22. Oktober 2009
Morbus Hodgkin verursacht verschiedene Symptome und Beschwerden. Die Diagnostik ist umfangreich.
Morbus Hodgkin, man sagt auch Lymphdrüsenkrebs, verursacht –wie der Name der Krankheit sagt- geschwollene Lymphdrüsen. Die Schwellung empfinden die Patienten jedoch als schmerzlos. In den meisten Fällen sind die Lymphknoten im Bereich des Halses geschwollen. Jedoch kann die Schwellung auch im Bereich der Lymphknoten der Achselhöhlen, der Leiste oder im Schlüsselbein auftreten.
Neben der Lymphknotenschwellung haben die Patienten immer wieder Fieber und schwitzen besonders nachts übermäßig viel. Die Patienten fühlen sich müde und schlapp und bemerken eine juckende Haut. Im Verlauf der Erkrankung nehmen die Patienten an Gewicht ab und verspüren auch kaum Appetit.
Im weiteren Verlauf der Krankheit kann der Patient auch Lähmungen verspüren oder unter häufigen Knochenbrüchen leiden.
Der Arzt führt im ersten Schritt seiner Diagnostik eine körperliche Untersuchung durch, da die vom Patienten geschilderten Symptome auch auf etliche andere Krankheiten zutreffen können. Beim Abtasten des Bauches kann der Arzt häufig eine Vergrößerung von Leber und Milz ertasten. Beide Organe untersucht der Arzt anschließend nochmals per Ultraschall und kann auch hier die Vergrößerung feststellen. Während der Ultraschalluntersuchung kann der Arzt auch die vergrößerten Lymphknoten diagnostizieren.
Auch eine Blutuntersuchung wird durchgeführt. Dabei untersucht der Arzt neben den allgemeinen Werten wie den roten und weißen Blutkörperchen besonders auch die Nieren- und Leberwerte.
Vermutet der Arzt anhand der Untersuchungsergebnisse einen Morbus Hodgkin, so wird eine Gewebeprobe eines auffälligen Lymphknotens entnommen und im Labor auf Krebszellen untersucht. Ergibt diese Untersuchung ein positives Ergebnis, also konnten demnach Krebszellen festgestellt werden, so wurde der Diagnosenverdacht des Arztes auf Lymphdrüsenkrebs bestätigt.
Anschließend beurteilt der Arzt, in welchem Krankheitsstadium sich der Patient befindet. Dazu wird unterschieden, ob der Patient typische Symptome zeigt oder nicht, wie viele Lymphknotenbereiche betroffen sind, ob die Milz vergrößert ist usw.
Auch eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie wird durchgeführt.
Je nachdem, in welchem Krankheitsstadium sich der Patient bereits befindet, erfolgt auch eine Untersuchung des Knochenmarks.
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