Trigeminusneuralgie

Ein plötzlicher, heftiger Gesichtsschmerz, der neurologisch begründet ist

Einseitige, sehr starke Gesichtsschmerzen sind das Symptom der Trigeminusneuralgie. Hierbei ist eine Überreizung des Trigeminusnervs in der Nähe des Hirnstamms der Grund für die Schmerzen. Die Ursachen für die Erkrankung sind unterschiedlich und oftmals unbekannt. Der Schmerz kann lange Zeit ausbleiben und durch viele auslösende Momente im Alltag wiederkehren.

Junge Frau liegt im Bett, hat Schlafstörungen
insomnia © LanaK - www.fotolia.de

Die Trigeminusneuralgie ist eine seltene Krankheit des Trigeminusnervs, bei der es zu plötzlichen, starken Schmerzen im Gesicht kommt.

Die Aufgabe des Trigeminusnervs ist im Normalfall die Übermittlung von Gesichtsempfindungen an das Gehirn. Aus diesem Grund gehört der Trigeminusnerv zu den zwölf Hirnnerven.

Krankheitsbild

Kommt es nun zu einer Neuralgie, sind

an den Wangen, der Kaumuskulatur, den Lippen oder der Zunge die Folge. In den meisten Fällen verlaufen die Schmerzen einseitig.

Trigeminusneuralgien kommen nur sehr selten vor. Meistens beginnen sie ab dem 40. Lebensjahr. Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Oftmals werden auch Menschen, die an Multipler Sklerose leiden, von einer Trigeminusneuralgie heimgesucht.

Typische Symptome einer Trigeminusneuralgie sind schlimme Schmerzattacken, die ohne Vorwarnung einsetzen und nur wenige Sekunden bis maximal zwei Minuten andauern. Die Schmerzattacken treten vor allem nach Berührungen der Wange oder der Stirn, beim Kauen, Schlucken, Sprechen oder auch beim Zähneputzen auf. Sie können jedoch auch ohne besonderen Grund eintreten.

Ursachen

Als mögliche Ursachen für eine Trigeminusneuralgie werden

bei denen es zu Beschädigungen der Nervenscheide kommt, vermutet. Die Folge sind fehlerhafte Signalübermittlungen des Nervs, durch die Schmerzen verursacht werden. Mögliche Ursachen können aber auch Krankheiten wie

  • Multiple Sklerose
  • Gehirntumore
  • Gefäßmissbildungen im Hirnstamm-Bereich oder
  • Schlaganfälle

sein. Da die Krankheit jedoch in den meisten Fällen ohne eine Grunderkrankung auftritt, ist man auf Vermutungen angewiesen.

Behandlung

Für eine Behandlung der Trigeminusneuralgie erweisen sich herkömmliche Schmerzmittel als wirkungslos. Daher erfolgen vorbeugende Behandlungsmaßnahmen mit Antiepileptika wie Carbamazepin. Für Akutbehandlungen werden Pimozid oder Phenytoin verabreicht. Dadurch werden die Häufigkeit und die Intensität der Schmerzattacken reduziert.

In manchen Fällen wird auch eine Operation durchgeführt, bei der der Trigeminusnerv von einengenden Gefäßen befreit wird. Eine Alternative stellt die Radiochirurgische Therapie dar, bei der der Nerv mit Hilfe eines kleinen Strahlenfeldes bestrahlt wird.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zur Trigeminusneuralgie

Interessante Artikel zur Trigeminusneuralgie

Mit der Myroflex-Therapie neue Schmerzfreiheit erlangen

Mit der Myroflex-Therapie neue Schmerzfreiheit erlangen

Stechende Schmerzen ziehen sich von den Augenbrauen zu den Ohren und dem Kiefergelenk. Diagnose: Trigeminusneuralgie. Wenn Ärzte nichts tun können, dann sollte man als Betroffener die Myroflex-Therapie zur Anwendung bringen lassen.

Auch das könnte Sie interessieren

Verwandte Themen

Themenseite teilen