Bettnässen

Das Einnässen im Bett ist eine Störung im Kindesalter

Das Bettnässen (Enuresis) ist eine Störung im Kindesalter. Betroffene Kinder nässen sich dabei noch im fortgeschrittenen Alter von über fünf Jahren ein. Die Ursache liegt sehr oft in einer seelischen Störung.

Kleinkind liegt im Bett und schläft, umgeben von Kuscheltieren
kleinkind schlafen © Dron - www.fotolia.de

Beim Bettnässen, medizinischer Fachbegriff Enuresis, uriniert der Betroffene ohne eigenen Willen dazu in das Bett. Es kommt vor allem bei Kindern vor.

Ursachen und Symptome

Dass Kinder sich einnässen ist eigentlich normal, man nennt es primäre Enuresis. Von einer Verzögerung der Entwicklung ist dann die Rede, wenn das Kind sich nach dem fünften Lebensjahr mindestens zweimal im Monat einnässt.

Wenn das Kind länger als sechs Monate schon mal trocken war und dann wieder anfängt ins Bett zu machen, spricht man von einer sekundären Enuresis.

Bei dem primären Typ ist eine genetische Vorbelastung zu vermuten, wobei eine Störung des Hormonhaushaltes verantwortlich gemacht wird. Beim sekundären Typ liegt oft eine psychische Beeinträchtigung des Kindes vor, die man auf jeden Fall näher untersuchen lassen sollte.

Psychische Ausnahmesituationen wie eine Scheidung oder ein anderes, traumatisches Erlebnis können der Auslöser sein. Jungen sind vom Bettnässen öfter betroffen als Mädchen.

Man unterscheidet zudem die

  • monosymptomatische Enuresis von der
  • nicht-monosymptomatische Enuresis.

Während das Bettnässen das einzige Symptom bei der ersten Form darstellt und lediglich nachts auftritt, kann es bei der zweiten Form auch tagsüber zum Einnässen kommen. Die monosymptomatische Enuresis hat meist erbliche Ursachen, während der nicht-monosymptomatischen Enuresis in der Regel organische Ursachen zugrunde liegen.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zum Bettnässen

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