Expeditionen - Merkmale, Formen, Planung und Ausrüstung

Ansicht von unten: Zwei Freundinnen beim mit Kletterausrüstung beim Klettern an einer Bergwand

Planung und Vorbereitung einer Expedition

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  • von Paradisi-Redaktion

Als Expeditionen bezeichnet man Entdeckungsreisen bzw. Forschungsreisen in abgelegene oder unwegsame Regionen. Da sie zumeist in schwierigem Gelände stattfinden, erfordern sie eine sorgfältige Planung und Vorbereitung. Die Möglichkeiten, die unterschiedlichen Regionen im Rahmen einer Entdeckungsreise zu erkunden, sind vielfältig. Tauchen Sie ein in die Welt der Expeditionen und lesen Sie alles Wissenswerte über diese Art zu reisen.

Expedition: Merkmale und Formen

Unter einer Expedition versteht man eine Reise in ein unwegsames oder abgelegenes Gebiet. Eine Forschungs- oder Entdeckungsreise ist ein Urlaub der Sonderklasse und sicher nicht jedermanns Sache. Doch wenn der Hunger nach Abenteuer besteht, dann ist eine Expeditionen genau das Richtige.

Ob eine Reise in die Wüste, in den Dschungel oder ins Gebirge, es gibt überall Rätselhaftes zu entdecken und zu erforschen. Wichtig ist dabei das Erlebnis, auf sich selbst oder auf die Expeditionsgruppe angewiesen zu sein.

Das Leben auf Expeditionen spielt sich sehr nahe am Puls der Natur ab und es kommt immer wieder zu unvorhersehbaren Situationen, die gemeistert werden müssen. Ein bisschen Mut gehört sicher dazu, sich auf dieses Abenteuer einzulassen und das Hotelzimmer gegen ein kleines Zelt zu tauschen, doch wer dies wagt, wird unvergessliche Eindrücke aus seiner Reise mit nach Hause nehmen können.

Die einfachen Dinge des Lebens lieben lernen

Das Erlebnis, Geheimnisse der Natur zu lüften oder Überbleibsel aus längst vergangenen Zeiten zu entdecken und somit ein Stück der Erdgeschichte aus der Nähe mit erleben zu dürfen, ist ein Erlebnis, welches viele Menschen innerlich verändert. Das Leben mit dem Abenteuer und nur das Nötigste an Ausrüstung mit sich zu führen, zeigt, wie wenig der Mensch doch eigentlich braucht, um leben zu können. Wer nach vier Wochen Expedition in den Alltag zurückkehrt, merkt oft sehr schnell, wie sehr das Leben mit Luxusgütern den Menschen in seiner Wahrnehmung und in seinem natürlichen Erlebnisdrang einschränkt.

Erlebnisse wie Wassersuche oder kalte Nächte unter freiem Himmel verbringen zu müssen, weil eben kein Hotelzimmer mit Dusche und Vollpension wartet, sorgen dafür, Luxus mit anderen Augen zu sehen. Der Abstand zum Alltag und das Spiel der Natur führen dazu, dass man innerliche Ruhe findet und die Gelegenheit bekommt, sich selbst in Frage zu stellen.

Somit sind Expeditionen auch zum Teil eine gute Therapie für Körper und Seele. Viele Menschen haben durch diese Erlebnisse schon zurück zu sich selbst gefunden und ihre Liebe zum natürlichem Leben wieder entdeckt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Expedition zu gestalten...

Expedition als Forschungsreise

In der Vergangenheit wurden Expeditionen vor allem als Forschungsreisen oder Entdeckungsreisen unternommen. Dabei führten geographische Gesellschaften die Reisen im Auftrag von Regierungen aus, um neue Gebiete zu entdecken und zu kolonisieren. Auch die Entdeckung von Rohstoffen spielte eine wichtige Rolle.

Ab dem 18. Jahrhundert wurden dann vermehrt wissenschaftliche Expeditionen durchgeführt, um Flora und Fauna der Reiseziele zu studieren oder an bestimmte Ziele wie die Arktis oder Antarktis zu gelangen. Auch in der Gegenwart werden Expeditionen, die als Forschungsreisen dienen, durchgeführt. Auftraggeber dieser Reisen sind Forschungsanstalten oder Universitäten.

Typische Expeditionsziele sind dabei beispielsweise die Fachbereiche

  • Erdwissenschaften (wie Geologie, Geografie, Geophysik etc.)
  • Biowissenschaften (wie Zoologie, Botanik, Paläontologie etc.) sowie
  • Atmosphärenwissenschaften (wie Klimakunde, Aeronomie, Meteorologie etc.)

Die im Folgenden erwähnten Trekking- sowie Bergsteigertouren haben nichts mit wissenschaftlichen Expeditionen gemein; sie werden jedoch im Bereich des Marketings als diese bezeichnet.

Trekkingexpeditionen

Doch auch auf dem privaten Sektor finden so genannte Trekkingexpeditionen statt. Eine Trekkingexpedition zählt zu den anspruchsvollsten Trekkingformen. Durchgeführt werden solche Expeditionen in der Regel in abgelegenen Gegenden, die nur spärlich oder auch überhaupt nicht besiedelt sind.

Expeditionsbergsteigen

Eine Herausforderung der besonderen Art ist das Expeditionsbergsteigen. Dabei wird ein hoher Berg mehrere Tage lang von einer Gruppe bestiegen. An einer solchen Expedition nehmen prinzipiell mehrere Bergsteiger, mindestens ein Bergführer sowie eine Mannschaft teil.

Fortbewegung und Transport

Je nachdem, welche Form die Expedition aufweist und wo bzw. wohin sie durchgeführt wird, werden unterschiedliche Fortbewegungs- und Transportmöglichkeiten in Erwägung gezogen. Möglich sind in diesem Zusammenhang Fortbewegung und Transport:

  • zu Fuß
  • mit dem Mountainbike
  • mit Reittieren
  • motorisiert z.B. mit Geländewagen
  • luftunterstützt mit Flugzeug oder Hubschrauber
  • wassergestützt mit Schlauchbooten, Kajaks etc.
Expeditionen als Abenteuer- und Forschungsreisen
Expeditionen als Abenteuer- und Forschungsreisen

Geschichte: Reisen zu unberührten Flecken dieser Erde

Spricht man von "Terra incognita", meint man damit unberührte Flecken unserer Erde, also Gebiete, von denen es weder eine Beschreibung noch eine genaue Karte gibt.

Herkunft und damalige Verwendung

Der Begriff "Terra incognita" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt "unbekanntes Land". In früheren Zeiten wurde die Bezeichnung häufig auf damals gebräuchlichen Seekarten oder Landkarten verwendet, um auf diese Weise Gegenden zu markieren, die seinerzeit noch nicht erforscht worden waren.

Teilweise benutzte man für die Markierung, dieser als Terra incognita bezeichneten Regionen, Zeichnungen von Fabelwesen, wie zum Beispiel Drachen.

Zu den bedeutendsten Gebieten Terra incognitas gehörte "Terra Australis incognita". Mit diesem Begriff bezeichnete man die große Landmasse auf der südlichen Seite des Erdballs.

Diese Landmasse galt seinerzeit als Gegengewicht zu den Kontinenten auf der Nordhalbkugel der Erde. Daher bedeutete das Wort Australis "südlich".

In der Antike glaubte man an die Existenz eines großen Südkontinents, der die Grenze zum Indischen Ozean bildete und zugleich eine Verbindung zu Afrika besäße. Da aber niemand dieses Land gesehen hatte, nannte man es "Terra Australis incognita".

Auch spätere Kartenzeichner verwendeten diese Bezeichnung, die von dem griechischen Geographen und Mathematiker Claudius Ptolemäus (100–175) geprägt worden war, sodass man lange Zeit von einem fiktiven Südkontinent ausging, der sich bis zum Südpol erstreckte. Sogar Flüsse oder Gebirge, die nur in der Phantasie mancher Kartenzeichner existierten, wurden in die Karten eingetragen. Erst im 18. Jahrhundert bewies der englische Seefahrer James Cook (1728-1779) mit einer Expeditionsreise, bei der die Antarktis umsegelt wurde, dass es diesen sagenhaften Kontinent nicht gab.

In der heutigen Zeit ist der Begriff "Terra incognita" nicht mehr von Bedeutung, da die Erde vollständig erforscht und kartographiert ist. Man verwendet die Bezeichnung aber noch gelegentlich für unbekannte Wissensgebiete.

Für einen Reisenden kann Terra incognita auch bedeuten, dass er während seiner Reise ihm bisher unbekannte Flecken dieser Erde neu entdeckt. Dabei kann es sich sowohl um eine Wanderung handeln als auch um eine ethnologische Reise zu indigenen Völkern, die abseits der bekannten Zivilisation leben.

Blickt man auf die Geschichte des Expeditionsreisens zurück, sollte Christoph Kolumbus wohl nicht ungenannt bleiben...

Christoph Kolumbus, der Entdecker Amerikas

In der heutigen Zeit ist es mithilfe moderner Technik problemlos möglich, zu den exotischsten Reisezielen des Erdballs zu gelangen. Doch diese Gebiete, die in der Gegenwart ganz selbstverständlich erreicht werden können, mussten in früheren Jahrhunderten erst einmal entdeckt werden. Zu den bekanntesten Entdeckern der Menschheitsgeschichte zählt Christoph Kolumbus, der Entdecker Amerikas.

Obwohl bereits die Wikinger unter Leif Eriksson den amerikanischen Kontinent erreichten, wird dennoch Christoph Kolumbus als eigentlicher Entdecker Amerikas angesehen, was vor allem daran liegt, dass erst durch ihn die dauerhafte Kolonisierung dieses Kontinents begann. Dabei war es gar nicht das Ziel, von Kolumbus einen neuen Kontinent zu erschließen, sondern stattdessen eine Route über den Seeweg nach Indien zu finden.

Das Leben und Reisen des Christoph Kolumbus

Geboren wurde Christoph Kolumbus vermutlich im Jahre 1451 in der italienischen Hafenstadt Genua. Als Kind einer Weberfamilie konnte er zunächst weder lesen noch schreiben, lernte es später aber und wurde Seefahrer.

Christoph Kolumbus größtes Ziel war es stets, einen neuen Seeweg nach Indien und Japan zu finden. Nach den Studien alter Karten und Schriften gelangte er zu der Ansicht, dass man Indien erreichen könne, wenn man nach Westen über den Atlantischen Ozean segelte. Nach zahlreichen vergeblichen Versuchen seine Expedition zu finanzieren, gelang es ihm schließlich, das spanische Königshaus für seine Idee zu gewinnen.

Nach der Zusicherung gewisser Rechte begann Kolumbus seine geschichtsträchtige Reise am 3. August 1492 mit den drei Schiffen "Santa Maria", "Pinta" und "Nina" sowie einer Besatzung von 90 Mann. Die Expeditionsfahrt dauerte jedoch wesentlich länger, als der Genuese angenommen hatte, da er die Größe des Ozeans unterschätzte.

Schließlich wurden seine Männer nach acht Wochen unruhig und drohten zu meutern. Doch dann, nach 71 Tagen Seereise, fand man schließlich Land. Dabei handelte es sich aber nicht um Indien oder Japan, sondern um eine Insel der Bahamas, die den Namen San Salvador erhielt.

Im weiteren Verlauf der Expedition wurden auch Kuba und die Antilleninsel Hispaniola entdeckt, auf der sich in der Gegenwart die Dominikanische Republik und Haiti befinden. Da Kolumbus der Ansicht war Ostindien gefunden zu haben, nannte er die Eingeborenen Indianer.

Nach seiner ersten Expedition unternahm der Genuese noch drei weitere Reisen, in deren Verlauf er Jamaika, die kleinen Antillen, Puerto Rico sowie das nördliche Südamerika entdeckte. Christoph Kolumbus starb am 20. Mai 1506 im spanischen Valladolid.

In Papua-Neuguinea wurden über 200 neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt

Im Rahmen einer zweimonatigen Expedition in Papua-Neuguinea im letzten Jahr wurden insgesamt über 200 neue Pflanzen- und Tierarten entdeckt, darunter auch ein Flughund, der mit seiner Erscheinung ein bisschen an Yoda aus den "Star Wars" Filmen erinnert.

Zwei Säugetier-, 24 Frosch-, neun Pflanzen- und je über 100 Insekten- und Spinnenarten konnten im Regenwald in Papua-Neuguinea entdeckt werden. Am besondersten war eine Flughundart, die mit ihrer schlauchförmigen Nase und dem Körperbau eine gewisse Ähnlichkeit mit Yoda haben.

Abenteuer in der Antarktis: Mit dem Boot durch den Südatlantik

Sechs mutige Abenteurer aus Australien und Großbritannien auf den Spuren des legendären Shackleton

Kleine, brechende Wellen im Meer
Aufgewühltes Meer © Frank Optendrenk - paradisi.de

Auf den Spuren des legendären Antarktisforschers Ernest Shackleton machten sich sechs mutige Abenteurer aus Australien und Großbritannien auf den Weg durch den eisigen Südatlantik.

Die gleiche Ausgangslage

Wie einst Shackleton und seine Crew brachen die Männer am 24.Januar von der Elefanteninsel südlich von Feuerland auf und erreichten nach zwölf Tagen und 1500 Kilometern die Insel Südgeorgien in der Antarktis.

Der Clou dabei: Sie nutzten einen Nachbau des Rettungsbootes "James Caird", mit dem Shackleton im Jahr 1916 die gleiche Strecke zurücklegte um seine auf Südgeorgien festsitzende Mannschaft zu retten. Auch die Ausrüstung, die den modernen Abenteurern zur Verfügung stand, war die gleiche, die einst Shackleton benutzte.

Zu Fuß durch Südgeorgien

Während einer Antarktisdurchquerung war Ernest Shackleton im Jahr 1915 mit seinem Schiff Endurance im ewigen Eis steckengeblieben und musste das Schiff aufgeben. Er konnte sich mit einem Teil seiner Crew in Rettungsbooten zur Elefanteninsel durchkämpfen und dort Hilfe holen.

Auch den letzten Teil der Rettungsaktion wollen seine modernen Nachahmer noch durchstehen: Zu Fuß durch das bergige Innere Südgeorgiens zu dem Punkt wandern, wo Shackletons Crew in einer Walfängerstation auf die Rettung wartete.

Wissenschaftler prüfen: Wie lebt es sich auf dem Mars?

Astronaut schwebt im Weltall, die Milchstraße und zwei Planeten im Hintergrund
Astronaut spaceman outer space. Elements of this image furnished by NASA © nikonomad - www.fotolia.de

Es klingt wie ein Szenario aus einem Science-Fiction-Film: Wissenschaftler prüfen jetzt, ob ein Leben auf dem Mars möglich wäre - und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen. Tatsächlich wird weltweit an einer baldigen Weltraumreise auf den Planeten getüftelt.

Die europäische Raumfahrtorganisation Esa hat jetzt ein Team von Experten zusammengestellt, die das Leben auf dem "roten Planeten" zunächst simulieren sollen. Die Bedingungen sind dabei jedoch ähnlich hart wie vor Ort: Bei sengender Hitze leben die Wissenschaftler in einer engen Kapsel zusammen - Privatsphäre adé! Nicht nur das Zusammenleben in einer Gemeinschaft auf kleinstem Raum soll hier geprobt werden, sondern auch der Anbau von Grundnahrungsmitteln.

Weil die Raumkapsel nämlich keinen unnötigen Ballast gebrauchen kann, muss das Gepäck entsprechend schmal sein. Das bedeutet: Wer länger auf dem Mars verweilen möchte, der muss direkt vor Ort Nahrungsmittel produzieren. Ob das möglich sein wird, ist noch nicht sicher. Fest steht, dass in nicht einmal 20 Jahren eine Weltraummission in Richtung Mars unterwegs sein wird.

Tierische Weltraumexpedition wieder auf der Erde zurück

Einen Monat lang verbrachte eine Raumkapsel im All, die mit Tieren "bemannt" worden war. Zur Besatzung gehörten Schnecken, Fische und Mäuse. Jedes Tier bewohnte seinen eigenen Käfig. Die Tiere sollten zeigen, wie sich die kosmischen Strahlen auf den Organismus auswirken.

Jetzt sind sie wieder gelandet. Wenn auch einige den Ausflug nicht überlebt haben, so sehen die Wissenschaftler die Expedition trotzdem als Erfolg an. Denn die Erkenntnisse sollen in bemannte Ausflüge ins Weltall einfließen, vor allem wenn es um lange Flüge wie zum Mars geht. Mit dem Experiment soll festgestellt werden, welche Vorkehrungen getroffen werden müssen, um den menschlichen Organismus entsprechend auf die Schwerelosigkeit vorzubereiten.

575 Kilometer von der Erde entfernt hielten sich die tierischen Astronauten auf. Während der gesamten Zeit wurde die Besatzung mit Videokameras auf ihren Zustand überwacht.

Russland plant eine Station auf dem Mond ab dem Jahr 2030. Sie will dann damit anfangen, bemannte Raumschiffe zum Mars zu schicken.

Das Land ist Vorläufer, wenn es um tierische Versuche zum Nutzen der menschlichen Weltraumflüge geht. Die Russen ließen bereits Affen ins Weltall und 1957 durfte die Hündin Laika als erstes lebendes Wesen überhaupt den Weltraum erkunden. Erst dann schickten die Russen Juri Gagarin in den Weltraum, das war 1961.

Die Schönheit der Antarktis

Die Antarktis lockt jährlich zahlreiche Menschen an, die die Schönheit der Eislandschaft bestaunen wollen

Antarktis: Eisberge im Wasser unter blauem Himmel
Arch shaped iceberg Antarctica © doethion - www.fotolia.de

Der Südpol ist eine eigene Welt für sich und übt nicht nur auf Forscher einen großen Reiz aus. Wer hautnah oder in einer Dokumentation das Ross-Schelfeis wie eine riesige Wand aufragen sieht, hält instinktiv den Atem an.

Hierbei handelt es sich um das größte Schelfeis des gesamten Planeten. Die Eiswand kann bis zu einhundert Meter hoch werden und dehnt sich in der Breite auf circa 500 Kilometer aus. Die Eisfläche der Antarktis ist riesig und glänzt unter Sonnenlicht wie ein großer Eisdiamant.

Der Mount Melbourne - ein Naturspektakel

Viele Forscher, Fotografen und Filmemacher und Abenteurer zieht es jedes Jahr zum südlichen Ende des Erdballs. Ein besonderes Highlight ist der Mount Melbourne, ein Stratovulkan. Dieser Vulkan stößt ohne Pause weißen Rauch aus und doch ist sein Gipfel von einer Schneeschicht bedeckt. Dieses Naturschauspiel allein ist einen Besuch für Expeditionen wert.

Möglich wird das Erkunden durch Schiffe, die mit genügend Wärmquellen und Lebensmitteln von Neuseeland aus aufbrechen. Die Reise führt über das Rossmeer, das im Sommer größtenteils eisfrei ist und daher die Reise möglich macht.

Große Tierpopulationen

Diese Eisfreiheit verdient das Meer dem Tiefenwasser, das deutlich wärmer ist und viele Nährstoffe für die tierischen Bewohner der Antarktis mit sich bringt. Aus diesem Grund ist die Population an

sehr groß. Auch Pinguine leben in der Antarktis; vor allen Dingen der weltbekannte Kaiserpinguin.

Das reiche Fischvorkommen der Antarktis hat jedoch auch seine Schattenseite. Viele Konzerne haben die reichen Bestände für sich erkannt und machen ohne Gedanken an die Zukunft Jagd auf die Tiere. Besonders der Antarktische Seehecht wird als Speisefisch hoch gehandelt und sein Bestand geht Jahr für Jahr zurück. Bislang gibt es keinen Vertrag, der das Fischen im Rossmeer sinnvoll regelt.

Hinweise zur Planung und Ausrüstung

Grundsätzlich gehören körperliche Fitness und Gesundheit zu den wichtigsten Voraussetzungen für die Teilnahme an einer Expedition. Daher sollte vor der Reise beim Arzt ein Gesundheitscheck durchgeführt werden.

Besonders das Expeditionsbergsteigen ist sehr aufwendig und zudem nicht ungefährlich; es erfordert es eine besonders exakte Planung. So lässt sich eine solche Expedition nicht einfach spontan durchführen, sondern muss über einen längeren Zeitraum gut vorbereitet werden.

Um den Körper vor einer Expeditionstour in die Berge an den geringeren Sauerstoffgehalt und den niedrigeren Luftdruck zu gewöhnen, werden zur Vorbereitung weniger hohe Berge bestiegen.

Ebenso muss das Wetter in die Planung einbezogen werden. Nur wenn die Wetterlage längere Zeit stabil ist, sollte man beispielsweise eine Expedition in die Berge unternehmen. Zudem darf eine Bergexpedition niemals auf eigene Faust durchgeführt werden, denn ohne die Unterstützung von erfahrenen Profis wäre dies lebensgefährlich.

Besonders wichtig für die Planung einer Expedition ist natürlich die passende Ausrüstung, die genauestens bedacht werden muss, denn sowohl zu viel als auch zu wenig Ausrüstungsgegenstände können die Expedition gefährden. Das notwendige Equipment hängt natürlich von der Art der Expedition ab; möglich ist daher die Ausrüstung aus unterschiedlichen Bereichen, z.B.:

  • Rucksäcke
  • Mountainbikes
  • Sicherungsequipment (z.B. Kletterseile, -gurte etc.)
  • spezielle Funktionskleidung
  • spezielle Schuhe
  • Sonnenschutz/Schneeschutz/Windschutz/Kälteschutz...
  • Zelte/Schlafsäcke/Isomatten
  • Kompasse/GPS
  • Taschenlampen und Taschenmesser
  • Geschirr/Besteck etc.
  • Mütze/Sonnenbrillen/Handschuhe
  • Erste-Hilfe-Set
  • Proviant

Man sollte sich bei der Auswahl stets an einen Profi wenden und sich dementsprechend beraten lassen. Dabei sollte man mit hohen Ausgaben rechnen, denn die teils waghalsigen Expeditionen sollten immer nur mit qualitativ hochwertiger Ausrüstung erfolgen.

Wichtige Voraussetzung: Wildnisfähigkeit

Die Teilnahme an einer Expedition stellt für den Reisenden eine große Herausforderung dar. Zwar lassen sich auf Expeditionsreisen interessante, unbekannte Gebiete erkunden, doch sollte man der eigenen Sicherheit zuliebe über entsprechende Wildnisfähigkeiten verfügen.

Die eigene Wildnisfähigkeit ist auf einer Expedition besonders wichtig
Die eigene Wildnisfähigkeit ist auf einer Expedition besonders wichtig
Definition und Abgrenzung

Unter dem Begriff "Wildnisfähigkeit" versteht man bestimmte Fähigkeiten und spezielle Kenntnisse, die nicht nur für das Vorankommen auf einer Expedition, sondern auch für das Überleben in dem Gebiet, in dem sich der Teilnehmer aufhält, äußerst wichtig sind. Solche Wildnisfähigkeiten sind also für die eigene Sicherheit unverzichtbar.

Da es sich bei einer Expedition jedoch nicht um ein Überlebenstraining handelt, gehören Kenntnisse, wie sie bei Einzelkämpferlehrgängen oder Survival-Kursen vermittelt werden, nicht dazu. Allerdings kann es durchaus zu Überschneidungen kommen.

Erwerben lassen sich Wildnisfähigkeiten an speziellen wissenschaftlichen Instituten. Diese bieten Lehrveranstaltungen für eigene Studenten oder akademische Teilnehmer an, um Mitglieder einer Expedition hinreichend auszubilden.

Notwendige Fähigkeiten

Für die Teilnahme an einer Expedition sind bestimmte Fähigkeiten notwendig. Dazu gehören unter anderem allgemeine Fertigkeiten und Kenntnisse im Umgang mit technischen Geräten.

Auch bestimmte staatlich geprüfte Berechtigungen wie zum Beispiel

können mitunter erforderlich sein. Je nach Ziel der Expedition gehören auch Grundkenntnisse über

zu den benötigten Wildnisfähigkeiten. Einige Institute fordern für die Teilnahme an einer Expedition zudem fortgeschrittene Kenntnisse im Brandschutz.

Diese können an dem Ausbildungszentrum Schiffssicherung oder der ABC- und Selbstschutzschule erworben werden. Auch die Fähigkeit, ein Kraftfahrzeug zu reparieren, kann für eine Expedition lebenswichtig sein, da in entlegenen Gebieten in der Regel keine Werkstatt zur Verfügung steht.

Eine besonders wichtige Wildnisfähigkeit ist die handlungssichere erweiterte Erste Hilfe. Dazu muss der Expeditionsteilnehmer in der Lage sein, im Notfall zielgerichtete Erste Hilfe zu leisten. Erforderlich für eine erweiterte Erste-Hilfe-Leistung sind unter anderem Grundkenntnisse über die Notfallmedizin, zu der auch

gehören. Da auf einer Expedition der Küchendienst von den Teilnehmern zumeist selbst verrichtet werden muss, können auch spezielle Kochkenntnisse zu den Wildnisfähigkeiten zählen.

Grundinformationen und Hinweise zu Expeditionen

  • Expeditionen - Merkmale, Formen, Planung und Ausrüstung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Klettern © Cmon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Handsome young hiker with camera © guerrieroale - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hiking couple © Alexander Raths - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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