bestellung serviert werden und oft im Stehen konsumiert werden. Mittlerweile gibt es

  • Drive Ins
  • Schnellrestaurants
  • Imbissbuden
  • Grillhähnchenstände
  • Dönerkebabläden
  • Kentucky-Fried-Chicken-Filialen oder
  • Hot Dog Stände.

Die moderne Vermarktung des Fastfoods ist Firmen wie McDonalds und Burger King zuzuschreiben. Hier werden vor allen Dingen junge Menschen angesprochen.

Der Trend zur schnellen Küche breitet sich aus

Auch die asiatische Küche kennt kleine Schnellimbisse, die im Straßenverkauf feilgeboten werden. Fast Food ist also keine wirklich amerikanische Erfindung, sie haben es nur vermarktet.

Fast Food verzichtet auf Tischsitten und schafft eine andere Esskultur, beispielsweise durch Wegwerfgeschirr. Die häusliche Tischgemeinschaft wird aufgelöst und die Nahrungsaufnahme geschieht teilweise sogar in Bewegung beim Laufen.

Die Fastfood-Ketten finden sich auch in modernen Einkaufszentren. Hier kann die Laufkundschaft während des Einkaufens einen Imbiss zu sich nehmen.

Wer unterwegs ist, kann auch Hunger bekommen; Fast Food ist da eine ideale Lösung. Man muss sich zu Hause keine Brote schmieren und mitschleppen, sondern hat fast an jeder Ecke die Möglichkeit, sich etwas Warmes zu kaufen. Es ist keine Alternative zu gesunder Ernährung, aber halt sehr praktisch.

Apropos gesunde Ernährung - warum zählt Fast Food nicht dazu?

Warum Fast Food so ungesund ist

Bei Fast Food soll es, wie der Name schon sagt, schnell gehen. Oft schlingt man es im Stehen oder sogar im Gehen hinunter. Das kann nicht gesund sein. Essen ist eigentlich Genuss und sollte in Ruhe eingenommen werden.

Beim Fast Food gibt es kaum noch Tischsitten, die Schnellrestaurants sind laut, überfüllt und so konzipiert, dass sich der Gast möglichst nicht lange aufhält. Es soll und muss schnell gehen.

Das ist nicht gut für die Verdauung, denn für die Mahlzeiten sollte man sich Zeit nehmen. Da nur nebenher gegessen wird, lässt meist auch das Sättigungsgefühl auf sich warten und es wird mehr gegessen.

Gerade in den Schnellrestaurants sind die Angebote so entwickelt, dass beispielsweise ein Hamburger nicht wirklich satt macht. Geschmacksverstärker regen den Appetit an und machen Lust auf mehr.

Fett, Zucker und Kohlenhydrate: Heißhunger ist vorprogrammiert

Fast Food ist in der Regel extrem fett und hat viele Kalorien, meist werden dann auch noch Softdrinks dazu getrunken, die sehr viel Zucker enthalten. Der Nährwert des Fast Foods ist gering.

Fast Food ist keine vollwertige Ernährung. Ein Dönerkebab zum Beispiel bietet wenigstens noch Ballaststoffe und durch die Salate mit der Joghurtsoße auch Vitamine und Mineralstoffe.

Das meiste Fast Food besteht aber aus Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß und hat nicht mehr Nährstoffe zu bieten.

Oft ist auch viel Zucker enthalten, dieses lässt den Zuckerspiegel ansteigen, der Körper schüttet Insulin aus, damit der Zucker aus dem Blut in die Zellen transportiert werden kann, der Zuckerspiegel fällt wieder ab, niedriger als vor der Mahlzeit und Heißhunger entsteht.

Sodbrennen und Mangelerscheinungen

Da eilig und hektisch gegessen wird, werden die Speisen nicht richtig gekaut, dadurch muss der Magen Schwerstarbeit leisten, mehr Säure produzieren und es kann zu Sodbrennen kommen. Ungesund ist also nicht nur was, sondern auch, wie gegessen wird.

Gerade Menschen, die sich ausschließlich von Fast Food ernähren, erleiden Mangelerscheinungen. Auch wenn die Fast-Food-Ketten ihre Produkte anders propagieren.

Untersuchungen zeigen zwar, dass die Menschen über gesunde Ernährung Bescheid wissen. Die guten Essgewohnheiten gehen aber in dem hektischen Alltagsgetriebe unter. Ernährungsrisiken werden in Kauf genommen.

Ein weiteres Problem beim Fast Food ist, dass es meist zwischendurch und nicht als Hauptmahlzeit gegessen wird. Das bedeutet zusätzliche Kalorien, die das Übergewichtsrisiko steigen lassen.

Depressionen durch Fast Food - Falsche Ernährung drückt auf die Stimmung

Schokolade, Hamburger, Pommes Frites und Donuts werden häufig als Seelentröster oder Gute-Laute-Futter bezeichnet. Nun haben Forscher in Großbritannien herausgefunden, dass das so genannte "Comfort Food" uns tatsächlich die gute Laune verhageln und sogar zu Depressionen führen kann.

Die Studie

Die Wissenschaftler untersuchten für ihre Studie das Essverhalten und die Stimmungswerte von 3.486 Männern und Frauen, die in einem Londoner Büro-Haus arbeiteten. Jede Person füllte einen Fragebogen aus, der Aufschluss über ihre Nahrungsaufnahme geben sollte.

Anhand ihrer Antworten wurden die Personen eine der folgenden beiden Gruppen zugewiesen:

Das Ergebnis

Fünf Jahre später füllten die Teilnehmer der Untersuchung einen Fragebogen aus, der Anzeichen von Depressionen evaluieren sollte. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass jene Personen, die sich überwiegend gesund ernährt haben, seltener Symptome von Depressionen aufweisen.

Die Forscher betonten, dass sie auch andere Faktoren wie regelmäßiges Training, Rauchen, Alkoholgenuss und Body-Mass-Index bei ihrer Untersuchung berücksichtigten, aber zu der Erkenntnis gekommen seien, dass die Ernährungsweise den stärksten Einfluss auf die Stimmung und auch auf das Entstehen von Depressionen habe.

Sie geben an, dass ihre Ergebnisse als Empfehlung dienen sollten und gerade Menschen, die regelmäßig unter starkem Stress und hohem Erfolgsdruck leiden, auf eine ausgewogene Ernährung achten sollten, um nicht chronisch an Depressionen zu erkranken oder das Burn-Out-Syndrom zu erleiden.

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