8. April 2009
Eine Gehirnhautentzündung verursacht verschiedene Symptome. Die Diagnostik ist umfangreich.
Am Anfang der Erkrankung verspüren die Patienten oftmals Symptome ähnlich eines grippalen Infektes. Nach einiger Zeit bilden sich daraus dann sehr hohes Fieber und äußerst heftige Kopfschmerzen. Auch das typische Symptom, der steife Nacken kommt nach einiger Zeit der Erkrankung hinzu.
Die Patienten sind sehr unruhig und das Bewusstsein ist getrübt. Sie sind lichtempfindlich, ihnen ist übel und viele müssen auch erbrechen. Auch epileptische Anfälle und Schmerzen im Bereich der Gelenke können auftreten. Schließlich tritt eine Bewusstlosigkeit ein.
Bei der so genannten bakteriellen Meningitis treten zu Beginn der Erkrankung keine Symptome auf. Im zweiten Stadium fühlen sich die Patienten müde und haben Fieber. Im letzten Stadium dieser Form der Gehirnhautentzündung werden die Organe in Mitleidenschaft gezogen.
Bei Säuglingen sowie alten Menschen äußert sich eine Gehirnhautentzündung mit anderen bzw. weiteren Symptomen.
Säuglinge schreien in hohen Tönen und wollen nicht angefasst werden. Sie haben Fieber, kalte Füßchen und Händchen und wollen nichts essen bzw. keine Milch trinken. Oftmals haben die Babys auch Verdauungsstörungen wie Durchfall und sie müssen erbrechen. Sie wirken apathisch und können nur schwer aus dem Schlaf aufgeweckt werden. Der Zustand der Säuglinge verschlechtert sich rasch.
Ältere Menschen haben neben den normalen Gehirnhautentzündungssymptomen noch die Symptome einer Demenz wie Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit usw. Auch Störungen in der Durchblutung können auftreten, so dass die Symptome einem Schlaganfall ähneln können.
Bei einer weiteren Form der Gehirnhautentzündung, der Meningokokken-Gehirnhautentzündung, treten kleine Blutungen unter der Haut auf. Die Patienten wirken blass und die Haut kann sich hier bläulich verfärben. Die Patienten wirken apathisch und haben kalte Hände und Füße. Zusätzlich bestehen ein Durchfall und Krämpfe im Bereich des Magens. Auch ein Hautausschlag tritt auf. Anfangs sind nur kleine rote Pünktchen zu sehen, die sich jedoch im Verlauf der Erkrankung verändern und dann wie blaue Flecken aussehen. Dieser Ausschlag kann am ganzen Körper auftreten. Schließlich verfärbt sich die Hautstelle dunkel und stirbt ab.
Zu Beginn seiner Diagnostik führt der Arzt eine eingehende körperliche Untersuchung durch. Bei Erwachsenen prüft er das typische Symptom einer Gehirnhautentzündung: Die Nackensteifigkeit. Der Patient muss dazu auf einer Liege liegen, während der Arzt den Kopf anhebt. Liegt eine Gehirnhautentzündung vor, ergibt sich hier ein Widerstand und die Patienten verspüren Schmerzen. Auch wenn der Patient bei dieser Untersuchung die Beine an den Körper zieht, ist dies ein Kriterium der Gehirnhautentzündung.
Zusätzlich prüft der Arzt ein weiteres Symptom der Gehirnhautentzündung: Der Patient soll in sitzendem Zustand seine Füße ausstrecken. Liegt eine Gehirnhautentzündung vor, ist dies dem Patienten nicht möglich.
Eine sichere Diagnosemöglichkeit ist die Untersuchung des Liquors, des Gehirnwassers. Diese Flüssigkeit befindet sich in der Wirbelsäule und wird von dort im Rahmen einer Punktion mit einer dünnen Nadel entnommen. Die Flüssigkeit wird dann im Labor auf Erreger und weitere Werte untersucht.
Zusätzlich erfolgt in jedem Fall auch eine Blutuntersuchung.
Zum Abschluss der Diagnostik wird oftmals auch eine Magnetresonanztomografie oder Computertomografie durchgeführt.
Vermutet der Arzt eine Mengingokokkenerkrankung, wird ein weiterer Test zur Sicherung des Diagnosenverdachtes durchgeführt: Ein Glas wird dazu auf den Hautausschlag gedrückt. Verschwindet der Ausschlag dadurch nicht, ist dies ein Zeichen einer Blutvergiftung im Rahmen der Meningokokkenerkrankung.
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