11. April 2009
Gebärmutterkrebs äußert sich durch Blutungen. Die Diagnose stellt der behandelnde Frauenarzt.
Das erste Symptom eines Gebärmutterkrebses ist meist eine Blutung unabhängig von der Menstruationsblutung. Die Blutung tritt aus der Scheide aus. Teilweise kann die Patientin auch blutigen und eitrigen Ausfluss bemerken sowie eine Schmierblutung. Auch Bauchschmerzen ähnlich den Wehenschmerzen können ein Symptom von Gebärmutterkrebs sein. Einige Patientinnen verspüren auch Schmerzen im Beckenbereich.
Besonders wenn eine Blutung bei Frauen nach den Wechseljahren auftritt, ist dies immer besorgniserregend.
Ist der Gebärmutterkrebs schon weit fortgeschritten, befindet sich Blut im Urin und auch Harnwegsinfekte treten häufig auf. Bei einer Nierenbeteiligung verspürt die Patientin auch Rückenschmerzen.
Gebärmutterkrebs kann nicht durch eine normale gynäkologische Untersuchung diagnostiziert werden. Der Frauenarzt führt daher eine Ultraschalluntersuchung des Unterbauches sowie einen Vaginalultraschall über die Scheide durch.
Auch eine Ausschabung der Gebärmutter wird durchgeführt. Im Rahmen dieses Eingriffes wird eine Gewebeprobe entnommen, die im Labor unter dem Mikroskop auf bösartige Zellen untersucht wird.
In einigen Fällen wird im Rahmen der Diagnostik auch eine Gebärmutterspiegelung durchgeführt.
Bestätigen die Ergebnisse dieser Untersuchungen den Diagnosenverdacht des Frauenarztes, werden eine Computertomografie und eine Magnetresonanztomografie durchgeführt. Hier kann der Arzt feststellen, ob sich bereits Metastasen in anderen Organen gebildet haben und wo der Tumor genau sitzt.
Vermutet der Arzt eine Ausweitung des Tumors auf den Bereich des Darmes oder der Blase, werden auch eine Blasenspiegelung oder eine Darmspiegelung durchgeführt.
Die Blasenspiegelung wird bei der nüchternen Patientin durchgeführt. Sie erhält eine Betäubung in die Harnröhre. Anschließend führt der Urologe ein Endoskop über die Harnröhre in die Harnblase ein und füllt diese mit einer sterilen Flüssigkeit.
Eine Darmspiegelung kann entweder vom kompletten Darm oder nur vom Enddarm erfolgen. Soll nur der Enddarm untersucht werden, genügt es meist, wenn die Patientin diesen Darmabschnitt im Rahmen eines Einlaufes reinigt. Der Arzt führt anschließend ein starres Instrument über den Enddarm ein. Während der Untersuchung kann auch eine Gewebeprobe entnommen werden.
Wird eine komplette Darmspiegelung durchgeführt, muss die Patientin im Vorfeld eine abführende Flüssigkeit trinken, damit der komplette Darm frei von Stuhlresten ist. Der Arzt führt einen langen biegsamen Schlauch (Endoskop) über den Enddarm ein und schiebt ihn bis zum Dickdarm vor. Auch während dieser Untersuchung kann der Arzt mit Hilfe einer feinen Zange eine Gewebeprobe entnehmen.
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