Angiologen

Die Angiologie beschäftigt sich mit Durchblutungstörungen aller Körperregionen

Der Angiologe befasst sich als Teilgebiet der Inneren Medizin mit Gefäßkrankheiten der Arterien, Lymphgefäße und Venen. Dazu zählen unter anderem die Arteriosklerose mit Engstellen oder Verschlüssen, Thrombosen sowie Lymphödeme und Krampfaderleiden.

Arzt in weißem Kittel guckt sich Computer Tomographie - Bild an
Doctor looking at ct scan © Konstantin Sutyagin - www.fotolia.de

Die Angiologie gilt als Teilgebiet der so genannten Inneren Medizin. Sie beschäftigt sich vorwiegend mit Gefäßerkrankungen, auch mit denjenigen Gefäßerkrankungen, die nahe am Herzen liegen und direkte Auswirkung auf die Funktion des Herzens haben.

Beschäftigungsfelder

Die Angiologie beschäftigt sich mit

  • Entstehung
  • Diagnose
  • konservativer und
  • interventioneller Therapie
  • Epidemiologie
  • Präventation und
  • Reha

von Arterien- und Venenerkrankungen und den Erkrankungen der Lymphgefäße.

Ausbildung

Der Angiologe ist ein Facharzt mit dem Fachgebiet der Angiologie. Das Berufsbild erfordert

mit der Regelzeit von 12 Semestern plus 3 Monaten. Im Anschluss daran kann sich der Mediziner

  • auf dem Gebiet der Angiologie weiterbilden und spezialisieren.

Überschneidungen mit anderen Fachgebieten

Eine genaue Abgrenzung der Angiologie gegenüber verwandten Fachgebieten der Medizin und anderen Teilbereichen ist nicht immer möglich, zum Beispiel werden bei Erkrankungen der Koronargefäße ebenso

hinzugezogen. Betreffen die Gefäßerkrankungen das zentrale Nervensystem, so ist auch die Meinung der

gefragt. Bei Erkrankungen des venösen Gefäßsystems (zum Beispiel Krampfadern) oder postthrombotischen Syndrom gibt es Überschneidungen mit der

  • Dermatologie und der
  • Phlebologie.

Es obliegt also der Verantwortung des Angiologen, rechtzeitig die entsprechenden Querverbindungen zu erkennen und in die Behandlung des Patienten mit einzubeziehen. Dazu benötigt er umfassende Kenntnisse auch auf den anderen Gebieten und muss über gute Kommunikationsfähigkeiten verfügen.

In Deutschland gibt es im Moment (2008) nur 81 rein angiologisch tätige Arztpraxen. Angiologen sind daher im Vergleich zu anderen medizinischen Fachrichtungen eher selten vertreten.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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