In jungen Jahren oder auch in der Zeit der gerade beginnenden Liebe spürt und hört man nichts davon. Oder will es auch nicht wahrnehmen, denn die rosarote Brille sitzt fest auf der Nase. Doch mit verlaufender Zeit beginnt die Qual der schlaflosen Nächte und den täglichen Streitereien. Die Rede ist hier von Schlafstörungen, die durch den Partner entstehen und so manches Paar in den Zustand der Verzweiflung treibt. Drei Alternativen zur Auswahl, stellt sich dann doch die Frage: Länger gesund bleiben oder die Beziehung riskieren.
Man liebt sich und versteht sich tagsüber auch wunderbar. Das Sexualleben klappt ebenfalls, aber sobald die Lichter ausgehen, kommt die Krise. Zumindest in der Regel für einen der beiden Partner, denn der andere schläft.
Heftiges Schnarchen, ruheloses hin und her wälzen, reden im Schlaf oder auch einfach nur ein permanentes Decke klauen, treiben zahlreiche Frauen und manchmal auch Männer fast in den Wahnsinn. Selbst müde und erschöpft, wünscht man sich nur einen ruhigen und erholsamen Schlaf, denn der Alltag erwartet heute viel von einem Menschen.
Doch an Schlaf ist nicht zu denken und beinhaltet noch weitaus mehr als nur schlechte Laune oder Knitterfältchen im Gesicht. Wer auf Dauer zu wenig Nachtruhe bekommt, kann krank werden. Am Körper und an der Seele, denn neben einer Vielzahl an Erkrankungen, die ihre Ursache in der Schlafstörung finden, zeigen sich auch Depressionen und eine ständige schlechte Laune und Nervosität.
Diese allerdings lassen den Magen erkranken, die Verdauung streiken, die Migräne heftiger ausfallen und den Blutdruck hoch treiben. Ein Kreislauf beginnt, der tatsächlich das Leben um Jahre verkürzen kann.
Als Paar bzw. betroffener Part in der Beziehung steckt man nun in der Zwickmühle: Soll ich in einem eigenen Zimmer und damit Bett schlafen und meine Gesundheit schützen oder soll ich bei meinem Partner bleiben und riskieren, dass nicht nur der Körper krank wird, sondern auch die Beziehung im Streit endet?
So oder so ähnlich zeigen sich die Überlegungen, denn dem Partner zu sagen ich möchte alleine schlafen wird nur in den seltensten Fällen verstanden. "Du liebst mich nicht mehr" oder "Gibt es eine andere Liebe in deinem Leben?" sind nur zwei der unhaltbaren Vorwürfe von dem Nichtbetroffenen, denn er selbst wird nicht im Schlaf gestört und kann demzufolge auch nicht nachempfinden wie belastend dieser Zustand ist.
Miteinander in Ruhe reden und dabei deutlich machen, dass es nicht an mangelnder Liebe liegt, weil einer alleine schlafen möchte, ist der erste Schritt den ein Paar tun sollte. Der Nicht-Betroffene sollte es nicht gleich persönlich nehmen und lieber die Vorteile in getrennten Schlafzimmern erkennen.
Diese sind zum Beispiel, dass das Sexualleben einen neuen Kick erfahren kann, der Partner dank eines ruhigen Schlafes wieder viel zugänglicher und damit auch liebevoller ist oder auch dass man selbst bis in die Puppen beim Lichtschein lesen oder Musik hören kann ohne das es heißt "machst du bitte aus, ich will schlafen".
Als Erwachsene solch eine vernünftige Lösung zu finden zeugt von Verständnis, Liebe und Mitgefühl, dass die Beziehung sicherlich noch viele Jahre lang im Zustand der Verliebtheit halten wird.
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19.04.13 | |
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