Neidgefühle führen in der Öffentlichkeit leicht zu Befremdlichkeit und Distanzierung. Keiner gibt gerne zu einem anderen etwas zu neiden und doch ist es wichtig diesem Gefühl Beachtung zu schenken und zu verstehen, welches eigentliche Bedürfnis sich hinter dem Neid verbirgt.
Ein typisches Phänomen – vor allem unter Deutschen – ist das Leben von seiner schlechten Seite zu sehen und alles besser zu finden, was der Nachbar, der Bruder oder die Schwester, der Arbeitskollege oder der Freund haben. Alternativ gibt es den Standpunkt, seine Besitztümer anzupreisen und sich damit aufzuwerten.
Hinter beiden Ansätzen verbirgt sich das Gefühl auf sein Gegenüber neidisch zu sein oder den anderen bewusst neidisch machen zu wollen. Vielen Menschen fällt es schwer aufrichtigen Herzens das Leben positiv zu sehen und das, was man sich erarbeitet und für sich gefunden hat als tatsächlich schön zu empfinden und zu verstehen. Getreu dem Sprichwort: "Auf der anderen Seite ist das Gras grüner und saftiger" sind Menschen nun einmal nicht grundsätzlich im Stande zu verstehen, welche Reichtümer sich in ihrem Leben befinden.
Das Gefühl des Neidens ist kein empfehlenswertes Gefühl und sollte keine Grundlage für Handlungen sein. Sollten Sie sich dabei ertappen, dass Sie neidisch auf Ihren Freund sind, weil sich dieser ein neues Auto gekauft hat oder mit seiner Frau und seinen Kindern ein harmonisches Familienleben führt - im Vergleich zu Ihrer Familie -, dann verstehen Sie dieses Gefühl als Antrieb, um Ihre Perspektive oder Ihr Leben so zu verändern, dass Sie nicht mehr die ständige Konfrontation suchen müssen.
Wenn Sie sich immer wieder in eine Situation manövrieren, die Ihnen nicht gut tut, indem Sie sich mit Partnern einlassen, in dessen Zusammensein Sie sich klein fühlen oder unentwegt den anderen dominieren, dann fragen Sie sich, was Sie immer und immer wieder in diese Situationen bringt.
Es kann sein, dass Sie in Ihrem Bekanntenkreis ein Paar kennen, bei denen es harmonisch zugeht und Sie mit allen Mitteln versuchen eine ebensolche Partnerschaft aufzubauen. Leider gelingt es Ihnen nicht, weil Sie sich in der Wahl des Partners vergreifen. Ihr Fokus ist so stark auf eine harmonische Partnerschaft ausgelegt, dass Sie sich nicht genügend Zeit nehmen, um den potentiellen Partner richtig kennenzulernen und zu prüfen, ob sie auch Ihren Bedürfnissen nach zueinander passen.
Auf diese Weise kann es passieren, dass Sie sich immer wieder in dieselbe missliche Lage bringen und sich in der neuen Partnerschaft provoziert oder unterfordert fühlen und dabei doch nur eine harmonische Partnerschaft wollen.
Nehmen Sie sich mehr Zeit, um Ihren möglichen Partner ausgiebig kennenzulernen und setzen Sie das Ziel einer harmonischen Partnerschaft nicht an die oberste Stelle. Lernen Sie sich und Ihre aktuellen Bedürfnisse besser kennen und nehmen Sie klare Standpunkte ein. Wenn Sie jemanden beneiden, finden Sie heraus, was genau hinter diesem Gefühl steckt und kümmern Sie sich dann darum, dass Sie Ihr Bedürfnis Ihren Möglichkeiten entsprechend erfüllen und das Neidgefühl aufhören kann.
Das Gefühl des Neidens führt dazu, dass Sie sich ungenügend gegenüber einer Sache oder einem Menschen fühlen und in die Rolle geraten jemanden etwas zu missgönnen oder davon besessen werden das Geneidete ebenfalls zu bekommen oder zu erreichen.
Sehen Sie dem Neidproblem ins Auge und haben Sie keine Angst vor dieser Seite in Ihnen. Diese Seite ist menschlich und Sie können vor allem dann mit dieser Seite umgehen lernen, wenn Sie diese nicht ignorieren oder verleumden und sich klar machen, was Ihnen fehlt und sich um die zeitnahe Erfüllung kümmern.
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17.02.12 | |
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Eine unheimliche Macht. Jeder kennt dieses Gefühl den Neid, zumindest als Subjekt (Neider), aber auch, wenigsten...
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