Lungenhochdruck

Gefährlicher Anstieg des Blutdrucks im Lungenkreislauf

Lungenhochdruck, auch unter "Pulmonale Hypertonie" bekannt, kennzeichnet sich durch einen zunehmend ansteigenden Gefäßwiderstand und Anstieg des Blutdrucks im Lungenkreislauf. Ein Lungenhochdruck liegt demnach vor, wenn der mittlere Blutdruck in der Lungenschlagader unter Belastung stark ansteigt.

Ältere Kinderärztin links in Kittel untersucht kleinen unbekleideten blonden Jungen mit Stetoskop an der Brust
child by doctor © Ivonne Wierink - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Lungenhochdruck

Als Lungenhochdruck, pulmonale Hypertonie (PH) oder pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) bezeichnet man Krankheiten, bei denen es zu einem Anstieg des Blutdrucks im Lungenkreislauf sowie zu einem Anstieg des Gefäßwiderstands kommt. In vielen Fällen ist dies auch mit einer Rechts-Herzinsuffizienz verbunden.

Ursachen und Krankheitsbild

Verursacht werden kann eine pulmonale Hypertonie unter anderem durch

Die pulmonale Hypertonie ist eine ernste Erkrankung. Ohne entsprechende Behandlung liegt die Lebenserwartung der Betroffenen bei durchschnittlich drei Jahren. Während die idiopathische pulmonale Hypertonie eher selten auftritt, kommt die sekundäre pulmonale Hypertonie recht häufig vor.

Steigt der mittlere Blutdruck in der Pulmonalarterie, der Lungenschlagader, auf einen Wert von über 25 mmHg im Ruhezustand und auf mehr als 30 mmHg unter körperlicher Belastung an, spricht man von Lungenhochdruck. Der Normalwert liegt bei 20 mmHg. Bei Werten von 30 – 40 mmHg können vor allem unter Belastung erste Symptome auftreten. Steigt der Blutdruck in der Lungenschlagader auf 50 – 70 mmHg, kommt es zu einer kontinuierlichen Abnahme der Herzauswurfleistung.

Symptome

Typische Beschwerden bei Lungenhochdruck sind

Zudem kann es zu einem

  • weiteren Anstieg des pulmonal-artierellen Blutdrucks

auf mehr als 100 mmHg kommen.

Diagnose und Behandlung

Diagnostiziert wird Lungenhochdruck durch eine direkte Messung des pulmonal-arteriellen Blutdrucks im Rahmen einer

Eine andere Möglichkeit ist eine indirekte Messung des Blutdrucks durch eine

Für eine wirksame Behandlung des Lungenhochdrucks muss die Grunderkrankung, durch die die pulmonale Hypertonie verursacht wird, rechtzeitig beseitigt werden. Ist dies nicht möglich, können lediglich eine

  • medikamentöse palliative Therapie oder eine
  • Lungen- bzw. Herz-Lungen-Transplantation

durchgeführt werden.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

  •  
    • 1

Grundinformationen zu Lungenhochdruck

Allgemeine Artikel zum Thema Lungenhochdruck

Auch das könnte Sie interessieren

Verwandte Themen

Themenseite teilen