25. Mai 2010
Als Penis bezeichnet man das männliche Geschlechtsorgan. Er dient zur Ausscheidung des Urins und zum Ausüben des Geschlechtsverkehrs.
Gemeinsam mit dem Hodensack bildet der Penis, den man auch als Glied oder Phallus bezeichnet, die äußeren männlichen Genitalien. Zu seinen Aufgaben gehören die Ausübung von Geschlechtsverkehr sowie das Ablassen von Urin.
Unterteilt wird der männliche Penis in drei Abschnitte. Dies sind die Peniswurzel (Radix penis), der Peniskörper (Corpus penis) und die Eichel (Glans penis). Unter der Peniswurzel versteht man das proximale Ende des Glieds. Durch sie wird der Penis am knöchernen Becken mithilfe von Bändern und Muskeln befestigt. Zu den wichtigsten Muskeln gehören der Musculus ischiocavernosus und der Musculus bulbospongiosus, die die Erektion des Penis durch die Abschnürung der Abflussvenen stabilisieren. Durch ihre Kontraktion unterstützen sie zudem die Ejakulation des Spermas. In der Nähe der Peniswurzel befinden sich die Penisschenkel (Crura penis) sowie die so genannte Penisknolle (Bulbus penis), eine Auftreibung des Harnröhrenschwellkörpers.
Den längsten Anteil am Penis hat der Peniskörper, der auch als Penisschaft bezeichnet wird. Zu ihm gehören die drei Penisschwellkörper, die bei sexueller Erregung mit Blut gefüllt werden, wodurch es zu einer Erektion des Penis kommt. Dies sind die beiden Corpora cavernosa penis, die am Penisrücken liegen sowie das Corpus spongiosum penis, das mittig angeordnet ist und die Harnröhre umfasst. Getrennt werden die Corposa cavernosa durch das Septum penis, eine dünne Bindegewebsschicht. Auf der unteren Seite des Peniskörpers befindet sich zudem die Raphe penis, eine Verwachsungsnaht.
Das Ende des Penis wird von der Eichel gebildet. Markiert wird der Übergang vom Peniskörper zur Eichel von der Penisfurche (Sulcus coronarius). Die Eichel enthält in ihrem Innern eine Fortsetzung des Harnröhrenschwellkörpers, das Corpus spongiosum glandis, welches der Eichel ihre typische Form verleiht. Am äußersten Ende des Penis ist die äußere Harnröhrenmündung (Meatus urethrae externus) zu erkennen. Bedeckt wird die Eichel von der Vorhaut, dem Präputium penis, die durch das Vorhautbändchen (Frenulum preputii) mit der Unterseite des Penis verbunden wird.
Zu den Hauptfunktionen des Penis gehört der Transport des Spermas in die inneren weiblichen Geschlechtsorgane. Durch die anatomische Form des Glieds wird es den männlichen Samenzellen ermöglicht das saure Millieu der Vagina zu durchdringen und in die Nähe des Gebärmutterhalses (Zervix) zu kommen. Grundvoraussetzung dafür ist eine Erektion. Diese entsteht, wenn sich das Blut in den Schwellkörpern staut, wodurch sich der Penis aufrichtet und versteift. Eine weitere Aufgabe des Glieds ist das Ablassen des Urins durch die 15–20 Zentimeter lange Harnröhre.
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