Hausbau - Entscheidungshilfen, Voraussetzungen, Bestandteile

Graues Modellhaus mit halbfertigem Dach neben Ziegelsteinen und Maurerkelle auf einem Grundrissplan

Wissenswertes rund um den Hausbau

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  • von Paradisi-Redaktion

Sich irgendwann einmal den Traum von eigenem Haus zu erfüllen, ist ein Wunsch zahlreicher Menschen. Viele entscheiden sich für den Hausbau, um von Anfang an (Bau-)Herr der eigenen Lage sein zu können. Dass für dieses Vorhaben ein gewisses Kapital vorhanden sein sollte, dürfte klar sein. Doch auch viele andere Voraussetzungen und wichtige Schritte gibt es zu beachten - sowohl vor, während als auch nach dem Bau. Lesen Sie alles Wissenswerte rund um den Hausbau.

Der Hausbau beschreibt die Errichtung eines Hauses, in diesem Fall eines Wohnhauses. Manchmal ist auch beim Ausbau im Rahmen von Sanierungs- oder Renovierungsarbeiten von einem Hausbau die Rede. Zuständiges Fachgebiet ist das Bauwesen.

Raus aus der ständigen Abhängigkeit und hinein ins Eigenheim. Für die Meisten von uns ist das wohl einer der größten Kindheitsträume.

Gerade junge Familien entscheiden sich oftmals für den Bau eines eigenen Hauses. Gründe dafür und Vorteile gibt es zur Genüge. Als Beispiele lassen sich

  • die Unabhängigkeit vom Vermieter
  • das Zahlen in die eigene Tasche
  • die Alterversorgung
  • das Platzangebot und
  • die Entfaltung der persönlichen Kreativität

anführen. Nachteile und Gründe, die gegen einen Bau sprechen, gibt es jedoch ebenfalls. In aller Regel steht die Finanzierungsfrage an erster Stelle. Gerade für junge Familien ohne größeren Kapitalstock ist es oftmals sehr schwierig, den Traum vom Eigenheim zu realisieren.

Die Finanzierungsfrage spielt beim Hausbau eine wichtige Rolle
Die Finanzierungsfrage spielt beim Hausbau eine wichtige Rolle

Hausbau - Ja oder Nein?

Der Bau eines eigenen Hauses ist der Lebenstraum vieler Menschen. So sind es viele Leid, ihr Leben lang nur für eine Unterkunft zu zahlen, welche einem niemals gehören wird und welche oftmals nicht jenen Komfort bietet, den man sich wünscht. Doch welche Gedanken sollte man sich machen, bevor man sich tatsächlich zum Unterfangen Hausbau entscheidet?

Die richtige Entscheidung?

Zunächst einmal sollte man sich über die Gründe bewusst werden, warum denn überhaupt der Wunsch des Hausbaus besteht. Dies hat zweierlei Gründe.

  • Zum einen kann hierdurch ermittelt werden, ob der Hausbau denn wirklich die richtige Entscheidung ist.
  • Darüber hinaus lassen sich so erste Kriterien finden, welche beim Bau des eigenen Hauses beachtet werden sollten.

Stört einen beispielsweise der mangelnde Platz in der aktuellen Mietwohnung und hegt man deswegen den Wunsch, in die eigenen vier Wände zu ziehen, dann dürfte gleich klar sein, dass das neue Haus viel Platz bieten sollte.

Finanzielle Situation

Des Weiteren sollte man sich die eigene aktuelle und zukünftige finanzielle Situation bewusst machen. Ein Hausbau ist ein kostspieliges Unterfangen, dessen gesamter Aufwand oft nur schwer abgeschätzt werden kann.

Zudem handelt es sich hierbei um eine Verbindlichkeit, welche viele Menschen über Jahrzehnte abtragen. Aus diesen Gründen sollte man sicherstellen, dass man über eine solide und sichere Einkommensbasis verfügt, von welcher auch noch in den kommenden Jahren ausgegangen werden kann.

Inzwischen gibt es zahlreiche und auch günstige Finanzierungsmöglichkeiten mit und ohne größere Risiken. In jedem Falle ist es lohnenswert, die Finanzierung von Beratern der Hausbank oder Bausparkassen überprüfen zu lassen.

Die Finanzierung sollte sicher und solide sein
Die Finanzierung sollte sicher und solide sein

Mögliche Alternativen

Ein weiterer wichtiger Gedanke ist die Befassung mit Alternativen. So dürften viele Menschen bereits mit einer eigenen Doppelhaushälfte oder schlicht einem gekauften Haus glücklich werden.

Schließlich erspart man sich so Monate und manchmal Jahre der Strapazen, welche während der Bauphase auftreten. Erst, wenn die möglichen Alternativen nicht befriedigend erscheinen, macht die nähere Befassung mit dem Unternehmen Hausbau wirklich Sinn.

Auf lange Sicht hin planen

Letztlich sollte man sich noch die Frage stellen, ob man denn wirklich bereit ist, sich niederzulassen und den Rest seines Lebens an diesem Ort zu verbringen. Schließlich ist der mögliche spätere Verkauf des Hauses häufig mit finanziellen Verlusten verbunden, da beispielsweise der Kredit noch nicht getilgt ist.

Sobald diese Fragen im Vorfeld geklärt wurden, kann das Ganze konkretisiert und erste Pläne entworfen werden. Insgesamt ist der Bau des eigenen Hauses ein Unterfangen, welches mit Bedacht und nach vielen Überlegungen begonnen werden sollte. Dabei ist es stets wichtig, den möglichen Lebenspartner in diese Überlegungen mit einzubeziehen und zusammen eine Lösung zu erarbeiten, welche eine glückliche und sichere Zukunft ermöglicht.

Damit der Traum vom Eigenheim nicht nur ein Traum bleibt
Damit der Traum vom Eigenheim nicht nur ein Traum bleibt

Steht die Entscheidung für den Hausbau, kommen weitere wichtige Voraussetzungen auf den angehenden Bauherren zu...

Grundvoraussetzungen für den Bau eines Hauses

Tragen Sie sich mit dem Gedanken an den Erwerb einer Immobilie, die Sie auch selbst bewohnen möchten? Dann stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen.

Sie können eine Bestandsimmobilie kaufen, oder aber Ihre Traumimmobilie selbst bauen. Viele Bauherren haben den Traum vom eigenen Einfamilienhaus. Doch es gibt einige Voraussetzungen, die Sie dabei beachten müssen.

Lage

Ist die Finanzierungshürde erst einmal genommen, so stellt sich als zweites die Standortfrage. Hier spielen die Faktoren

  • Stadtnähe
  • Landschaft
  • Nähe zum Arbeitsplatz
  • Freizeitangebot

und andere individuelle Punkte eine Rolle. Diese grundlegende Entscheidung sollte gut überdacht sein, da sie später nicht mehr revidierbar ist.

Den geiegneten Platz fürs Eigenheim sollte man erstmal finden
Den geiegneten Platz fürs Eigenheim sollte man erstmal finden

Die Wahl des Haustyps

Sind die Formalitäten über den Grundstückskauf abgeschlossen, so sollte man sich spätestens dann Gedanken über den Haustyp und dessen Bauweise machen.

  • Soll das Haus für ein- oder zwei Familien geeignet sein?
  • Bietet sich gegebenenfalls ein Fertig- oder Massivhaus an?
  • Oder käme vielleicht auch ein Schwedenhaus in Frage?

Hat man sich ausgiebig über Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Haustypen informiert und sich endlich zu einer Entscheidung durchgerungen, so stellt sich die Frage nach dem richtigen Baupartner. Bei Fertighäusern ist der Markt überschaubar. Die Angebote der unterschiedlichen Fertighaushersteller können gut miteinander vergleichen werden.

Hier bekommt in aller Regel der Hersteller den Zuschlag, der die gewünschten Vorstellungen kostengünstig realisiert. Die Auswahl an Architekten, Bauingenieuren oder Bauunternehmern fällt in Anbetracht der Auswahl dabei schon merklich schwerer.

Unabhängig davon, für wen man sich entscheidet, sollte heutzutage ein besonderes Augenmerk auf die Energiekostenfrage gelegt werden. Bei dem Anstieg der Rohstoffpreise scheint derzeit kein Ende in Sicht zu sein. Möglicherweise ist bei einem neuen Objekt der Einsatz von regenerativen Energiequellen ratsam. Das ist jedoch vom individuellen Bauvorhaben abhängig.

Nach Fertigstellung des Rohbaus spielt auch der Innenausbau eine große Rolle. Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil des Eigenheimes, da technisch und handwerklich Begabte hier hohe Kosten sparen können.

Baugrundnutzung

Grundsätzlich hängt es vom vorhandenen Baugrund ab, welche Art der Immobilie darauf errichtet wird. Oftmals entscheidet die Kommune über ein Nutzungs- bzw. ein Bebauungsrecht und legt auch die Art der Bauten fest.

So wird verhindert, dass sich auf eng begrenztem städtischen Raum zu wenig Wohnfläche bilden kann. Für die Grundstücksbesitzer ist dies leider oft ein Nachteil, da sie sich ihren Traum vom Häuschen mit Garten nicht verwirklichen können.

Auch nützt es Ihnen nichts, wenn Sie Grundbesitzer sind. Bevor Sie bauen können, muss Ihr Grundstück offiziell als Bauland anerkannt werden.

Eine Obstwiese im Familienbesitz darf nicht einfach bebaut werden. Meist muss gewartet werden, bis das ganze Gebiet zum Bauland erklärt und entsprechend erschlossen wird. Die Wartezeiten sind von Region zu Region und von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Ballungsgebieten ist es meist deutlich schwieriger, eine individuelle Genehmigung zu erhalten.

Einfamilienhaus: Ein Mehr an Kosten

Wenn Sie ein frei stehendes Einfamilienhaus bauen möchten, dann ist dies in der Regel kostspieliger als die Errichtung von Doppelhaushälften oder Reihenhäusern. Alle Erschließungskosten müssen von Ihnen selbst getragen werden, und können nicht in der Gemeinschaft der zukünftigen Bewohner geteilt werden. Bevor Sie also einen Bauträger beauftragen, sollten Sie in jedem Fall Ihre Finanzierung geklärt und gut abgesichert haben.

Mehr Kosten fürs Einfamilienhaus
Mehr Kosten fürs Einfamilienhaus

Rechtliche Aspekte

Insgesamt sollte sich vor dem Bau des eigenen Hauses mit einer Vielzahl rechtlicher Angelegenheiten auseinandergesetzt werden. Nur so lässt es sich schließlich vermeiden, dass es später einmal zu rechtlichen Konflikten kommt, welche in der Regel vor allem eine große finanzielle Belastung darstellen.

Baugenehmigung und Absicherung

Wichtig ist eine Baugenehmigung. Das heißt, dass auch der Architekt seine Pläne genehmigen lassen muss. In der Regel kümmern sich die Bauträger in Ihrem Auftrag um diese Genehmigungen.

Wenn Sie ein sehr individuelles Einfamilienhaus planen, das einen ausgefallenen Grundriss, diverse Anbauten oder Besonderheiten aufweist, dann kann es mit der Genehmigung etwas länger dauern. Ein guter Architekt kann Sie jedoch bereits in der Planungsphase dahin gehend beraten, dass es möglichst wenig Klippen zu umschiffen gibt.

Ohne die Baugenehmigung kann es dem Besitzer passieren, dass nachträglich bautechnische Mängel festgestellt werden. Dies hätte wiederum zur Folge, dass die betroffenen Teile des Hauses entfernt oder ausgebessert werden müssten, was in der Regel Schäden im vierstelligen Bereich nach sich zieht.

In Extremfällen kann es sogar sein, dass das gesamte Unternehmen eingestellt und bisher gebaute Teile abgerissen werden müssten. Um dieses Horrorszenario zu vermeiden, sollte zunächst einmal eine Bauvoranfrage bei der zuständigen Baubehörde gestellt werden.

Hierdurch erhält man einen so genannten Bauvorbescheid, welcher einem grobe Informationen über die bautechnischen Möglichkeiten liefert. Daraufhin kann mit der eigentlichen Planung des Hauses begonnen werden.

Ist diese abgeschlossen, wird das Bauvorhaben der Baubehörde präsentiert, welche daraufhin ihre Zustimmung in Form einer Baugenehmigung geben kann. In diesem Zusammenhang sollte allerdings noch beachtet werden, dass eine Baugenehmigung nicht in jedem Bundesland notwendig ist.

Stattdessen gibt es auch Regionen, in welchen man sich lediglich an die bautechnischen Richtlinien des jeweiligen Bezirks halten muss. Das konkrete Bauvorhaben muss dann wiederum nicht eingereicht und bestätigt werden.

Idealerweise schließen Sie sich einem größeren Bauprojekt Ihres Bauträgers an. Die finanzielle Absicherung des Bauherrn kann meist besser gewährleistet werden, wenn der Bauträger ein größeres Areal mit mehreren Objekten gleichzeitig bebaut. Sprechen Sie am besten vorab mit Ihrem Rechtsbeistand und informieren Sie sich, worauf Sie achten müssen und welche Möglichkeiten es zu Ihrer Absicherung gibt.

Eigentumsverhältnisse

Ein weiterer zentraler rechtlicher Aspekt, welcher im Vorfeld geklärt werden muss, betrifft die Eigentumsverhältnisse. Es muss demnach klar sein, wem das Haus später einmal zu welchen Anteilen gehört und wie verfahren werden soll, sollte es einmal zum Verkauf des Hauses kommen. Selbst Ehepartner müssen deshalb entscheiden, ob das Haus beiden gleichermaßen oder ob das Haus nur einem Partner gehören soll.

Auch die rechtlichen Fragen sollten im Vorfeld geklärt werden
Auch die rechtlichen Fragen sollten im Vorfeld geklärt werden
Finanzierung

Letztlich ist es noch wichtig, sich um die rechtlichen Aspekte der Finanzierung des Hauses zu kümmern. So sollte es sich hierbei um eine Finanzierung handeln, welche es dem Hausbauer erlaubt, in den Genuss eventueller Unterstützungshilfen des Staates zu kommen.

Der Hausbau geht mit einer großen finanziellen Belastung einher. Glücklicherweise stehen dem Bauherren einige Förderungsmöglichkeiten zur Verfügung; dabei thematisieren viele Varianten auch erneuerbare Energien. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) sowie die KfW-Bank gelten als bedeutendste Förderer.

KfW-Förderprogramme

Bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau kann man sowohl als Privatperson als auch als Unternehmen einen Förderungsantrag stellen. Besonders interessant für Bauherren ist das KfW-Wohneigentumsprogramm samt Fördermaßnahme "Energieeffizient Bauen".

Maximal 50.000 Euro werden als Kredit vergeben; bei energieeffizientem Bauen sind es bis zu 100.000 Euro. Möglich ist auch ein Gesamtbetrag von bis zu 150.000 Euro bei Kombination beider Programme.

Attraktive Zusatzoptionen: in den ersten Jahren der Laufzeit müssen nur die Zinsen zurück bezahlt werden, wodurch auch noch andere Arbeiten ermöglicht werden können. Bei hoher Energieeffizienz kann man außerdem einen Tilgungszuschuss bekommen.

Bafa-Zuschüsse

Durch das Bafa werden Bauherren bezuschusst, die - neben den erneuerbaren Energien - in energieeffiziente Heizungen investieren möchten. Die Förderung ist bei

  • Biomasse
  • Solarthermieanlagen und
  • Wärmepumpen

gegeben. Allerdings werden keine Kredite vergeben; stattdessen erhält man von der Leistung und Größe der Anlage abhängig gemachte Zuschüsse.

Weitere Förderprogramme

Neben diesen gibt es noch einige weitere Förderprogramme. Zu diesen zählen

Um Fördermittel zu beantragen, muss man sich von einem Finanzierungsberater informieren lassen. Bei diesem erhält man die beste Beratung; er weiß zudem, welche Programme kombinierbar sind.

Staatliche Fördermöglichkeiten beim Hausbau

Wer einen Hausbau anstrebt, sollte sich vorher über Einsparungsmöglichkeiten informieren

Hausbau und Finanzierung: Skizze, Grundriss, Geldscheine und Taschenrechner
Hausplan mit Taschenrechner © Gina Sanders - www.fotolia.de

Als eine der größten Investitionen im Leben zählt der Hausbau. Über viele Jahre sind damit finanzielle Belastungen verbunden, die allerdings durch zahlreiche staatliche Fördermöglichkeiten eine Erleichterung erfahren können.

Wohnriester

Hierunter fallen sowohl die Möglichkeit, Eigenkapital aufbauen zu können, für spezielle Baumaßnahmen zinsgünstige Kredite zu erhalten oder auch ein Darlehen rascher tilgen zu können. Mit einer Wohn-Riester-Förderung unterstützt der Staat den Kauf oder Bau von selbst genutztem Wohneigentum.

Förderfähig werden hierbei Einzahlungen von Tilgungs- und Sparleistungen auf zertifizierte Riester-Bausparverträge. Spart man jährlich vier Prozent der Bruttoeinnahmen, dann erhält man eine Grundzulage von 154€ plus je 185€ pro kindergeldberechtigtes Kind. Kinder, die ab 2008 geboren wurden, erhalten inzwischen 300€.

Haben beide Eltern eine Altersvorsorge und sind zwei Kinder vorhanden, wäre dies eine Riester-Zulage von 908€ im Jahr.

Berufseinsteiger-Bonus

Eine weitere Förderung findet sich mit dem Berufseinsteiger-Bonus, der Auszubildende und Berufseinsteiger jährlich einen Bonus von 200€ erbringen kann, wenn sie einen Sockelbeitrag in Höhe von 60€ einzahlen. Das BAFA-Marktanreizprogramm unterstützt den Einbau von Solaranlagen, Wärmepumpen oder auch Biomasseheizungen. Hier sind bis zu 3.500€ als Förderung möglich.

Weitere Förderungsmöglichkeiten

Des Weiteren gibt es eine direkte Wohnungsbauförderung, eine Wohnungs-Prämie und Zuschüsse bei einem altersgerechten Umbau, sowie für ein energiesparendes Bauen oder Modernisieren.

Ansprechpartner für die richtige Wahl und die jeweiligen Voraussetzungen sind zum Beispiel die eigene Hausbank oder eine fachkundige Stelle im Bereich staatliche Förderungen von Bauvorhaben.

Nebenkosten für Immobilienkauf sollen steigen - doch man kann trotzdem sparen

Geplante Erhöhung der Grunderwerbssteuer - Nebenkosten beim Hauskauf lassen sich trotzdem senken

Linke Hand eines Mannes hält Haustürschlüssel; Himmel, Bäume und mehrere Einfamilienhäuser im Hintergrund
real estate agent hands over the keys. © Feng Yu - www.fotolia.de

Immer mehr Bundesbürger sollen nach dem Willen der Bundesregierung Wohneigentum erwerben. So liegt der Anteil der Immobilienbesitzer in Deutschland bei etwa 43 Prozent, dagegen aber bei unseren europäischen Nachbarn im Vergleich bei 60 Prozent.

Doch steigt natürlich der Anteil aufgrund der Anzahl der Bewohner und so haben nur 19 Prozent der Singles auch Wohneigentum, aber 66 Prozent entfallen auf Familien mit bis zu fünf Angehörigen. Doch gleichzeitig kündigen die Länder an, dass sie die Grunderwerbssteuer erhöhen wollen.

Punkte, an denen sich sparen lässt

Aber man kann bei dem Kauf einer Immobilie auch mit einigen "Tricks" sparen. So ist die Makler-Gebühr, die sogenannte Courtage, nicht immer fest, denn darüber lässt sich auch verhandeln. Anders liegt der Fall bei den Kosten für den Notar und wie gesagt bei der Steuer. Hier werden bestimmte Prozentsätze fällig.

Doch kann man beispielsweise, wenn in der Immobilie "bewegliche" Teile, beispielsweise eine Küche, diese vom eigentlichen Kaufbetrag herunter rechnen, besser sogar in einem separaten Kaufvertrag regeln, so dass hierfür diese Kosten nicht anfallen.

Zurzeit werden in den meisten Bundesländern 3,5 Prozent des Kaufpreises als Grunderwerbssteuer fällig, Ausnahme in Berlin und Hamburg mit jeweils 4,5 Prozent. Rechnet man noch neben den Notarkosten mit Grundbucheintrag auch noch den Makler hinzu, so können bei einem Objekt von 200.000 Euro schnell gute 25.000 Euro als "Kauf-Nebenkosten" hinzukommen.

Hausbau auch mit Fördermitteln finanzieren

Zinsgünstige Kredite, Solarenergie, Bausparvertrag - was in Sachen Hausbaufinanzierung möglich ist

Kleines Haus in Frauenhänden, weißer Hintergrund
home protection © Johanna Goodyear - www.fotolia.de

Die wichtigste Grundlage für das eigene Haus ist ausreichendes Eigenkapital, weil ansonsten die wenigsten Banken dem zukünftigen Hausbesitzer die nötigen Kredite gewähren. Doch man kann noch verschiedene Zuschüsse beantragen, so gibt es auch eine Reihe von Bauförderprogrammen und weitere Finanzierungsmöglichkeiten, so dass die Finanzierung einfacher ist.

Gutes Beispiel: Finanzierung durch KfW-Bank

Hier ist besonders die bundesweite staatliche KfW-Bank zu erwähnen, die Förderprogramme oder Finanzierungsmöglichkeiten durch Zuschüsse aber auch zinsgünstige Kredite anbietet. Hierbei ist es egal, ob Neubau oder eine gebrauchte Immobilie, so gibt es bis zu 30 Prozent des Kaufpreises, aber maximal 100.000 Euro, zu günstigen Darlehenskonditionen mit einer Zinsgarantie bis zu 15 Jahren, was jetzt bei den niedrigen Zinsen nicht schlecht wäre.

Irgendwelche baulichen Auflagen gibt es hierbei nicht, doch wenn auf die Energieeffizienz geachtet wird, so gibt es auch noch weitere Förderprogramme.

Weitere Förderungsmöglichkeiten

Auch bei der Heizungsanlage beziehungsweise der Stromversorgung gibt es viele Möglichkeiten, so die Installation von Solarkollektoren, Wärmepumpen und Biomasseheizungen, die alle auch finanziell gefördert werden. Wer eine bauliche Veränderung im Hinblick auf "altersgerecht" plant, auch der kann Fördermittel beantragen.

Schließlich gibt es noch die Möglichkeit für diejenigen, die einen Bausparvertrag über "Riester" abgeschlossen haben, wobei hier die eigene Immobilie als Altersvorsorge vom Staat gefördert wird, was sich besonders für eine Familie mit Kindern lohnt.

Auch viele Gemeinden bieten ihren Einwohnern eine finanzielle Unterstützung an, beispielsweise bei der Installation von Solaranlagen. Hier sind Ansprechpartner die zuständigen Bauämter, die auch bei Maßnahmen innerhalb des Denkmalschutzes beraten.

Günstige Hausfinanzierung durch Wohn-Riester-Verträge

Mit Wohn-Riester günstige Fördermöglichkeiten bei der Hausfinanzierung

Frau in weißer Bluse hält zwei Schlüssel hoch, in der anderen Hand ein Hausmodell
real estate agent handing over keys to home © Romolo Tavani - www.fotolia.de

Die Stiftung Warentest hat sich dem Thema "Hausfinanzierung" angenommen und dementsprechend auch die Möglichkeit von "Wohn-Riester" ins Auge gefasst. Als Endergebnis kam heraus, dass diese Möglichkeit eine sehr günstige Methode darstellt, so dass Darlehen bei einer Bank eigentlich nur an zweiter Stelle stehen.

Wohn-Riester

Bei Wohn-Riester gibt es einerseits die staatlichen Zulagen und gegebenenfalls noch Steuererleichterungen. Zudem erhalten die Riester-Kreditnehmer bei den Bausparkassen und Banken günstigere Kreditzinsen. Die Riester-Förderung gibt es seit zwei Jahren, wobei zwei Voraussetzungen gelten.

Erstens muss die Immobilie nach dem Jahr 2007 angeschafft werden und zweitens muss man sie auch selber nutzen. Sollte die Immobilie später verkauft oder vermietet werden, so muss der Förderbetrag auch sofort versteuert werden, sonst erst ab dem Rentenalter. Doch dies soll man nicht weiter berücksichtigen, denn im Fazit macht man dabei ein "dickes Plus", wie die Finanztester feststellten.

Hausfinanzierung mit Wohn-Riester

Bei einer Hausfinanzierung haben Förderwillige zwei Möglichkeiten, einmal das Bankdarlehen mit direkter Tilgung, welches auch bei wenig Eigenkapital, aber einem zuverlässigem Einkommen, möglich ist. So werden oft zwischen 90 bis sogar 100 Prozent von der Bank finanziert, was aber mit einem Aufpreis verbunden ist. Bei Bausparkassen muss man wenigstens 20 Prozent an Eigenkapital vorweisen können, aber hier sind die Bauspar-Kombikredite deutlich günstiger als normale Bankkredite, denn der Bausparvertrag wird dabei mit einem tilgungsfreien Vorausdarlehen kombiniert. Später wird dann das Darlehen durch die Bausparsumme nach der Zuteilung abgelöst. Die Zinsen sind für die gesamte Laufzeit fest und günstig.

Bei den Kombi-Darlehen gibt es nun zwei Varianten, so also mit oder ohne Riester-Förderung. Bei der zweiten Variante geben die Bausparkassen noch zusätzlich einen Zinsnachlass auf das Vorausdarlehen. Die LBS beispielsweise bis zu 0,75 Prozent, aber dafür sind die Guthabenzinsen beim Bausparvertrag niedriger, doch im Endergebnis ist dies immer noch wesentlich günstiger. Im neuen "Finanztest"-Heft kann man sich also ausführlich informieren.

Banken geben Selbstständigen ungern einen Immobilienkredit

Weil ihr Einkommen oftmals schwankt, sind Selbstständige für Banken keine attraktiven Kreditnehmer

Gruppenmeeting: junge Geschäftsleute entwerfen Skizze, Plan
Business people in a meeting at office - Group discussion © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Wer Bauen oder eine gebrauchte Immobilie kaufen will, der benötigt meistens auch einen Immobilienkredit. Um diesen aber von den Banken bewilligt zu bekommen, muss man über ein dementsprechendes monatliches Einkommen verfügen und dafür ist auch ein sicherer Job, die beste Voraussetzung. Doch auch ein bestimmtes Eigenkapital macht die ganze Sachlage noch etwas besser.

Selbstständige sind unsichere Kreditnehmer

Jedoch besonders bei Selbstständigen nehmen die Banken die jeweilige Finanzsituation der Antragsteller mehr unter die Lupe und so haben oftmals Selbständige ihre Probleme, wie auch ein Finanzierungsexperte bei Stiftung Warentest berichtet. Diese Gruppe der Berufstätigen sind in den Augen der Banken unsichere Kreditnehmer, weil oftmals auch das Einkommen schwankt. Auch haben viele Selbstständige Eigenkapital in ihr Unternehmen gesteckt und dies fehlt dann manchmal als Eigenkapitalanteil für das Bauen oder Kaufen.

Auch die Branche ist entscheidend

Für die Bewilligung eines Kredits ist aber auch die Dauer der Selbstständigkeit und vor allem die Branche mit ein wichtiger Faktor. Banken geben so eher einem

als beispielsweise einem Handelsvertreter oder Restaurantbesitzer einen diesbezüglichen Immobilienkredit. Wer gerade einmal als Existenzgründer oder nur seit kurzem selbstständig ist, der dürfte nur schwerlich von den Banken Hilfe für eine Immobilie erwarten.

Aber wenn es zu einem Kreditvertrag kommt, so sollten Selbstständige gerade in dieser Zeit auf eine lange Laufzeit achten, wobei auch Sondertilgungen in guten Zeiten möglich sein sollten.

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    Wie man beim Traum von Eigenheim Kosten sparen kann

    Hand im Büro hält ein Hausmodell, Euro-Geldscheine und Schlüssel
    Hand mit Haus und Geld und Schlüssel © Robert Kneschke - www.fotolia.de

    Wie eine Forsa-Umfrage im letzte Jahr ergab, träumen etwa mehr als drei Viertel der Deutschen von einem Eigenheim. Dabei möchte aber nur ein Viertel ein Reihen- oder Doppelhaus beziehen, weil man dann eine oder auch zwei Wandseiten mit einem Nachbar zusammen hat. Aber besonders in den Städten findet man mehr Reihenhäuser, beziehungsweise Doppelhäuser, denn diese sind kostengünstiger. Doch sollten zukünftige Bauherren aber auch hier auf sogenannte versteckte Kosten achten.

    Zudem ist es meistens auch nicht möglich ganz individuell sein Eigenheim zu bauen, beispielsweise vielfach auch bei der Fassade. Ansonsten bleibt eigentlich für eine individuelle Gestaltung nur beim Innenausbau ein Spielraum, wie bei der Treppe oder den Türen sowie bei der Ausstattung der Bäder. Auch beim dem Fußbodenbelag, ob Parkett, Fliesen oder Teppichboden kann man in den meisten Fällen wählen, doch steht hier dann nur ein bestimmter Betrag zur Verfügung, so dass man eventuell dann noch zuzahlen muss.

    Aber man kann hier auch grundsätzlich durch Eigenleistungen, zum Beispiel Malerarbeiten, einiges an Kosten sparen, was man aber im Vorfeld vertraglich regeln sollte.

    Preise für Neubauten werden in Deutschland immer teurer

    Für den Neubau von Wohngebäuden muss man seit Februar dieses Jahres deutlich mehr zahlen, was besonders für den Dämmschutz sowie Holz- und Zimmerarbeiten gilt. Verglichen mit dem Jahresdurchschnitt kletterte der Preisindex für Neubauten laut dem Statistischen Bundesamt um 2,8 Prozent im Februar nach oben, während der Anstieg im November letzten Jahres bei gerade mal 1,1 Prozent lag. Mit einem Anstieg um 4,3 Prozent verglichen zum Februar des Vorjahres legten vor allem die Kosten für Holz- sowie Zimmerarbeiten deutlich zu. Auch Dämmarbeiten verteuerten sich innerhalb eines Jahres um 4,2 Prozent.

    Der momentane Bauboom ist der Grund für die gestiegenen Preise, da das Baugewerbe im letzten Jahr soviel Umsatz machte wie seit 20 Jahren nicht mehr. Dies liegt in erster Linie daran, dass der Wohnungsbau durch die hohe Beschäftigung und günstige Zinsen angekurbelt wurde. Auch in diesem Jahr dürfte der positive Trend laut den Analysten weiter anhalten, da die Baubranche seit Anfang des Jahres immer mehr Aufträge für den Wohnungsbau erhält.

    Bebauungsplan prüfen: Vor dem Grundstückkauf sollte man die Auflagen kennen

    Drum prüfe, wer sich ewig bindet - dieser Grundsatz gilt nicht nur bei der Heirat, sondern auch beim Bauen. Wer auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück für sein Traumhaus ist, der kommt um das gründliche Prüfen des Bebauungsplanes nicht herum. In diesem ist geregelt, unter welchen Auflagen man auf einem bestimmten Stück Land ein Haus bauen darf und unter welchen nicht. Das Problem: Bebauungspläne sind eine Sache für sich.

    Sie enthalten Abkürzungen, Fachbegriffe und kryptische Zeichnungen noch und nöcher. Deswegen bedarf es viel Zeit und Geduld, oder aber die Hilfe eines Experten, dem man Vertrauen kann. Im Grundgesetz ist verankert, dass die Gemeinde Planungshoheit über Bauprojekte hat, die sie betrifft. Aus diesem Grund findet man beispielsweise in einem Gewerbegebiet selten Wohnhäuser und umgekehrt.

    Wo ein Haus auf einem Grundstück steht, wie viele Stockwerke es haben und wie groß es sein darf - all diese Dinge kann man sich nicht einfach so aussuchen. Selbst die Fassadenfarbe oder die Dachneigung kann bestimmten Auflagen unterliegen. Den Bebauungsplan eines Grundstücks kann man im örtlichen Rathaus einsehen, auch online sind immer mehr solcher Unterlagen einsehbar.

    Vier Säulen für eine solide Immobilienfinanzierung – was Bauherren und Käufer bedenken sollten

    Grafik Bearbeitetes Bild Familie auf Wiese mit imaginärem Haus oder Eigenheim
    family grass sky. dream house © Pavel Losevsky - www.fotolia.de

    Der Traum vom Eigenheim kann derzeit für viele Bundesbürger zur Realität werden: Niedrige Zinsen und gute Konjunkturaussichten lassen auch Normalverdiener über einen Kauf nachdenken. Damit das eigene Haus nicht zum Alptraum wird, sollten Bauherren und Käufer jedoch ein solides finanzielles Fundament legen.

    Kein Kauf ohne Eigenkapital

    Zahlreiche Banken werben aktuell mit Immobilienfinanzierungen ohne Eigenkapital. Was verlockend klingt, birgt jedoch Risiken. Wenn das Haus wieder verkauft werden muss, stehen die ehemals stolzen Eigentümer oft mit einem Minus da. Experten empfehlen, mindestens 20 Prozent der Kaufsumme aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Tipp: Seit Jahresbeginn können Riester-Sparer Guthaben aus ihren Verträgen nehmen, um das Eigenheim zu finanzieren.

    Raten genau kalkulieren

    Die Finanzierung einer Immobilie braucht einen langen Atem. Meist flattern schon neue Rechnungen ins Haus, bevor die alten Kredite abgezahlt sind. Bauherren müssen sich deshalb nicht nur die laufenden Raten leisten können, auch regel- und unregelmäßige Ausgaben für das Haus müssen einkalkuliert werden.

    Rücklagen schaffen

    Theoretisch reicht es aus, wenn das monatliche Einkommen die Ausgaben gerade so deckt. Das Leben findet jedoch nicht in der Theorie statt. Jobverlust, unvorhergesehene Reparaturen, ein defektes Auto – all das kann Löcher in die Finanzdecke reißen. Wer einige Tausender auf der hohen Kante hat, schläft besser.

    Möglichst schnell tilgen

    Eine niedrige Tilgungsrate verspricht moderate Belastungen. Die Schulden wird man dadurch allerdings kaum los. Um Darlehenskosten zu sparen und schnell schuldenfrei zu sein, sollten Käufer deshalb möglichst viel tilgen. Am besten mit einer Vereinbarung für Sondertilgungen, so dass auch Erbschaften oder Versicherungsleistungen kostensparend in die Immobilie fließen können.

    Mit Erbpacht zum eigenen Haus - Erbbaurecht als Alternative zum Grundstückskauf

    Senioren Paar steht lächelnd Arm in Arm vor Haus
    Senior couple standing outside house © Monkey Business - www.fotolia.de

    Ein Eigenheim zu bauen, war selten so beliebt wie heute. Die niedrigen Zinsen sind ein großer Anreiz, in die eigenen vier Wände zu ziehen. Aus diesem Grund sind jedoch auch die Kosten für ein Baugrundstück gestiegen. Eine Alternative zum Kauf bietet das Erbbaurecht, auch Erbpacht genannt. Dabei können Häuslebauer das Grundstück für einen bestimmten Zeitraum vom Eigentümer, meist Kommunen, Kirchen oder Stiftungen, aber auch Unternehmen und Privatpersonen, pachten.

    Der Erbbaurechtgeber erhält dafür, dass er seinen Boden dem Erbbauberechtigten zur Verfügung stellt, einen Erbbauzins. Dieser liegt in der Regel bei vier bis fünf Prozent des aktuellen Grundstückwerts im Jahr.

    Erbauer des Gebäudes erhält nach Ablauf der Vertragslaufzeit eine Entschädigung

    Nach Ablauf der Vertragslaufzeit erhält der Eigentümer das Grundstück zurück. Für das Gebäude muss er eine Entschädigung an den Erbauer des Hauses oder dessen Erben zahlen. Diese beträgt wenigstens zwei Drittel des Hauswerts zum Ende der Erbpacht. Während der Vertragslaufzeit ist ein Verkauf des Gebäudes nur in Absprache mit dem Grundstückseigentümer erlaubt, eine Vermietung ist jedoch jederzeit gestattet.

    Der sogenannte Heimfall, die vorzeitige Rückgabe, ist nur unter bestimmten Gründen möglich, die im Vertrag zwischen Grundstückseigentümer und Hausbauer aufgeführt sind. Dazu zählt etwa, wenn der Hausbesitzer mit der Zahlung des vereinbarten Erbbauzinses zwei Jahre im Rückstand ist.

    Steht die Entscheidung für den Hausbau, und sind alle Grundvoraussetzungen erfüllt, stellt sich die Frage nach der Art des Hauses...

    Musterhaus oder Haus vom Architekten?

    Sie möchten bauen? Dann ist nach der Wahl des Grundstücks die Wahl des Hausdesigns eine der wichtigsten Entscheidungen, die Sie treffen müssen. Bei vielen Bauträgern kann man Musterhäuser besichtigen. Andererseits möchten Sie vielleicht doch lieber eine individuelle Immobilie und haben bereits genaue Vorstellungen, wie diese aussehen sollte?

    Wenn Sie über ein ausreichend großes Budget verfügen, dann werden Sie sich vermutlich bereits dafür entschieden haben, Ihre Immobilie von einem Architekten planen und konzipieren zu lassen. Hier können Sie alle Ihre eigenen Wünsche einbringen und erhalten ein absolut individuelles Haus, um das Sie Ihre Bekannten mit Sicherheit beneiden werden. Auch Sonderwünsche, wie zum Beispiel eine zusätzliche Garage, lassen sich so hervorragend umsetzen.

    Praktische Aspekte beim Musterhaus

    Wenn Sie sich für ein Musterhaus entscheiden, so hat dies den Vorteil, dass Sie sich bereits vorab alles genau ansehen können. Bei Musterhäusern stehen im Allgemeinen die praktischen Aspekte im Vordergrund. Das heißt, der Aufbau der Wohnflächen ist durchdacht und nach rationalen Gesichtspunkten durchgeplant.

    Sie dürfen also getrost davon ausgehen, dass alle Elemente und Räume so angeordnet sind, wie es für ein bequemes Wohnen und Arbeiten gut ist. Natürlich sparen Sie beim Kauf eines Musterhauses auch nicht nur die Kosten für eine individuelle Planung, sondern ebenso eine Menge an Zeit ein. Denn das Musterhaus ist bereits fertig durchdacht und muss nicht mehr neu erfunden werden.

    Mangelnde Individualität?

    Ein Haus vom Architekten ist individueller
    Ein Haus vom Architekten ist individueller

    Wenn Sie sich bei der Entscheidung für ein Musterhaus vor mangelnder Individualität fürchten, dann sprechen Sie am besten noch einmal mit Ihrem Bauträger. Sie werden feststellen, dass Sie auch beim Bau eines Musterhauses noch viele eigene Gestaltungsspielräume haben.

    So sind

    • die Zimmergröße
    • die Zimmeranzahl und
    • die Raumaufteilung

    zum Beispiel meistens noch variabel. Ebenso können Sie zusätzliche Dachfenster oder Gauben mit einplanen. Das Musterhaus bildet eine solide Ausgangsbasis für individuelle Ausgestaltungen.

    Einbezug der Gewerke

    Bei der Entwicklung von Musterhäusern werden übrigens die Gewerke mit einbezogen. Das heißt, auch die Verrohrung und die Elektrik, sowie viele andere technische Einzelheiten werden vorab bestens geplant und aufeinander abgestimmt.

    Wenn Sie dagegen Ihr ganz individuelles Modell von einem Architekten planen lassen, dann müssen Sie die Zustimmung der handwerklichen Fachleute extra einholen. Nicht immer ist so gewährleistet, dass das Innenleben Ihres Hauses optimal durchdacht ist. Nicht selten wird hier auf Sonderlösungen zurückgegriffen, die zwar das Wahrwerden Ihrer Wünsche ermöglichen, dafür aber langfristig die weniger optimale Lösung darstellen.

    Fehlerhafte Dämmung bei einem Drittel der Neubauten

    Viele Neubauten sind mit schlechten Dämmstoffen versehen - Energiesparen wird nicht umgesetzt

    Nahaufnahme Thermostat einer Heizung, mittlere Wärmestufe, grauer Hintergrund
    heizkosten 2 © emmi - www.fotolia.de

    Alle Welt redet von Energiesparen und trotzdem werden bei Neubauten die Verordnungen zum Energiesparen (EnEV 2009) bei einem Drittel leider nicht umgesetzt, wie der Verband Privater Bauherren (VPB) feststellte. Zudem ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid, dass viele Hausbesitzer von älteren Gebäuden auf eine bessere Dämmung oder Heizungsanlage verzichten, obwohl sie über den Nutzen informiert sind.

    Dichtigkeit und schlechte Dämmstoffe sind die Hauptgründe

    Aber wie kommt es zu den nicht richtigen Maßnahmen bei den Neubauten? So stellte man also fest, dass bei 49,2 Prozent die im Vorfeld errechneten Energiesparmaßnahmen falsch waren und bei mehr als den Hälften der Baumaßnahmen, die zwar richtig ermittelten Werte, aber nicht in die Tat umgesetzt wurden.

    Die meisten Fehler beruhen auf den falschen, beziehungsweise schlechteren Dämmstoffen, die vorher berechnet wurden, sowie auch auf die nicht durchgeführte Prüfung der Dichtigkeit eines Neubaus. Auch werden oftmals sogenannte Kältebrücken nicht beseitigt. Dies alles zusammen verursacht natürlich einen schlechten Dämmwert eines Hauses, was aber bei einem Neubau nicht passieren dürfte. Die zukünftigen Hausbesitzer müssten aber auch über die vorhandenen Dämmungen informiert werden, so dass man später auch die einzelnen Räume dementsprechend richtig heizen und lüften kann.

    Kein Energiespareffekt bei älteren Gebäuden

    Doch auch bei Sanierungen von Altbauten wird nicht alles berücksichtigt, so dass der eigentliche Effekt des Energiesparen oft ausbleibt. Seit 2009 haben etwa nur 19 Prozent der Hausbesitzer eine neue Heizungsanlage einbauen lassen und viele sind der Meinung, dass die alte es auch noch tut. Weiterhin sind etwa die Hälfte der Befragten der Meinung, dass einmal die Fördermittel zu niedrig sind, beziehungsweise auch nicht immer gewährt werden. Auch eine steuerliche Entlastung würden zwei Drittel begrüßen.

    Aber schließlich würden Hausbesitzer doch mehr investieren, so zum Beispiel in eine Solarthermieanlage auf dem Dach, wenn sie sich einmal zu einer Modernisierungsmaßnahme entschlossen haben.

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      Lehmhäuser setzen radioaktive Isotope frei - Gesundheitliche Folgen durch Strahlung

      Als ökologischer Baustoff hat Lehm eine lange Tradition sowie Symbolkraft. Allerdings ist der Baustoff nicht ganz ungefährlich und kann sogar gesundheitsschädlich sein.

      Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum München haben jetzt eine erhöhte radioaktive Strahlung bei einigen Fachwerkhäusern im bayrischen Franken gemessen. Das instabile und schwere Metall Thorium ist in dem Lehm enthalten und dabei die Quelle der Radioaktivität, da ein Zerfallsprodukt davon das radioaktive Isotop Thoron ist.

      Die Forscher haben für diese Strahlung extra ein spezielles Messgerät entwickelt und die Belastung über einen Zeitraum von einem Jahr gemessen. Wenn sich eine Person jeden Tag zehn Stunden in solch einem Lehmhaus aufhält, liegt die zusätzliche Strahlendosis jährlich bei 1,6 Millisievert. Da in Deutschland die jährliche Strahlungsquelle im Schnitt bei 2,1 Millisievert liegt, ist dies nicht besonders viel, allerdings auch eine nicht zu vernachlässigende Dosis.

      Neuartiger Beton UHCP ist so fest und beständig wie Stahl

      Für den Bau von Brücken und Gebäuden benötigt man Beton, der aus Zement, Sand und Kies sowie Wasser hergestellt wird. Aber leider hält dieser Baustoff oftmals nicht lange Zeit, weil Frost und Korrosion den Beton zerbröckeln.

      Doch jetzt hat man einen besonders festen Beton hergestellt, der beständiger und so fest wie Stahl ist. Anstelle des Kies verwendet man dafür nun feinen Silicastaub, Quarzmehl, Stahlfasern sowie Fließmittel, so dass der Beton weniger Gaslöcher aufweist als der Normalbeton. Dadurch hält dieser Beton, den man als UHPC bezeichnet, einen bis zu sechsmal höheren Druck aus als der übliche Beton. Durch seine Festigkeit kann er sogar auch Stahl ersetzen.

      Wurde noch beispielsweise beim Bau des bekannten Empire State Building in New York noch ein Stahlskelett verwendet, so hat man bei dem 800 Meter hohen Burj Khalifa in Dubai, bis zur 155. Etage eine besonders feste Betonmischung benutzt, wobei das Hauptproblem darin lag, den flüssigen Beton in diese Höhen zu pumpen, wo er auch möglichst schnell abbinden sollte.

      Der neuartige Beton erlaubt aber zusätzlich den Bau von besonders schwierigen Brückenkonstruktionen, wie zum Beispiel der Wild-Brücke im österreichischen Völkermarkt oder auch der Fußgängerbrücke in der französischen Hafenstadt Marseille, die das neue Museum mit dem Fort St.Jean verbindet.

      Bdw klärt in der aktuellen Dezemberausgabe über gängige Mythen in Bezug auf die Gebäudedämmung auf

      In Deutschland sollen Häuser bis spätestens zum Jahr 2050 hin energetisch optimiert werden. Da aber selbst Expertenmeinungen in Bezug auf den tatsächlichen Nutzen von Wanddämmungen auseinandergehen, wissen viele Hausbesitzer nicht, wie sie ihre Gebäude sinnvoll sanieren können.

      Aufschluss soll ein diesbezüglicher Bericht in der aktuellen Dezemberausgabe von "bild der wissenschaft" (bdw), in dem sich Experten sowie Forscher vor allem zu zehn gängigen Vorurteilen über Dämmmaterialien äußern, bringen.

      Aufklärung über Dämmmaterialien

      So erfährt man beispielsweise, dass Wanddämmungen entgegen einer weitläufigen Meinung nicht das Schimmelrisiko erhöhen würden und dass bei der Produktion auch nicht mehr Energie verbraucht werde, als sich durch ihre Verwendung einsparen ließe.

      Außerdem heißt es, dass Dämmungen langlebiger seien, als gemeinhin angenommen würde. Allerdings werden in dem Bericht nicht nur durchweg positive Aspekte, sondern auch potenzielle Probleme und offene Fragen behandelt. So zum Beispiel die Frage nach der richtigen Entsorgung alten Dämmmaterials, für die es anscheinend noch keine praktikablen Konzepte gebe.

      So finden Bauherren eine seriöse Baufirma

      Ob Traum- oder Alptraumhaus hängt von der Auswahl des richtigen Bauunternehmens ab

      Grundriss eines Hauses, darauf weiterer Bauplan zusammengerollt und ein gelber Bauarbeiterhut
      Planung des Traumhauses © bilderbox - www.fotolia.de

      Der Bau eines eigenen Hauses ist für viele Menschen ein großer Wunsch. Doch durch die Wahl der falschen Baufirma kann aus einem Traum schnell ein Albtraum werden. Im schlimmsten Fall meldet das Unternehmen Insolvenz an und die Bauherren haben nicht nur Stress, sondern stehen sogar selbst vor dem finanziellen Ruin.

      Verbindlichkeit seriöser Unternehmen

      Bei der Auswahl der Baufirma sollten Bauherren immer mehrere Angebote einholen. Seriöse Unternehmen zeichnen sich durch klare Leistungsbeschreibungen und Preistransparenz aus.

      In den Bauverträgen dürfen eine exakte Bau- und Leistungsbeschreibung genauso wenig fehlen wie verbindliche Angaben über

      • Baubeginn
      • Bauzeit und Fertigstellung
      • Art und Güte der Baustoffe
      • Ausstattungsstandard und
      • Preissicherheit.

      Schufa-Auskunft und Verbraucherschutzzentrale

      Wertvolle Angaben zur Vertragsgestaltung können in der Regel Verbraucherschutzzentralen machen. In vielen Fällen bieten sie einen Überprüfungsservice für Vertragsentwürfe an. Auch die Erfahrungen anderer Bauherrn können weiterhelfen.

      Informationen über die wirtschaftliche Solidität des Unternehmens bietet eine Schufa-Auskunft, die auch Privatpersonen einholen dürfen. Baufirmen, die auf eine rasche Entscheidung drängen, sind mit Vorsicht zu betrachten. Seriöse Unternehmen respektieren die Bedenkzeit des Bauherren.

      Die Gewährleistungsfrist

      Doch auch, wer alle guten Ratschläge beherzigt, kann negative Folgen nicht ganz ausschließen. Einen hundertprozentigen Schutz vor Baumängeln gibt es nicht. Es gibt jedoch grundsätzlich eine fünfjährige Gewährleistungsfrist, in der Bauherren den Verantwortlichen zur Nachbesserung heranziehen dürfen.

      Tipps und Infos zum Bau von Fertighäusern

      Dies gilt es bei der preiswerten und schnellen Alternative zu Massivhäusern aus Stein zu beachten

      Neubau, Balkon des Hauses wird fertig gebaut
      neugebaute haus © Alta.C - www.fotolia.de

      Fertighäuser sind die preiswerte und schnelle Alternative zu Einfamilienhäusern aus Stein. Doch die Zeiten vorgefertigter Ware sind längst vorbei. Mittlerweile sind rund 15 Prozent aller neu gebauten Privathäuser Fertighäuser. Die Auswahl an Modellen ist groß: Es gibt

      Weitere Wahlmöglichkeiten bestehen zwischen Flachdach oder Pultdach. Auch Passivhäuser mit sehr geringem Energiebedarf sind im Angebot. Musterhäuser bieten einen guten Eindruck der Räumlichkeiten und der Baumaterialien.

      Eigenleistungen bei der Baufinanzierung

      Der Bau beginnt mit einer stabilen Bodenplatte, die entweder auf einem Keller oder ebenerdig errichtet wird. Dies sollte der Einfachheit halber die Fertighausfirma übernehmen. Danach folgen einzelne Wandelemente und Geschossdecken, die bereits Rohrleitungen, Kabel und Anschlüsse enthalten. Eigenleistungen können die Kosten bei der Baufinanzierung senken.

      • Grunderwerb
      • Erschließung
      • Baugenehmigung
      • Gründung und
      • sonstige Vorbereitungen

      fallen in der Regel in den Zuständigkeitsbereich des Bauherren.

      Vorleistung und Festpreisgarantie

      Fertighausanbieter dürfen von ihren Kunden vor Baubeginn eine Bankbürgschaft oder eine andere Sicherheit über den endgültigen Kaufpreis verlangen - und zwar bis zu 100 Prozent. Dies liegt daran, dass sie mit hohen Beträgen in Vorleistung gehen.

      Bauherren sollten dagegen für ihr Fertighaus einen garantierten Festpreis vereinbaren und in der Bau- und Leistungsbeschreibung festlegen, was dieser beinhaltet. Empfehlenswert ist ein Eigenkapital bei der Baufinanzierung von mindestens 20 Prozent.

      Hausbau mit oder ohne Keller?

      Sind Sie bei der Planung Ihres Hausbaus? Spielen Sie mit dem Gedanken, auf einen Keller zu verzichten? Beziehungsweise sind Sie gar nicht sicher, ob Sie überhaupt einen Keller benötigen? Dann helfen wir Ihnen mit ein paar Anregungen gerne weiter.

      Zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten

      Der Hauptgrund, auf einen Keller zu verzichten, ist der Kostenfaktor. Ein Hausbau ohne Unterkellerung wird natürlich um einiges günstiger. Dennoch: So viel sparen Sie damit nun auch nicht, denn auch ohne Keller benötigt Ihr Haus ein solides Fundament.

      Und denken Sie nur einmal daran, welche Vorteile Ihnen ein Keller bringt. Dort befinden sich nicht nur

      • der Heizraum und der Raum für den Heizöltank, sondern meistens auch noch
      • die Waschküche
      • vielleicht ein Hobbyraum und
      • wertvolle Lagerflächen.

      Wenn Sie erst einmal einen Keller besitzen, werden Sie darauf nicht mehr verzichten wollen.

      Wohin mit den Fahrrädern und Gartenmöbeln im Winter? Möchten Sie Ihr Werkzeug im Wohnzimmer lagern? Was geschieht mit der Vorratshaltung beim Lebensmitteleinkauf? Sollen Bier- und Sprudelkisten im Wohnbereich stehen?

      Der Keller als Wohnraum

      Denken Sie auch an Ihre Kinder. Kellerräume in Neubauten sind heute trocken und gut isoliert, meistens sogar mit Fenstern ausgestattet. Die meisten Keller liegen zudem nicht komplett unter der Erde, sondern haben eher die Eigenschaften einer Tiefparterre.

      Diese Räume werden gerade von Heranwachsenden gut als Jugendzimmer angenommen, die nicht mehr in der Wohnung der Eltern unter unmittelbarer und dauerhafter Kontrolle stehen möchten. Das mag Erwachsenen auf der Suche nach hellen, lichten Räumen zwar befremdlich vorkommen, ist aber eine unumstößliche Tatsache.

      Kälteisolierung

      Das Argument, dass auch Kellerräume beheizt werden müssen und daher große Energievernichter mit einem zusätzlichen Kostenfaktor darstellen, lassen wir nicht gelten.

      Im Gegenteil. Durch die Unterkellerung werden Ihre untersten Wohnetagen sogar zusätzlich gegen Kälte isoliert.

      Im Heizraum entsteht ohnehin eine etwas höhere Temperatur. Wenn Sie die Türen zu den angrenzenden Kellerräumen offen stehen lassen, überschlägt diese Wärme den ganzen Keller in völlig ausreichender Weise, so dass Sie ihn auch im Winter nicht zu heizen brauchen. Sparen Sie also nicht an der falschen Stelle.

      Die Kellerfrage ist wichtig
      Die Kellerfrage ist wichtig

      Steht nun endlich der Bau bevor, müssen noch ein paar Punkte in Sachen Planung bedacht werden...

      Grundsätzliches zur Planung eines Bauvorhabens

      Der Bau eines Hauses ist ein aufwendiges und kostspieliges Unterfangen. Dementsprechend viel Planung setzt diese Unternehmung voraus. Doch was sollte man alles zur Planung des Hausbaus wissen und beachten, damit es während der späteren Bauphase zu keinerlei vermeidbaren Konflikten kommt?

      Entwurf des Grundrisses

      Zu Beginn muss natürlich der Grundriss des Hauses entworfen werden. Diese Aufgabe delegiert man am besten an einen Architekten, welcher dann die eigenen Wünsche und Vorstellungen des Bauherrn umsetzt. Darüber hinaus müssen in diesem Zusammenhang noch weitere Fragen geklärt werden, etwa welche Heizung verbaut werden soll.

      Darüber hinaus sollte während der Planung nicht die Erstellung eines Baugrundgutachtens vergessen werden. Dieses gibt Auskunft über die Beschaffenheit des Bodens. Hieraus lassen sich wiederum Rückschlüsse ziehen, wie hoch beispielsweise die Traglast des Bodens ist.

      Die Baustelleneinrichtung

      Des Weiteren muss sich um die Baustelleneinrichtung gekümmert werden. Hinter diesem Begriff verbergen sich alle Vorrichtungen, welche während des Bauprozesses seitens der Handwerker und Bauarbeiter benötigt oder gefordert werden.

      Wer sich demnach um Baustelleneinrichtungen wie die Miettoilette und den Bauzaun kümmert, sollte im Vorfeld mit der Baufirma abgesprochen werden. Gleiches gilt für die Sicherung einer Baustellenzufahrt.

      Schließlich müssen oftmals schwere Fahrzeuge Teile des Grundstücks überqueren, was zu Schäden im Bodenbereich führen kann. Hier wendet man sich allerdings nicht an die Baufirma, sondern an das Tiefbauamt, welches entsprechende Sicherungsmaßnahmen vorschlagen kann.

      Mögliche Eigenleistungen

      Daneben ist es noch wichtig, sich über die möglichen Eigenleistungen Gedanken zu machen und diese in die Hausplanung einfließen zu lassen. Hat man beispielsweise vor, das Parkett selbst zu verlegen oder die Wände selbst zu streichen, sollte dies im Vorfeld zeitlich eingeplant werden.

      Dabei sollte allerdings nicht vergessen werden, dass das Aufbringen einer Eigenleistung nicht unbedingt Geld spart. Sobald es nämlich zu Verzögerungen im Bauprozess aufgrund dieser Eigenleistungen kommt, werden in der Regel finanzielle Verluste erlitten und kein Geld gespart.

      Vereinbarungen mit dem Bauunternehmen

      Die richtigen Vereinbarungen mit dem Bauunternehmen sind wichtig
      Die richtigen Vereinbarungen mit dem Bauunternehmen sind wichtig

      Letztlich sollte man alle wichtigen zeitlichen Termine noch vertraglich mit dem Bauunternehmen regeln. Hierbei wird dann innerhalb des Vertrags ein Plan erstellt, wann beispielsweise die Fertigstellung erfolgt haben muss. Hierdurch schützt man sich vor zeitlichen Verzögerungen und kann die einzelnen Bauschritte besser und sicherer koordinieren.

      Unterstützt werden kann ein solches Vorgehen durch einen Zahlungsplan. In diesem Fall werden die einzelnen Teilelemente des Hauses erst bezahlt, sobald deren Fertigstellung erfolgt ist.

      Aufbewahrung der Unterlagen

      Dass man sich als Bauherr regelmäßig auf der Baustelle blicken lässt, ist wohl für die meisten selbstverständlich. Hierbei sollte man aber auch immer wieder Fotos machen, um die einzelnen Bauschritte zu dokumentieren und im Nachhinein auch nachvollziehen zu können. Diese Fotos sollten einen festen Bestandteil sämtlicher Bauunterlagen mit Vertragspapieren und Co. ausmachen.

      Der virtuelle Hausrundgang eröffnet Bauherren ganz neue Möglichkeiten der Hausplanung

      Kleines Mädchen mit Kinn auf Tischplatte schaut sich kleines Modellhaus an
      Little child dreaming about a new house or home © Szasz-Fabian Erika - www.fotolia.de

      Mit dem virtuellen Hausrundgang eröffnen sich zukünftig ganz neue Möglichkeiten der Hausplanung. Insbesondere für branchenfremde Hausbauer kann dies in vielen Fällen ein echter Segen sein. Denn ab sofort sind sie nicht mehr auf die oftmals nur schwer verständlichen Pläne von Architekten angewiesen, die Laien schnell an die Grenzen ihrer räumlichen Vorstellungskraft stoßen lassen, sondern können das zukünftige Eigenheim ganz einfach und vor allem anschaulich selbst planen.

      In einem 3D-Kino nehmen die Bauherren einen virtuellen Rundgang durch das geplante Haus vor, gewinnen dabei einen ersten Eindruck vom Außen- und Innenbereich und können gleichzeitig beliebige Änderungen vornehmen, bis alles den Wunschvorstellungen der zukünftigen Hauseigentümer entspricht. Schließlich ist der Bau eines Hauses eine wichtige Investition in die Zukunft.

      Allergiker aufgepasst – vor dem Hausbau vertraglich gegen Schadstoffe absichern

      Sie sind Allergiker und haben vor, Ihre ganz privaten vier Wände errichten zu lassen? Dann sollten Sie noch vor Beginn des eigentlichen Hausbaues mit dem Bauunternehmen feste Klauseln in den Vertrag einarbeiten.

      Verlangen Sie ausdrücklich, dass während der Bauphase keine Schadstoffe verwendet werden, auf die Sie allergisch reagieren. Gehen Sie zu Ihrem Hausarzt und lassen sich schriftlich mitgeben, gegen welche Stoffe im Speziellen Sie allergisch sind. Diese Stoffe sollten mit medizinisch korrektem Namen in den Bauvertrag aufgenommen werden. Versichern Sie sich mit der Unterschrift des zuständigen Leiters des Bauunternehmens, dass Ihr Haus auf Ihre Gesundheit abgestimmt sein wird. Und auch ganz nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ sollte während der einzelnen Bauphasen kontrolliert werden, ob das Unternehmen sich strikt an den Vertrag hält. Allergene können nämlich auch in ganz unscheinbaren Dingen wie dem verwendeten Fugenkleber enthalten sein.

      Neubauten bergen auch Nachteile und Gefahren

      Im Gegensatz zu früher, als man sich mit dem Neubau eines Hauses noch mehr Zeit ließ, damit die Feuchtigkeit aus dem Rohbau verschwindet, werden Häuser in den letzten 30 Jahren zunehmend im Eiltempo errichtet. Doch gerade die Massivbauweise benötigt tausende Liter von Wasser für Mörtel, Putz, Beton und Co, die nach der Fertigstellung des Hauses immernoch im Gemäuer lauern.

      Will man sofort einziehen, muss man vor allem in den ersten zwei Jahren mit einem erhöhten Energieverbrauch rechnen, denn um die Feuchtigkeit verschwinden zu lassen ist das regelmäßige Lüften und Heizen Pflicht, da sich ansonsten gesundheitsschädliche Schimmelpilze bilden können.

      Wer also ein Neubauprojekt plant, sollte sich bewusst sein, dass er mit einem Energie-Mehrverbrauch zwischen 15 und 25% in den ersten zwei Jahren rechnen muss, wenn er seine Gesundheit nicht durch Schimmelpilze aufs Spiel setzen möchte.

      Was man beim Bau von Wohnhäusern aus Holz beachten sollte

      Holzhäuser bieten Vor- und Nachteile - vor Baubeginn muss man über einige Dinge Bescheid wissen

      Bettwäsche hängt zum Lüften aus Fenster eines blauen Hauses
      blau © pickks - www.fotolia.de

      Wenn wir an Wohnhäuser aus Holz denken, so denken wir natürlich an Skandinavien oder auch an Bayern. Aber auch in unserer Region erfreuen sich Holzhäuser immer mehr an Beliebtheit, denn Holz ist der Baustoff der Zukunft, weil sich dadurch das Raumklima angenehm regulieren lässt.

      Strengere Anforderungen der Energieeinsparverordnung

      Aber auch die Architekten haben sich in den letzten Jahren etwas einfallen lassen, so dass sich die Konstruktionen zum Teil erheblich verändert haben, denn es gibt dabei auch strengere Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu beachten. So müssen heute Neubauten luftdicht sein, so dass sich hinter den Holzbohklen und Verkleidungen viel Dämmmaterial verbirgt.

      Es gibt zwei Varianten der Holzhäuser, so einmal die sogenannte Blockbohlen-Bauweise oder zum andren die Ständer-Bauweise, was so ähnlich wie ein Fachwerkhaus gebaut wird.

      Auch Holzhäuser gibt es als Fertighaus und so wird ein solches auch innerhalb eines Tages errichtet, aber man muss die Vorarbeiten so beispielsweise die Bodenplatte auch noch dazu rechnen.

      Mögliche Nachteile

      Aber eins muss man auch bedenken, und zwar dass Holzhäuser nicht so stark die Wärme speichern wie ein Massivhaus und auch der Schallschutz ist schlechter, so dass ein Bau in der Nähe einer Schnellstraße nicht empfehlenswert ist.

      Auch gibt es doch oftmals Probleme ein Holzhaus luftdicht zu bekommen. Wegen des Holzschutz, sei es durch Pilzbefall oder Schädlinge, darüber braucht man sich heutzutage keinen Kopf mehr machen, denn die Imprägnierungen sind sehr gut.

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        Was ist für ein Hausdach jetzt wichtig?

        Ein regelmäßig gepflegtes Dach kann mehrere Jahrzehnte überstehen

        Zwei Dachdecker gesichert bei der Arbeit
        travaux couvreur © 123idees - www.fotolia.de

        Der Winter ist jetzt vorbei und mancher Hausbesitzer schaut nach oben zu seinem Dach, ob auch alles den Winter gut überstanden hat. So stellt sich dann oftmals auch die Frage, was muss ich an meinem Hausdach überhaupt vornehmen lassen?

        Dachziegel checken

        Wichtig ist in erster Linie, dass alle Dachziegel unbeschädigt sind und auch fest sitzen, denn beim nächsten Sturm könnten sie sich selbstständig machen. So sollte man besonderes Augenmerk auf die Firstziegel legen, aber auch die einzelnen Anschlüsse, beispielsweise zum Schornstein, sollten dicht sein.

        Dachreinigung sinnvoll?

        Manche Hausbesitzer denken aber auch, weil Moos und Flechten ihre unansehlichen Spuren hinterlassen, dass eine Dachreinigung oder auch eine Beschichtung helfen könnte. Aber hier sagen viele Experten "Finger weg", denn dies ist nur reine Optik. Im Zweifelsfall ist sogar eine neue Bedeckung günstiger.

        Dämmung

        Vor allem sollte man nicht mit einem Hochdruckreiniger dem Schmutz zu Leibe rücken, denn hierbei kann es passieren, dass die darunterliegende Dämmung feucht wird. Aber zu einem Hausdach gehört heutzutage auch eine richtige, fachmännische Dämmung, die im Sommer die Hitze und im Winter die Kälte abhält. Dadurch wird aber auch der Wert einer Immobilie gesteigert.

        Im Prinzip halten regelmäßig kontrollierte Dächer sehr lange, manche Ziegeldächer sind über hundert Jahre alt und Dächer aus Schiefer, die kaum zu bezahlen sind, halten ewig, wobei hier nur der Befestigungsnagel die Schwachstelle ist, denn der hat "nur" eine Lebensdauer von hundert Jahren.

        Wie man sich gegen Pfusch am Bau schützen kann

        Als Bauherr alle Schritte der Handwerker überprüfen und absegnen, bevor es zu spät ist

        Kleine Bauklötze in Hausform, Finger einer Frauenhand
        moving in © danijelm - www.fotolia.de

        Das Schlimmste was einem Bauherrn passieren kann, ist, wenn er beim Einzug feststellen muss, dass die Handwerker gepfuscht haben. So sollte man schon bei den einzelnen Bauphasen die Arbeiten kontrollieren, beziehungsweise, wenn man keinen Architekten selber beauftragt hat, dies durch einen neutralen Baubegleiter machen lassen.

        Die Kosten dafür liegen meistens zwischen 3.000 und 6.000 Euro, doch dies rechnet sich, denn eine Mängelbeseitigung kostet schnell bis zu 20.000 Euro. Wie auch Kai Warnecke vom Verband der Hauseigentümer "Haus & Grund" berichtet, gibt es bei 99 Prozent aller Bauten irgendeinen Mängel.

        Erst prüfen, dann zahlen

        Das größte Problem stellt dar, wenn man diesen erst nach dem Einzug oder nach Jahren bemerkt und man auch bereits die letzte Rate für den Bau bezahlt hat. Oft sind die einzelnen Handwerksbetriebe dann auch nicht mehr erreichbar.

        Um sich Ärger über die Qualität des Baus zu ersparen, empfiehlt es sich bei Vertragsabschluss, die einzelnen Arbeiten detailliert zu beschreiben, so beispielsweise auch die Produktmarken. Die Bezahlung sollte immer nur nach Baufortschritt erfolgen, so hat man als Bauherr bei auftretenden Mängeln ein stärkeres Druckmittel gegenüber dem Handwerksbetrieb.

        Bauabnahme bei Mängeln verweigern

        Am Schluss erfolgt die förmliche Bauabnahme und wenn Mängel festgestellt werden, so kann man diese Abnahme verweigern und auf die sofortige Behebung bestehen. Auch hier sollte man erst bezahlen, wenn alles in Ordnung ist.

        Wichtig bei Kontrollen sind auch die energiesparenden Maßnahmen, so treten laut einer Untersuchung vom Verband der Privaten Bauherren bei 70 Prozent aller Neubauten in diesem Bereich Mängel auf, die oftmals durch unsachgemäße Arbeiten passieren.

        Der Sommerhitze trotzen: Sonnenschutzglas lässt die Wärme draußen

        Wenn im Sommer die Sonne ins Zimmer scheint und die Raumluft übermäßig aufheizt, dann ziehen viele Menschen die Jalousien vor und sperren das Tageslicht aus. Doch es gibt noch eine andere Möglichkeit, der Sommerhitze zu trotzen: Sonnenschutzglas.

        Der Schutz kann durch die Kombination mit anderen Verschattungs- und Kühlungssystemen, wie Markisen, noch verstärkt werden. Sonnenschutzglas gibt es gefärbt oder beschichtet. Gefärbtes Sonnenschutzglas absorbiert die Sonnenstrahlung und gibt die Energie wieder nach außen ab. Beschichtetes Glas bewirkt, dass die einstrahlende Energie nach außen reflektiert wird.

        Sonnenschutzgläser besitzen, je nach Wirkungsgrad, eine Lichtdurchlässigkeit zwischen 50 und 70 Prozent. Diese Werte reichen je nach Fensteranteil völlig aus, um das Rauminnere durch Tageslicht zu erhellen. Der Wärmedurchgangskoeffizient, der sogenannte Ug-Wert, sollte bei Verglasungen möglichst niedrig sein. So bleibt im im Winter die Wärme im Inneren. Sonnenschutzgläser, die als Isoliergläser mit Wärmedämmung ausgestattet sind, besitzen diese niedrigen Ug-Werte. Das derzeit effizienteste Sonnenschutzglas hat einen Ug-Wert von 1,0 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m2K) im Zweischeibenisolierglas.

        Sonnenschutzgläser können bis zu 82 Prozent der auftreffenden Sonnenenergie abhalten und kosten zwischen 180 und 240 Euro pro Quadratmeter.

        Bauherren haben bei Schwarzarbeit keine Garantie für eine eventuelle Mängelbeseitigung

        Seit dem Jahr 2004 gibt es ein Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit. Wie jetzt ein Urteil des Bundesgerichtshof (BGH) zeigt, gibt es bei Schwarzarbeit keine Haftung bei baulichen Mängeln, so dass der Bauherr auch keine Beseitigung der Mängel durch einen Fachbetrieb einklagen kann. Doch was war geschehen?

        Ein Schwarzarbeiter erhielt den Auftrag eine 170 Quadratmeter große Garagenauffahrt zu pflastern, die aber auch für LKW geeignet sein sollte. Für diesen Auftrag erhielt der Mann von seinem Auftraggeber 1.800 Euro in bar. Doch nachdem Mängel auftraten, wollte der Mann diese nicht beseitigen und auch die Kosten für eine Fachfirma in Höhe von 8.000 Euro nicht bezahlen.

        Daraufhin verklagte der Auftraggeber seinen Schwarzarbeiter, doch das Gericht wies die Klage ab. Denn der Auftraggeber hat selber einen verbotenen Vertrag mit dem Schwarzarbeiter abgeschlossen und den Vorteil auch für sich ausgenutzt.

        So hatte der Auftraggeber wegen der nicht abgeführten Umsatzsteuer des Schwarzarbeiters diese eingespart, aber der Schwarzarbeiter hat sich auch wegen der Steuerhinterziehung strafbar gemacht. Vor der Gesetzesänderung im Jahr 2004 konnte man den Schwarzarbeiter bei einer mangelhaften Arbeit noch verklagen.

        Wann lohnt sich eine energieeffiziente Wärmedämmung?

        Neubau, Balkon des Hauses wird fertig gebaut
        neugebaute haus © Alta.C - www.fotolia.de

        In Zeiten wo die Strompreise stetig steigen, denkt der eine oder andere Immobilienbesitzer über eine energieeffiziente Sanierung nach, welche den Energiebedarf um rund 50 Prozent senkt. Doch lehnt sich solche eine kostenintensive Maßnahme für das Eigenheim überhaupt?

        Überprüfung der Energiebilanzen

        Das Bundesumweltministerium hat hierfür seit dem Jahr 2006 über 150 Milliarden Euro an Krediten und Fördergeldern zur Verfügung gestellt. Grundsätzlich kann auch jeder Besitzer einer Immobilie solch eine Förderung beantragen. Vor allem bei Altbauwohnungen mit teils sehr schlechten Energiebilanzen können sich Modernisierungen durchaus rechnen - jedoch nur bis zu einem gewissen Grad.

        Beispielsweise eigenen sich bestimmte Dämm-Materialien nur in Verbindung mit einer guten Lüftungsanlage. Falls diese bei einem bestehenden Altbau jedoch nicht vorhanden ist und erst verbaut werden muss, stehen die Kosten hierfür mit dem Spareffekt in der Zukunft in keinem Verhältnis.

        Modernisierungszwang bezüglich der Energieeffizienz

        Aufgrund der neuen Energieverordnung verpflichten sich jedoch viele Hausbauer zur Energieeffizienz bei Neubauten, sodass ihnen keine andere Wahl bleibt. Von dem Modernisierungszwang seitens des Staates wird nur befreit, sofern er belegen kann, dass sich die Sanierung bei seinem Haus nicht rechnet.

        Temperaturen entscheiden über Hausbau im Winter

        Im Zweifelsfall sollten Bauherren bei niedrigen Temperaturen lieber auf Bauarbeiten zu verzichten

        Grundriss eines Hauses, darauf weiterer Bauplan zusammengerollt und ein gelber Bauarbeiterhut
        Planung des Traumhauses © bilderbox - www.fotolia.de

        Über einen milden Winter freuen sich alle Häuslebauer. Liegen die Temperaturen dagegen unter fünf Grad Celsius drohen Schäden am Bau.

        Vor allem wassergebundene und wasserlösliche Baustoffe, wie etwa

        werden durch Frost beeinträchtigt.

        Mörtel und Kleber

        Mörtel und Kleber halten nicht, wenn auf einer Baustelle Maurerarbeiten bei zu niedrigen Temperaturen stattfinden. Sie zerbröseln, und es bilden sich Risse. Dies könne ein gravierender Baumangel werden, warnt die Bayerische Ingenieurekammer-Bau.

        Beton, Baustahl und Schalungen

        Auch Beton ist kälteempfindlich. Mischgut und Zugabewasser müssen bei der Betonherstellung unter Umständen erwärmt werden.

        Folien oder Platten sind erforderlich für den Schutz gegen

        Holz- oder Stahlschalungen sowie der Baustahl benötigen ebenfalls Wärme.

        Vorsichtsmaßnahmen bei Innenarbeiten

        Innenarbeiten sind genauso schwierig. Leckagen und andere Schäden können entstehen, wenn Wasserleitungen bei zu geringen Temperaturen verlegt werden.

        Bauherren sollten zudem darauf achten, dass die Dachbodenluke geschlossen ist, wenn die unteren Stockwerke eines Hauses geheizt werden. Ansonsten zieht die Feuchtigkeit nach oben und schlägt sich an den kühlen Dachsparren nieder.

        Dies sind geeignete Bedingungen, damit sich Schimmelpilze bilden können. Im ungünstigsten Fall verschimmeln die Dachbalken daraufhin so stark, dass sie später ausgewechselt werden müssen.

        Expertenmeinung einholen

        Das Errichten eines Hauses im Winter ist nicht einfach. Bauherren sollten darauf achten, dass die beteiligten Firmen wissen, wie sie bei niedrigen Temperaturen vorgehen müssen.

        Risiken für das Bauwerk sind jedoch nicht ganz auszuschließen. Außerdem drohen höhere Kosten. Die Ingenieurekammer-Bau rät daher, im Zweifelsfall lieber auf Bauarbeiten zu verzichten.

        Hilfe beim Hausbau: Was Bauberater bieten und wie viel sie kosten

        Sachverständige können Häuslebauern Hilfe als unabhängige Bauberater leisten

        Hausbau und Finanzierung: Skizze, Grundriss, Geldscheine und Taschenrechner
        Hausplan mit Taschenrechner © Gina Sanders - www.fotolia.de

        Bauherren müssen viele Entscheidungen treffen: ob

        Experten sind Häuslebauer meist nicht. Abhilfe und Unterstützung kann dabei ein Sachverständiger als unabhängiger Bauberater leisten.

        Vor- ist besser als Nachsorge

        Je nach Anbieter und vereinbartem Leistungsumfang kontrolliert er nicht nur die Arbeiten am Bauplatz, sondern hilft auch bei der Verhandlung mit dem Bauunternehmen, wenn es um die schnelle Beseitigung von Mängeln geht. Solche Dienstleistungen sind für gewöhnliche Einfamilienhäuser in der Regel für ungefähr 1,0 bis 2,5 Prozent der Bausumme zu haben.

        Dies kann zwar mehrere Tausend Euro kosten, ist aber günstiger, als später sanieren zu müssen. Zudem können Bauberater durch eine Kontrolle des Vertrages schwere Baumängel und Ärger vermeiden helfen. Finanzielle Unterstützung bei der Verpflichtung eines Baubegleiters ist möglich durch einen Zuschuss der KfW-Förderbank.

        Kontaktstellen zu Baubegleitern

        Einen Bauberater-Service bieten unter anderem der Bauherren-Schutzbund und der Verband privater Bauherren an. Auch Dekra und TÜV stellen Kontakte zu Baubegleitern her.

        Wie sich Bauherren gegen Pfusch und Mängel am Bau absichern können

        Indem Bauherren vor dem Vertragsabschluss eine juristische Beratung einholen, lässt sich Ärger vermeiden

        Gespräch über Bauplan zwischen Architekt und Investor
        architect talking to investor over the blueprints © endostock - www.fotolia.de

        Mängel und Pfusch am Bau sind der Alptraum jedes Häuslebauers. Zu dem Ärger über die Schäden kommt auch noch die Auseinandersetzung mit dem Bauunternehmer. Oft sind es zwar nur Kleinigkeiten, die unproblematisch und schnell erledigt sind, wie etwa Ausbesserungen am Putz. Doch manchmal gibt es auch gravierende Baumängel, die den Bau verzögern und für erhebliche Mehrkosten sorgen. Zumal der technische Fortschritt in den letzten Jahren - etwa beim Thema Wärmedämmung - dazu geführt hat, dass Bauen komplizierter und fehleranfälliger geworden ist.

        Gutachten durch einen Sachverständigen

        Eine genaue Bauabnahme mit einem detaillierten Mängelprotokoll ist für den Bauherren damit von entscheidender Bedeutung. Ansprüche auf Mängelbeseitigung und Schadenersatz verjähren spätestens nach fünf Jahren. Nur bei Arglist verlängert sich die Gewährleistung auf zehn Jahre. Das Gutachten durch einen Sachverständigen hilft Bauherren bei der Durchsetzung ihrer Forderungen.

        Es stellt dar, welche Ursachen die Mängel haben und wie viel ihre Beseitigung kostet. Ein privates Gutachten reicht häufig aus, um den Bauunternehmer zum Einlenken zu bewegen. Die Kosten für einen Gutachter betragen rund 3000 Euro, als Faustformel sollte der Hausbesitzer dafür ein bis zwei Prozent der Baukosten einplanen.

        Juristische Beratung vor Vertragsabschluss

        Ärger vermeiden lässt sich, wenn Bauherren vor dem Vertragsabschluss eine juristische Beratung einholen, in der

        • Leistungsbeschreibung,
        • Zahlungsplan und
        • Vertragsklauseln

        geprüft und falls nötig geändert werden. Von großer Bedeutung ist dabei die Überprüfung des Zahlungsplans, denn ausstehende Zahlungen sind das wichtigste Druckmittel gegenüber der Baufirma.

        Zu empfehlen ist auch die fortlaufende Kontrolle der Bauarbeiten durch einen von der Baufirma unabhängigen Experten - einen Architekten oder ein Bauingenieur. Acht bis zehn Besichtigungen durch einen baubegleitenden Fachmann kosten je nach Umfang und Region 2000 bis 4000 Euro. Die Chancen auf eine stressfreie Bauabnahme erhöhen sich dadurch jedoch erheblich.

        Es ist vollbracht, das Haus steht - fehlt zuletzt noch die Bauabnahme...

        Tipps zur Bauabnahme samt Abnahmeprotokoll

        Sind alle Bauarbeiten beendet, bedarf es einer Qualitätskontrolle: bei der Bauabnahme sollten einige Punkte beachtet werden. Es kommt immer wieder vor, dass diese im Bauvertrag nicht präzise festgehalten wird.

        Fakt ist, dass nun die endgültige Zahlung fällig wird. Damit geht auch die Haftung für das Haus auf den neuen Hausbesitzer über. Wird man jetzt Baumängel feststellen, muss man beweisen können, dass diese auf einen Leistungsmangel seitens Handwerker oder Bauträger zurück zu führen sind.

        Es gilt, sich auf die Bauabnahme gründlich vorzubereiten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Anfertigung des Abnahmeprotokolls.

        In diesem findet man Beschreibungen möglicher Mängel samt Fotos; ein Zeitraum, in dem diese nachgebessert werden müssen, sollte festgelegt werden. Natürlich müssen alle Beteiligten unterschreiben.

        Wichtige Punkte, die in das Abnahmeprotokoll gehören:

        • Name des Bauherrn
        • Adresse der Baustelle
        • Auftragsnummer
        • Datum des Bauvertrages
        • Nennung der Leistung, die abgenommen werden soll
        • Angabe des Datums des Beginns und der Fertigstellung der Bauleistung
        • Ort und Datum der Bauabnahme
        • Teilnehmer der Baubegehung
        • Auflistung sämtlicher Mängel (bekannte als auch neue)
        • Einvernehmliche Vereinbarung zum Zweittermin nach Beseitung der Mängel
        • Unterschriften des Auftraggebers und Auftragnehmers

        Die Bauabnahme ist nicht für jeden Bauherrn eine einfach zu bewältigende Angelegenheit. Wer Zweifel hat, engagiert am besten einen Sachverständiger.

        Grundinformationen zum Hausbau

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        Quellenangaben

        • Bildnachweis: Haus mit Plan und Ziegelsteinen © Gerhard Seybert - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Hand mit Haus und Geld und Schlüssel © Robert Kneschke - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Hausplan mit Taschenrechner © Gina Sanders - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: family grass sky. dream house © Pavel Losevsky - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Familie © grafikplusfoto - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Haus und Geldscheine © Eisenhans - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Planung des Traumhauses © bilderbox - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Stilvolles Einfamilienhaus © Digitalpress - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Man signing a contract when buying a new house © Gajus - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: The key symbolizes the house that is waiting for you © ktsdesign - www.fotolia.de

        Autor:

        Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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