Venenentzündung - Ursachen, Symptome und Behandlung

3D Grafik Arterie, aufgeschnitten mit Blutzellen auf weißem Hintergrund

Die Entstehung einer Venenentzündung und wie man die Phlebitis erkennen und behandeln kann

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Venenentzündung äußert sich durch typische Symptome. Die Diagnostik erfolgt meist beim Haus- oder Facharzt (Phlebologe). Eine Venenentzündung kann verschiedene Ursachen haben. Tritt die Venenentzündung im Zusammenhang mit Krampfadern auf, ist sie in der Regel gut zu behandeln, wenn sie sich nur oberflächlich befindet.

Krankheitsbild

Bei einer Venenentzündung sind die hautnahen Venen entzündet; typisch sind Verhärtungen, Schwellungen und Schmerzen. Von einer Phlebitis, wie die Entzündung auch genannt wird, sind Frauen deutlich häufiger betroffen.

Sie lässt sich bei reichtzeitiger Diagnose und Behandlung in kurzer Zeit heilen, ohne dass es zu Spätfolgen kommt. Greift die Entzündung aber auf das tiefer Venensystem über, kann es zu einer Phlebothrombose kommen, welche eine deutlich schlechtere Prognose mit sich zieht und zu weiteren Komplikationen führen kann.

Ursachen

Grundsätzlich tritt eine Venenentzündung häufiger bei Frauen als bei Männern auf. Es gibt verschiedene Formen der Venenentzündung. Zum einen kann sich die Venenentzündung in einer Krampfader bilden, zum anderen tritt die Entzündung in gesunden Venen auf.

Tritt die Entzündung in einer Krampfader auf, ist die Krampfader die Ursache für die Erkrankung. Die Ursache für Venenentzündungen in gesunden Venen sind zum Beispiel

Auch ein Venenkatheter kann eine Venenentzündung verursachen. Die häufigere Form der Venenentzündung ist die in Kombination mit Krampfadern.

Die Venenentzündung entsteht hier durch den in den Krampfadern verminderten Blutfluss. Hier entsteht ein Blutgerinnsel und führt zur Venenentzündung.

Verlauf

Aus einem kleinen Blutgerinnsel kann ein größeres werden, das tiefer in die Venen wächst. Dies kann zu einer tiefen Venenthrombose führen.

Aus der Thrombose kann eine lebensgefährliche Lungenembolie entstehen, so dass es sich hierbei um eine ernstzunehmende Erkrankung handelt.

Befindet sich die Venenentzündung im oberen Bereich der Venen, ist sie in der Regel harmlos. Je tiefer sie sich jedoch in den Venen befindet, desto gefährlicher kann sie für den Betroffenen werden.

Symptome

Häufig tritt eine Venenentzündung, auch Thrombophlebitis genannt, in Verbindung mit Krampfadern auf. Patienten mit einer Venenentzündung haben an dieser Stelle eine Schwellung; die Stelle ist gerötet und wärmer als die übrige Haut.

Zusätzlich verspürt der Patient einen Schmerz, wenn Druck auf die Stelle ausgeübt wird. Es kommt zudem zu

Diagnose

Wenn ein Patient diese Beschwerden schildert, vermutet der Arzt meist sofort eine Venenerkrankung. Der Arzt tastet die geschwollene Stelle ab und führt eine Duplexsonografie durch, bei der er die Blutgefäße genau untersuchen kann.

Hier kann der Phlebologe, der Facharzt für Venenerkrankungen, auch erkennen, welche Venen von der Entzündung betroffen sind. Oftmals wird auch eine Phlebographie durchgeführt.

Vor der Untersuchung wird dem Patienten ein Kontrastmittel in den Fuß gespritzt. Dann erfolgt eine Röntgenaufnahme.

Durch das Kontrastmittel kann der Arzt die Venen differenziert untersuchen und auf Durchlässigkeit prüfen. Da eine Thrombose mit ähnlichen Beschwerden einhergeht, muss der Arzt diese ausschließen. Neben den bereits beschriebenen Untersuchungen wird dem Patienten noch Blut abgenommen und im Labor auf verschiedene Werte untersucht.

Behandlung

Kompression

Der Patient erhält um die betroffene Gliedmaße einen straff sitzenden Kompressionsverband oder einen Kompressionsstrumpf. Dieser bewirkt, dass der Blutfluss angeregt wird, so dass die Schmerzen erträglicher werden. Eine Thrombose kann so verhindert werden und somit auch die lebensgefährliche Folgeerkrankung, die Lungenembolie, vermieden werden.

Bewegung

Zusätzlich muss sich der Patient viel bewegen. Durch die Bewegung wird der Blutfluss in den Beinen ebenfalls angeregt. Bettruhe ist bei der Erkrankung absolut nicht angebracht und würde die Erkrankung sogar verschlimmern.

Medikamente und Kühlung

Oftmals erhalten die Patienten mit einer Venenentzündung neben der Kompressionstherapie auch Blut verdünnende Medikamente gespritzt. Diese verhindern, dass sich Blutgerinnsel bilden, die sich schließlich zu einer Thrombose entwickeln können.

Bestehen starke Schmerzen, verordnet der Arzt oftmals auch Schmerzmittel. Die Gliedmaßen können auch mit kaltem Wasser gekühlt werden. Mit der entsprechenden Behandlung sind die Symptome meist nach einigen Tagen verschwunden und der Patient ist wieder beschwerdefrei.

Operation

Handelt es sich um eine gefährliche Venenentzündung, die leicht in tiefere Venen übergehen kann, so muss meist operiert werden. Medikamente oder Kompressionsverbände alleine schaffen hier zwar Linderung, jedoch keine Heilung.

Vorbeugung

Da die Krampfadern das Hauptrisiko für die Entstehung einer Venenentzündung sind, liegt die beste Vorbeugung einer Venenentzündung darin, die Krampfadern operativ behandeln zu lassen. Heutzutage gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Krampfadern behandeln zu lassen. Zudem sollte man

  • langes Stehen und Sitzen vermeiden
  • das Rauchen aufgeben und
  • ausreichend trinken.

Grundinformationen zur Venenentzündung

  • Venenentzündung - Ursachen, Symptome und Behandlung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: 3d arterie © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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