24. Juni 2010
Eine Blutplasmaspende ist eine Variante der Blutspende. Dabei wird das Blutplasma von den roten Blutkörperchen getrennt.
Bei einer Blutplasmaspende handelt es sich um eine Form der Blutspende. Insgesamt gibt es drei Arten von Blutspenden. Dazu gehören die Vollblutspende, bei der rund 500 Milliliter Blut aus der Ellenbeuge des Arms entnommen werden, die Eigenblutspende, die im Vorfeld einer Operation vorgenommen wird sowie die Blutplasmaspende, bei der man nur einzelne Blutbestandteile entnimmt. Im Rahmen der Blutplasmaspende wird dem Spender zunächst Vollblut abgezapft, das anschließend in einen Plasmaseperator fließt. Durch diesen werden das Blutplasma, das den flüssigen Anteil des Bluts bildet und die Blutzellen, die roten Blutkörperchen, voneinander getrennt, was man als Plasmapherese bezeichnet. Danach führt man die roten Blutkörperchen wieder in den Körper des Spenders zurück, sodass nur das Plasma behalten wird. Eine solche Blutplasmaspende kann wesentlich häufiger als eine Vollblutspende durchgeführt werden und ist 38 Mal im Jahr möglich.
Die Dauer einer Blutplasmaspende liegt bei ca. dreißig bis vierzig Minuten, was auch vom Hämoglobinwert abhängt, denn je höher der Wert ist, desto länger die Dauer der Prozedur. In der Regel entnimmt man ca. 760 Milliliter Blutplasma. Nach der Entnahme bewahrt man es für ca. sechs Monate auf. Außerdem untersucht man den Spender des Plasmas weiterhin auf mögliche Erkrankungen. Sollten keine gefährlichen Erkrankungen wie z.B. HIV (AIDS), Syphilis, Hepatitis B oder C auftreten, kann die Plasmaspende verwendet werden. Im gegenteiligen Fall wird die Spende vernichtet.
Die gesetzlichen Bestimmungen für eine Blutplasmaspende sind die gleichen wie bei einer herkömmlichen Blutspende. So muss der Spender 18–68 Jahre alt sein, mindestens 50 Kilogramm wiegen, gesund sein und über einen stabilen Blutdruck verfügen. Außerdem darf er keine Drogen in den letzten vier Wochen konsumiert und kein Piercing oder Tattoo in den letzten Monaten angebracht haben. Nicht zu einer Blut- oder Blutplasmaspende zugelassen sind bestimmte Risikogruppen, zu denen Alkoholkranke, Menschen, die unter Organstörungen leiden, HIV-Infizierte, Drogenabhängige, Prostituierte sowie homo- und bisexuelle Männer gehören. Darüber hinaus sind bei einer Blutplasmaspende weitere Untersuchungen wie ein Blutbild sowie die Bestimmung des Eiweißgehalts und die Menge des Antikörpertyps G erforderlich.
Der Bedarf an Blutplasma-Spenden ist ebenso groß wie der Bedarf an Vollblutspenden, sodass jede Spende hilft. Das Spenden von Blutplasma dauert zwar länger, ist aber physisch weniger belastend für den Spender. Von einigen Anbietern wird zudem eine Aufwandsentschädigung gezahlt.
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