15. September 2009
Bereits im Mittelalter wusste man um die heilkräftige Wirkung des Adonisröschens.
Zu seinen Hauptbestandteilen gehören unter anderem diverse Digitalis-Glykoside, Adonidosid, Adonivernosid, Adonitoxin, Adonin, Cholin, Cymarin und Harz. Zur medizinischen Verwendung kommt das blühende Kraut. Wie auch der giftige Fingerhut und seine Digitalis-Präparate wirkt das ebenfalls giftige Adonisröschen hauptsächlich auf das Herz. Für Menschen, die Digitalis-Präparate nicht so gut vertragen, kann es eine echte Alternative sein. Der Extrakt von Adonisröschen ist in einigen Fertigpräparaten enthalten und damit lässt es sich auch optimal dosieren. Wegen seiner Giftigkeit sollte es immer unter Aufsicht eines naturheilkundlichen Arztes eingenommen werden. Das Adonisröschen wirkt beruhigend, harntreibend und venenstärkend. Sein Haupteinsatzgebiet sind funktionelle Herzbeschwerden, es findet aber auch Anwendung bei asthmatischen Zuständen, Kreislaufbeschwerden, Nervosität, niedrigem Blutdruck, rheumatischen Beschwerden, Schilddrüsenüberfunktion und Venenschwäche. Adonisröschen kann auch in homöopathischer Zubereitung eingenommen werden, hier ist der Wirkungskreis dem phytotherapeutischen Ansatz ähnlich.
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