1. Juni 2010
Als Speiseröhre oder Ösophagus bezeichnet man ein Hohlorgan, das zum Verdauungstrakt gehört. Sie dient zum Transport der aufgenommenen Nahrung.
Unter der Speiseröhre, die man auch als Ösophagus bezeichnet, versteht man ein Hohlorgan zwischen dem Rachenraum und dem Magen. Hauptaufgabe der Röhre ist der Transport der Nahrung, die zuvor durch das Kauen zerkleinert wurde.
Die Speiseröhre ist Teil des Verdauungstraktes. Bei erwachsenen Menschen erreicht das schlauchförmige Hohlorgan eine Länge von 25 bis 28 Zentimetern. Der obere Anteil des Ösophagus befindet sich vor der Wirbelsäule und hinter der Luftröhre. Unterteilt wird die Speiseröhre in drei Abschnitte, die dem Verlauf des Hohlorgans entsprechen. Dabei handelt es sich um den Halsabschnitt (Pars cervicalis), den Brustabschnitt (Pars thoracalis) und den Bauchabschnitt (Pars abdominalis). Darüber hinaus verfügt die Speiseröhre über drei physiologische Engstellen. Dies sind die obere Enge, die auch als Ösophagusmund bezeichnet wird, die mittlere Enge, die man Aortenenge nennt, da sie durch die Kreuzung des Aortenbogens gebildet wird sowie die untere Enge, die auch die Bezeichnung Zwerchfellenge trägt. Sie bildet einen komplexen Verschlussmechanismus, den man als Cardia oder unteren Ösophagussphinkter bezeichnet.
Ausgekleidet wird die Speiseröhre von gefalteter Schleimhaut (Mucosa). Diese Schleimhaut setzt sich aus einer Epithelschicht (Lamina epithelialis mucosae), einer Bindegewebsschicht (Lamina propria mucosae) sowie einer epithelialen Muskelschicht (Lamina muscularis mucosae) zusammen. Der mittlere Abschnitt der Speiseröhrenwand wird von einem Muskelschlauch, den man als Tela muscularis bezeichnet, gebildet. Im Zwischenraum der Muskelwand und der Schleimhaut befindet sich ein Bindegewebspolster, das Tela submucosa genannt wird. Das Äußere des Ösophagus umgibt eine Tunica adventitia, die aus lockerem Bindegewebe besteht.
Wichtigste Funktion der Speiseröhre ist der Transport der aufgenommenen Nahrung zum Magen. Durch komplexe neuronale Verschaltungen wird sichergestellt, dass die Nahrung nur zum Magen hin transportiert werden kann. Beim Essen wird die Nahrung zunächst durch das Kauen und den Speichel zu einem Speisebrei zerkleinert, wodurch sich die Masse besser transportieren lässt. Nach dem Schluckvorgang kommt es zu einem Verschluss des Kehldeckels und zu einer Öffnung der Speiseröhre. Anschließend erfolgt der Transport der Nahrung durch das Zusammen- und Auseinanderziehen der Muskulatur des Ösophagus in Richtung des Magens.
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