31. Januar 2009
In vielen Fällen ist Asthma heute gut behandelbar. Betroffene können auch einiges tun, um einem weiteren Asthmaanfall vorzubeugen.
Um einem weiteren Asthmaanfall vorzubeugen, sollten Betroffene die auslösenden Faktoren meiden. Eltern, deren Kinder unter Asthma leiden, sollten demnach nicht mehr vor ihren Kindern und vor allem nicht mehr im Wohnbereich rauchen. Auch Erwachsene mit Asthma sollten das Rauchen einstellen. Zusätzlich sollten auch Faktoren wie Abgase oder giftige Dämpfe vermieden werden.
Die Vermeidung dieser Faktoren ist der erste Schritt einer Therapie des Asthma bronchiale.
Jeder Asthmatiker erhält vom Arzt eine Verordnung über verschiedene Medikamente. Diese erweitern die Bronchien und hemmen die Entzündungen in diesem Bereich. Einige Medikamente werden inhaliert. Das Medikament gelangt so direkt in die Bronchien und kann so wesentlich schneller wirken. Einige Medikamente werden vom Betroffenen auch als Spray verwendet und in den Mund gesprüht.
In jedem Fall müssen die Langzeitmedikamente konsequent eingenommen werden, auch wenn im Moment Beschwerdefreiheit besteht. Werden diese Langzeitmedikamente abgesetzt, kommt es meist rasch zum nächsten Anfall.
Hat der Asthmatiker einen akuten Anfall, bekommt er spezielle Medikamente in den Mund oder als Injektion in die Vene gespritzt. Der Betroffene sollte sich bei einem akuten Asthmaanfall hinsetzen, da ihm hier die Atmung erleichtert wird.
Sehr wichtig in der Therapie eines Asthmas bronchiale ist der so genannte Peak-Flow-Messwert. Dieser Wert bezeichnet die Geschwindigkeit, mit der der Asthmatiker die Luft ausatmen kann. Betroffene haben für diese Messung einen so genannten Peak-Flow-Meter zu Hause. Das ist ein kleines, für den Patienten aber lebensnotwendiges Gerät. Asthmatiker müssen damit regelmäßig ihre Ausatemgeschwindigkeit zu Hause messen. Ergeben sich bei der Messung schlechte Werte, muss meist die Medikamentendosis erhöht werden.
Neben diesen Maßnahmen werden dem Asthmatiker auch atemgymnastische Übungen verordnet. Diese erlernt der Betroffene in einer krankengymnastischen Praxis und kann sie dann regelmäßig zu Hause anwenden.
Speziell für Asthmatiker gibt es auch viele Schulungsveranstaltungen, in denen die Betroffenen lernen, wie sie sich bei einem Asthmaanfall verhalten müssen, welche Medikamente wann eingesetzt werden und wie sie ihr Leben ändern müssen. In vielen Fällen hilft beispielsweise auch schon eine Gewichtsreduktion, um das Asthma in den Griff zu bekommen. Auch Sport ist für den Asthmatiker nicht verboten sondern sehr gesund.
Asthmatiker können einiges dazu tun, einem weiteren Asthmaanfall vorzubeugen. Dazu zählt zum Beispiel das bereits erwähnte Aufhören mit dem Rauchen. Sofern das Asthma im Zusammenhang mit einer Allergie auftritt, sollten –soweit dies möglich ist- die Allergie auslösenden Stoffe gemieden werden. Asthma wird durch eine trockene Raumluft begünstigt. Asthmatiker sollten daher Luftbefeuchter verwenden und die Räume regelmäßig lüften.
Sehr empfehlenswert ist für Asthmatiker auch das Tragen eines Asthmapasses, in dem gegebenenfalls Allergie auslösende Stoffe eingetragen sind sowie die Medikamente, die der Asthmatiker einnimmt.
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