Zufrieden und ohne Langeweile im Ruhestand - Tipps zum Eintritt in das Rentnerleben

Älterer Herr malt an einem Bild mit grünen Bäumen

Sich im Ruhestand zu langweilien, ist eine weit verbreitete Angst - wir geben Tipps, wie ein glücklicher Ruhestand funktionieren und das Leben als Rentner aussehen kann

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  • von Paradisi-Redaktion

Das Rentenalter ist ein Lebensabschnitt, welchen sich viele Menschen mittleren Alters herbeisehnen. So muss endlich keiner Tätigkeit mehr nachgegangen werden und man verfügt trotzdem noch über ein ausreichendes Einkommen. Um den Ruhestand zufrieden und ohne Langeweile genießen zu können, sollte man einige Ratschläge beherzigen. Was sollte man überhaupt über das Leben als Rentner wissen, um bestens auf diese Phase des Lebens vorbereitet zu sein? Und wie verbringt man nun eine glückliche Zeit? Lesen Sie hier darüber.

Das Leben als Rentner - generelle Hinweise

Zunächst einmal fällt die gesetzliche Versicherungsleistung der Rente hierzulande relativ niedrig aus. So müssen viele Rentner ihren früheren Lebensstandard herabsenken und an die Höhe der Rente anpassen.

Aus diesem Grund kann es sich lohnen, bereits Jahrzehnte zuvor vorzusorgen und durch den Abschluss einer privaten Rentenversicherung oder dem Schaffen von Rücklagen das spätere Einkommen zu erhöhen. Was in Sachen Altersvorsorge möglich ist, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Über die finanziellen Aspekte des Rentenalters sollte man sich bereits Jahrzehnte zuvor Gedanken mac
Über die finanziellen Aspekte des Rentenalters sollte man sich bereits Jahrzehnte zuvor Gedanken machen

Bei der staatlichen Rente kann dabei zwischen der Altersrente, Erwerbsminderungsrente, Hinterbliebenenrente und Erziehungsrente unterschieden werden, wobei die Altersrente natürlich der Normalfall ist. Die Rentenhöhe wird bei der Altersrente über die so genannte Rentenformel ermittelt.

In dieser wird beispielsweise die Arbeitsdauer und der derzeit gültige Rentenwert berücksichtigt, wodurch sich der Rentenanspruch berechnen lässt. Weitere Informationen zum Thema Rente finden Sie hier.

Finanzielle Stabilität

Das Leben als Rentner ist dabei eine Zeit der finanziellen Stabilität, während welcher man sich vollends auf die eigene Person und die persönlichen Interessen konzentrieren kann. So kann beispielsweise viel Zeit mit der Familie verbracht und sich intensiv mit persönlichen Hobbys auseinandergesetzt werden.

Die letzte Lebensphase

Allerdings sollte man sich auch darüber im Klaren sein, dass der Eintritt ins Rentenalter den letzten Lebensabschnitt einläutet. Während dieser Phase kommt es zunehmend zu gesundheitlichen Problemen und einer graduellen Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit. Das Leben als Rentner ist deshalb zunehmend auch eine Phase der Ruhe, wo auf den eigenen Körper und die Gesundheit geachtet werden sollte.

Dieser Tatsache muss jedoch nicht mit Angst begegnet werden. Einerseits kann durch einen entsprechenden Lebensstil auch bis ins hohe Alter eine aktive und vitale Alltagsgestaltung bewältigt werden. Darüber hinaus kann auch die Beschaulichkeit des Lebens genossen werden, so dass man nach all den anstrengenden Jahren endlich zur Ruhe kommt.

Rentner könnten mehr Steuern sparen

Nahaufnahme Cd Steuererklärung neben Formular zur Einkommensteuererklärung
steuer © Maria.P. - www.fotolia.de

Die deutschen Rentner nutzen die Möglichkeiten, ihre Steuern zu reduzieren, nicht aus.

Zur Zeit sind rund 3 Millionen Rentner auch Steuerzahler, und seit der Rentenreform vom 2005 werden es jährlich mehr, berichtet das Apothekenmagazin Senioren Ratgeber. Ausgaben für Versicherungen, bestimmte Krankheitskosten, Kuren und auch für manche Dienstleistungen können die Steuerpflicht mindern.

„Im Normalfall ist es für die meisten Rentner heute noch möglich, die Steuerlast auf Null zu drücken“, sagt Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Neuen Verbandes der Lohnsteuervereine. Wer vor 2006 in Rente gegangen ist, muss meist erst ab einem Einkommen von 1500 Euro im Monat mit Steuern rechnen, Ehepaare oft erst bei deutlich über 3000 Euro. Ohne fachliche Hilfe schafft es aber kaum jemand durch den Dschungel der Steuergesetze.

Eine meistens preiswertere Alternative zum Steuerberater sind Lohnsteuerhilfevereine. Diese dürfen aber nur Rentnern beistehen, die nebenher keiner selbständigen Arbeit nachgehen.

Warum angehende Ruheständler ihre „Versicherungsbiografie“ prüfen sollten

Ältere Frau mit Brille in Hand lächelt, schaut nach oben, blauer Himmel mit Wolken
Grandmothers leisure © Deklofenak - www.fotolia.de

Zum Rentenanspruch trägt nicht nur die reine Arbeitszeit bei. Viele Anspruchsberechtigte wissen nicht, welche sonstigen Zeiten in die Berechnung mit eingehen. „Typischerweise fehlen Schul- und Ausbildungszeiten, Wehrdienst und Kindererziehungszeiten“, weiß Renate Bühring, die als private Renteberaterin fast täglich Versicherungsbiografien überprüft. „Das Problem mit solchen Zeiten ist, dass sie nicht automatisch gemeldet werden. Das muss der Versicherte tun“, erklärt sie im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Ab dem 55. Lebensjahr versendet die Deutsche Rentenversicherung alle drei Jahre die sogenannte Rentenauskunft, welche die aktuellen Rentenansprüche der Versicherten detailliert ausweist. Diese sollten die Betroffenen zum Anlass nehmen, alle Daten zu überprüfen. Nicht berücksichtigte Zeiten können bis zum Renteneintritt – und in besonderen Fällen sogar noch darüber hinaus – geltend gemacht werden. Dafür müssen jedoch entsprechende Nachweise vorliegen.

Viele Deutsche denken ans Auswandern im Alter – Hoffnung: Günstiger leben als in der Heimat

Umzugstransporter auf Straße
umzugstransporter © Maria.P. - www.fotolia.de

Das Leben in Deutschland ist teuer. Viele Menschen glauben, in anderen Ländern mit ihrem Geld wesentlich günstiger über die Runden kommen zu können.

Jeder fünfte Bundesbürger (21,7%) hat daher schon einmal darüber nachgedacht, im Alter in ein anderes Land oder zumindest in eine andere Region umzuziehen. Das hat eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.017 Personen ab 14 Jahren im Auftrag des Apothekenmagazins "Senioren Ratgeber" herausgefunden.

Allerdings schmieden vor allem die jüngeren Befragten (20- bis 39-Jährige: 30,9%) großen Pläne fürs Seniorenleben. Im Alter lassen sich die Menschen dann nicht mehr so gerne "verpflanzen" – auch wenn das Leben in der Heimat kostspieliger ist.

Von den 60- bis 69-Jährigen denken nur noch 12,6 Prozent darüber nach, aus finanziellen Gründen den Wohnort zu wechseln. Bei den Ab-70-Jährigen sind dies nur noch 8,3 Prozent.

Weniger Rente durch häufige Arbeitslosigkeit

Die Rente sinkt - wie sich die einzelnen Phasen des Arbeitslebens verändert haben

Senioren - Frau mit Brille und grauem Hut neben einem Mann mit weißem Schnurrbart
Senior couple © Marcin Kempski - www.fotolia.de

In Deutschland haben in den vergangenen Jahrzehnten viele Menschen weniger gearbeitet, beziehungsweise immer mehr Unterbrechungen im Arbeitsleben gehabt, die durch Arbeitslosigkeit bedingt waren. Dies wird sich aber eines Tages bei der Rentenberechnung stark auswirken.

So hat jetzt das Internationale Institut für Empirische Sozialökonomie (INIFES) eine Studie angefertigt, wobei man das Arbeitsleben zwischen den Jahren 1984 und 2007 untersuchte.

Wandlungen in den drei Phasen des Arbeitslebens

Dabei standen drei Phasen des Arbeitslebens eines Menschen im Vordergrund: zunächst der Einstieg in das Berufsleben, was meistens im Alter zwischen 20 bis 30 Jahren erfolgt, danach die Hauptarbeitszeit bis zum 50. Lebensjahr und anschließend der Übergang ins Alter bis zum 65. Lebensjahr, der Einstieg in die Rente.

Besonders der Einstieg in das Berufsleben hat sich stark gewandelt, einerseits weil die Ausbildung länger dauert, aber auch weil gerade viele junge Menschen von der Arbeitslosigkeit besonders stark betroffen sind. Hier spielt auch das Geschlecht keine Rolle und es gilt gleichermaßen für die neuen und auch alten Bundesländer. Auch hat sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen (mehr als zweieinhalb Jahre ohne Anstellung) verfünffacht.

Weiterhin arbeiten immer mehr junge Menschen, besonders Frauen, in Teilzeit, was sich natürlich auch auf die Einzahlung in die Rentenkasse auswirkt. Im Gegensatz zu früher sind heute mehr Frauen im mittleren Berufsleben, also zwischen 30 bis 50 Jahren, beschäftigt, aber meistens nur als sogenannte geringfügige Beschäftigte oder eben als Teilzeitkräfte. Doch immer noch bleibt jede sechste Frau in Deutschland während dieser Zeit zu Hause.

Auch stellte man fest, dass die meisten Arbeitnehmer in dieser Zeit von der Arbeitslosigkeit weniger betroffen sind, als in den beiden anderen Phasen. Auch der dritte Abschnitt des Berufslebens hat sich stark gewandelt, denn viele haben von der früheren Rente Gebrauch gemacht, trotz der Abschläge. Diese betragen 0,3 Prozent pro Monat vor dem 65. Lebensjahr, was bei einem Renteneintritt mit 60 Jahren einen Abschlag von 18 Prozent bedeutet.

Aber immer mehr Menschen werden auch kurz vor dem Rentenalter noch arbeitslos, so dass sich auch dies auf die Rentenzahlung negativ auswirkt.

Rentnerparadies Thailand: Immer mehr Europäer wählen Südostasien zum Altersruhesitz

Tropischer Traumstrand in Thailand, im Vordergrund ein großer Stein unter einer Palme
Tropical beach scenery in Thailand © Patryk Kosmider - www.fotolia.de

Waren früher Mallorca und die Costa del Sol der große Renner unter deutschen Rentnern, die es ins Ausland zog, hat sich der Horizont in den letzten Jahren stark erweitert. Vor allem südostasiatische Länder wie Thailand und Kambodscha ziehen immer mehr europäische Rentner an, die unter tropischen Palmen ihre letzten Jahren verbringen wollen.

Allein in Thailand leben nach Schätzungen ca. 20.000 - 30.000 ausländische Rentner aus den westlichen Nationen. Die Dunkelziffer dürfte jedoch beachtlich höher liegen, da viele dieser Personen keine offizielle Aufenthaltsgenehmigung besitzen, sondern immer wieder mit neuen Touristenvisa einreisen. Der größte Teil der "Thailand-Rentner" ist - man hat es fast vermutet - männlich, weiß und zwischen 60-70 Jahren alt. Über die Hälfte von ihnen lebt mit einer thailändischen Frau zusammen.

Auch in den Nachbarländern wie Kambodscha und Laos steigt die Zahl der ausländischen Rentner, die mit einheimischen Frauen zusammenleben und von diesen mittlerweile häufig über das Internet angelockt werden. Die Damen profitieren von den aus ihrer Sicht sehr wohlhabenden Europäern, die häufig ihre Familie unterstützen, die Einwanderer vom schnellen Anschluss an einheimische Familien, der das Abbrechen der Brücken zur alten Heimat erleichtert.

Allerdings ist der Wille, sich wirklich zu integrieren nur sehr selten vorhanden: Die meisten dieser gemischten Paare leben in abgeschottenen Wohnsiedlungen am Meer mit eigener Infrastruktur und internationalem Warenangebot in einer Parallelwelt.

Geldanlage für Senioren - Anlagetipps für den Ruhestand

Wer das Rentenalter erreicht hat und Privatvermögen besitzt, sollte das Geld anlegen

Nahaufnahme Euroscheine und Münzen auf Tisch, Geld
Money - Euro banknotes - Euros © c - www.fotolia.de

Die gesetzliche Rente reicht bei vielen Menschen nicht mehr für einen geruhsamen Lebensabend. Daher ist es sinnvoll, privat vorzusorgen. Doch auch wer das Rentenalter erreicht hat und Privatvermögen besitzt, sollte das Geld nicht auf dem Girokonto liegen lassen, sondern es anlegen. Die Zinsen sind dort einfach zu niedrig, um sich über eine gute Rendite zu freuen.

Aktien oder Fonds

Bei einem Vermögen von 60.000 Euro erwarten Ruheständler bei einer Verzinsung von zwei Prozent 1200 Euro zusätzlich im Jahr. Ein Investment in Aktien oder Fonds bietet dafür die besten Voraussetzungen.

Allerdings ist dort auch das Risiko größer, einen finanziellen Verlust zu erleiden. Zudem sind die Kurse für Einsteiger derzeit recht hoch. Ob die Hausse an der Börse weiter anhält, ist noch offen.

Private Rentenversicherung

Eine private Rentenversicherung ermöglicht eine lebenslange Sofortrente, etwa 250 Euro monatlich. Dabei fließt das Kapital in einen Versicherungsvertrag. Es gilt dabei jedoch zu bedenken, dass dann das Geld nicht mehr zur Verfügung steht, auch für Extra-Ausgaben oder als Notgroschen.

Zudem endet die monatliche Zusatzrente mit dem Tod des Versicherungsnehmers. Es sei denn, die vorher vertraglich festgelegte Mindestzahldauer dauert beim Tod des Versicherungsnehmers noch an.

Individuelle Risikobereitschaft

Bei jeder Geldanlage empfiehlt es sich, die eigene Risikobereitschaft zu bedenken. Wer Aktien misstraut, sollte sein Gespartes anderweitig investieren. Möglichkeiten gibt es genug.

Die Vorbereitung: Tipps zum Eintritt in den Ruhestand

Viele Menschen haben vor dem Eintritt in den Ruhestand Angst. So weiß man nicht, ob man denn ganz ohne Arbeit überhaupt noch glücklich sein könne und fürchtet sich davor, beim Eintritt in den Ruhestand etwas nicht zu beachten oder zu vergessen. Doch welche Tipps zum Eintritt in den Ruhestand sollte man beachten, damit man dieser Lebensphase entspannt entgegensehen kann?

Der Antrag

Zunächst einmal sollte man sich rechtzeitig um die Beantragung der Rente kümmern. Dies geschieht direkt beim gesetzlichen oder privaten Rentenversicherungsträger, welcher einen dann auch noch darüber informieren dürfte, falls es Probleme mit dem gewünschten Zahlungsbeginn geben sollte.

Abschied vom Arbeitsumfeld

Neben diesem finanziellen Aspekt sollte man sich zudem noch rechtzeitig darüber Gedanken machen, wie man sich von seinem Arbeitsumfeld angemessen verabschieden will. So ist es in vielen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen üblich, dass eine kleine Abschiedsfeier abgehalten oder zumindest eine Rede gehalten wird. Aus diesem Grund sollte man sich überlegen, inwiefern man das Ganze selbst gestalten will und was beispielsweise bei einer solchen Rede gesagt werden soll.

Zukunftspläne schmieden

Des Weiteren sollte sich aber auch vor dem eigentlichen Eintritt in den Ruhestand überlegt werden, wie es denn weitergehen soll. Werden derartige Überlegungen nämlich nicht im Vorfeld getätigt, dann riskiert man eine psychische Krise, von welcher fast die Hälfte aller Rentner zumindest kurzzeitig während der Eintrittsphase betroffen sind.

So können sich beispielsweise Gedanken darüber gemacht werden, wie der Alltag strukturiert werden soll und mit welchen Herausforderungen man sich beschäftigen will. In diesem Zusammenhang kann es sich beispielsweise lohnen, darüber nachzudenken, ob sich nicht noch einmal einer komplett neuen Aufgabe gestellt werden soll.

Dies kann ebenso das Lernen eines Instruments wie das Lernen einer Fremdsprache sein. So hält man sich nicht nur fit, sondern findet auch Erfüllung im Alltag.

Soziale Kontakte

Darüber hinaus sollten bereits vor dem Eintritt in den Ruhestand Maßnahmen und Vorkehrungen getroffen werden. So kann bereits während der Erwerbstätigkeit zunehmend der Kontakt zu alten Freunden aufgenommen werden.

So findet man dann auch während der schwierigen Anfangsphase nach dem ungewohnten Eintritt einen sozialen Rückhalt und hat zudem noch Menschen, mit welchen Unternehmungen getätigt werden können. Insgesamt gibt es eine Reihe von Dingen, welche vor dem Eintritt in den Ruhestand beachtet werden sollten, damit dieser Übergang reibungslos und zufriedenstellend abläuft.

Zeit mit Freunden zu verbringen erleichtert die Zeit im Ruhestand
Zeit mit Freunden zu verbringen erleichtert die Zeit im Ruhestand

Zeit der Veränderungen

Der Eintritt ins Rentenalter stellt eine Zeit des Umbruchs dar, während welcher sich entscheidet, wie es die kommenden Jahre oder Jahrzehnte weitergehen soll. So finden viele Rentner schon bald Erfüllung in ehrenamtlichen Tätigkeiten oder dem Kontakt mit der Familie.

Das Rentenalter als Zeit der Veränderungen
Das Rentenalter als Zeit der Veränderungen

Zu den typischen Veränderungen, die nun auf den Rentner bzw. die Rentnerin zukommen, zählen:

  • eine Minderung des Einkommens
  • der Verlust von Statussymbolen
  • die Wandlung des Rollenverhaltens
  • der Entzug des sozialen Umfelds, in welchem am meisten Zeit verbracht wurde
  • das Fehlen von neuen Anregungen und Erfolgserlebnissen

Doch natürlich bringt der Ruhestand auch positive Veränderungen mit sich, wie etwa:

  • mehr Zeit für sich selbst
  • mehr Zeit für den Partner, die Familie und Freunde
  • mehr Freizeit
  • die Möglichkeit, den Tag nach eigenen Wünschen zu gestalten
  • die Möglichkeit, sich fortzubilden

Der Einstieg ins Rentenalter – häufig bringt die Zeit zunächst Probleme mit sich

Älteres Paar sitzt auf Steg, nackte Füße über Wasser am Gebirgssee
Couple sitting at the sea © falkjohann - www.fotolia.de

Eigentlich könnte man meinen, dass der Einstieg ins Rentenalter viele Vorteile mit sich bringt: endlich kann man sich vom harten Arbeitsleben erholen und den Fokus auf seine Freizeit legen – auf die Dinge, die man immer schon mal machen wollte und zu denen man nie gekommen ist.

Diese Vorstellung ist schön, doch tatsächlich haben viele Menschen in diesem Alter – darunter vorwiegend Männer – Probleme, sich auf die veränderte Lebenssituation einzustellen. Sicher hat man nun mehr Zeit, doch damit kommt für einige auch die Angst, plötzlich zu viel davon zu haben – was ist, wenn die Langeweile überwiegt und man plötzlich von Leere umgeben wird, weil man nicht weiß, was man mit sich anfangen soll?

Die richtige Vorbereitung

Während Frauen meist auch während des Berufslebens regelmäßig den Kontakt zu anderen Menschen pflegen, zählt für die Männerwelt häufig nur der Job. Ist dieser dann weg, kommt es zu Schwierigkeiten.

Um diesen vorzubeugen, sollte man(n) sich also schon vorzeitig auf den Ruhestand vorbereiten. So kann man kurz vor Arbeitsende schon damit anfangen, das Pensum langsam herunter zu schrauben, um sich schon mal darauf einzustellen. Wichtig ist es auch, Kontakte zu haben, die nicht aus der Arbeitswelt stammen.

Ideal ist es, wenn man eine Beschäftigung findet, bei der man seine Fähigkeiten einsetzen kann und dafür auch Anerkennung findet, beispielsweise ein Ehrenamt.

Mögliche Probleme in der Partnerschaft

Wer in einer Partnerschaft lebt, wird auch hier Veränderungen erfahren, da man seinem Partner von nun an einfach häufiger begegnet und Zeit mit ihm verbringt. Wenn man gemeinsame Ziele hat, die man nun endlich erreichen kann, ist dies ideal, doch andererseits kann das Mehr an Zeit auch zu einer großen Herausforderung werden, man lernt einander neu kennen und geht sich dabei auch schon mal auf die Nerven.

Immer wieder kommt es auch zu Trennungen oder Scheidungen im höheren Alter. Kommt es zu einer Krise, können Senioren bei einer Paartherapie Hilfe finden und gemeinsam einen Weg finden, sich auf die veränderte Situation einzulassen.

Mitunter können die nun eintretenden Veränderungen auch Probleme mit sich bringen...

Mögliche Konsequenzen der Pensionierung auf die Partnerschaft

Obwohl der Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand von den meisten Menschen durchaus positiv betrachtet wird, stellt er häufig eine Herausforderung für die Partnerschaft dar. Oftmals hat der neue Lebensabschnitt auch Streitigkeiten und Eheprobleme zur Folge.

Auswirkungen auf die Partnerschaft

Während des Erwerbslebens kommt es meist zwischen beiden Partnern zu einer Aufgabenteilung. So wird zum Beispiel geregelt, wer

und so weiter. Tritt der Partner nun in den Ruhestand, möchte er meist auch Aufgaben übernehmen, für die bisher der andere Partner zuständig war. Manchmal ist es aber auch genau umgekehrt und der Partner will bestimmte Tätigkeiten nicht mehr ausüben, wodurch es zu Konflikten kommen kann.

Fehlen der Tagesstruktur

Ebenfalls problematisch ist, dass die bisher gewohnte Tagesstruktur fehlt. Schließlich gibt es während des Berufslebens meist einen präzisen Zeitplan, zu dem unter anderem

zählen. Da dieser vertraute Zeitplan nun entfällt, müssen täglich neue Absprachen getroffen werden, was wiederum Konfliktpotential in sich birgt. Außerdem sind beide Partner nun den ganzen Tag zusammen, was nicht selten dazu führt, dass man sich auf die Nerven geht.

Das Rentenalter glücklich als Paar zu meistern ist ein echter Erfolg
Das Rentenalter glücklich als Paar zu meistern ist ein echter Erfolg
Langeweile und schwaches Selbstwertgefühl

Manche Rentner und Pensionäre wissen mit ihrer neuen Freizeit auch einfach nichts anzufangen, weil sie keine Hobbys haben. Häufig sind deswegen

die Folge. In Familien, in denen der Mann bislang zuständig für das Geldverdienen war, während sich die Frau um den Haushalt kümmerte, besteht zudem oft das Problem, dass das Selbstwertgefühl des Mannes leidet, weil er nun nicht mehr viel für die Familie beitragen kann. Die Frau wiederum sieht sich häufig der ungebetenen Einmischung ihres Mannes in Haushaltsangelegenheiten ausgesetzt.

Auch die Finanzen spielen eine Rolle. So steht im Rentenalter meist weniger Geld zur Verfügung als man es zuvor gewohnt war. Nicht selten kommt es dann zu Streitigkeiten über die Ausgaben.

Partnerschaftskonflikten entgegenwirken

Damit der Ruhestand nicht zu einem Unruhezustand in der Partnerschaft wird und die Beziehung negativ beeinträchtigt, sollten einige Verhaltensregeln beachtet werden. Dazu ist es wichtig, in sich zu gehen und sich zu fragen, wie man die freien Tage und die zusätzliche Zeit nutzen will. Außerdem ist es sinnvoll, zu überlegen, was man am Berufsleben vermisst und ob sich dafür ein Ersatz finden lässt.

Auch gilt es, darüber nachzudenken, welche Erwartungen man an seinen Partner hat und wie man die unterschiedlichen Bedürfnisse am besten vereinigt. Dabei sollte man sich darüber im Klaren sein, dass der Ruhestand auch für den Partner erhebliche Veränderungen mit sich bringt. Deshalb empfiehlt es sich, mit ihm ausführlich darüber zu reden.

Ebenso wie man sich während des Berufslebens die Aufgaben geteilt hat, kann dies auch im Ruhestand erfolgen. Unterschiedliche Interessen müssen dabei kein Nachteil sein.

So kann jeder das tun, was ihm am meisten liegt, ohne dass es zur Einmischung durch den Anderen kommt. Dazu treffen beide Partner neue Vereinbarungen, an die sie sich dann auch halten müssen.

Aufbruch in den Ruhestand - neue Projekte verhindern Sinnkrise

Senioren Paar auf Fahrradtour, schauen auf Karte den Weg nach
Senioren © bilderbox - www.fotolia.de

In den ersten Wochen fühlt sich der Ruhestand noch wie Urlaub an. Doch dann stürzen vor allem Männer in eine Sinnkrise, denn Jahrzehntelang waren sie auf den Job fokussiert und wissen oft kaum noch, was sie mit Freizeit anfangen sollen. Soziale Kontakte, Hobbys, die Struktur für den Alltag – um all das kümmert sich in aller Regel die Partnerin.

Für Frauen ist der Übergang deshalb einfacher. Gerade Mütter haben schon mehrfach Veränderungen in ihrer Erwerbsbiografie erlebt und gelernt, mit existenziellen Krisen umzugehen. Auch wenn ihnen die Pensionierung einige Umstellungen abfordert, können sie über soziale Kontakte und Hobbys schneller neue Lebensinhalte schaffen.

Welche Projekte passen zu mir?

Endlich Zeit für mich selbst. Ausprobieren ist dabei okay. Noch wichtiger ist aber das Hineinhorchen. Wovon habe ich in meiner Kindheit geträumt, was wollte ich schon immer mal tun? Je eher Berufstätige sich über passende Projekte für das Alter klar werden, desto positiver erleben sie den Renteneintritt.

Schrittweise aussteigen

Damit der letzte Arbeitstag keine akute Krise auslöst, sollte der Übergang langsam erfolgen. Zunächst sollte schrittweise die Arbeitszeit reduziert, Hobbys oder andere Projekte allmählich aufgebaut werdeb. So fällt die Anpassung leichter.

Aktiv bleiben

Sicher, es ist wunderbar, wenn der Wecker nicht mehr klingelt. Tage ohne Struktur und sinnvolle Inhalte machen jedoch unzufrieden. Wer auch im Ruhestand aktiv bleibt und Verantwortung übernimmt, lebt erfüllter – ob bei karitativen Tätigkeiten, als Trainer im Sportverein oder Senior-Experte im ehemaligen Berufsbereich.

Wenigstens im Ruhestand sollten wir dem natürlichen Biorhythmus folgen

In Eulen und Lerchen teilen uns die Wissenschaftler ein, die die innere Uhr des Menschen erforschen. Kurz gesagt sind Eulen Nachtmenschen und Lerchen Frühaufsteher.

Den Wenigsten erlauben anfangs Schule und Ausbildung und später der Beruf ein Leben, wie es seinem Naturell entspricht. Im Ruhestand aber könnten wir der inneren Uhr endlich ihre Chance geben, rät Professor Achim Kramer, Chronobiologe am Universitätsklinikum Charité in Berlin, im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".

Man sollte als Eule ruhig mal bis neun im Bett bleiben und als Lerche abends früh hineingehen und morgens früh aufstehen. Aber Gewohnheit und falsch verstandenes Pflichtbewusstsein hält manch Älteren weiterhin davon ab.

Wer immer gegen seine innere Uhr lebt, hält seinen Körper unter Dauerstress und beschwört damit vielfältige Gesundheitsgefahren herauf. Allerdings sind die Vorlieben nicht immer für das ganze Leben fixiert: Tendenziell entwickeln wir uns im Alter zu Lerchen. Auch das sollte man gelassen annehmen.

Psychische Krise bei ehemaligen Führungskräften

Viele Führungskräfte entwickeln nach der Pensionierung häufig psychische Probleme

Älteres Ehepaar an Bergsee mit Sonnenschein und grüner Wiese, die Arme umeinander gelegt
attractive married mature couple enjoying the sunset. © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Führungskräfte unterliegen im Berufsalltag einer vielfältigen Beanspruchung, die sich nicht nur in der Tätigkeit selbst aufzeigt, sondern auch in der Länge des Arbeitstages. Verantwortung und auch Belastungen halten Führungskräfte regelrecht am Laufen.

Vorzeitige Beschäftigung mit Pensionierung

Kommt nun die Zeit der Pensionierung oder der Rente, dann wird der einst strukturierte Tag mit seinen Anforderungen von Hundert auf Null dezimiert und führt bei den Betroffenen sehr oft zu psychischen Krisen. Zweifel an der eigenen Person, dem Tun und der Zukunft werden hierbei ebenso laut als auch das Gefühl der Entmachtung.

Sich auch nach dem Beginn des Ruhestandes in der Firma sinnvoll beschäftigen zu können, ist in den meisten Fällen nicht möglich. Psychologen empfehlen deshalb Führungskräften, die kurz vor dem Ruhestand stehen, schon im Vorfeld sich mit der Thematik zu beschäftigen.

Ob in Einzel- oder Gruppensitzungen können die bestehenden Sorgen und Ängste ebenso aufgeschlüsselt und gemildert werden als auch ein gezieltes Planen der Zeit "danach". Derart gerüstet lässt sich die folgende Zeit wesentlich besser gestalten und vor allem ohne psychische Krisen genießen.

Teens und Twens beneiden die Ältere um ihre Freizeit

Deutschlands Senioren werden beneidet: Wie eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.943 Personen ab 14 Jahren im Auftrag der "Apotheken Umschau" herausfand, sind weit mehr als 80 Prozent der Teens und Twens davon überzeugt, dass viele Ältere mehr Zeit für Freizeitaktivitäten und Sport (14- bis 29-Jährige: 86,8 %) sowie fürs Reisen haben (14- bis 29-Jährige 87,5%).

Acht von zehn der unter 30- Jährigen (83,1%) meinen zudem, dass man heutzutage auch im Alter noch mal etwas ganz neues anfangen kann, weil einfach die Lebenserwartung höher und die Gesundheit insgesamt besser ist.

Und die Senioren selbst? Sie stimmen den Jüngeren durchaus zu! Mehr als drei Viertel der Ab-60-Jährigen (77,3%) sagen, sie fühlten sich durchaus noch fit für Innovationen. Und fast neun von zehn freuen sich über ihre Freizeit, um mehr Sport zu machen (87,9%) oder um ausgiebig in den Urlaub zu fahren (86,4%).

Deutsche befürchten im Ruhestand in ein tiefes Loch zu fallen

Die tägliche Arbeit, der Gang ins Büro, das Gespräch mit den Kollegen - der eigene Beruf ist für die meisten ein wichtiger Pfeiler im Alltag. Die große Mehrheit der Deutschen sieht daher dem Ende des Arbeitslebens mit großer Skepsis entgegen. Das belegen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.992 Befragten ab 14 Jahren im Auftrag der „Apotheken Umschau“.

So sind acht von zehn Bundesbürgern (81,0 %) der Ansicht, man sollte sich rechtzeitig auf die Rente vorbereiten, um nicht in ein tiefes Loch zu fallen. Drei von vier der Befragten (75,2%) sind sich sicher, dass sich das Leben grundlegend ändere, sobald man in den Ruhestand geht.

Schlafqualität nimmt im beruflichen Ruhestand zu

Älteres Paar schläft im Bett, er hat von hinten Arm um sie gelegt
Couple lying in bed sleeping © Monkey Business - www.fotolia.de

Auch wenn es sich nur um ein paar Jahre handelt, nimmt die Schlafqualität von Menschen ab dem beruflichen Ruhestand zu.

Laut einer aktuellen Studie der Universität Basel sowie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung könnte dies mit dem wegfallenden Stress des Berufslebens zusammenhängen.

Im Gegensatz dazu nimmt die Schlafqualität bei Personen zwischen 18 und 60 Jahren kontinuierlich ab. Dies trifft dann auch für Pensionäre über dem 66. Lebensjahr zu, deren subjektive Schlafzufriedenheit nach einigen Jahren wieder zurückgeht.

Bezüglich der jeweiligen Interessen kann man auch einige Tipps beherzigen, um Langeweile zu vermeiden.

Tipps gegen Langeweile und für mehr Zufriedenheit im Ruhestand

Viele Rentner haben mit der vermeintlichen Langeweile des Alltags zu kämpfen. So sieht man beispielsweise keinen Sinn mehr im eigenen Dasein und hat bereits damit zu kämpfen, einen geregelten Tagesablauf einzuhalten. Doch welche Tipps gegen Langeweile im Ruhestand können dabei helfen, wieder Freude am Leben zu entwickeln und diese doch eigentlich schöne Phase für sich zu entdecken?

Pläne endlich realisieren

Viele ältere Menschen, denen der Ruhestand bevorsteht, haben Angst, dass sie nach Ende ihres Berufslebens nicht mehr gebraucht werden. Dieser neue Lebensabschnitt kann jedoch durchaus die Chance sein, sich lang gehegte Träume zu erfüllen oder sich mit neuen Dingen zu befassen.

Gerade Menschen in den 60ern befinden sich noch immer im besten Alter. Außerdem nehmen Studien zufolge Beschwerden wie Erschöpfung, Müdigkeit oder Depressionen nach der Pensionierung eher ab. Damit man seinen Ruhestand auch wirklich genießen kann, ist es jedoch wichtig, Selbstinitiative zu ergreifen und aktiv zu sein.

Meist ist es hilfreich, wenn man sich schon rechtzeitig vor dem Ende des Berufslebens Gedanken darüber macht, wie die Zeit danach aussehen sollte. Hat man konkrete Vorstellungen davon, was man während seines Ruhestandes tun möchte, fällt einem der Abschied vom Arbeitsleben leichter.

Für viele Ruheständler ist die erste Zeit eine große Umstellung. Macht man sich jedoch klar, dass man lediglich einen Teilabschnitt seines Lebens hinter sich gelassen hat, lässt sich die neue Zeit viel besser gestalten, denn schließlich gibt es auch ein Leben nach der Arbeit, das womöglich sogar schöner ist.

Strukturierter Tagesablauf

Zunächst einmal sollte man damit beginnen, den Alltag bewusst zu planen und zeitlich zu strukturieren. Viele Rentner, welche lediglich in den Tag hineinleben, kommen kaum zu etwas und klagen über regelmäßige Stimmungstiefs.

Stattdessen sollte man feste Essenszeiten einhalten und beispielsweise die Nachmittagsstunden für bestimmte Aktivitäten freihalten. Ein solcher Rhythmus beugt dabei nicht nur einem Rentenloch vor, sondern ist zudem auch noch gesund.

Verwirklichung von Zielen und Träumen

Darüber hinaus sollte man sich Gedanken darüber machen, was man früher alles gerne getan hätte, jedoch nie die Zeit dafür hatte. Dies kann ebenso das schlichte Ausüben einer Sportart wie die Europareise mit einem Wohnmobil sein. Nun hat man endlich genügend Zeit, sich diesen Hobbys zu widmen, welche früher wegen der Arbeit viel zu kurz kamen.

Herausforderungen annehmen

Ebenso interessant kann es aber auch sein, sich einer komplett neuen Herausforderung zu widmen. Vielleicht gab es schon immer etwas, das man einmal ausprobieren wollte, aber nie die Zeit dazu hatte oder sich nie getraut hat.

Nach dem Ende der Erwerbstätigkeit kann man somit neue Seiten von sich selbst kennenlernen und sich neuen Herausforderungen stellen. Es spricht demnach nichts dagegen, sich noch mit 70 an den Golfsport zu wagen oder aber auch eine exotische Sprache zu erlernen.

Zeit für sich selbst und die Familie

Der Ruhestand eignet sich zudem noch hervorragend, sich ganz bewusst auf die eigene Familie und das eigene Leben zu konzentrieren. So bekommen wir während unseres Lebens nur selten die Möglichkeit, wirklich ungestört über all jene Geschehnisse zu reflektieren, welche uns erst zu dem gemacht haben, der wir heute sind. So kann man sich als Rentner mit Fotoalben und der Familie auch einfach mal auf sich selbst besinnen und hierdurch vielleicht auch besser kennen und verstehen lernen.

Das Mehr an Zeit das man hat für die Familie nutzen
Das Mehr an Zeit das man hat für die Familie nutzen

Zeit für Freunde

Besonders wichtig für Zufriedenheit im Alter sind soziale Kontakte - daher sollte man sich rechtzeitig ein Netzwerk aus Verwandten, Freunden und Bekannten aufbauen. Eine beliebte Möglichkeit sind auch moderne Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser, in denen verschiedene Altersgruppen unter einem Dach leben, oder Alters-Wohngemeinschaften mit Gleichaltrigen.

Sport

Doch auch körperliche Fitness trägt entscheidend zu einem erfüllten Ruhestand bei. Sogar Menschen, die mit Sport bisher nicht viel am Hut hatten, können noch im Alter durchaus mit sportlichen Aktivitäten beginnen.

So gibt es in zahlreichen Fitnessstudios spezielle Kurse für Senioren. Doch auch auf eigene Faust, beispielsweise mit Freunden oder mit dem Partner, kann man sich sportlich betätigen.

Auch im höheren Alter (noch) Sport zu treiben, bringt einige Vorteile mit sich. Schon durch leichtes Muskeltraining wird man im Alltag die ersten Erfolge bemerken: dadurch, dass der Bewegungsapparat gestützt wird, fallen Treppensteigen und Co. viel leichter.

Durch gezieltes Training und spezielle Gymnastik sind auch Bewegungen wie das in die Knie gehen, beispielsweise, um etwas aufzuheben, bald deutlich einfacher zu bewältigen. Alles in allem fällt der Alltag leichter und zudem wird man deutlich unabhängiger.

Körperliche Fitness trägt viel zur Zufriedenheit bei
Körperliche Fitness trägt viel zur Zufriedenheit bei

Nicht weniger wichtig ist die Möglichkeit, mit neuen Menschen in Kontakt zu treten. In der Gruppe macht das Sporttreiben zudem deutlich mehr Spaß. Zu den beliebtesten und gut geeigneten Sportarten für Senioren zählen

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Seniorensport.

Geistige Fitness

Ebenso die geistige Fitness sollte trainiert werden. So haben Studien ergeben, dass das menschliche Gehirn bei Aktivität bis ins hohe Alter immer wieder neue Nervenzellen herstellt.

Gute Mittel für die geistige Fitness sind

Manch einer entdeckt im fortgeschrittenen Alter eine künstlerische Begabung wie zum Beispiel

So bietet gerade der Ruhestand die optimale Gelegenheit, sich ausführlich etwas Neuem zu widmen, da man nicht mehr den Zwängen des Berufslebens unterliegt.

Nebenbeschäftigung

Letztlich kann sich im Ruhestand auch ehrenamtlich oder in Form eines Nebenjobs betätigt werden. So sorgt man nicht nur für eine erfüllende Beschäftigung, sondern bringt sich auch noch in der Gesellschaft ein oder bessert das eigene Einkommen auf.

Ehrenamtliche Tätigkeit

Möchte man sich gerne für etwas engagieren oder anderen Menschen helfen, kann man auch ein Ehrenamt antreten. Gerade Vereine sind auf ehrenamtliche Helfer dringend angewiesen. Außerdem bietet sich dabei die Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen.

Senior-Experten geben ihr Wissen an Azubis oder auch Unternehmen weiter

Graue Engel trainieren und motivieren Berufseinsteiger im In- und Ausland

Handwerker oder Schreiner beim Abschmirgeln von Holz
Abschleifen von Holz © Marina Lohrbach - www.fotolia.de

Wer in Rente geht, freut sich oft über den täglichen Urlaub. Manchem fällt allerdings nach einiger Zeit die Decke auf den Kopf. Dabei haben sich die Senioren in ihren langen Berufsjahren sehr viel Wissen angeeignet, das sie jetzt an andere weitergeben könnten.

Deshalb gibt es Initiativen, die aktive Senioren und diejenigen, die deren Wissen benötigen, zusammenbringen. Der SES ist eine Stiftung der Deutschen Wirtschaft und bietet diese Dienstleistung seit 1983 an. Seither haben sich über 25.000 Senioren in 160 Länder schicken lassen.

Hilfe im Ausland

Derzeit haben sich beim Senior Experten Service (SES) in Bonn rund 10.500 Experten aus unterschiedlichen Berufen vom Metzger bis zum Facharzt angemeldet. 14 Prozent sind Frauen. Bei der Initiative geht es darum, dass die Senioren

  • kleine und mittlere Unternehmen,
  • öffentliche Institutionen und
  • Nichtregierungsorganisationen

in anderen Ländern unterstützen. Dazu sind sie vier bis sechs Wochen vor Ort. Natürlich tun sich Senioren, die die Landessprache beherrschen, leichter, das ist jedoch keine Bedingung.

Betätigungsfelder in Deutschland

Allerdings gibt es auch Betätigungsfelder in Deutschland, insbesondere als Coach für Schüler und Auszubildende. Im letzten Jahr gab es 2.500 Einsätze der „grauen Engel“. Der Einsatz wird über eine Datenbank koordiniert. Für die ehrenamtlichen Helfer entstehen keine Kosten, sondern es besteht sogar eine Versicherung über den SES. Wer nicht reisen möchte, für den gibt es in Deutschland gute Einsatzmöglichkeiten, denn die Einsätze hier sind länger und meist in Wohnortnähe.

Einsastz nach Qualifikation

Interessenten können sich jederzeit anmelden. Für den richtigen Abgleich mit der Datenbank ist die Information über die Qualifikationen des Anmelders wichtig. Deshalb auch den Lebenslauf mitschicken. Wer einen Azubi coachen möchte, braucht dazu nicht unbedingt dieselbe Qualifikation, wie sie der Auszubildende anstrebt. Es geht hier mehr um das Training und die Motivation, weniger um das Vermitteln von Fachkenntnissen. Augenblicklich sind insbesondere

  • Fachärzte,
  • Berufsschullehrer,
  • Handwerker und
  • Agrarexperten

gefragt. Die Senior-Experten sind Ratgebende. Die Umsetzung bleibt ihnen selbst überlassen.

Viele Betriebe bitten ihre Ruheständler um punktuellen Einsatz

Immer mehr Firmen klopfen nach dem letzten Arbeitstage bei ihren früheren Beschäftigten an. „Vor allem für Einzelprojekte werden ehemalige Mitarbeiter als Berater eingespannt“, beobachtet Mirko Sporket, Alternsforscher an der Universität Dortmund. Für ihn ist dies eine positive Entwicklung, weil „so der Übergang in die Rente nicht so abrupt ausfällt“, wie er im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ erklärt.

Die Tendenz ist auch bei den Minijobs mit maximal 400 Euro Verdienst nachzuvollziehen: Rund 1,18 Millionen über 60-Jährige arbeiten heute auf dieser Basis. Der Ausstieg aus dem Beruf von einem Tag auf den anderen führt nicht nur häufig zu sozialen, sondern auch zu gesundheitlichen Problemen. Studien zeigen, dass ein Wegfall des Jobs Herz-Kreislauf-Krankheiten fördern kann.

Arbeiten bis 70 aus medizinischer Sicht kein Problem

Um die Auswirkungen des demographisches Wandels einzudämmen, hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine Forderung gestellt, die für viele unmenschlich klingt: nach Möglichkeit sollten Arbeitnehmer bis zum Alter von 70 Jahren ihrem Beruf nachgehen.

Das Institut Arbeit und Gesundheit in Dresden hat den Vorschlag zur drastischen Erhöhung des Renteneintrittsalters geprüft - und als unproblematisch eingeschätzt. Entgegen der allgemeinen Auffassung sei man mit 70 durchaus noch fähig, wirtschaftlich profitable Arbeit zu leisten. Zwar würde die Leistung der Augen und Ohren abnehmen, doch durch den hohen Grad an Erfahrung und Kommunikationsfähigkeit werde das ausgeglichen. Medizine Bedenken gebe es nicht, solange es sich nicht um Berufe mit starker körperlicher Belastung handle.

Viele Rentner würden gerne noch weiter arbeiten

Nach mehr als 40 Jahren im Berufsleben möchte man meinen jeder freut sich auf seinen Ruhestand. Einer Umfrage zufolge, wünscht sich jedoch jeder zweite Rentner bis 75 Jahren noch weiter in seinem alten Job tätig sein zu können.

Die Hauptgründe dafür sind zum Einen die Freude an der Arbeit, zum Anderen aber auch die Kontakte zu Kollegen. Geld spielt nur für die Wenigsten eine Rolle.

Grundinformationen und Hinweise zum Ruhestand

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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