Sollte Fremdgehen verziehen werden? Tipps zum richtigen Verhalten nach einem Seitensprung

Junge Frau mit verweinten Augen steht besorgt am Fenster

Was tun nach dem Geständnis der Untreue - Wie geht man am besten mit einem Seitensprung um?

Ein Seitensprung ist passiert und der betrogene Partner hat davon erfahren. Nun muss er sich entscheiden, ob er den Seitensprung verzeihen kann oder nicht. Viele Menschen geraten irgendwann in ihrem Leben in eine solche Situation, und die Entscheidung fällt nicht immer leicht. Meist gibt es kein Schwarz oder Weiß, sondern im Gegenteil sehr viele Grauzonen. Wir können keine Entscheidung für Sie treffen. Aber wir können Ihnen sagen, was dafür und dagegen spricht, einen Seitensprung oder ein Fremdgehen zu verzeihen.

Ein Betrug ist immer eine bewusste Entscheidung gegen die Liebe

Ein Seitensprung oder ein dauerhaftes Fremdgehen ist ein Zeichen für mangelnden Respekt dem Partner gegenüber. Denn niemand kann behaupten, ein Seitensprung sei ihm einfach so "passiert".

In jedem Fall geht der Tat selbst eine bewusste Entscheidung voran. Wer grundsätzlich nicht bereit zum Fremdgehen ist, der kann auch nicht einfach so schuldlos zu einem armen Verführungsopfer werden.

Die Beziehung wird nie wieder dieselbe sein

Der betrogene Partner wird durch das Fremdgehen tief verletzt und sein Vertrauen zum Partner wird erschüttert. Wenn Sie betrogen wurden, sind Sie dann der Meinung, dass Sie das jemals wieder vergessen können?

Zwar können Sie großmütig versuchen, den Betrug zu verzeihen. Aber selbst Jahre später werden sich Ihnen noch die Nackenhaare sträuben, wenn Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin auch nur in einem angeregten Gespräch mit einem möglichen Flirtpartner erleben.

Wenn das Vergeben ausgenutzt wird

Außerdem: Welche Botschaft erhält der betrügende Partner, wenn Sie ihm sein Fremdgehen verzeihen? Wird er nicht unweigerlich denken, dass er noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen ist, und es nächstes mal vielleicht schlauer anstellt? Sobald sich ihm die nächste oder übernächste verlockende Gelegenheit bietet, kann es sein, dass er dieser erneut nachgeben wird, in der Gewissheit, dass er damit bei Ihnen durchkommen wird.

Männer mit schlanken Freundinnen gehen öfter fremd

Junge Frau guckt eifersüchtig wegen eines turtelnden Paares im Hintergrund
Woman Jealous Of Loving Couple © highwaystarz - www.fotolia.de

Nach einer Umfrage, bei der 1.000 Männer befragt wurden, begehen zwei Drittel der Männer einen Seitensprung, um sich mit einer schlankeren und jüngeren Frau einzulassen. Das wichtigste Kriterium ist bei knapp 75 Prozent der untreuen Männer das Aussehen. Die durchschnittliche Dauer einer solchen Beziehung ist drei Monate.

Mit fülligeren Frauen sind sieben von zehn Befragten zufrieden. Da es dabei mehr auf die Persönlichkeit ankommt, halten diese Beziehungen im Durchschnitt vier Jahre an.

Ohne Bedauern gehen die meisten Deutschen fremd

Liebespaar liegt halbnackt neben dem Bett auf dem Holzboden, sie sitzt in Slip und Oberteil auf ihm
Passionate couple kissing © Andriy Bezuglov - www.fotolia.de

Im Auftrag der Zeitschrift "Lisa" führte das Meinungsforschungsinstitut "Emnid" eine Umfrage durch, die ergab, dass die meisten Menschen das Fremdgehen nicht bedauern. Von den befragten Menschen, waren nur 14 Prozent, die einen Seitensprung hatten und die wenigsten bereuten diesen.

Bei den Frauen waren 75 Prozent, die nach einem solchen Abenteuer keine Gewissenbisse hatten, wobei von den Männern 58 Prozent ein schlechtes Gewissen eher ihren Seitensprung verschwiegen hatten.

Studie: Männer gehen weniger „fremd“ als Frauen

Nach einer Studie des Magazins "Best Life" gehen Männer weniger fremd als Frauen, denn von den Befragten haben 32 % der Männer einen Seitensprung zugegeben, aber 44 % der Frauen betrügen ihre Männer. Sehr viele der Personen, die fremdgehen, haben danach auch kein schlechtes Gewissen gegenüber ihren Partnern.

Nach der Studie zu urteilen ist die sexuelle Lustlosigkeit der Männer für das Fremdgehen der Frauen verantwortlich.

Männer gehen häufiger fremd

Ein Studie zum Thema Fremdgehen hat ergeben, dass 70 Prozent der befragten Teilnehmer noch nie fremd gegangen sind. Durchgeführt wurde die Studie vom Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag des Magazines "Reader´s Digest".

In der November-Ausgabe werden die Ergebnisse der Studie veröffentlicht. Von den Befragten gaben elf Prozent an, ihren Partner schon mal betrogen zu haben. Von 17 Prozent wurde sogar die Aussage verweigert. Die Studie zeigte außerdem, dass mit 17 Prozent mehr Männer fremdgehen, als die Frauen mit nur sechs Prozent.

Jedem Vierten fehlt die Abwechslung in der Beziehung

Paar hat Probleme im Bett, sie sitzt vorne auf der Bettkante und hält die Hand vor das Gesicht, er liegt im Hintergrund
Upset young couple having problems with sex. © dmitrimaruta - www.fotolia.de

Fremdgehen belastet jede Partnerschaft extrem. Für viele deutsche Männer ist Fremdgehen aber offenbar kein Tabu. Das belegen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 654 Männern ab 16 Jahren, die zurzeit in einer festen Partnerschaft leben im Auftrag der "Apotheken Umschau".

So gab mehr als jeder fünfte Mann (22,6%), der in einer festen Beziehung lebt, an, er könnte sich vorstellen fremdzugehen. Allerdings käme diese Alternative für sie nur in Frage, wenn sie mit der sexuellen Beziehung mit ihrer Partnerin unzufrieden seien.

Anzeichen für Unzufriedenheit gibt es bei einigen bereits. Jeder Vierte (24,9%) vermisst in seiner Partnerschaft die Abwechslung im Liebesleben. Ebenso viele Männer (25,9%) würden sich von ihrer Partnerin generell mehr sexuelle Aktivität wünschen.

Lust auf Abwechslung - Warum Frauen betrügen

Oftmals gehen Frauen aus Gründen der Einsamkeit oder des Frusts ihrem Partner fremd

Dunkelhaarige Frau vor dem halbnackten Oberkörper eines durchtrainierten Mannes blickt erotisch in die Kamera
Junges Liebespaar - Frau hält Mann am Hemd fest © unpict - www.fotolia.de

Das vermeintlich schwache Geschlecht steht den Männern beim Thema Fremdgehen in nichts nach. Dies fand jetzt das Internet-Seitensprungportals "FirstAffair" in einer Umfrage mit 1000 Frauen heraus.

Von der Suche nach Abwechslung bis zum Gefühl der Einsamkeit

Knapp ein Drittel aller Befragten gab an, sich schon einmal mit einem anderem Mann als dem eigenen vergnügt zu haben. Die Gründe, die dafür von den Teilnehmerinnen angegeben wurden, sind vielfältig. Unangefochten auf Platz eins steht die Lust auf Abwechslung. 39 Prozent erklärten, ihr Liebesleben sei zur Routine geworden und sie suchten den Kick des Neuen.

Auf Platz zwei rangiert der Wunsch nach mehr Aufmerksamkeit. 25 Prozent fühlten sich so von ihren Liebsten vernachlässigt, dass sich sich in eine Affäre stürzten. Das dritthäufigste Motiv für ein Techtelmechtel außer Hause ist der Frust im Ehebett. 16 Prozent der befragten Frauen gaben an, sich ihre Befriedigung woanders zu holen, weil Sex mit ihrem Mann zur Seltenheit geworden sei.

Auf Platz vier liegt die Einsamkeit als Grund für Betrug. Wenn der Partner vor lauter Arbeit kaum noch zu Hause ist, lenken sich 13 Prozent der Frauen mit einem Liebhaber von einsamen Stunden ab. Abgeschlagen auf dem fünften Platz steht übrigens der Wunsch, den eigenen Marktwert zu testen. Nur fünf Prozent der Frauen gehen fremd, weil sie sich beweisen wollen, dass sie für die Männerwelt noch attraktiv sind.

Viele Deutsche sind einem Seitensprung nicht abgeneigt – hier die Top 5 der Fremdgeh-Partner

Nur 26 Prozent der Deutschen würden sich gegen einen Seitensprung entscheiden

Mann und Frau nackt im Bett, von Decke bedeckt, mit Silhouette einer verärgerten, eleganten Frau vorne
Paar im Bett © bilderbox - www.fotolia.de

Jeder hat so seine Traumpartner, mit denen man auch gerne intimer werden würde. Auch diejenigen, die in einer Partnerschaft leben. Eine Partnerbörse hat nun eine Studie zum Fremdgehen gestartet, die herausstellt, ob die Deutschen nun lieber Brad Pitt, den heißen jungen Mann von nebenan oder doch die sexy Arbeitskollegin im Bett hätten, statt des Partners.

Das Ergebnis:

Nur 26% der 1.005 Teilnehmer sagten, dass sie überhaupt keinen Seitensprung haben wollen würden – egal mit wem. Die restlichen waren nicht abgeneigt und hatten dabei verschiedenste Vorlieben. 17% würden dabei gerne den Chef oder Vorgesetzen vernaschen. Und soviel zu Mann-Frau-Freundschaften: 18% der Befragten würden Sex mit dem besten Freund oder der besten Freundin haben wollen. Aber auch der heiße Nachbar oder die sexy Nachbarin wird nicht verschmäht: 26% könnten sich was mit dem Anwohner vorstellen.

Doch jetzt wird's kritisch: wenn der oder die Liebste mal wieder Überstunden macht, ist durchaus Eifersucht angesagt, denn 48% der Befragten träumen vom Sex mit Arbeitskollegen. Ungeschlagen auf Platz 1, und auch die größte Gefahr mit 51%, ist der Expartner oder die Expartnerin. Also, Vorsicht walten lassen!

Intelligente Männer gehen angeblich seltener fremd

Britische Forscher wollen herausgefunden haben, dass Männer mit einem hohen Intelligenzquotienten seltener zu Seitensprüngen neigen. Der Soziologe Satoshi Kanazawa hat zwei große amerikanische Studien zum sozialen Verhalten und der Intelligenz von tausender Teenagern und Erwachsener verglichen. Zur britischen Zeitung "The Telegraph" sagte Kanazawa, es sei wahrscheinlich, "dass intelligente Männer mehr Wert auf Monogamie legen als ihre weniger schlauen Artgenossen."

Seiner Meinung nach ist die Ursache für das monogame Verhalten mit der Evolutionstheorie zu erklären. Möglicherweise lassen sich intelligentere Männer aber auch einfach seltener erwischen oder sie lügen besser, als Männer mit niedrigem IQ. Bei Frauen spielt der Intelligenzquotient laut Satoshi Kanazawa jedoch keine Rolle bezüglich ihres Sexualverhaltens. Ob sie einen oder mehrere Sexualpartner im selben Zeitraum haben, hat mit ihrer Intelligenz nichts zu tun.

Frauen stehen Männern bei Seitensprüngen in nichts nach – im Gegenteil!

Paar beim Sex auf dem Bett, Fokus liegt auf den ineinander gefalteten Händen
Young couple making love in bed focus on hand © marchsirawit - www.fotolia.de

Ja, wer hätte das gedacht? Frauen sind doch nicht immer die armen, unschuldigen Opfer, wie sie gerne dargestellt werden. Gerade im Thema Treue in der Beziehung scheint das nämlich ganz anders auszusehen, als bislang der allgemeine (Irr-?)Glaube war.

Eine Befragung einer Internet-Partnervermittlung unter 2.000 Frauen und Männern ergab, dass weit aus mehr Frauen als Männer in vorigen Partnerschaften betrogen haben.

Hier die Zahlen: von den Männern gaben 30% an, ihre frühere Partnerin im Bett betrogen zu haben, von den Frauen waren dies allerdings 38%!

Dies sollte man jedoch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Bei einem Seitensprung können emotionale Verletzungen nicht vermieden werden. Der Betrogene wird sich gekränkt fühlen. Gerade deshalb ist es besonders wichtig, dass die Grenzen einer Beziehung abgesteckt sind und sich beide Partner bewusst sind, worauf sie sich einlassen und wie sie „Treue“ interpretieren.

Fremdgehen liegt in den Genen

Wie Wissenschaftler feststellten, ist Fremdgehen teilweise in den Genen verankert

Blonde, langhaarige Frau beobachtet Mann beim Schlafen
Paar hat Probleme und Krise. Scheidung und Trennung. © Gina Sanders - www.fotolia.de

Zunächst klingt es nach der perfekten Ausrede für Menschen, die die Sache mit der Monogamie nicht so eng sehen: die Gene sind schuld! Tatsächlich haben Genetiker von State University of New York herausgefunden, dass sich durch einen Anteil im Erbmaterial Wahrscheinlichkeit fürs Fremdgehen in Partnerschaften stark erhöht.

Gen ist keine Ausrede

Von 180 getesteten und befragten Personen besaß ein Viertel das entsprechende genetische Merkmal. Bei ihnen lag die Rate an Seitensprüngen doppelt so hoch wie bei jenen ohne das Gen. Und wenn sie ihre Partner betrogen, dann eher mit einem One-Night-Stand als längerfristig.

Es handelt sich um eine bestimmte Variante des DRD4-Gens, das das Level des chemischen Botenstoffs Dopamin im Gehirn beeinflusst. Dieses ist bei Belohnungsmechanismen im Gehirn stark aktiv. In vorangegangenen Tests zeigte sich bei jungen Menschen mit dem Gen auch eine größere Offenheit für andere politische Einstellungen.

Eine Ausrede fürs Fremdgehen ist das Gen jedoch nicht: trotz der erblichen Vorbelastung waren einige der Probanden in ernsthaften Beziehungen auch treu.

Wo beginnt bei Casual Datern das Fremdgehen?

Das Casual Dating wird vor allem von den Paaren genutzt, die ihre Beziehung durch das Verabreden mit anderen Menschen wieder interessanter gestalten möchten. Die Unverbindlichkeit spielt hierbei eine große Rolle.

Das Unternehmen C-Date hat jetzt unter 3.710 Casual Datern eine Umfrage zum Thema Fremdgehen durchgeführt. So sagten 56 Prozent der Befragten aus, Betrügen würde für sie erst mit Sex beginnen. Flirten und Küssen zählen sie nicht zum Hintergehen dazu. 34 Prozent der Casual Dater fühlen sich jedoch schon dabei hintergangen. Zehn Prozent der befragten Nutzer sehen schon allein den Gedanken ans Fremdgehen als Betrug an.

Fremdgehen: Männer und Frauen halten Knutschen gleich häufig für verzeihbar

Wo Betrug anfängt - ob schon beim Küssen oder Flirten, beim Sex oder gar erst beim Verliebtsein - entscheidet jeder Mensch für sich selbst.

Einer Studie der "Bild der Frau" zufolge sind Frauen zweigeteilt, wo für die das Fremdgehen anfängt. 60 Prozent sind relativ strikt, und sagen, dass schon ein Kuss für sich nicht verzeihbar sei. Gleichzeitig erklären 55 Prozent der Befragten, ein einmaliger Ausrutscher sei womöglich verzeihbar.

Bei den Männern sind es nur wenig mehr, die eine Knutscherei unter den Tisch fallen lassen könnten. 57 Prozent erklärten, so etwas verzeihen zu können. Einig scheinen sich die Befragten jedoch zu sein, dass Sex definitiv nicht zu den Dingen gehört, die einen danach einfach weitermachen lassen, als sei nichts geschehen.

Darum gehen Männer und Frauen wirklich fremd

Welche Faktoren spielen bei Männern und Frauen für einen Seitensprung eine Rolle?

Junges Paar beim Sex im Bett, Gesichter nah beieinander
Intimate couple during sexual intercourse on the bed © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Amerikanischen Forschern der Universität von Indiana zufolge besteht ein Zusammenhang zwischen eigener Unsicherheit und der Wahrscheinlichkeit, einen Seitensprung zu begehen. Soweit, so bekannt. Doch bei der Befragung von 1000 vergebenen Personen beider Geschlechter zeigte sich, dass sich diese Unsicherheit besonders auf die eigenen Qualitäten im Bett bezieht.

Welche Faktoren erhöhen des Risiko für einen Seitensprung?

Wenn "er" zu früh kommt, oder Probleme mit der Potenz hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit für Sex außerhalb der Beziehung um 6 Prozent erhöht. Frauen, die sich unwohl mit ihrer eigenen Sexualität und ihren "Qualitäten" fühlen, gehen sogar um 8 Prozent wahrscheinlicher fremd.

Diese Zahlen stehen dann weniger leer im Raum, wenn man sich vor Augen führt, dass der Studie zufolge Männer wie Frauen ein "nur" 3 Prozent erhöhtes Seitensprungrisiko haben, wenn sie sich in der Partnerschaft nicht glücklich fühlen.

Dreh- und Angelpunkt für Seitensprünge ist das eigene Schlafzimmer

Vieles deute darauf hin, dass der Dreh- und Angelpunkt für Untreue das eigene Schlafzimmer sei, so die beteiligte Forscherin Kristen Mark. Hier müsse auch jeder ansetzen, der die Vermutung hegt, dass sein Partner eine Affäre hat.

Auch Fremdgehen im Internet ist verletzend

Blondine mit Zöpfen und Hornbrille posiert sexy auf einem Bett mit Laptop
Sexy blonde student posing on bed with laptop © sakkmesterke - www.fotolia.de

Das hat eine niederländische Studie gezeigt. Für die Untersuchung wurden einerseits Studenten und andererseits Personen im Alter von etwa 48 Jahren befragt. Außerdem wurde berücksichtigt, ob es sich um Männer oder Frauen handelt. Nach Auswertung der Interviews zeigte sich, dass Männer verletzter reagieren, wenn sich die Botschaften auf körperliche Aspekte beziehen. Die Frauen hingegen reagierten eifersüchtiger bei Kontakten mit emotionaler Nähe.

Bedenkt man, dass die durchschnittliche Verweildauer in der Freizeit vor dem PC um die vier Stunden liegt, ist es nicht verwunderlich, dass es früher oder später zu solchen Kontakten kommt. Wie sich nun gezeigt hat, ist es im Empfinden beider Geschlechter gleichermaßen kränkend, ob ein Seitensprung im realen Leben oder online stattfindet. Auch bei Scheidungen fällt auf, dass ein Fremdgehen im Internet zunehmend häufiger als Trennungsgrund genannt wird.

Auch Frauen gehen fremd - und so ertappt man sie dabei

Paar in einem Bett mit Moskitonetz, schlechte Stimmung, sie zieht sich ihren schwarzen BH an
Sad morning in the bedroom of a young couple © Andriy Bezuglov - www.fotolia.de

Natürlich können Menschen sich ändern. Doch wenn sich plötzlich viele kleine Dinge mit dem Partner anders anfühlen, kann es nicht schaden, einmal nachzufragen, was dahinter steckt. Denn Frauen haben was das Fremdgehen angeht die Männer einigen Statistiken zufolge mittlerweile sogar überholt. Es gibt einige Anzeichen, die für eine Affäre bei Frauen sprechen könnten.

Generell sollte man auf äußerliche Veränderungen achten: neue Klamotten, neue Frisur? Geht die Liebste auf einmal häufig aus oder sind neue Leute in ihr Leben getreten? Auch wenn sich im Bett mit einem Mal Dinge signifikant verändern, sollte man nachhaken. Wenn sie also zum Beispiel ganz neue Stellungen ausprobieren will, oder mit Dingen überrascht, die sie sonst nie getan hat, fragen Sie lieber mal nach, was dahinter steckt.

Auch wenn plötzlich alles nur noch um das Handy oder den PC kreist, sollte man das Gespräch suchen.

Generell gilt jedoch: Der schlimmste Feind der Beziehung ist das Misstrauen. Man sollte es mit dem Sammeln von Indizien nicht übertreiben, und auf sein Bauchgefühl hören.

Durch Mitleid in fremde Betten - Männer und ihre Maschen

Um eine Frau ins Bett und in eine Affaire neben der Ehe zu bekommen, erzählen viele Männer Geschichten, die die Geliebte dazu bringen sollen, Mitleid zu empfinden. Psychologe und Autor Wolfgang Krüger hat sich über die Mitleidmasche der Männer ausgelassen. Oftmals erzählen Männer, die eine Affaire beginnen wollen, von ihrer schlechten Ehe, von ihren dominanten Frauen und ihrer Lust, die nicht mehr befriedigt wird. Dies scheint bei den Damen Eindruck zu machen.

Der Psychologe warnt allerdings, denn diese Geschichten sind nur selten zutreffend. Männer sind in der Lage, eine solche Beziehung über einen langen Zeitraum aufrecht zu erhalten, während Frauen das schlechte Gewissen plagt und sie zur Trennung neigen. Es bedarf viel Organisationsarbeit und Lügen, um zwei Beziehungen zeitgleich zu führen. Eines ist aber sicher, wenn die Herren eine so schlechte Beziehung führen würden, würden sie diese nicht aufrecht erhalten.

Trotz einer glücklichen Beziehung gehen viele Menschen fremd

Zu einem Seitensprung kommt es nicht nur in Beziehungen, in denen man unglücklich ist. In vielen Fällen gehen auch diejenigen fremd, die zufrieden in ihrer Partnerschaft sind. Dabei gibt es unterschiedliche Ursachen, die zu einem Seitensprung führen können.

Häufig sind die Betroffenen einfach auf der Suche nach einem Kick, nach einer neuen Erfahrung, die ihr der eigene Partner entweder nicht geben kann, oder sie sich nicht trauen, ihn darauf anzusprechen. Durch den Seitensprung möchten sie ihr Liebesleben schlichtweg ergänzen.

Doch diese Suche kann man keinesfalls mit einem Seitensprung rechtfertigen, warum nicht einfach über seinen Schatten springen und sich seinem Partner anvertrauen? Nur wer mit seiner/seinem Liebsten über seine Wünsche und Bedürfnisse spricht, hat die Möglichkeit, diese auch in seiner Beziehung erfüllt zu bekommen.

Ist man erst mal fremdgegangen, führt dies sehr häufig zur Trennung. Entweder man rückt selbst mit der Sprache heraus, weil einen das schlechte Gewissen plagt oder man wird erwischt. In beiden Fällen verliert man dabei die Person, die man liebt. Ob es hingegen möglich ist, wieder eine Vertrauensbasis zu schaffen, ist sehr fragwürdig.

Mit diesen Tipps entlarven sie jeden Fremdgänger

Jeder kennt sie, Männer, die scheinbar nicht anders können als ihre Liebste zu betrügen

Paar beim Sex im Bett, sie sitzt auf ihm, er hält ihre Hüften
couple making love in bed © Igor Mojzes - www.fotolia.de

Fallen Sie auch immer wieder auf denselben Typ Mann herein? Der Sie mit Komplimenten und Geschenken überhäuft - bis er plötzlich mit ihrer besten Freundin ins Bett steigt?

Gründe für notorische Fremdgänger

Notorische Fremdgänger nennt man Männer, die scheinbar nicht anders können als ihre Liebste zu betrügen. Und manchmal trifft diese Aussage sogar tatsächlich zu: Wer ständig Bestätigung bei anderen Frauen sucht, der ist möglicherweise hiervon abhängig - ein schlechtes Zeichen für eine dauerhaft funktionierende Beziehung.

Bestätigung und Bewunderung

Andere Männer suchen statt Bewunderung tatsächlich den schnellen Kick: Bei einigen ist das ständige sexuelle Verlangen regelrecht krankhaft - ein Zustand, unter dem sie womöglich selbst leiden. Auch hier müssen zunächst die eigenen, zu Grunde liegenden Probleme verändert werden, damit sich in der Partnerschaft dauerhaft etwas ändern kann.

Deshalb aufgepasst, liebe Frauen: Männer, die ständig auf der Suche nach Bestätigung und Bewunderung von außen sind, könnten sich als notorische Fremdgänger entpuppen.

Das sexuelle Verlangen

Auch ein ausgesprochen starkes, sexuelles Verlangen deutet möglicher Weise auf eine erhöhte Seitensprunggefahr hin. Verrückt machen sollte man sich hierdurch aber nicht - schließlich können auch bewunderungssüchtige Narzissten treu sein, umgekehrt kann auch einem Mann, der absolut mit sich im Reinen ist, ein Seitensprung passieren. Wie man als Paar mit einer solchen Situation umgeht, steht dann nochmals auf einem völlig anderen Blatt.

Einer Umfrage zufolge ist fast jeder zweite Mann seiner Partnerin schonmal fremdgegangen

Paar enttäuscht oder zerstritten im Schlafzimmer, sie liegt auf die Hand gestützt im Bett, er sitzt auf der Bettkante
unhappy couple having problems at bedroom © Syda Productions - www.fotolia.de

Es gibt die Monogamen und Treuen und es gibt die notorischen Fermdgänger und zur zweiten Gattung gehören einer Umfrage des Männermagazins "Men's Health" unter 1.864 Männern zufolge offenbar 49% aller Herren. Genau so viele gaben nämlich an ihre Partnerin schon mindestens einmal mit einer anderen Frau betrogen zu haben. Immerhin 24% davon sahen ihren Fehler ein und haben deswegen auch ein schlechtes Gewissen.

23% der untreuen Männer scheinen sich dagegen keiner Schuld bewusst zu sein. Ebenso viele haben ständig Angst, dass die Partnerin von ihrem Seitensprung erfahren könnte. Aus diesem Grund sind die meisten Herren auch richtig erfinderisch, was Ausreden anbelangt.

Demnach erklären 19% ihrer Partnerin nach einem Seitensprung sie seien mit Kumpels unterwegs gewesen. 12% behaupten Überstunden gemacht zu haben, weitere 12% schieben den Sport vor und 5% geben an im Stau gestanden zu haben.

Bei den Gründen für einen Seitensprung sind sich die Männer ziemlich einig. 32% genießen es von ihrer Geliebten im Bett das zu bekommen, was ihnen die Partnerin nicht bieten kann, 27% schätzen es, dass die Geliebte einfach häufiger Lust auf Sex hat, 15% finden ihre Geliebte hübscher und 3% sind fremdgegangen, weil die Geliebte mehr Geld hat.

Fremdflirten in sozialen Netzwerken ist für viele genauso schlimm wie ein Seitensprung

Im Zeitalter der sozialen Netzwerke ist es für notorische Fremdgeher noch leichter geworden den Partner zu betrügen. Ein Klick hier, eine Anmeldung dort und schon kann man mit tausenden potentiellen Liebschaften flirten oder Dates ausmachen.

Doch ab wann fängt eigentlich der Betrug in sozialen Netzwerken an? Reicht schon ein "Anstupser" auf Facebook aus, um die Beziehung ins Wanken zu bringen? Forscher der Texas Tech University haben sich genauer mit dieser Frage beschäftigt und dafür insgesamt 90 Betrugsgeschichten, die betrogene Männer und Frauen auf "facebookcheating.com" veröffentlicht haben, ausgewertet.

Ihr Ergebnis: bei vielen löst schon das virtuelle Fremdflirten des Partners einen genauso großen Schmerz aus, wie ein echter Seitensprung. Wo dem Partner die Grenze gesetzt sein sollte, muss im Einzelnen jeder für sich entscheiden.

So lange der Partner kein Geheimnis daraus macht, wen er "anstupst" oder wem er Nachrichten schreibt und warum, besteht eigentlich kein Grund zur Sorge. Sobald er oder sie aber anfängt Kontakte zu verheimlichen, den Bildschirm wechselt, sobald man den Raum betritt oder urplötzlich die Passwörter in den sozialen Netzwerken ändert, wäre ein Verdacht durchaus begründet.

Welche Indizien weisen auf eine untreue Frau hin?

Blonde Frau mit Haarreif hält sich beide Hände ans Gesicht
Roter Lippenstift © style-photographs - www.fotolia.de

Laut verschiedener Studien gelten folgende Indizien um zu erkennen, dass eine Frau fremdgeht. Bitte liebe Männer, aber nicht gleich in Panik verfallen, denn es muss bei Ihrer Frau ja nicht zutreffen, was die Statistik sagt.

Wenn Sie jedoch eine Frau haben, mit der sie schon längere Jahre verheiratet sind und diese über 30 Jahre alt ist, dann gilt dies statistisch gesehen schon als Gefahr. Ist Ihre Frau dann auch noch berufstätig und verdient sehr gut, dann erhöht sich das Risiko des Fremdgehens auf jeden Fall. Wenn sie sich dann auch noch gerne sexy stylt und sich erotisch fühlt, dann ist auf jeden Fall Vorsicht geboten. Das gilt auch, wenn Ihre Frau schon einmal verheiratet war oder ihre Eltern bereits Affären hatten.

Möchte sie dann auf einmal neue Stellungen oder einen Penisring ausprobieren, dann sollte in Ihrem Kopf eine Alarmglocke schrillen. Manche Frauen sind mit ihrem Partner auch nicht sehr glücklich, was auch leicht zu einem Seitensprung führen kann.

Laut Studie geben zwei Drittel der Frauen ein besonderes Ehetief an, wenn das Kind ein Jahr alt ist. Sollten diese Indizien auch auf Ihre Frau zutreffen, dann bemühen Sie sich doch um ihre Gunst und verwöhnen sie einmal wieder so richtig. Denn wenn zu Hause noch ein erotisches Prickeln und Knistern in der Luft liegt, dann wird sie sich eher weniger woanders hin orientieren.

Der Montag ist bei Männern der beliebteste Tag zum Fremdgehen

Fremdgehen? Am liebsten Montags! So könnte man die Ergebnisse einer Studie zusammenfassen, die das Internet-Portal "Seitensprung-fibel" durchführte. Zumindest was die Herren der Schöpfung angeht, denn Frauen fühlen sich offenbar an einem Sonntag oder Mittwoch sicherer. Der Dienst hat etwa zwei Millionen angemeldete Nutzer. Die Datenexperten konnten demzufolge auch mehrere Tausend Datensätze zugreifen und diese auswerten.

Besonders beliebt für den Sprung ins fremde Bett ist übrigens der Juli sowie generell die heißen Sommermonate. Besonders treu sind Frauen wie Männer im März. Erklärungen für diese auffälligen Häufungen bei den Wochentagen beziehungsweise Monaten im Jahr liefert der Dienst jedoch leider keine.

Umfrage zur Untreue: Jeder Dritte Deutsche ist schon mal fremdgegangen

Die Zeitschrift „Playboy“ befragte 2000 Menschen zu ihrer Untreue und dazu, ob sie diese ihrem Partner mitgeteilt hätten. Dabei stellte sich heraus, dass in den Ländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen, die Menschen mehr Bereitschaft zeigen, diese Untreue dem Partner zu beichten, nämlich zu 63 Prozent als in Baden-Württemberg oder Bayern, wo es nur 32 Prozent waren.

Allerdings verhält es sich mit der eigentlichen Untreue so, dass die Menschen in Süddeutschland mit 10 bis 11 Prozent der Untreuen weniger untreu sind, als in Norddeutschland, wo sich 20 Prozent als untreu herausgestellt haben.

Im Osten beichteten 38 Prozent ihr Fremdgehen, im Westen waren es 48 Prozent. Insgesamt ist jeder Dritte schon mal untreu geworden. Zwei von Drei gehen aus „Abenteuerlust“ fremd. Fast jeder Zweite wird untreu, weil sich der Partner verändert hat.

Gehen müde Männer häufiger fremd?

Männer mit erhöhtem Schlafmangel neigen zum fremd gehen. Das zumindest behaupten nun Forscher aus Washington. Sie haben nachgewiesen, dass bei zu wenig Schlaf eine bestimmte Hirnregion unterversorgt wird. Hierbei handle es sich um das Areal, welches für die Selbstbeherrschung zuständig ist. Männer wagen daher eher ein Abenteuer, wenn sie zu wenig geschlafen haben.

Das Team um Christopher Barnes fand heraus, dass bereits 22 Minuten weniger Schlaf ausreichen, um Männer die Selbstbeherrschung verlieren zu lassen. Demnach gehen Männer eher fremd, wenn sie einfach zu wenig geschlafen haben. Hinzu kommt die Tatsachen, dass Stress und Schlafmangel bei Männern die Libido steigern. Im Gegensatz zu Frauen brauchen Männer keine Entspannung und Ruhe für guten Sex. Dieser ist auch unter Stress sehr gut.

Das Schlafentzug einen direkten Einfluss auf die Selbstkontrolle hat, ist eigentlich nicht neu. Wer unter Schlafmangel leidet, neigt oftmals zu Gereiztheit, Aggressivität und zu Entscheidungen, die im Nachhinein bereut werden.

Also: Einfach noch einmal über die Idee mit dem Seitensprung schlafen. Das kann einen womöglich vor dem größten Fehler des Lebens bewahren.

Betrügen macht glücklich, Fremdgehen allerdings nicht

So ziemlich jeder hat schon einmal betrogen, ob beim Vokabeltest in der Schule, durch illegale Musikdownloads oder bei der alljährlichen Steuererklärung. Mit der Frage, warum Menschen betrügen und wie man ihnen dieses verwerfliche Verhalten abgewöhnen kann, beschäftigt sich die Wissenschaft seit Jahren.

Ein Forscherteam aus Amerika und Großbritannien hat nun zumindest herausgefunden, warum Menschen immer wieder betrügen. Demnach steigern zumindest kleinere Betrügereien das Wohlbefinden. Die Forscher stellten fest, dass die Probanden nach einem geglückten Betrug deutlich besser gelaunt und fröhlicher waren als zuvor.

Warum ein derart moralisch verwerfliches Verhalten die Stimmung hebt, konnten die Forscher allerdings nicht herausfinden. Sie fanden dafür aber heraus, dass Betrug, bei dem jemand offensichtlich zu Schaden kommt oder verletzt wird, den Betrüger dagegen nicht glücklich zu machen scheint. Als Beispiel nannten die Forscher etwa das Betrügen des Partners. In solchen Fällen scheinen Schuldgefühle die Glücksgefühle zu überschatten.

Diese Verhaltensweisen könnten auf eine mögliche Affäre des Partners deuten

Gesichter eines jungen Paares, kurz vor einem Kuss
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Selbst wenn die Beziehung momentan noch so gut zu laufen scheint, kann sich niemand hundertprozentig sicher sein nicht irgendwann einmal vom Partner hintergangen zu werden. Gründe für einen Seitensprung gibt es viele, doch bevor man gleich den Teufel an die Wand malt und den Partner mit allen erdenklichen Beschuldigungen konfrontiert, sollte man zunächst einmal das Verhalten des Partners genauer durchleuchten. Denn es gibt bestimmte Verhaltensweisen, die auf eine mögliche Affäre schließen lassen könnten.

  • Wenn der Partner beispielsweise immer weniger Zeit für gemeinsame Unternehmungen hat, sei es angeblich durch zu viel Stress im Job, neue Hobbies oder Abende mit Freunden, handelt es sich entweder um Ausreden, um sich mit der Affäre zu treffen oder aber Freunde, Beruf und die Zeit für sich sind wichtiger geworden als die Beziehung.
  • Wenn der Partner sein Handy einfach nicht mehr aus den Augen lässt und es überall hin mitnimmt, sei es auf die Toilette oder mit ins Bett, könnte es sein, dass er einfach nur handysüchtig ist oder aber etwas verbergen will, wie beispielsweise verräterische SMS von der Affäre.
  • Auch wenn sich der Partner plötzlich besonders schick macht, um angeblich mit Freunden wegzugehen, sollten die Alarmglocken klingeln. Jedenfalls dann, wenn er zu Hause oder bei partnerschaftlichen Aktivitäten normalerweise auf den Gammellook setzt.
  • Wenn man sich selbst für den Partner hübsch gemacht hat und dieser die neue Frisur nicht einmal bemerkt, scheint sich beim Partner offenbar Desinteresse breit gemacht zu haben. Doch auch das extreme Gegenteil könnte auf eine Affäre hindeuten. Wenn der Partner noch nie mit Blumen oder kleinen Aufmerksamkeiten nach Hause gekommen ist und einen plötzlich mit kleinen Geschenken überhäuft, hat er möglicherweise ein schlechtes Gewissen.

Verbotene Küsse zur Karnevalszeit

Venezianische Karnevalsmaske in Rottönen
Le penseur de Venise © Gaetan Leprince - www.fotolia.de

Bezüglich der Treue stellt Karneval viele Feierlustige vor eine schwere Entscheidung. Wird sonst auch brav durch den Alltag gegangen, kann der Karneval schon einmal in Versuchung führen. So passiert es nicht selten, dass ein Kuss ausgetauscht wird der eigentlich nicht hätte passieren dürfen.

Verheimlichen?

Doch wie viel sollte der Partner erfahren? Sicher ist, wenn dies rein aus der Feierlaune und einem eher größeren Alkoholgenuss geschah, ist Schweigen Gold. Es handelt sich hier um eine Ausnahmesituation und ein Beichten würde dem Geschehenen nur eine zu große Bedeutung beimessen.

Schwerwiegende Probleme in der Beziehung?

Anders ist es jedoch, wenn sich eine grundsätzliche Unzufriedenheit in der Partnerschaft breit gemacht hat. In diesem Fall ist es sinnvoll, sich dem Partner anzuvertrauen um nach den Ursachen der Unzufriedenheit zu forschen.

Hier sollte an der Beziehung gemeinsam gearbeitet werden, damit dies nicht mehr an Karneval geschehen kann. Sicherlich ist es wichtig vor dem lustigen Treiben in sich zu gehen. Wie weit lassen die eigenen Moralvorstellungen das Küssen außerhalb der Beziehung zu?

Klar sein sollte generell, dass ein Kuss für den Partner einen schwerwiegenden Treuebruch darstellen könnte. So fragt man sich auch als Jeck, ob sich das kurze Vergnügen eines Kusses überhaupt lohnt.

Italiener und Franzosen sind die schlimmsten Fremdgeher

Monogamie liegt längst nicht jedem und offenbar ganz besonders den Italienern und Franzosen nicht, wie eine Studie des Fremdgeh-Portals "Gleeden" unter Personen aus sechs verschiedenen europäischen Ländern zeigt.

Ranking der untreuen Europäer

Die Italiener sind in Sachen Seitensprünge demnach die Schlimmsten. 55% der italienischen Männer und 34% der Frauen gaben in der Befragung an, mindestens schon einmal fremdgegangen zu sein. Die Franzosen liegen dicht dahinter. Von ihnen waren ebenfalls 55% der männlichen und 32% der weiblichen Befragten in einer Beziehung schonmal untreu.

Aber auch die Deutschen sind in Sachen Monogamie kein Vorzeige-Volk. Hierzulande scheinen es aber eher die Frauen mit der Treue nicht allzu genau zu nehmen, denn von den Deutschen gaben 43% der Frauen und 42% der Männer an, den Partner schon einmal betrogen zu haben.

Der Reiz an außerehelichen Affären

Mann und Frau nackt im Bett, von Decke bedeckt, mit Silhouette einer verärgerten, eleganten Frau vorne
Paar im Bett © bilderbox - www.fotolia.de

Schmerzhaft ist ein Seitensprung des Partners immer. Die Tatsache, dass siebzehn Prozent der gesamten Scheidungen eine Reaktion auf Untreue sind, ist erschreckend.

Daten und Fakten zum Fremdgehen

Ein Viertel aller Ehemänner wildern gern einmal in fremden und verbotenen Revieren. Nur jede fünfte Ehefrau holt sich außerhalb der Ehe ein sexuelles Vergnügen.

Die Konsequenzen des Fremdgehens werden extrem kompliziert, wenn auf diese Weise auch noch ein Kind mit dem Lover gezeugt wird. Leider betrifft dies jedes dritte Baby!

Schwierig wird es auch immer dann, wenn Amor mit seinem Pfeil getroffen hat. So entwickelt sich nicht selten aus der einstigen Affäre die neue große Liebe. Jede zehnte Affäre endet als Partnerschaft.

Wer dem Reiz des Neuen nicht widerstehen möchte, sollte sich jedoch nie in Sicherheit wiegen, dass der Ausrutscher vom Partner unentdeckt bleibt. Oftmals hält nur die Angst vor dem Aufdecken eines Ausrutschers, vor weiteren pikanten Abenteuern ab.

Mit Strafen müssen in den USA immer noch Fremdgänger aus 23 Bundesstaaten rechnen.

Sicheres Fremdgehen? Das Geschäft mit dem Seitensprung

Statt einer neuen Liebe, bieten Portale nun sichere Seitensprünge

Paar liegt im Bett, er öffnet eine rote Kondomverpackung während sie sich angucken
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"Lebe deine Leidenschaft - Finde deine Affäre": Unter diesem Motto will das Portal "Victoria Milan" seinen Kunden zum perfekten Seitensprung verhelfen. Das Fremdgehen wird hier also nicht mehr verleugnet, sondern ganz offen gesucht. Keien unverbindlichen Flirts, sondern richtige Kontakte mit Folgen sollen hier vermittelt werden.

Sogenannte Seitensprungagenturen boomen. Nach Partnerbörsen für Zielgruppen jeglicher Couleur sind es nun also die Portale, die unverbindliche Affären versprechen. Allerdings sind viele Internetuser skeptisch, wie "Victoria Milan" in einer eigenen Umfrage herausgefunden haben will:

Die Angst, erwischt zu werden

Über 80% der 10 000 Teilnehmer gaben an, Angst zu haben, dass ihr Partner bzw. ihre Partnerin schnüffeln könnten. Trotzdem nutzten die meisten von ihnen weiterhin das Handy, um ihre Affäre zu kontaktieren - telefonisch oder per SMS.

Hier zeigt sich, warum die Agenturen einen solchen Zulauf haben: Sie versprechen die "perfekte" Affäre - also eine solche, die im Geheimen verborgen bleibt. Während persönliche Daten anderswo geradezu Pflicht sind, möchten Seitensprungportale diese in der Regel überhaupt nicht haben.

Auch Profilbilder sind meist kein Muss, wer möchte, kann diese unscharf anzeigen lassen. Und sogar ein "Panik-Knopf" für den Notfall steht hier beim Chatten bereit. Ob das im Einzelnen funktioniert? Probieren geht über studieren - das moralische Dilemma lässt sich so aber natürlich nicht einfach aus der Welt schaffen...

Harmloser Flirt oder Fremdgehen? Beim Kuss ist meistens Schluss

In Bezug auf Eifersucht und Fremdgehen zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Mann und Frau

Junge braunhaarige Frau mit tiefem Dekolleté, Getränk und rotem Top steht hinter blondem Mann an der Theke
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So mancher reagiert schon eifersüchtig, wenn der Partner mit einer fremden Person ein Lächeln austauscht, während andere es sogar akzeptieren, dass der Partner eine außereheliche Affäre hat. Wo die Grenzen verlaufen, wollte nun das Institut myMarktforschung.de in Erfahrung bringen und befragte dazu 1000 Teilnehmer.

Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Dabei stellte sich heraus, dass beim Küssen für die meisten Deutschen eine Grenze überschritten ist: Rund 43 Prozent der Befragten, dass hier für sie Fremdgehen beginnt. Frauen sahen dies mit 46 Prozent etwas enger als Männer mit 39 Prozent. Sex außerhalb der Beziehung wurde von 25 Prozent als Limit empfunden.

Ein weiterer Unterschied zwischen den Geschlechtern zeigte sich auf emotionaler Ebene: So empfanden Frauen den emotionalen Betrug des Partners als noch schlimmer als den körperlichen Betrug, während es bei den Männern umgekehrt war.

Wer dann Schluss machen will, sollte dies persönlich tun: Rund 75 Prozent gaben an, dass sie eine Trennung im Rahmen eines persönlichen Gesprächs bevorzugten. Einfach von der Bildfläche verschwinden geht dagegen gar nicht.

Risiko Datingportal

Im Internet einen neuen Partner suchen, ist mit Risiken verbunden: Zwar ist jeder zehnte Deutsche mittlerweile in einem Dating-Portal angemeldet oder nutzt entsprechende Apps, doch längst nicht alle sind wirklich frei: Rund ein Viertel der Nutzer gab zu, eigentlich in einer festen Partnerschaft zu leben.

Verzeihen oder nicht?

In einer jungen Beziehung sollte Fremdgehen daher auf gar keinen Fall verziehen werden. Trennen Sie sich lieber, und suchen Sie sich einen Partner, der das Vertrauen, das Sie ihm schenken, auch wirklich verdient hat.

Etwas anders verhält es sich bei einer sehr altgedienten Partnerschaft. Wenn hier nach vielen Jahren ein einmaliger Betrug geschieht, so kann es sich schon lohnen, die Gründe dafür genauer unter die Lupe zu nehmen. Häufig liegen sie vielleicht gar nicht einmal tatsächlich in der Beziehung.

Doch auch dann muss gut überlegt werden, ob das Fremdgehen verziehen werden kann. Immerhin bringt es einen Vertrauensverlust mit sich, der nicht wieder gut zu machen ist.

Hat Ihnen Ihr Partner - oder Ihre Partnerin - einen Seitensprung gebeichtet, und wissen Sie nun nicht, wie Sie damit umgehen sollen? Möchten Sie den Seitensprung gerne verzeihen, wissen aber nicht, ob Sie das können?

Das ist auch eine der schwierigsten Entscheidungen, die man in einer Beziehung überhaupt fällen muss. Hier einige Anregungen, die Ihnen helfen sollen, Ihre Gefühle zu sortieren.

Die zwei Varianten des Seitensprungs

Im Wesentlichen gibt es zwei Arten von Seitensprüngen:

  1. Die einmaligen "Ausrutscher", die vom Verursacher mehr oder minder aufrichtig bereut werden.

  2. Die länger andauernden Affären, denen ein Gewöhnungseffekt und eine länger andauernde Unehrlichkeit dem Partner gegenüber zugrunde liegt.

Die erstere Variante ist unter Umständen einfacher zu verzeihen, da man sich nicht über einen langen Zeitraum hinweg im Nachhinein betrogen fühlen und die Beziehung in Frage stellen muss.

Das schlechte Gewissen

Jedoch werden viele Seitensprünge vom Verursacher nur gebeichtet, damit er sein schlechtes Gewissen beruhigen kann. Fairer wäre es, bei einem einmaligen Seitensprung sein schlechtes Gewissen mit sich selbst auszumachen, und den Partner nicht noch zusätzlich zu verletzen.

Denn wenn der Seitensprung angeblich "bedeutungslos" war, dann sollte er das auch bleiben, und nicht die Partnerschaft belasten. Man könnte es also als einen zusätzlichen Affront werten, wenn man einen solchen Seitensprung gebeichtet bekommt.

Wie viel und was man verzeihen kann und möchte, das unterliegt mit Sicherheit der individuellen Schmerzschwelle. Wurden Sie betrogen und leiden Sie stark darunter, dann sollten Sie nicht gegen Ihren Willen verzeihen und dem Partner das Gefühl vermitteln, dass alles in Ordnung sei.

Schließlich haben nicht Sie den Fehler begangen, sondern der Partner, und es ist Ihr gutes Recht, diesen Fehler eben auch nicht zu verzeihen. Auch wenn Sie damit das Ende Ihrer Beziehung riskieren, so sollten Sie nichts tun, was Ihren Gefühlen zu sehr widerstrebt.

Dauer der Beziehung

Betrachten Sie bei dieser Entscheidung Ihre Beziehung als Ganzes. Ist sie noch jung und kennen Sie den Partner noch nicht wirklich gut, so ist ein Seitensprung ein deutliches Signal, in welche Richtung er sich in puncto Treue früher oder später entwickeln wird. Verzeihen Sie den Seitensprung bereits zu Beginn, so dürfen Sie bald mit weiteren Geständnissen oder Entdeckungen rechnen.

Etwas anders sieht es da schon aus, wenn ein Seitensprung nach vielen Jahren glücklicher und harmonischer Beziehung "passiert". Möglicherweise ist Ihr Vertrauen in den Partner groß genug, um an seine Reue zu glauben und seine Beweggründe vielleicht verstehen zu können. Verstehen heißt aber nicht automatisch verzeihen.

Worauf sollte man verzichten?

Hat der Partner einen Seitensprung gebeichtet, bricht für die betrogene Seite in vielen Fällen erstmal eine Welt zusammen. Mit der Situation klarzukommen, scheint im ersten Moment nicht möglich zu sein.

Es ist wichtig, dass man sich Zeit nimmt, um den Seitensprung zu verarbeiten, sei es durch einen vorübergehenden Auszug, Wutausbrüche oder tränenreiche Stunden. Was auch immer es ist, das einem in dieser Situation gut tut, das sollte man tun. Bei der Frage, wie es künftig weitergehen soll, ist es dann wichtig, einige Punkte beachten.

Zunächst einmal ist darauf zu achten, keine voreiligen Entscheidungen zu treffen. Im Affekt sagt und tut man Dinge, die man im Nachhinein bitter bereut. Es kann helfen, den Partner erst einmal stehen zu lassen und das Geschehene für sich alleine zu verarbeiten.

Der erste Tipp lautet: dem Partner nicht voreilig verzeihen. Dies geschieht sehr häufig und im Laufe der Zeit stellt sich heraus, dass man sich damit nur selbst betrügt und die Beziehung zu Misstrauen und Aggressionen führt.

Des Weiteren sollte man es tunlichst vermeiden, Rache nehmen zu wollen. Sich ebenfalls mit jemand anderes zu vergnügen, wird das, was von der Partnerschaft noch übrig gebliebne ist, vollends zerstören.

Natürlich ist es verständlich, wenn man nach so einem Geständnis am Vertrauen in den Partner zweifelt. Dies muss durch ehrliche Gespräche, Geduld, Zuwendung und Zeit erst wieder aufgebaut werden. Währenddessen ist es wichtig, auf Spionage zu verzichten: so schwer es fällt; Kontrollen und Schnüffeleien werden die Gefühlslage nur noch verschlimmern.

Das Thema einfach totzuschweigen ist ebenfalls ein großer Fehler. Dadurch, dass man das Problem nicht beredet und gemeinsam versucht, eine Lösung zu finden, ist es nicht einfach verschwunden. Den Partner ständig mit Schuldgefühlen zu bombadieren, wird dem Versuch, wieder zu einer harmonischen Beziehung zu finden, ebenfalls im Weg stehen.

Besonders Frauen lassen sich häufig auf eine zweite Chance ein...

Warum einige Frauen ihre untreuen Männer nicht zur Hölle jagen

Was würden Sie tun, wenn Ihr Mann sich mit einer anderen vergnügt? - Würden Sie ihn behalten oder mit aller Macht zum Mond schießen? In den Medien scheint Fremdgehen beinahe ein normal gewordenes Thema zu sein.

Es taugt weder zum Skandal noch zum besonders gemeinen Fingerzeigen. Und dennoch wundert es, dass es Frauen gibt, die ihren Mann trotz erwiesener Untreue nicht aus der Wohnung jagen und den endgültigen Laufpass geben. Die folgenden Zeilen geben einige Gründe an, warum Frauen ihre untreuen Partner wieder in ihr Leben, wenngleich nicht unbedingt in ihr Herz lassen.

Das Bedürfnis nach Liebe und Geborgenheit

Man kann darüber diskutieren, ob es von einem geringen Selbstbewusstsein zeugt, wenn eine Frau ihren untreuen Mann nur deswegen zurücknimmt, weil sie sich geliebt fühlen möchte. Ferner ist fraglich, wie viele Seitensprünge man auf dieser Basis verkraften kann und auf wie sicheren Beinen die Beziehung nach der augenscheinlichen Versöhnung steht.

Finanzielle Notwendigkeit

Es gibt Lebensumstände, in denen es äußerst schwer ist, mit dem eigenen Gehalt den gegenwärtigen Lebensstandard zu sichern. Wenn Frauen nicht bereit für herbe finanzielle Einschnitte sind oder die Konsequenzen des monetären Ausfalls schlicht nicht tragen können, wird die Versöhnung zu einer Option.

Toller Sex

In einigen Fällen nimmt die Frau ihren Mann auch deswegen zurück, weil er einfach ein guter Liebhaber ist. Es ist hierbei allerdings fraglich, wie gesund eine Beziehung ist, die ausschließlich auf körperliche Zuneigung beruht und ein intimes Vertrauensverhältnis missen lässt.

Es gibt Kinder

Mit der Geburt von Nachkommen wird eine Ehe schlagartig zu einem mehrdimensionalen komplexen Gebilde, bei dem gesunder Menschenverstand und rationale Entscheidungen nur noch bedingt greifen. Es gibt Frauen, die wollen ihre Kinder nicht ohne Vater aufwachsen sehen und nehmen den (hoffentlich) einmaligen Seitensprung des Gatten in Kauf. Wenn die Kinder jedoch wie im Falle Schwarzenegger von der Untreue des Vaters erfahren, kann das zu verwirrenden Spannungen im Familienverhältnis führen.

Die Angst, keinen Anschluss zu finden

Gerade dann, wenn die Ehe schon sehr lange Bestand gehabt hat, ist es für Frauen häufig schwer, sich eine Zukunft ohne den Partner vorzustellen. Die Sorge vor der Einsamkeit und keinen neuen Partner zu finden, treibt sie daher nicht selten zurück in die Arme jenen Mannes, der sie eiskalt betrogen und belogen hat.

Der feste Glaube, dass er sich ändern wird

Hat nicht jeder Mensch eine zweite Chance verdient? - Wenn die Ehe in der Gesamtheit glücklich war und nur durch einen spontanen Seitensprung überschattet wird, tendieren Frauen dazu, auf das Beste in ihren Männern zu hoffen. Sie glauben daran, dass er sich an sein Versprechen halten und nie wieder etwas mit einer anderen anfangen wird.

Werfen wir mal einen Blick auf die andere Seite...

Beichten oder nicht?

Haben Sie einen Seitensprung begangen und überlegen nun, ob Sie ihn beichten sollten? Einige Experten raten davon ab. Auch wenn Sie Ihr Gewissen gern erleichtern möchten, Sie würden es auf Kosten des Partners tun.

Sie möchten ehrlich sein? Das waren Sie während Sie fremdgegangen sind, schließlich auch nicht. Mit einer Beichte wollen Sie nur Ihr schlechtes Gewissen beruhigen.

Also behalten Sie das Thema für sich und geloben Sie Besserung. Wenn der Seitensprung wirklich nichts zu bedeuten hatte und eine einmalige Angelegenheit war, dann müssen Sie Ihren Partner nicht damit belasten.

Ein einmaliger Ausrutscher

Merken Sie nach dem Betrug, dass Sie einen großen Fehler gemacht haben und wie schäbig Sie sich damit gegenüber Ihrem Partner verhalten haben, so kann es in manchen Fällen ratsam sein, das Geschehene möglichst für sich zu behalten.

Wenn es nur ein einmaliger Ausrutscher ohne weitere Folgen war, dann würden Sie den Partner durch Ihr Geständnis nur verletzen. Mit Ihrer Schuld müssen Sie jetzt schon alleine fertig werden - es bringt nichts, den Partner zu belasten, um sich selbst die Schuld von der Seele zu reden.

Stehe ich hinter der Beziehung?

Stellt der Seitensprung Ihre Beziehung in Frage? Nicht etwa, weil aus der Affäre mehr wird, sondern weil Ihnen klar ist, dass in Ihrer Beziehung etwas Grundsätzliches nicht stimmen kann, wenn Sie zu einem Seitensprung bereit waren?

Dann sollten Sie diese Frage möglichst schnell klären. Gerade junge Menschen verschwenden häufig viel Zeit in Beziehungen, hinter denen sie nicht komplett stehen können.

Stellt sich Ihnen diese Frage jedoch erst nach einigen Beziehungsjahren, so sollten Sie sich mit der Beantwortung schon etwas mehr Zeit lassen. Prüfen Sie Ihre Einstellung zu Ihrem Partner, vor allem dann, wenn nicht nur die Beziehung betroffen ist, sondern auch noch Familie und Kinder betroffen sind.

Übernehmen Sie Verantwortung und werfen Sie nicht leichtfertig alles hin. Ziehen Sie aber dennoch die nötigen Konsequenzen, wenn Sie zu der Einsicht gelangen, dass die Beziehung am Ende angekommen ist.

Das Beziehungsende

Haben Sie schon einmal einen Partner betrogen? Dann kennen Sie die Gefühle, die einen Betrüger nach der Tat beschleichen. Sie reichen von Zorn auf sich selbst bis zum ungerechtfertigten Zorn auf den Partner, von Scham bis Trotz und von Ratlosigkeit bis Erkenntnis.

Möglicherweise erkennen Sie daran, dass Sie Ihren Partner betrogen haben, dass Sie die Beziehung beenden müssen. Denn ein Betrug ist immer auch ein Ausdruck mangelnden Respekts und mangelnder Wertschätzung, und wenn Sie Ihren Partner nicht genug ehren, um ihm einen Betrug nicht anzutun, dann ist er vielleicht doch nicht der Partner fürs Leben. In diesem Fall sollten Sie Ihre Beziehung beenden, und dem betrogenen Partner die Details ersparen.

Beim Seitensprung erwischt

Sind Sie bei einem Seitensprung erwischt worden? Dann haben Sie jetzt denkbar schlechte Karten, denn es ist an Ihrem Partner, zu entscheiden, ob und wie es weitergehen soll. Ist der Partner bereit, Ihnen zu verzeihen, so nutzen Sie am besten die Krise als Chance. Denken Sie darüber nach, wie und warum es dazu gekommen ist, dass Sie fremdgehen.

Die Schuldfrage ist bereits geklärt, denn der Betrüger ist immer auch der Schuldige. Dennoch kann es in Ihrer Beziehung oder Ehe ungünstige Konstellationen und Gewohnheiten geben, die Ihnen einen Seitensprung erstrebenswert erscheinen lassen haben. Wenn Sie an Ihrer Beziehung arbeiten möchten, dann können Sie dies auch mit Hilfe eines externen Beraters mit professionellem Hintergrund tun.

Die meisten Deutschen würden einen Seitensprung gestehen

Paar hat Probleme im Bett, sie sitzt vorne auf der Bettkante und hält die Hand vor das Gesicht, er liegt im Hintergrund
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Die Forscher des Meinungsforschungsinstituts Emnid haben 1.000 Deutsche ab 16 Jahren gefragt, ob sie einen Seitensprung gestehen würden, dabei stellten sie fest, dass es zwischen den Bundesländern große Unterschiede diesbezüglich gibt.

Rund 73 Prozent der Einwohner von Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen würden ihrem Partner einen Seitensprung gestehen. In Nordrhein-Westfalen würden 71 Prozent und in Baden-Württemberg 64 Prozent einen Fehltritt beichten.

Die Ehrlichkeit lag bei den Bayern als Schlusslicht der Befragung bei nur 41 Prozent.

Fremdgehen ist für zwei Drittel der Deutschen kein Grund zur Trennung

Das Meinungsforschungsinstitut GEWIS hat im Auftrag der Frauenzeitschrift "Für Sie" eine Umfrage unter 1043 Deutschen zwischen 30 und 50 Jahren durchgeführt.

Diese ergab, dass rund 69 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer einen Seitensprung verzeihen würden. Etwa 26 Prozent der Frauen und 19 Prozent der Männer würden sich sofort von ihrem Partner trennen.

Die Untreue eines Partners ist in vielen Fällen ein Zeichen von Langeweile, da in einer Beziehung oft zu viel Rücksicht aufeinander genommen wird. Belastendes sollte angesprochen und zugelassen werden, des Weiteren ist ein Lösen von der Illusion des perfekten Verstehens ratsam.

Fremdgeher lieben ihre Partner trotzdem noch

Am Institut für Psychologie der Georg-August-Universität Göttingen hat der Psychologe Ragnar Beer ein Projekt mit dem Namen "Theratalk" gestartet. Dabei untersuchte er die genauen Motive und Gefühle von insgesamt 2.600 Fremdgehern und 3.334 Betrogenen.

Es stellte sich heraus, dass 80 Prozent der Fremdgeher zugaben, ihren Partner trotz allem weiterhin zu lieben. Außerdem sei ihnen Treue in der Partnerschaft sehr wichtig. Beer fand heraus, dass das Risiko für einen Seitensprung bereits ab dem dritten Beziehungsjahr steigt.

93% der Frauen würden Affäre verschweigen

Hübsches Paar liegt nackt auf dem Bett und guckt sich verliebt in die Augen
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Die Frauenzeitschrift PETRA führte nun eine Studie zum Thema Untreue an 1056 Frauen in einem Alter zwischen 20 und 45 Jahren durch. Ganz klares Ergebnis: 96% der Befragten würden ihrem Partner einen Seitensprung unter keinen Umständen verzeihen.

Auf der anderen Seite würden 22% der potentiellen Fremdgängerinnen (immerhin 93%) ihre Affäre oder Romanze auf keinen Fall erzählen und den Sex mit einem anderen Mann verschweigen.

Ehrliches Fremdgehen kann die Beziehung festigen

Junges Paar auf einer Couch, sie sitzt von ihm abgewendet und starrt bedrückt auf einen Ring in ihrer Hand
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Es hört sich paradox an, Befragungen von mehreren Eheberatern zufolge ist dem aber so: ein Seitensprung soll angeblich eine Beziehung festigen, statt sie zu zerstören. Es ist jedoch nicht so, dass man seinen Partner heiter betrügen kann und damit die Partnerschaft verbessert. Es gehört viel Arbeit dazu.

Die Festigung der Beziehung kann nämlich nur eintreten, wenn der Betrüger dem Partner seinen Fehltritt gesteht und ehrlich damit umgeht. Bei einigen Paaren, die diese Krise dann gemeinsam meistern, ist die Beziehung danach fester, als zuvor.

Vorher durchleben beide Partner jedoch einen Trauerprozess, der ähnlich ist wie bei der emotionalen Verarbeitung von Todesfällen. In dem Fall, dass nach dem Treuebruch das Vertrauen wiederhergestellt ist, ist dieses Vertrauen meistens stärker als zuvor. Jedoch müssen dafür beide Partner viel Kraft investieren und das Vertrauen wagen, und es vor allem gemeinsam wieder aufbauen.

Körperliche Leiden und psychische Störungen durch Fremdgehen

Fremdgehen verursacht "Daueralarm" im Gehirn und steigert Aggressionen, Depressionen und Angst

Junge Frau hält Hände vor Gesicht, Trauer, Einsamkeit
Trauer © Berchtesgaden - www.fotolia.de

Die Moral einer Gesellschaft kann sich immer wandeln. Die westliche Welt sieht vieles lockerer als noch vor Jahrhunderten. Es scheint jedoch etwas zu geben, dass auch heute noch genauso streng gesehen wird, wie eh und je: das Fremdgehen.

In einer aktuelle Studie aus den USA sind 94 Prozent aller Erwachsenen strikt gegen dieses Verhalten. Obwohl viele es regelmäßig tun (circa jeder vierte Mann und jede fünfte Frau), ist es keinesfalls gesellschaftlich anerkannt. Und offenbar ist die gesellschaftliche Ablehnung dieses Verhaltens auch in den Köpfen der "Fremdgeher". Sie tun es zwar, doch oft regt sich später das schlechte Gewissen beziehungsweise man steht unter einem beständigen Druck, sich doch einmal rechtfertigen zu müssen.

Starke Wirkung der unterschwelligen Emotionen

Psychologen fanden heraus, dass das dazu führen kann, dass man seelisch erkrankt. Gerade die unterschwelligen Emotionen wirken stark auf die Psyche eines Menschen und sind es negative Emotionen kann das krank machen.

Eine italienische Studie beweist, dass Männer mit einer Affäre häufiger an Migräne leiden. Auch zeigen sie auffällig oft Arterienerweiterungen (sogenannte Aneurysmen).

Das Fremdgehen setzte das Gehirn in Daueralarm, es führt zu vermehrt Aggressionen und auch Depressionen. Zudem fühlten sich viele von der Situation einer Doppelbeziehung überfordert und zeigten Angstzustände, den Partner zu verlieren.

Männer tolerieren Seitensprung ihrer Frau, wenn sie ihn mit einer anderen Frau betrogen hat

Seitensprung mit einer Frau - Studie belegt, dass Männer ihren Frauen diesen verzeihen würden

2 junge Frauen, die ihre Zungen gegenseitig berühren
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Doppelbödige Argumentation, oder evolutionär bedingt? Männer verzeihen ihren Freundinnen, wenn diese sie mit einer Frau betrogen haben. Der Seitensprung mit einem Mann ist für die meisten indes unverzeihlich.

Studie zum Thema Seitensprung an der Universität Texas

Forscher der Universität Texas haben eine entsprechende Studie mit 700 Probanden beider Geschlechter durchgeführt. Diese wurden gebeten, sich vorzustellen, ihr Partner würde sie betrügen. Dabei wurde einer Gruppe erzählt, der Betrug sei mit einem Mann geschehen, einer anderen Gruppe es sei mit einer Frau passiert. Weitere Möglichkeiten waren darüber hinaus, dass es mehrere Personen oder nur ein Betrugspartner gewesen sei. Die Anzahl stellte sich dabei aber tatsächlich als irrelevant heraus.

Bei dem Geschlecht gab es indes deutliche Unterschiede: Die Hälfte der Männer war bereit, ihrer Partnerin zu verzeihen, wenn sie ihn mit einer Frau betrogen hatten. Nurmehr 22 Prozent erklärten, dies zu können, wenn sie mit einem anderen Mann betrogen worden waren. Bei den Frauen ergab sich eine andere, deutlich gnadenlosere Verteilung. 28 Prozent würden den Seitensprung mit einer anderen Frau, und 21 Prozent den mit einem anderen Mann vergeben.

Wie man fremdgehen und trotzdem die Beziehung aufrechterhalten kann

Fremdgehen muss nicht immer das Aus einer Beziehung bedeuten, doch man muss vorsichtig sein

Paar am Tisch, er guckt vorbeigehender Frau lustvoll hinterher, seine Partnerin ist sauer
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Fremdgehen muss nicht zwangsläufig das Ende einer Beziehung bedeuten. Viele Menschen wollen durch den Sex mit einem anderen Partner einfach nur wieder etwas frischen Wind in den Alltag ihrer Partnerschaft bringen ohne ihren Partner dabei zu verletzen oder gar zu verlieren.

Manche blühen nach einer kurzen Affäre regelrecht in ihrer Beziehung auf und wissen plötzlich wieder wie viel einem an dem eigenen Partner liegt. Auch wenn man heimliche Affären an sich nicht gutheißen kann, wer es trotzdem wagen möchte, sollte einige grundlegende Dinge beachten und das fängt schon bei der Wahl eines geeigneten Fremdgeh-Partners an.

Soll es sich wirklich nur um eine kurzzeitige Liebelei handeln, sollte man darauf achten, dass der Fremdgeh-Partner nicht unbedingt Single ist, sondern am besten auch in einer festen Beziehung lebt, damit sich das Gegenüber nicht auf einmal als Klette entpuppt, die plötzlich nicht mehr loslassen will. Auch ein geeignetes Alibi hat oberste Priorität beim heimlichen Fremdgehen.

Am besten man hat nicht zu viele verschiedene Ausreden an die man sich nachher selbst nicht mehr erinnern kann, denn dann könnte das Geheimnis beim Gespräch mit dem festen Partner plötzlich platzen. Außerdem sollte die Kommunikation mit dem Seitensprung-Partner auf das kleinste Maß reduziert werden.

Sicherheit schaffen und Vorkehrungen treffen

Besser noch man erfindet einen Kosenamen für die Affäre und richtet sich eine zweite E-Mailadresse ein, damit erst gar kein Verdacht entstehen kann. Ist dann erst einmal ein Treffen arrangiert, geht es an die Wahl des Treffpunktes.

Am besten eigenen sich Hotels oder Pensionen, die möglichst weit weg vom eigenen Zuhause liegen. Ansonsten kann es schnell einmal passieren, dass man einen Nachbarn oder den Bäcker trifft, bei dem man Sonntag morgens immer mit dem oder der Liebsten die Brötchen kauft.

Mit der Zeit nicht nachlässig werden

Wenn die Affäre dann wider Erwarten doch etwas länger anhält, sollte man unbedingt darauf achten bei der Heimlichtuerei nicht nachlässig zu werden, vorausgesetzt man möchte seine Partnerschaft noch retten. Wenn man nach den angeblichen Überstunden auf der Arbeit plötzlich freudestrahlend heimkommt, wird der Partner sofort merken, dass etwas nicht stimmt.

Doch bevor man sich jetzt ins sexuelle Abenteuer stürzt, sollte man sich genau überlegen, ob es ein Seitensprung wert ist die Beziehung aufs Spiel zu setzen. Vielleicht kann auch schon ein romantischer Urlaub zu zweit wieder frischen Wind in die Partnerschaft bringen.

Untreue Ehemänner sterben häufiger am plötzlichen Herztod

Wie Forscher des "Baylor College of Medicine" in Houston in einer Untersuchung von 6.000 Autopsie-Ergebnissen herausgefunden haben, sterben Ehemänner, die ihre Frauen betrügen, beim Liebsspiel mit einer Fremden deutlich häufiger an einem plötzlichen Herztod.

Von den 6.000 Todesfällen hatten sich 6 Prozent während dem Sex ereignet. 93 Prozent der Sextoten waren der Studie zufolge Ehemänner, die sich gerade mit einer anderen Frau vergnügt hatten. Besonders hoch sei das Risiko während des Geschlechtsakts einen Infarkt zu bekommen, wenn die Frau deutlich jünger ist und wenn das Liebsspiel in einer unbekannten Umgebung vollzogen wird.

Ein Seitensprung - was geschieht danach?

Junges Paar im Bett voneinander abgewandt
Portrait of unhappy young couple in bedroom © vgstudio - www.fotolia.de

Im Grunde sollte es nicht vorkommen und doch erliegen viele Menschen dem Reiz des Neuen, vielleicht unter dem Zutun von Alkohol. Ist es erst einmal geschehen, stellt sich die Frage, wie es weitergeht. Verschweigen oder beichten? Diese Frage stellt sich als nächstes.

Am einfachsten geht es, wenn der Seitensprung so schnell wie möglich gebeichtet wird. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein. Dann wird zunächst ein heftiges Wechselbad der Gefühle entstehen, Tränen, Selbstzweifel, schlechtes Gewissen, Trennungsgedanken. Die Reaktionen der Betrogenen sind sehr unterschiedlich in der Intensität und sehr stark vom Typ und Temperament abhängig.

Nach der offenen, ersten Phase kommt eine ruhigere Phase. Der Betrogene stellt sich selbst und auch die Beziehung in Frage. In dieser Zeit wird viel für die eigene Person getan. Dann muss der Weg zurück in den Alltag, zurück in die Beziehung gefunden werden. Es hilft sehr, wenn viel Aufmerksamkeit von dem Partner kommt, der fremdgegangen ist. Vielleicht hat der Seitensprung vieles Verändert, vielleicht hat sich der Partner verändert, aber der Weg in die Normalität ist möglich.

Einen zweiten Seitensprung hingegen dulden nur wenige. 81 % der betrogenen Frauen würden ihren Partner nach einem zweiten Seitensprung sofort verlassen.

Erste Hilfe für die Beziehung: Was tun, wenn der Partner einen betrügt?

Mann fasst einer Frau in die Haare und setzt zum Kuss an, andere Frau steht mit verschränkten Armen eifersüchtig daneben
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Wer entdeckt hat, dass der Partner fremdgegangen ist oder wem ein Seitensprung gestanden wurde, der steht oftmals vor dem Nichts. Fragen über Fragen gehen durch den Kopf und natürlich kommen Selbstzweifel auf. Doch egal wie verletzt man ist, sollte man erstmal Ruhe bewahren und das Geschehene reflektieren.

Das heißt jedoch nicht, dass man nicht wütend sein kann. Wer mit dem Partner zusammen wohnt, quartiert sich am besten für einige Nächte bei der besten Freundin oder beim Kumpel ein. Dort kann geschrien, geweint und gelästert werden, ohne dass der Partner es mitbekommt.

Sportliche Betätigung kann Spannungen abbauen - powern sie sich richtig aus. Wichtig ist, dass man sich erstmal mit sich selbst und seinen Gefühlen auseinandersetzt. Auch sollte man zunächst für sich selbst entscheiden, ob dieser Seitensprung das Ende bedeutet, oder ob man dem anderen noch eine Chance geben will. Deswegen sollte man zum Partner auch erstmal auf Abstand gehen und nicht auf SMS oder Mails reagieren.

Rache ist tabu. Denn was sich in Gedanken ausnimmt wie etwas, das die Schmerzen lindert, fällt in der Realität auf einen selbst zurück und verschärft die Situation nur noch mehr. Schließlich sollte man das, was geschehen ist, mit den eigenen Ansichten von Treue abgleichen.

Wer nicht mit dem Seitensprung leben kann, muss einen Schlussstrich ziehen. Wer für die Beziehung kämpfen will, muss sich jedoch darauf einstellen, dass der eigene Stolz stark verletzt ist. Im letzteren Fall sollte man nach einer Zeit mit dem Partner über die Gründe sprechen und dann gemeinsam offen und ehrlich entscheiden, ob die Beziehung noch eine Zukunft hat oder nicht.

Untreue erkennen - und handeln!

Mann in Boxershort sitzt nachdenklich auf der Bettkante, blonde Frau im Hintergrund auf dem Bett
man sitting on the bed with woman on the back © Syda Productions - www.fotolia.de

Es muss ja nicht gleich ein Seitensprung sein: Wo Untreue in einer Partnerschaft anfängt, definiert jeder Mensch anders. Selbst in einer Beziehung herrschen oft unterschiedliche "Standards" diesbezüglich. Emotionale Untreue kann manchmal mindestens so schmerzhaft sein wie körperliche. Wir erklären, wie sie erkennen, dass sich Ihr Partner von Ihnen entfernt - und geben Tipps, wie man am besten in solchen Situationen reagiert.

Verdächtiges Verhalten

  1. Es gibt Menschen, die von Natur aus sehr gerne flirten, und es gibt solche, die nur Augen für ihren Partner bzw. ihre Partnerin haben.

    Seien Sie deshalb fair und setzen Sie keine Maßstäbe von außen an - schauen Sie lieber, wo sich die Beziehung verändert! Wenn ein bisher immer treu ergebener Familienvater plötzlich nur noch abends spät heim kommt oder ständig anderen Frauen hinterherschaut, dann stimmt offenbar etwas nicht mehr.

    Eine erhöhte Flirtbereitschaft muss nichts schlechtes bedeuten, kann aber ein erstes Alarmzeichen sein - insbesondere dann, wenn die eigene Partnerin, der eigene Partner kaum noch beachtet wird.

  2. Oft fängt die emotionale Distanzierung aber sehr viel früher an: Wenn man kaum noch miteinander redet, sich selten sieht, vielleicht gar aus dem Weg geht und immer mehr mit Freunden oder allein unternimmt.

    Auch das muss nicht zwangsläufig eine schlechte Entwicklung sein, schließlich benötigt eine gute Beziehung Luft zum Atmen - und zwar für beide. Allerdings gilt auch hier: Hat einer von beiden den Eindruck, dass der andere nur noch auf der Flucht ist, dann besteht auch hier Handlungs- und Klärungsbedarf.

  3. Fies, aber leider gut möglich: Gar nicht selten werden Menschen sogar plötzlich sehr viel besser gelaunt, wenn sie sich anderweitig verliebt haben. Mitunter bemerken wir dies also gar nicht unbedingt, weil wir uns so freuen, dass unsere Partnerin bzw. unser Partner endlich wieder mehr mit uns spricht, mehr unternehmen möchte, mehr aus sich macht und so weiter. Hier sollte man natürlich keinesfalls paranoid werden - aber plötzliche Veränderungen und extrem gute Laune können ebenfalls ein Hinweis auf (bevorstehende) Untreue sein.

Richtig handeln: Reden statt Vorwürfe

Was tun, wenn Sie den Verdacht haben, Ihr Partner bzw. Ihr Partnerin entfernen sich immer mehr? Die gute Nachricht - jetzt ist meist noch Zeit, die Notbremse zu ziehen. Die wenigsten Anflüge von Untreue geschehen über Nacht, meist entwickeln sie sich über einen längeren Zeitraum. Wenn wir es schaffen, jetzt wieder mehr Nähe herzustellen, vielleicht auch eigene Fehler einzugestehen oder umgekehrt uns wieder interessant zu machen, dann ist oft schon vieles gewonnen.

Deshalb: Reden Sie offen mit dem oder der Liebsten und sprechen sie möglichst ohne Vorwürfe an, was Ihnen auf dem Herzen liegt. Erklären Sie, dass Sie es schade finden, so wenig Zeit miteinander zu verbringen. Machen Sie sich aber nicht zum Bittsteller, sondern bleiben Sie selbstewusst!

Manchmal genügt so ein "Augenöffner", um eine Beziehung wieder wachzurütteln - und vielleicht völlig neu zu beleben. Doch natürlich sollte man stets im Kopf behalten, dass die Vorahnungen leider auch zutreffen können und ein Zurück zur Beziehung nicht so einfach möglich ist. Dann haben Sie zumindest die tröstende Gewissheit, dass es früher oder später womöglich sowieso zum Konflikt gekommen wäre - dann womöglich mit Seitensprung oder Affäre und vielen Verletzungen.

Entscheidet man sich für das Verschweigen des Seitensprungs, weil dieser ein einmaliger Ausrutscher war und man die Beziehung nicht riskieren möchte, stellt sich auch die Frage, wie man mit dem Seitensprung-Partner in Zukunft umgeht...

Über den Umgang mit dem Seitensprung-Partner

Haben Sie einen Seitensprung begangen? Dann war das keineswegs eine Heldentat. Am besten behalten Sie Ihren Fehltritt gleich für sich, und versuchen nicht, Ihr schlechtes Gewissen durch heuchlerische Beichten zu erleichtern. Klären Sie lieber für sich und in Ruhe die Frage, was ein Seitensprung für Ihre Beziehung bedeutet und ziehen Sie notfalls Ihre Konsequenzen.

Urlaub, Kur oder Geschäftsreise

Glück gehabt haben Sie, wenn Ihr Seitensprung im Urlaub, bei einer Kur, auf einer Geschäftsreise oder in einem ähnlich anonymen Rahmen stattgefunden hat. Dann müssen Sie nicht damit rechnen Ihrem Seitensprung-Partner später wieder zu begegnen.

Erhofft er sich mehr von Ihnen, dann sollten Sie das jedoch ganz schnell klarstellen. Bleiben Sie dabei höflich aber bestimmt, machen Sie aber klar, dass es keinen weiteren Kontakt geben wird.

Arbeitskollegen

Ist der Seitensprung-Partner jemand, dem sie häufiger im Alltag begegnen, so ist es ungleich schwieriger. Handelt es sich um eine Kollegin oder um einen Kollegen, so sollten Sie sich möglichst schnell darum bemühen, einen ganz normalen Umgang miteinander zu finden.

Klären Sie die Fronten in einem ehrlichen Gespräch. Vermeiden Sie es dabei, Schuldzuweisungen auszusprechen, denn Sie wurden nicht zu Ihrem Fehltritt gezwungen, sondern waren mit Sicherheit auch selbst aktiv beteiligt.

Verhalten Sie sich professionell, so dass andere Kollegen nichts von den Geschehnissen mitbekommen. Geben Sie mit Ihrer Eroberung im Kollegenkreis auch nicht an und vermeiden Sie anzügliche Andeutungen, eine unangebrachte Vertrautheit und Ähnliches. Fliegt ein Seitensprung in der Firma auf, so kann das nicht nur peinlich sein, sondern auch negative Folgen für Ihre Karriere haben.

Freundes- und Bekanntenkreis

Stammt der Seitensprung-Partner aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis, so müssen Sie ganz besonders sorgsam mit der Sache umgehen. Womöglich ist er auch noch mit Ihrem Partner sehr gut befreundet, so dass gleich ein doppelter Betrug vorliegt.

Auch hier gilt: Klären Sie schnellst möglich die Fronten. Vereinbaren Sie, wie Sie in der nächsten Zeit miteinander umgehen werden, und schüren Sie bei Ihrem Seitensprung-Partner keine falschen Hoffnungen.

Legen Sie das Geschehene zu den Akten und versuchen Sie, zu einem ganz normalen Umgang zurück zu finden. Mit etwas Glück gerät die Sache dann früher oder später einfach in Vergessenheit. Lassen Sie sich keinesfalls auf eine Wiederholung ein.

Wie man einer Affäre des Partners vorbeugen kann

Junges Paar liegt sich gegenüber im Bett und schläft
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Von wegen nur Männer gehen fremd. Umfragen belegen, Frauen betrügen ihre Männer nahezu ebenso häufig. Doch nach einem Seitensprung steht die Beziehung meist auf der Kippe. Das Vertrauen ist weg, man macht sich Sorgen, dass weitere Affären folgen könnten und auch die Harmonie ist irgendwie verflogen, selbst wenn man dem Partner seinen Ausrutscher verziehen hat. Am besten ist es daher, wenn es garnicht erst zu einem solchen Ausrutscher kommt. Doch wie kann man einem Seitensprung des Partners vorbeugen?

Diplom-Psychologin Lisa Fischbach kennt einige Tipps. Der Hauptgrund für einen Seitensprung ist die Lust nach sexueller Abwechslung oder einem sexuellen Abenteuer. Wichtig ist daher vor allem das eingeschlafene Liebesleben in der Partnerschaft aufzufrischen. Dazu gehört nicht nur regelmäßiger Sex, sondern auch Abwechslung hinsichtlich der Stellungen und das Ausprobieren neuer Dinge.

Aber auch die Beziehung im Allgemeinen sollte nicht in den alltäglichen Trott geraten. Nachdem die ersten Schmetterlinge im Bauch verflogen sind, kehrt in den meisten Beziehungen nämlich der Alltag ein. Plötzlich ist jegliche Art von Romantik verflogen und anstatt des sonntäglichen Spaziergangs zu zweit, hängt man lieber auf der Couch herum. Um eine gute Beziehung führen zu können, muss man allerdings auch etwas Arbeit investieren. Also einfach mal wieder ein paar Dinge zusammen machen, die zu Beginn der Partnerschaft noch selbstverständlich waren.

Viele Partner lassen im Laufe der Beziehung auch ihr Aussehen und ihre Körperpflege schleifen, weil sie denken sie sind ja ohnehin nicht auf dem Markt und müssen niemanden mehr von sich überzeugen. Dabei gibt es noch immer eine Person, die ständig von Neuem überzeugt werden sollte und das ist der Partner. Lässt man sich gehen und laufen dem Partner ständig andere atrraktive Menschen über den Weg, steigt nämlich das Verlangen nach einem Auswärtsspiel.

Auch gemeinsame Träume und Ziele, über die man am Anfang der Beziehung philosophiert hat, sollte man nicht aus den Augen verlieren, denn die gemeinsame Verfolgung oder auch Erfüllung dieser Wünsche schweißt zusammen und erinnert an das Prickeln zu Beginn der Partnerschaft.

Auch die positiven Eigenschaften, die man zu Anfang so am Partner geliebt hat, scheinen mit der Zeit zu verschwinden. Dabei werden sie oft nur übersehen, weil man sie irgendwann automatisch für selbstverständlich erachtet. Man sollte sich daher immer wieder selbst daran erinnern, was man an seinem Partner hat und ihm regelmäßig zeigen und sagen, wie viel er einem bedeutet und das man ihn liebt. Dazu gehört auch dem Partner aufmerksam zuzuhören und damit Interesse an seinem Leben zu zeigen, auch wenn die Stories manchmal eher weniger interessant erscheinen.

Wurde der Seitensprung gebeichtet und verziehen, ist das Problem damit nicht gleich aus der Welt geschafft - auf das Paar kommt nun eine Menge Arbeit zu...

Tipps für die Beziehungsarbeit nach dem Fremdgehen

Wenn der Partner beichtet, dass er sich das Bett mit jemand anderem geteilt hat, dann scheint zunächst alles verloren. Doch nicht immer muss der Seitensprung das Aus der Beziehung bedeuten.

Gefühlschaos nach dem gebeichteten Seitensprung

Ein Seitensprung löst in den meisten Fällen eine Krise aus. Häufig fühlt sich der Betrogene verletzt, verraten oder zweifelt an seinen Qualitäten als Partner.

wechseln sich immer wieder ab. Häufig gipfelt dieses Wechselbad der Gefühle in der Trennung.

Doch auch wenn die Partner einen Neustart wagen, kehrt der Frieden nur sehr zögerlich ein. Viele Menschen, die betrogen wurden, leiden unter Depressionen, ständiger Angst und Misstrauen. Der Gedanke, dass der Partner bei der nächsten Auseinandersetzung wieder mit jemand anderem im Bett landet, wird zum nervenaufreibenden Begleiter.

Das offene Gespräch als einziger Ausweg

Der einzige Weg aus der Sackgasse ist die Kommunikation. Wenn Sie von Ihrem Partner erfahren haben, dass er Sie betrogen hat, tut eine Aussprache Not.

Warten Sie zunächst, bis sich die erste Wut gelegt hat. Denn im Affekt sagt man gern Dinge, die man ganz anders meint. In einem Gespräch sollten Sie über Ihre Ängste sprechen und vermitteln, wie enttäuscht und verletzt Sie sind.

Ursachenforschung betreiben

Damit Sie sich nicht in Mutmaßungen verlieren, sollten Sie mit ihm über die Gründe des Seitensprungs reden.

  • War er/sie unglücklich in der Beziehung,
  • vermisst er/sie Zuneigung oder Begehren oder
  • braucht er/sie einfach mehr Sex als Sie?

Vielleicht leidet Ihr Partner selbst stark unter der Situation und ist sogar erleichtert, wenn die Wahrheit ans Tageslicht kommt. Durch die Aussprache kann der Seitensprung nicht ungeschehen machen, häufig jedoch schafft sie mehr Nähe. Mit der Bennennung der Ursachen für die Untreue bekommen die Partner zudem die Möglichkeit, ihre Partnerschaft zu verbessern.

Vor allem an der Kommunikation oder auch an der sexuellen Beziehung muss häufig gemeinsam gearbeitet werden. Im letzten Schritt muss der Betrogene das Vertrauen in den Partner wieder lernen. Häufig hilft es den Partnern, wenn sie Regeln aufstellen, die zukünftige Seitensprünge verhindern können.

Paartherapie wahrnehmen

Vielen Paare hilft es, fachlichen Rat und Beistand in einer Paartherapie einzuholen. Der Therapeut kann mit den Partnern akute Probleme klären und neue Perspektiven aufzeigen.

Grundinformationen zum Fremdgehen

  • Sollte Fremdgehen verziehen werden? Tipps zum richtigen Verhalten nach einem Seitensprung

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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