Sonntag 21.09.2014 18:07

Ekzem Artikel

Hand- und Fußekzem - Juckendes Ekzem an Hand oder Fuß

Bei einem Hand- und Fußekzem kommt es zu einer nicht ansteckenden Entzündung von Händen und/oder Füßen. Vor allem Handekzeme sind weit verbreitet.

Hände eines alten Menschen mit Hautausschlag bzw. Ekzemen

Eine häufig auftretende Ekzemform ist das dyshidrotische Hand- und Fußekzem. Es kann sich sowohl auf Hände oder Füße beschränken als auch an beiden Gliedmaßen zugleich vorkommen.

Symptome

Typisch für ein dyshidrotisches Hand- und Fußekzem ist das Entstehen von klaren Bläschen auf der Haut. Darüber hinaus kann es zu Juckreiz, Hauttrockenheit sowie zur Bildung von Schuppen kommen. Ebenso sind schmerzende Einrisse und massive Verhornungen im Bereich des Möglichen.

In manchen Fällen kann das Ekzem chronisch verlaufen, was für die Betroffenen eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität zur Folge hat. Mitunter leiden die Patienten unter Schamgefühlen und der Angst ausgegrenzt zu werden, da ein Handekzem deutlich sichtbar ist.

Ursachen

Die Ursachen für ein dyshidrotisches Ekzem an Händen oder Füßen sind vielfältig. Das Ekzem kann sowohl alleine als auch zusammen mit anderen Erkrankungen der Haut wie zum Beispiel Neurodermitis, atopische Dermatitis oder Psoriasis (Schuppenflechte) auftreten.

Aber auch äußere Faktoren spielen eine Rolle, wobei es dann in der Regel nur zu einem Ekzem an der Hand kommt. In den meisten Fällen sind es Dinge des Alltags, die die Hände in Mitleidenschaft ziehen und ein Ekzem hervorrufen. Dazu gehören unter anderem Putzen, Kontakt mit auslaugenden Putzmitteln, feuchte Tätigkeiten oder auch ständiges Händewaschen.

Dagegen treten ausgesprochene Kontaktallergien an den Händen eher selten auf. Dabei besteht meist aus beruflichen Gründen eine Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Stoffen, mit denen der Betroffene täglich in Kontakt kommt.

Tritt ein Ekzem an den Füßen auf, kann dies auf Inhaltsstoffe von Schuhen zurückzuführen sein.

Diagnose

Erfahrene Hautärzte sind in der Regel rasch in der Lage ein dyshidrotisches Hand- oder Fußekzem zu diagnostizieren. In manchen Fällen müssen jedoch spezielle Allergietests durchgeführt werden, um eine Neurodermitis oder eine Kontaktallergie auszuschließen.

Manchmal besteht an Händen oder Füßen auch eine Pilzinfektion. Hilfreich für eine genaue Diagnose sind Angaben über den Verlauf des Ekzems. Zum Beispiel, ob das Ekzem zuerst an den Händen oder den Füßen auftrat, ob ein Zusammenhang mit beruflichen oder anderen Tätigkeiten besteht oder ob bestimmte Kontaktstoffe das Ekzem auslösen.

Behandlung

Ist eine Allergie für das Hand- und Fußekzem verantwortlich, sollte der Betroffene das Allergen unbedingt meiden. Bei Ekzemen an den Händen müssen mitunter Schutzhandschuhe getragen werden.

Handelt es sich dagegen um eine Abnutzungserkrankung der Haut, ist es wichtig, Tätigkeiten, die die Haut schädigen, zu vermeiden. Außerdem muss die Haut konsequent geschützt und gepflegt werden.

Manchmal kann es Wochen oder sogar Monate dauern, bis die Haut wieder voll belastbar ist. Entsteht das Ekzem aufgrund beruflicher Tätigkeiten, wird eine Arbeitsunfähigkeit für einen ausreichenden Zeitraum bescheinigt. Auch nach der Abheilung des Ekzems ist dann eine gewisse Regenerationsphase erforderlich.

Besonders unangenehm für den Patienten ist es, wenn das Hand- oder Fußekzem durch Veranlagung entsteht. In diesem Fall ist nur eine symptomatische Therapie möglich, da sich die Ursache der Hauterkrankung nicht beheben lässt. Bei dieser Behandlung versucht man, den Zustand der Haut so gut wie möglich zu verbessern.

Zu diesem Zweck wendet man zeitweise auch kortisonhaltige Cremes an. Bei besonders schweren Fällen müssen systemische Medikamente verabreicht werden.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Sceriosis Skin Disease © marilyn barbone - www.fotolia.de

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