15. November 2011
Mangelernährung kommt schneller zustande als man denkt. Durch Stress, Krankheit, Schmerzen oder aus anderen Gründen verschwindet der Appetit, man lässt Mahlzeiten aus und schon machen sich die Folgen bemerkbar. Neben Untergewicht, Haarausfall, Hautproblemen und Problemen mit Kreislauf und Stoffwechsel treten häufig auch schwerwiegendere gesundheitliche Folgen auf. Wir haben die Tipps, wie Sie bei Mangelernährung wieder auf die Beine kommen.
Als Erstes ist es wichtig, die Ursachen für die Mangelernährung herauszufinden. Bei älteren Personen sind meist Kau- und Schluckbeschwerden sowie allgemeine Appetitlosigkeit oder Desorientierung und Schwäche für eine Mangelernährung verantwortlich. Es gibt aber auch eine Gruppe von Menschen, die bewusst auf Nahrung verzichtet, um möglichst schlank zu sein und dem Schönheitsideal zu entsprechen. Hier ist es wichtig, über eine Psychotherapie nachzudenken, denn nur so sind Essstörungen in den Griff zu bekommen. Auch die Familie der betroffenen Personen sollte einbezogen werden.
Natürlich kommt es auch bei berufstätigen Menschen immer wieder zu Mangelernährung. Aufgrund von Stress nehmen sich viele Menschen keine Zeit, um zu essen. Ein hastig verschlungenes Brötchen oder eine Fertigmahlzeit sind kein Ersatz für eine gesunde und ausgewogene Ernährung.
Mangelernährung äußert sich häufig in extremem Untergewicht. Bei Senioren und anderen Personen (die nicht aufgrund einer Essstörung mangelernährt sind) ist es möglich, gewisse Speisen mit Maltodextrin oder Sahne aufzuwerten. Im Fachhandel und in Apotheken gibt es auch spezielle, nährstoffangereicherte Flüssignahrung, die Patienten zwischendurch zu sich nehmen können. Für Menschen, die zunehmen möchten, empfiehlt es sich, mindestens vier bis fünf Mal pro Tag zu essen. Sie können dabei ruhig kleine Portionen zu sich nehmen.
Ist die Mangelernährung durch Schluckbeschwerden bedingt, so sollte die Nahrung möglichst als Brei angeboten werden und keinesfalls zu stark gewürzt werden. Dies erleichtert mangelernährten Menschen eine verbesserte Nahrungsaufnahme.
Geht mit der Mangelernährung auch ein sichtbarer Vitamin- und Nährstoffmangel einher, so ist ebenfalls sinnvoll, auf nährstoffreiche Trinknahrung zurückzugreifen. Die zugesetzten Vitamine und Mineralstoffe stärken den Körper und das Immunsystem. Bereits nach kurzer Zeit fühlen sich Patienten körperlich und seelisch gestärkt und haben wieder mehr Lust auf leckere Mahlzeiten.
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