15. September 2009
Seinen Namen hat er der Form seiner Blüten zu verdanken.
Augentrost heißt mit botanischem Namen Euphrasia officinalis und er gehört zu der Familie der Sommerwurzgewächse. Volkstümlich bezeichnet man ihn auch als Augendank, Augenkraut, Augustinuskraut, Lichtkraut, Milchdieb, Weiddieb und Weihbrunnkessel. Es gibt verschiedene Arten und Unterarten, die alle eine ähnliche Heilwirkung besitzen. Die einjährige Pflanze wird ungefähr fünfzehn Zentimeter hoch, im oberen Bereich ist sie verzweigt. Die Laubblätter wachsen gegenständig, sie sind oval und gezähnt. Die kleinen, auf den ersten Blick unscheinbaren Blüten sind weiß und erinnern in ihrer Erscheinung ein bisschen an Augen. Bei genauem Hinsehen ist es eine wunderschöne Blüte mit violetten Längsadern, einem gelben Fleck und einer dunkelvioletten Mitte. Sie blühen von Mai bis Oktober. Der Augentrost ist ein Halbschmarotzer und entzieht mit seinen Saugwurzeln dem Wirt Wasser und Nährsalze. Aber im Gegensatz zu anderen Halbschmarotzern kann der Augentrost auch ohne zu parasitisieren leben, nur seine Samen keimen im Bereich der Wirtswurzel. Er wächst in Mitteleuropa und man findet ihn hauptsächlich auf Wiesen, in Wäldern und an Ufern. In der Landwirtschaft ist er nicht gerne gesehen, da er den umliegenden Gräsern die Nährstoffe entzieht, daher kommen seine Namen Weiddieb und Milchdieb.
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