Die Gartenbohne in der Natur, Heilkunde und Küche

Die eiweißreiche Hülsenfrucht ist ein beliebtes Gartengemüse, sie gehört zu den ältesten angebauten Nutzpflanzen. Was die meisten Menschen nicht vermuten würden ist, dass die Gartenbohne auch zu Heilzwecken genutzt werden kann.

Merkmale und Arten sowie Verwendung der Gartenbohne als Heil- und Nahrungsmittel

Die Gartenbohne heißt mit botanischem Namen Phaseolus vulgaris und gehört zu der Familie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Man kennt sie auch unter den Namen

  • Fisole
  • Grüne Bohnen
  • Prinzessbohne
  • Witte Bohn
  • Rickbohnen
  • Vizebohne
  • Welsche Bohnen oder
  • Keniabohne.

Wenn man bei uns von der "Bohne" spricht, meint man fast immer die Gartenbohne, je nach Wuchsform bezeichnet man sie als Buschbohne oder Stangenbohne.

Merkmale

Ihre ursprüngliche Form ist rankend und da kann sie eine Wuchshöhe bis zu drei Metern erreichen. Es gibt aber auch kleinere Buschformen, die bis zu einem halben oder einem Meter hoch werden. Die Hülsenfrüchte haben unterschiedliche Farben, Formen und Längen. Das einjährige Kraut ist eigentlich eine Kletterpflanze, wobei die Stangenbohne windend wächst und die Buschbohne aufrecht.

Die Laubblätter sitzen auf langen Stielen und setzen sich aus drei eiförmigen und vorne zugespitzten Einzelblättchen zusammen. Die kleinen Blüten können unterschiedliche Farben haben: weiß, gelb oder violett. Sie stehen in aufrechten langgestielten Blütenständen. Die Blütezeit ist von Juni bis August. Die langen hängenden Hülsenfrüchte erscheinen von September bis Oktober.

Arten

Gartenbohne als Gemüse in vielen Gerichten
Die Gartenbohne wird als Gemüse gekocht

Bei uns werden sowohl die noch nicht ausgereiften Hülsen als Gemüse gekocht, als auch die reifen trockenen Samen verarbeitet. Diese lassen sich gut lagern und werden als Trockenkochbohne bezeichnet. Palbohnen oder Löchtebohnen sind die in der Bohnenhülse gereiften Bohnen, die Garten- oder Buschbohnen werden vor der eigentlichen Reife geerntet.

Roh lassen sich die Gartenbohnen nicht genießen, sie enthalten Phasin, ein für den Mensch giftiges Proteingemisch, welches erst durch Kochen zerstört wird. Es ist auch die so genannte Bohnenkrätze bekannt, dies ist eine Kontaktentzündung, wenn die Haut mit rohen Bohnen in Berührung kommt.

Ursprünglich stammt die Gartenbohne aus Südamerika, heute ist sie als Gemüsepflanze fast auf der ganzen Welt verbreitet.

Zu ihren Hauptbestandteilen gehören unter anderem

Medizinische Verwendung

Zur medizinischen Verwendung kommen die Samen und die Hülsen der Samen.

Anwendungsgebiete

Die Bohne hilft bei

sie kann den Blutzucker und Bluthochdruck senken.

Anwendungshinweise

In der Regel werden die getrockneten Bohnenhülsen als Teezubereitung eingenommen. Bei Ödemen infolge von Herz- oder Nierenerkrankungen soll der Tee nicht angewendet werden. Bohnenschalen sind auch in Fertigarzneien enthalten, hier vorwiegend in Blasen- und Nierentees.

Verwendung in der Küche

Als Nahrungsmittel ist die Bohne ein hervorragender Eiweißlieferant und lässt sich durchaus mit Fleisch vergleichen. Sie kann

  • als Beilage

serviert werden oder ist

Viele leckere Rezepte lassen sich finden.

Quellen:

  • Andrew Chevallier: Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2017, ISBN 3831032327
  • Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Das neue Handbuch der Heilpflanzen: Botanik, Drogen, Wirkstoffe, Anwendungen, Kosmos, 2004, ISBN 3440093875
  • Mannfried Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen: Gesund durch die Heilkräfte der Natur, Nikol Verlagsgesellschaft, 2013, ISBN 3868201912
  • Karin Buchart, Miriam Wiegele, Andreas Leitner: Die Natur-Apotheke: Das überlieferte und neue Wissen über unsere Heilpflanzen, Servus, 2019, ISBN 9783710401718
  • Vital Experts: HEILPFLANZEN - Das Naturheilkunde Buch, 2019, ISBN 1713160064
  • Ursel Bühring: Alles über Heilpflanzen: Erkennen, anwenden und gesund bleiben Kindle Ausgabe, Verlag Eugen Ulmer, 2007, ISBN 3800149796
  • Ursel Bühring: Heilpflanzenrezepte: Die besten aus der Freiburger Heilpflanzenschule, Verlag Eugen Ulmer, 2014, ISBN 3800179962
  • Siegrid Hirsch: Kräuter-Rezeptbuch: Hausmittel & Salben, Säfte & Marmeladen, Kräuterwein & Liköre, Essig & Öl, Freya, 2014, ISBN 3902540001
  • Peter Emmrich: Kurzcharakteristik Die Kraft der Heilpflanzen, Weg zur Gesundheit, 2017, ISBN 3925207317
  • Bernhard Uehleke, Johannes Mayer, Kilian Saum: Handbuch der Klosterheilkunde: Neues Wissen über die Wirkung der Heilpflanzen. Vorbeugen, behandeln und heilen, Zabert Sandmann, 2008, ISBN 3898832260
  • Georg Vogel, Hans Dieter Hartmann, Klaus Krahnstöver: Handbuch des speziellen Gemüsebaues, Verlag Eugen Ulmer, 1996, ISBN 3800152851
  • Peter Spiegel: Das BLV Heilkräuter-Buch: Gesundheit aus der Natur, BLV, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 2013, ISBN 3835409751

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