11. August 2011
Forschung ist überaus wichtig, aber auch sehr kostspielig. Finanziert wird sie zumeist aus öffentlichen oder privaten Mitteln.
Durch die Forschung werden zahlreiche neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen oder ältere Erkenntnisse bestätigt. Für viele Gebiete wie Medizin, Wissenschaft und Technik ist sie unverzichtbar. Da die Forschung jedoch auch sehr kostspielig ist, muss sie entsprechend finanziert werden.
In Deutschland liegen die finanziellen Aufwendungen für die Forschung nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes jährlich bei mehr als 60 Milliarden Euro. Ungefähr 70 Prozent der Forschungsaufwendungen werden von der Industrie finanziert, wobei mehr als 10 Prozent auf die forschenden Pharmaunternehmen entfallen. Die Forschungsaufwendungen hängen auch von der Art der Forschung ab. So finanziert die Industrie vor allem die Zweck- und Industrieforschung, da sie von deren Resultaten profitieren will, während die Finanzierung der Grundlagenforschung in Deutschland und anderen europäischen Staaten vor allem aus öffentlichen Mitteln erfolgt. Ein Teil der Forschungsfinanzierung kommt durch unmittelbare Zuweisungen aus Bundes- und Landesmitteln an das jeweilige Forschungsinstitut zustande. Darüber hinaus finanziert man die Forschungsgruppen auch über die so genannte Drittmittelförderung. Bereitgestellt werden diese Gelder durch Förderprogramme aus dem BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung), der DFG (Deutsche Förderungsgemeinschaft), der EU (Europäische Union) sowie weiteren Institutionen. In der Regel erfolgt die Vergabe der forschungsorientierten Drittmittel nach strengen wissenschaftlichen Begutachtungskriterien sowie internationalen Qualitätsstandards.
Besonders im Blickpunkt der Forschungsfinanzierung steht in Deutschland die Krebsforschung. Da Krebserkrankungen jeden Menschen betreffen können, ist das Interesse an der Krebsforschung sehr groß. Größter Geldgeber von Drittmitteln ist die Deutsche Krebshilfe e.V. Dabei handelt es sich um einen gemeinnützigen Verein, zu dessen Aufgaben die Bekämpfung der Krebskrankheit in all ihren Erscheinungsformen gehört. In den letzten Jahren investierte die Deutsche Krebshilfe jährlich mehr als 30 Millionen Euro in die Krebsforschung, wobei die Mittel ausschließlich von privaten Spendengeldern stammen. So ist die Deutsche Krebshilfe der wichtigste private Geldgeber für die Krebsforschung. Finanziert werden von den Geldern Projekte der kliniknahen Grundlagenforschung und der klinischen Forschung.
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