18. März 2010
Als Bindehaut oder Konjunktiva bezeichnet man die Schleimhaut in der Augenhöhle. Sie sorgt für die dauerhafte Befeuchtung des Auges.
Die Bindehaut, die auch als Konjunktiva oder Tunica conjunctiva bezeichnet wird, befindet sich am vorderen Teil des Augapfels. Diese Schleimhaut kommt an der Innenseite des Augenlids vor und reicht weiter bis ins Innere des Auges. Dabei verläuft die Bindehaut an der Augenlidkante und überzieht die hintere Fläche des Lids, die dem Augapfel zugewandt ist. Beim Lidschlag der Augen wirkt die Bindehaut wie eine Art Wischtuch. Dabei verteilt sie die Tränenflüssigkeit über der Hornhaut (Cornea), ohne dass diese verletzt wird. Im Inneren der Augenhöhle (Orbita) verbindet sich die Konjunktiva mit der Lederhaut (Sklera). Der vordere Teil der Lederhaut wird von der Bindehaut bis zum Anfang der Hornhaut überzogen. Diesen Abschnitt bezeichnet man auch als Tunica conjunctiva bulbi. Der Hohlraum, der von der Bindehaut umhüllt wird, ist der Bindehautsack (Saccus conjunctivae). Die sich dahinter befindliche Nische wird als Bindehautgewölbe (Formix conjunctivae) bezeichnet. Dort befindet sich die Mündung der Ausführungsgänge der Tränendrüse (Glandula lacrimalis). Am nasenseitigen Augenwinkel bildet die Bindehaut eine Zusatzfalte. Diese bezeichnet man auch als Nickhaut oder drittes Augenlid. Zudem befinden sich in der Schleimhaut der Bindehaut einige Drüsenpakete, die akzessorischen Tränendrüsen.
Hauptaufgabe der Bindehaut, die von zahlreichen Blutgefäßen durchzogen wird, ist es, beim Blinzeln Tränenflüssigkeit über das Auge zu verteilen, damit es nicht zu einer Austrocknung kommt.
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