10. Juli 2007
Wer denkt, dass Sprachreisen ausschließlich auf die Zielgruppe der Schüler und Studenten ausgerichtet ist, der irrt gewaltig. Die unterschiedlichen Angebote richten sich an Interessierte aller Altersklassen, angefangen von den Schülern über Jugendliche und Erwachsene; auch Eltern-Kind-Sprachreisen stehen im Programm.
Die Informationswege sind vielfältig, angefangen von Aushängen in Büchereien und Volkshochschulen über Kataloge, die auf Wunsch zugesendet werden können, bis hin zu Homepages im Internet. Manchmal kann man direkten Kontakt mit der Sprachschule aufnehmen, meist erfolgt dieses jedoch über eine Vermittleragentur, deren Mitarbeiter sich auf die unterschiedlichen Länder spezialisiert haben. Ist die Sprachbarriere noch zu hoch, ist es nicht verkehrt, sich hier professionelle Hilfe zu holen. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Agentur auch wirklich persönlichen Kontakt zu der Sprachschule hält und dass nicht übermäßig hohe Aufschläge auf die Kosten entrichtet werden.
Nach der Buchung kann der Urlaub mit Lerneffekt starten. Die Gründe für einen solchen sind vielfältig: Schüler können die neue Sprache direkt in deren Heimatland lernen oder vertiefen; Erwachsene können ihre Berufschancen durch einen Sprachneuerwerb verbessern oder ihren Interessen folgen. Das Motto heißt "Learning by doing" - wenn man erst einmal im Zielland angekommen ist, ist man gezwungen, die neue Sprache zu gebrauchen. Schüchterne tun sich hier manchmal schwer, ebenso solche, die eine schulähnliche Atmosphäre erwarten, die jederzeit nach dem Unterricht verlassen werden kann. Wer jedoch seine erste Scheu überwindet und sich auch mal darauf einlässt, sich nicht augenblicklich problemlos verständigen zu können, hat die Chance, seine Kenntnisse durch regelmäßigen Gebrauch zu erweitern und vor allem zu festigen. Obwohl der von Muttersprachlern abgehaltene Unterricht - in verschiedenen Umfängen - zum Sprachurlaub dazu gehört, hängt der individuelle Erfolg letztlich ganz entscheidend von jedem Einzelnen ab. Wer sich nach den Lektionen schweigend an den Pool legt, wird das Erlernte rasch wieder vergessen. Wer aber ausprobiert, ob das neu Angeeignete auch von den Einheimischen verstanden wird, kann Erfolge erzielen.
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