Wissenswertes zum Quell- & Tafelwasser - Geschichte, Herstellung und Gesundheitswert

Wasser ist die Quintessenz des Lebens. So sind auch Menschen stark auf dieses natürliche Gut angewiesen, ohne welches kaum eine Woche überlebt werden kann. Es enthält wichtige Nährstoffe, wie zum Beispiel Kalzium und Natrium.

Wurde in früheren Zeiten besonders von der gehobenen Bürgerschicht konsumiert

Geschichte

Der Beginn der Quell- und Tafelwassernutzung kann heute nicht mehr exakt rekonstruiert werden. Es gilt aber als belegt, dass bereits germanische Stämme zur Zeit des römischen Reiches verschiedene Quellen zur Gewinnung dieses Getränks nutzten. Derartige Quellen waren zudem nicht nur der Ort der Flüssigkeitsgewinnung, sondern wurden oft auch mit spirituellen Kräften in Verbindung gebracht und als Sitz der Naturgötter angesehen.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden auch römische Legionäre auf diese Quellen und deren Nutzung aufmerksam und fanden auch Gefallen an diesem frischen und reinen Wasser. Sie begannen daraufhin, während ihrer Feldzüge durch Mitteleuropa auch das Quell- und Tafelwasser zu nutzen und dieses in die Heimat mit zu importieren.

Etablierung als anerkanntes Handelsgut

In den folgenden Jahrhunderten etablierte sich das Quell- und Tafelwasser allmählich zu einem allgemein anerkannten Handelsgut, welches aufgrund des hohen Preises vor allem von gehobenen Bürgerschichten und der Führungsschicht konsumiert wurde. Dieser gehobene Status blieb diesem Getränk auch durch das Mittelalter hindurch erhalten.

Erst in der Neuzeit kam es zur Erfindung billiger Transportmöglichkeiten und effizienter Abfüllanlagen, sodass das Quell- und Tafelwasser nun auch billig erworben werden konnte. Heutzutage ist das Quell- und Tafelwasser ein allgemeines Gebrauchsgut, welches täglich millionenfach verzehrt wird.

Herstellung und Verarbeitung

Bereits der Name "Quell- und Tafelwasser" deutet auf ein natürliches Produkt hin, welches keinerlei weiterer Verarbeitung benötigt. Doch stimmt diese allgemeine Annahme wirklich und welche Rolle spielt die Natur überhaupt bei der Entstehung von Quell- & Tafelwasser?

Quell- und Tafelwasser ist tatsächlich ein Produkt, bei welchem der Mensch kaum eingreifen muss. So sprudelt dieses aus den Quellen, ohne dass Förderpumpen benötigt würden.

Gleichzeitig weist dieses bereits eine Wasserqualität auf, welche in diesem Zustand weiter verarbeitet werden kann. Das Geheimnis dieser verblüffende Tatsache ist wiederum in der Natur selbst zu finden.

Der Weg durch zahlreiche Gesteinsschichten

So wird der Regen, aus welchem das Quell- und Tafelwasser größtenteils ursprünglich stammt, durch einen langwierigen Filtrationsprozess gereinigt und mit all jenen Nährstoffen angereichert, welche das Quell- und Tafelwasser als solches ausmachen. Dies wird durch die verschiedenen Gesteinsschichten ermöglicht, durch welche das Wasser langsam sickert.

Letztendlich gelangt das Wasser in natürliche Wasserreservoirs tief unter der Erde. Diese Reservoirs müssen natürlich gleichzeitig vor dem Eindringen von Schad- und Fremdstoffen geschützt sein, so dass nur reinen Wasser durch die Erde in diese diffundieren kann.

Letztlich stehen diese unterirdischen Reservoirs auch immer unter einem gewissen Druck und verfügen über Ausgangspunkte, durch welche das gespeicherte Wasser mit Druck gepresst wird. Im Falle von Quell- und Tafelwasser mündet dieser Ausströmungspunkt schließlich an der Erdoberfläche, sodass es zum Austritt von Wasser an dieser Stelle kommt.

Abpumpen und Abfüllen

Der Hersteller von Quell- und Tafelwasser muss diese Quelle demnach nur noch mit maschinellen Instrumenten bestücken, welche das austretende Wasser effektiv abpumpen und dieses in Wassertanks leiten. Von dort aus muss das Quell- und Tafelwasser nur noch in Wasserflaschen abgefüllt werden und ist daraufhin verzehrfertig.

Daneben kann in der Natur häufig auch selbst auf Quellwasser gestoßen werden. Dieses sollte heutzutage allerdings als spezielles Trinkwasser ausgewiesen sein, da zahlreiche Quellen heutzutage aufgrund der Industrialisierung durch Fremd- und Schadstoffe verunreinigt sind. Dieses kann dann direkt von der Quelle getrunken oder in einen Trinkbehälter abgefüllt werden.

Sorten

Quell- & Tafelwasser erfreut sich bereits seit Jahrtausenden einer großen Beliebtheit. Doch gibt es überhaupt verschiedene Sorten dieses Getränks oder handelt es sich bei Quell- & Tafelwasser nicht doch immer um dasselbe Produkt?

Im Falle des Quell- und Tafelwassers kann insofern von verschiedenen Sorten ausgegangen werden, da es sich bei den Produkten der einzelnen Anbieter nicht um Getränke handelt, welche aus derselben Quelle gewonnen wurden.

So unterscheiden sich die verschiedenen Quellen vor allem hinsichtlich der Erd- und Gesteinsschichten, welche das Wasser auf dem Weg in die Reservoirs und wieder hinauf zum Quellausgang umgeben. Verschiedene Quellen führen deshalb zu verschiedenen Sorten, da jedes Quell- und Tafelwasser mit einer ganz bestimmten Mineralsalz- und Spurenelementkonzentration zersetzt ist.

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert

Quell- & Tafelwasser wird häufig auch als ein Heilwasser gepriesen, welches den Körper reinigen und von Schadstoffen befreien soll. Konnten aber wissenschaftliche Studien eine solche Wirkung dieses Getränks überhaupt nachweisen oder handelt es sich bei derartigen Behauptungen nicht doch um geschickte Marketingstrategien seitens der Vertreiber?

Prinzipiell ist in Quell- und Tafelwasser tatsächlich ein hoher Gehalt an Inhaltsstoffen zu verzeichnen, welche ein zentraler Nährstoff unseres Körpers sind. Als Beispiele hierfür können

dienen. Bei einer gewöhnlichen Lebensweise ohne spezielle Erkrankungen, welche unter anderem durch eine gesunde Ernährung gekennzeichnet ist, benötigt unser Körper derart hohe Konzentrationen dieser Inhaltsstoffe allerdings überhaupt nicht.

Dem Quell- und Tafelwasser sollte demnach lieber eine gesunde Ernährung der Vorzug gegeben werden. Sinn macht der Konsum dann wohl nur im Falle der Tatsache, dass dieses Getränk einem einfach besser schmeckt als gewöhnliches Wasser.

Detailliertere Informationen über den Mineralstoffgehalt erhalten Sie im Folgenden.

Hinweise zum Tafelwasser

Tafelwasser ist in der Regel aufbereitetes Trinkwasser, Quellwasser hingegen wird direkt an der Quelle abgefüllt, das kann eine natürliche oder künstlich erschlossene Quelle sein. Beide Wassersorten unterscheiden sich vom natürlichen Mineralwasser.

Tafelwasser darf mit weiteren Zutaten angereichert werden und es darf aus mehreren Wässern bestehen. Bei den industriell hergestellten Tafelwässern werden oft durch die Demineralisierung weitgehend alle Inhaltsstoffe entzogen.

Dann wird wieder eine definierte Menge Mineralstoffe zugegeben, so dass das Tafelwasser immer gleich schmeckt. Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, handelt es sich bei Tafelwasser nicht um ein hochwertiges Wasser.

Hinweise zum Quellwasser

Quellwasser hingegen muss natürlich bleiben und darf nicht aufbereitet werden. Wenn das Wasser durch die Gesteinsschichten sickert, wird es mit Mineralsalzen und Spurenelementen angereichert, die es aus dem Gestein löst.

Diese Stoffe verleihen dem Wasser seinen individuellen Geschmack. Einige Stoffe wie beispielsweise Arsen dürfen aber herausgefiltert werden. Quellwasser muss jedoch keine Mineralstoffe enthalten.

Im Gegensatz zum natürlichen Mineralwasser braucht es keine amtliche Anerkennung. Ein Quellwasser kann beispielsweise wenige Mineralien enthalten, weil es aus einem Gebirge mit Granitstein kommt.

Die Bedeutung der Mineralstoffe

Die wichtigsten Mineralstoffe die in dem Wasser enthalten sein können, sind

Diese Mineralstoffe sind für die Gesundheit des Menschen sehr wichtig. Sie sorgen dafür, dass Muskeln und Nerven richtig funktionieren. Spurenelemente werden in nur geringen Mengen gebraucht, aber auch sie sind lebenswichtige Bausteine für den menschlichen Organismus.

Wasser bedeutet Lebenskraft und ohne Wasser könnte kein Leben existieren. Wasser ist für den Menschen also überlebenswichtig. Es dient nicht nur dazu, den Flüssigkeitsbedarf zu decken, sondern es greift auch in viele organische Prozesse ein.

  • Kalzium zum Beispiel dient dem Aufbau von Knochen und Zähnen.
  • An vielen körperlichen Stoffwechselvorgängen ist Magnesium beteiligt. Eisen transportiert unter anderem Sauerstoff im Organismus und speichert Sauerstoff in den Muskeln.
  • Natrium ist an der Regulierung des Wasserhaushalts beteiligt.
  • Chlorid ist Bestandteil der Magensäure und mit für die Verdauung zuständig.
  • Kalium aktiviert den Herzmuskel und ist an der Reizleitung für Muskeln und Nerven beteiligt.

Die Mineralien wirken sich also entscheidend auf unsere Gesundheit aus.

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