1. Juni 2010
Logopäden behandeln Patienten, die verschiedenartige Sprachstörungen haben. Meist sind Logopäden selbstständig tätig.
Ein Logopäde behandelt Patienten jeden Alters. Dies können sowohl Kleinkinder als auch alte Menschen sein.
Logopäden behandeln Patienten mit Stimmstörungen wie z.B. einer Heiserkeit. Diese kann beruflich bedingt bei Menschen auftreten, die viel sprechen oder singen (z.B. Lehrer). Der Logopäde erarbeitet mit diesen Patienten Möglichkeiten, wie ihre Stimme belastbarer wird.
Auch Sprechstörungen werden von Logopäden therapiert. Eine Sprechstörung ist z.B. das Stottern ("B-Baum") oder das Lispeln, bei dem die Patienten den Buchstaben "S" nicht richtig aussprechen können. Auch undeutliches Reden oder der plötzliche Verlust der Stimme gehören zu den Sprechstörungen.
Logopäden behandeln auch Patienten mit Sprachstörungen. Menschen, die aufgrund einer angeborenen Erkrankung nicht hören können, können die Sprache mit Hilfe eines Logopäden erlernen. Menschen, die durch eine Krankheit im Laufe ihres Lebens taub werden, können ebenfalls mit einem Logopäden arbeiten, um ihre Sprache beizubehalten. Bei einigen Menschen äußert sich die Sprachstörung dadurch, dass sie keine grammatikalisch richtigen Sätze bilden können. Auch hier kann ein Logopäde helfen. Aufgrund einiger Erkrankungen kann der Patient auch plötzlich seine Sprache verlieren. In diesen Fällen kann eine logopädische Behandlung ebenfalls Erfolg versprechend sein.
Im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit behandelt ein Logopäde auch Patienten mit Schluckstörungen. Diese können sich dadurch äußern, dass sich die Patienten ständig verschlucken, wenn sie Nahrung zu sich nehmen und im schlimmsten Fall dadurch keinerlei Essen mehr zu sich nehmen können.
Ein Logopäde behandelt z.B. Patienten nach einem Schlaganfall oder einem Gehirntumor, geistig behinderte Patienten, Patienten mit angeborenen Fehlbildungen im Bereich der Stimmorgane oder Kleinkinder, die in ihrer sprachlichen Entwicklung unterstützt werden. Je nach Art der Erkrankung kann der Logopäde den Patienten durch seine logopädische Unterstützung heilen oder auch nur die Beschwerden verbessern.
Meist wird der Logopäde durch Überweisung des behandelnden Arztes tätig. Zu Beginn der Behandlung stellt er eine Diagnose. Um Sprachstörungen bei Kindern zu behandeln, wird meist spielerisch vorgegangen. Logopäden sprechen mit sehr deutlicher Sprache mit den Patienten und üben mit ihnen je nach Art der Erkrankung verschiedene Zungenbewegungen, die Aussprache bestimmter Buchstaben oder sie trainieren die Schluckbewegung. Logopäden arbeiten im Rahmen ihrer Therapie z.B. mit Bällen, mit Spiegeln oder mit Büchern. Auch zu Hause müssen die Patienten die Übungen fortführen.
Der Beruf des Logopäden ist äußerst vielseitig und abwechslungsreich. Häufig arbeitet ein Logopäde in seiner eigenen Praxis. Er betreut dann die Patienten in seiner Logopädenpraxis oder führt Hausbesuche bei bettlägerigen Patienten durch. Selbstständige Logopäden besuchen auch Kindergärten oder Altenheime.
Logopäden können auch als Angestellte in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Pflegeheimen oder in Gesundheitsämtern arbeiten. Auch einige Fachärzte wie z.B. Hals-Nasen-Ohrenärzte beschäftigen Logopäden.
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