19. Oktober 2009
Die Ursache für Flohbefall sind oftmals Haustiere. Der Juckreiz kann gut behandelt werden.
Flöhe benötigen das Blut von Tieren oder Menschen zum Überleben. Sie springen dabei bis zu einem halben Meter zu ihrem nächsten "Wirt". Aufgrund der besonderen Form seines Kiefers macht der Floh einen winzigen Schnitt in die Haut des Wirtes und saugt sich bis zum fünfzehnfachen seines ursprünglichen Gewichtes an Blut voll. Dabei sondert er seinen Speichel ab. Diese Menge Blut reicht dem Floh, um dann wieder mehrere Monate überleben zu können. Der Floh befindet sich in dieser Zeit im Freien unter Büschen oder auch in den Wohnungen, bevorzugt in Teppichen oder Teppichböden, in Kleidungsstücken, in Schränken oder auch im Fell von Haustieren wie Hunden oder Katzen. Dort, wo sich der Floh aufhält, legt er Eier ab.
Flöhe sind besonders vom Frühjahr bis Herbst aktiv und können in dieser Zeit mehrere zehntausend Eier legen.
Einige Menschen sind häufiger von Flohbefall betroffen als andere. Wissenschaftler vermuten, dass der Grund eine genetische Veranlagung ist.
Die Flöhe reagieren auch auf Gerüche und suchen sich danach ihren Wirt aus. Wer besonders eng mit Haustieren zusammenlebt, hat eine höhere Gefahr, sich Flöhe zuzuziehen als Menschen, die keinen Kontakt zu Tieren haben.
Die Behandlung der Flohbisse stellt in der Regel kein Problem dar. Nur in einigen Fällen werden Infektionskrankheiten durch den Flohbiss übertragen. Dies kann im Rahmen der Blutuntersuchung festgestellt werden. Besonders in heißen Ländern können die Flöhe lebensgefährliche Erkrankungen wie zum Beispiel Kinderlähmung (Polio) übertragen.
Genauso wichtig wie die Behandlung der Flohbisse ist jedoch auch, die Flöhe aus dem Wohnbereich zu entfernen. Sonst wird der Flohbefall niemals enden. Hier sind umfassende Reinigungsmaßnahmen notwendig. Kleidung und Bettwäsche müssen möglichst heiß gewaschen werden, Teppiche und Teppichböden müssen gründlich abgesaugt werden und Böden mehrmals gewischt werden. Besonders die Orte, an denen sich die Haustiere gerne aufhalten (zum Beispiel Körbchen, Decke, Bürostuhl, Couch) müssen gründlich abgesaugt werden. Zusätzlich muss man auch mit dem Haustier zum Tierarzt gehen. Die Tiere müssen mit speziellen Flohmitteln behandelt werden und regelmäßig vom Tierarzt auf Flohbefall kontrolliert werden. Zusätzlich gibt es im Tierhandel spezielle Flohhalsbänder für Hunde und Katzen.
Im Handel gibt es auch Insektenmittel in Form von Sprays oder Pulver, die auf die befallenen Stellen gegeben werden können.
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