Die Basics der Malerei - Geschichte, Themenfindung und Grundfertigkeiten

In der Malerei gibt es einige grundlegende verschiedene Techniken, die sich alle darin unterscheiden, dass immer andere Materialien eingesetzt wurden und noch werden. Es gibt einige Basics der Malerei, zudem hat jeder Maler seine speziellen Techniken, die er am besten beherrscht. Einige davon wurden bereits vor tausenden von Jahren angewandt. Lernen Sie die Basics der Malerei kennen und informieren Sie sich über Geschichte, Themenfindung und Grundfertigkeiten.

Die Malerei ist ein beliebtes Hobby und gleichzeitig eine bedeutende Kunst - wir zeigen, wie man die wichtigsten Grundfertigkeiten erlernen kann

Die Geschichte der Malerei

Zu den ältesten Funden der Malerei zählen die Höhlenmalereien aus der letzten Eiszeit und können demnach bis zu 40.000 Jahre alt sein. Es wurden hauptsächlich Tierzeichnungen aus dieser Zeit in allen Erdteilen der Welt gefunden. Die Malereien geben darüber sehr viel Aufschluss, wie die Menschen zu der Zeit gelebt haben.

Die ersten Funde an Gemälden sind als Wandmalerei auf den mit Kalkmörtel geglätteten frischen Wänden gefunden worden. Hieraus leitete sich der Name "fresco" (frisch) ab.

Woraus in der Antike die Farben gewonnen wurden, ist bis heute noch nicht so richtig bekannt. Zu vermuten sind tierische und pflanzliche Zusammenstellungen. Die auf Ton gearbeitete Farbe in der Vasenmalerei wurde aus brennfester Erdfarbe hergestellt.

Wandmalereien

Die ägyptische Wandmalerei ist heute hauptsächlich in den Tempeln entlang des Nils zu bewundern. Hier wird den zahlreichen Touristen anhand der Malereien geschildert, wie sich das Leben vor bis zu 5.000 Jahren unter den Pharaonen abspielte.

Dabei gibt es ganze Zeugnisse über den Hergang von Operationen, wobei das verschiedene Operationsbesteck erklärend an die Wand gezeichnet wurde. Die drei Jahreszeiten, wie sie die Ägypter verstanden, spielen ebenso eine Rolle wie die Erklärung, was dazu notwendig ist, um in den Himmel zu kommen.

In Pompeji und Herculaneum, beides Orte, die aufgrund eines Vulkanausbruchs des Vesuvs im Jahre 79 nach Christus in Italien verschüttet wurden, wurden bei den Ausgrabungen zahlreiche Wandmalereien entdeckt. Hierdurch wurde unter anderem erkannt, um welche Art von Haus es sich handelte. So existierte beispielsweise ein Bordell, was durch einen Penis gekennzeichnet war.

Portraitmalereien

Die Portraitmalerei war nicht nur bei den alten Ägyptern, sondern auch im Römischen Reich von großer Bedeutung. Sie war auch weiterhin unter dem Adel und für besondere Persönlichkeiten wichtig, bis zu dem Zeitpunkt, als die Fotografie aufkam.

Landschafts- und Szenenmalerei

Daneben entstanden unzählige Landschaftsbilder und Darstellungen verschiedener Szenen. Das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci entstand 1498.

Als Ölmalerei stellte sich beispielsweise Albrecht Dürer im Jahre 1500 selbst meisterhaft dar. Auch als längst die Fotografie Einzug hielt, wurden immer noch meisterliche von Hand erstellte Kunstwerke geschaffen. Ein herausragender Künstler war der 1973 verstorbene Pablo Picasso mit seinen zahlreichen Werken mit Motiven, die er so malte, wie sie auf einer Fotografie gar nicht festgehalten werden konnten.

Das Prinzip der Malerei: von der Idee bis zum fertigen Bild

Bevor man sich an die künstlerische Arbeit macht, braucht man natürlich eine Idee, was man überhaupt anfertigen möchte. Ebenso von Bedeutung ist die entsprechende Technik, die man nutzen will.

Hat man sich darüber Gedanken gemacht, weiß man genau, was man an Materialien und Ausrüstung braucht - einen ausführlichen Artikel zum Thema Malzubehör finden Sie hier. Natürlich kann es schon an der Idee hapern - der richtige Einfall kommt nicht unbedingt dann, wenn man ihn gerade braucht. Brainstorming kann hier helfen; man kann folgende Punkte berücksichtigen:

  • Überlegungen, welche Themen und Motive einem gefallen
  • Inspiration durch Bilder, Gedanken, die eigene Wahrnehmung
  • die Frage, ob die Idee technisch umsetzbar ist, sollte man sich vorerst nicht stellen
  • erste Versuche in Form von Skizzen auf einem Papier können manchmal die richtige Richtung weisen

Steht das Grundgerüst, wird man auch schnell die passenden Farben finden. Und so wird nach und nach das eigene künstlerische Werk entstehen.

Das Motiv sowie die Technik und Farben des Bildes sollten im Voraus geplant werden
Das Motiv sowie die Technik und Farben des Bildes sollten im Voraus geplant werden

Um sich inspirieren zu lassen, gibt es natürlich sehr viele Möglichkeiten. Während der eine in der Natur seine Muse findet, bleibt der andere lieber ungestört in seinem Arbeitszimmer.

Wie man vorgeht, muss man erst für sich herausfinden - ein bisschen Geduld ist also auch angebracht. Hierbei kommt es natürlich auch darauf an, in welche Richtung das Gemälde schließlich gehen soll, zum Beispiel

  • Menschen und Personen
  • Gesichtsportraits
  • Aktmalerei
  • ein Landschaftsbild
  • Stilllebenmalerei
  • abstrakte, gegenstandslose Malerei
  • Tiere

Tipps zur Erstellung bestimmter Themen

Je nachdem, wofür man sich entscheidet, kann man folgende Punkte beachten. Bei Menschen und Personen kann man nach Modell, nach Foto oder nach Vorstellung malen. Sich zuvor die menschliche Anatomie etwas genauer anzusehen, wird nicht schaden.

Als Grundlage sollte man auf eine Umrisszeichnung mit Schattenverläufen setzen - hier kann man diverse Punkte noch verbessern. Wichtig sind die richtigen Proportionen des menschlichen Körpers. Ölmalerei ist für die figürliche Darstellung am besten geeignet.

Wer sich dem Thema Portraits und Köpfe widmen möchte, muss vor allem in Sachen Gesichtsausdruck punkten. Schon kleine Nuancen bestimmen hier, ob das Bild richtig wirkt oder nicht.

Auch hier zeichnet man zuvor eine Grundform, geht dann über in die Kopfform sowie die einzelnen Gesichtsbestandteile. Schließlich spielen auch Schattne und Lichteinfall eine Rolle.

Durch Betonung der muskulären Augen- und Mundpartie sowie deren Falten wird man die Mimik verändern können. Detailliertere Tipps zu diesem Thema finden Sie hier. Öl- und Pastellfarben eignen sich am besten für diese Darstellung.

Bei der Aktmalerei wird ebenso ein gewisses Grundwissen bezüglich der menschlichen Anatomie vorausgesetzt. Man wird viele anatomische Zeichnungen anfertigen, bis man das richtige Gefühl dafür bekommt.

Natürlich wird es am leichtesten sein, mit dem Malen nach einer Vorlage zu beginnen. Ölfarben eignen sich am besten für die Aktmalerei; mit der Aquarellmalerei kann man in diesem Bereich am besten lernen.

Die Landschaftsmalerei geht man am besten mit einer Zeichnung oder einem Foto als Vorlage an. Letzteres kann beispielsweise ein Urlaubsfoto sein oder auch eines aus dem Internet. Bezüglich der Farbauswahl wird man hier mit sämtlichen Varianten die richtige Wahl treffen.

Fürs Stilleben sollte man vorher die möglichen Perspektiven studieren
Fürs Stilleben sollte man vorher die möglichen Perspektiven studieren

Als Motiv für das Stillleben eignen sich Alltagsgegenstände sehr gut. Nach der Anordnung sollte man die einzelnen Perspektiven studieren und sich dann für eine entscheiden - auch hier wird eine Vorzeichnung empfohlen. Meistens werden Stillleben mit Ölfarben gemalt.

In Sachen abstrakte Malerei geht es darum, auf eine realistische Darstellung zu verzichten. Form, Farbe und Komposition rücken in den Vordergrund.

Man kann frei abstrakt malen und seine Gefühle "aus dem Bauch heraus" bildlich darstellen. Oder man entscheidet sich für das planende Malen; hier wählt man gezielt minimalistische Formen usw. Acryl-, Aquarell- oder Ölmalerei wird für diese Darstellung empfohlen.

Für das Anfertigen eines Bildes im Bereich der Tiermalerei ist es wichtig, die Bewegungen und Formen eines Tieres genau zu beobachten. Um ein Gespür für die jeweilige Tieart zu bekommen, helfen Fotos und Videos. Pastell- und Buntstifte sind für diese Form der Malerei besonders zu empfehlen.

Grundfertigkeiten

Bezogen auf Farben und Materialien sind vor allem folgende Grundtechniken nennen.

Die Wahl der Farben beeinflussen maßgeblich den Stil des Bildes
Die Wahl der Farben beeinflussen maßgeblich den Stil des Bildes

Ölmalerei

In der Renaissance und dem Barock war die Ölmalerei am wichtigsten. Ölfarbe wird so bezeichnet, weil als Bindemittel für die Farben Öl verwendet wird.

Ölmalerei ist sowohl auf Leinwand aus Leinen oder Baumwolle auf einen Rahmen gespannt, als auch auf Holz durchführbar. Auch die verschiedenen Papier- und Pappearten sind für die Ölmalerei geeignet.

Zahlreiche Maler verstanden sich in dem Umgang mit der Ölmalerei und haben unersetzliche Kunstwerke hervor gebracht. Auch heute wird noch mit Ölfarbe gemalt.

Malen mit Aquarellen

Eine weitere Grundtechnik besteht in der Malerei mit Aquarellen, wobei die Bilder mit Wasserfarbe hergestellt werden. Diese werden mit einem feinen Pinsel auf Papier oder Pergament und anderen Materialien gebracht.

Wasserfarben lassen sich hervorragend zu den gewünschten Farbtönen mischen, genau wie Ölfarben auch, nur dass die Verdünnung mit Wasser geschieht. Das Arbeiten mit Wasserfarben wird bereits im Kunstunterricht in der Schule angewandt. Es entstehen mit der Aquarellmalerei feine Bilder mit zahlreichen Farbabstufungen, die oft als Naive Malerei in Miniaturformat zu finden sind.

Glasmalerei

Die Glasmalerei wurde beispielsweise für die Verzierung von Fenstern mit durchscheinenden Farben verwendet. Im Gegensatz hierzu wurde die Hinterglasmalerei mit undurchsichtigen Farben durchgeführt. Diese beiden Techniken sind heute unter anderem in Kirchen zu bewundern.

Es gibt noch viele weitere Techniken der Malerei - hier in unserem ausführlichen Artikel zum Thema können Sie sich darüber informieren.

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Quellenangaben
  • taches couleurs © NL shop - www.fotolia.de
  • active older man © Simone van den Berg - www.fotolia.de
  • Painting a bunch of flowers © Photographee.eu - www.fotolia.de
  • main d'art © Emmanuel Bergère - www.fotolia.de

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