26. Mai 2010
Als Rücken (Dorsum) bezeichnet man die hintere Fläche des Körpers. Er ermöglicht aufrechtes Gehen und Stehen.
Unter dem Rücken (Dorsum) versteht man die hintere Fläche des menschlichen Körpers. Er setzt sich aus Haut, Knochen, Gelenken, Muskeln, Bändern und Nerven zusammen.
Das wichtigste Element des menschlichen Rückens ist die Wirbelsäule. Diese ermöglicht mit ihren Bändern, Wirbeln und Zwischenwirbeln die erforderliche Stabilität des Körpers sowie das aufrechte Gehen und Stehen. Darüber hinaus sorgt sie für eine hohe Beweglichkeit. Zusammengesetzt wird die Wirbelsäule aus 33 Wirbeln. Dabei handelt es sich um 24 bewegliche und neun bis zehn starre Wirbel. Sie hat eine doppelte S-Form, wodurch sie sich der aufrechten Haltung des Menschen anpasst. Zu den Bestandteilen der Wirbelsäule gehören sieben Halswirbel, zwölf Brustwirbel, fünf Lendenwirbel, fünf Kreuzbeinwirbel sowie vier bis fünf Steißbeinwirbel. Die Größe der Wirbel nimmt zur Lendenwirbelsäule hin zu. Ebenfalls Teil des Rückens sind die hinteren Rippen, die den zwölf Brustwirbeln entspringen. In der Mitte des Rückens befindet sich eine Linie, in der das Rückgrat (Spina dorsalis) und die Dornfortsätze zu sehen sind. Begrenzt werden diese durch die langen Rücken-Streckmuskeln. Die stark ausgeprägte Rückenmuskulatur besteht aus fünf Schichten. Diese verlaufen in unterschiedliche Richtungen. Zu den Aufgaben der Rückenmuskulatur gehören das Drehen, Strecken und Aufrechthalten der Wirbelsäule sowie das Senken und Heben der Rippen. Auch bei Bewegungen des Oberarms und der Schultern spielt die Rückenmuskulatur eine Rolle. Unterteilt wird die Muskulatur des Rückens in eine autochthone und eine sekundäre Rückenmuskulatur. Innerviert wird sie von den dorsalen Ästen der Spiralnerven.
Der Rücken wird in verschiedene anatomische Rückenregionen eingeteilt, die man als Regiones dorsales bezeichnet. Dazu gehören die Wirbelsäulenregion (Regio vertebralis), die Halswirbelsäulenregion (Pars cervicalis), die Brustwirbelsäulenregion (Pars thoracalis), die Lendenwirbelsäulenregion (Pars lumbalis), die Kreuzbeinregion (Pars sacralis), die Paravertebralregionen (Regiones paravertebrales), die Schulterblattregion (Regio scapularis), die Unterschulterblattregion (Regio infrascapularis) sowie die Lendenregion (Regio lumbalis).
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