Eigenschaften und Verwendung unterschiedlicher Rasenarten sowie Tipps zur Pflege

Gartenhecke an Rasen

Ein Rasen erfüllt verschiedene Zwecke und wird unterschiedlich genutzt - als Spielfläche für Kinder, als einfache Landschaftsfläche oder als Dekoration

Ein gepflegter Rasen ist der Blickfang jeder Anlage. Es ist wichtig, die passenden Rasenarten für unterschiedliche Flächen und Standorte auszuwählen.

Einen Rasen anlegen

Die Zusammensetzung der Rasenmischung richtet sich nach Art und Verwendung des neuen Rasens. In Gartencentern werden Mischungen für sonnige und schattige Lagen sowie verschiedene Bodenarten zusammengestellt. Die Fachleute berechnen die benötigte Menge und geben wertvolle Tipps zur Pflege.

Vom Kauf einer billigen Rasensamenmischung ist abzuraten, da dieser Rasen auch mit viel Pflegeaufwand nicht üppig und dicht wachsen wird. Die beste Zeit, um einen Rasen neu anzulegen, ist im Frühjahr, denn dann haben die Samen ausreichend Zeit zum Keimen und die Grasnarbe kann sich während der warmen Saison in Ruhe ausbreiten und verdichten.

Bodenvorbereitung

Bei der Vorbereitung des Bodens für den neuen Rasen ist es besonders wichtig, die Fläche von

zu befreien. Danach wird der Boden geglättet und angedrückt. Der Rasensamen wird nach Vorschrift aufgebracht und in den ersten Wochen regelmäßig und ausgiebig bewässert.

Umgang mit dem ersten Rasen

Bei Sonne und Wärme werden sich schnell die ersten Halme zeigen und die Fläche begrünen. Schon in der ersten Wachstumsphase sollte Unkraut regelmäßig entfernt werden.

Der junge Rasen darf jetzt noch nicht betreten oder gemäht werden, da ein Rasenmäher den zarten Pflanzen eher schadet. Erst wenn sich der Rasen gut verdichtet hat und auf mindestens 7 cm gewachsen ist, wird er vorsichtig gemäht.

Durch regelmäßiges Gießen, Mähen und Düngen bleibt ein Rasen gesund und verdichtet sich zu einer ebenmäßigen Grünfläche. Schadhafte oder kahle Stellen im Rasen sollten umgehend repariert werden. Dazu wird die kahle Fläche gesäubert und neu eingesät.

Durch regelmäßiges Gießen, Mähen und Düngen bleibt der Rasen gesund und verdichtet sich schnell
Durch regelmäßiges Gießen, Mähen und Düngen bleibt der Rasen gesund und verdichtet sich schnell

Alternative: Rollrasen

Als Alternative zur aufwendigen Anlage einer Rasenfläche bietet der Handel auch fertigen Rollrasen an. Der Boden für den Rollrasen sollte genau nach Anweisungen von Gartenfachleuten vorbereitet sein und die Platten müssen exakt passen.

Mit Rollrasen geht die Anlage des Rasens schneller, ist aber auch teurer
Mit Rollrasen geht die Anlage des Rasens schneller, ist aber auch teurer

Ist Rollrasen verlegt und aufgewalzt, kann er meist sofort betreten werden und erfreut durch frisches, dichtes Grün. Ausführliche Informationen zum Anlegen und Pflegen des Rollrasens erhalten Sie hier.

Rasenarten - welcher passt am besten?

Je nach gewünschter Nutzung sowie dem Pflegeaufwand kann man mehrere Rasenarten unterscheiden. Ob strapazierfähiger Gartenrasen, sonnenscheuer Schattenrasen oder pflegeintensiver Zierrasen - die verschiedenen Sorten können sowohl aus Samen gezüchtet wie auch als Fertigrasen direkt im Garten ausgerollt werden.

Gartenrasen

Viele Gartenbesitzer entscheiden sich für den Gartenrasen. Aufgrund seiner Eigenschaften eignet dieser sich vor allem für stark beanspruchte Rasenflächen. Gartenrasen wächst sehr fein und dicht.

Insbesondere spielende Kinder in Gärten oder auf Spielplätzen profitieren davon, da ein feiner und dichter Wuchs den Rasen sehr weich macht und Stürze bremst. Eine weitere positive Eigenschaft von Gartenrasen ist, dass Unkraut hier kaum eine Chance hat. Zudem ist dieser Rasen sehr krankheitsresistent.

Der Gartenrasen ist fein und dicht und sieht deshalb auch schön aus
Der Gartenrasen ist fein und dicht und sieht deshalb auch schön aus

Englischer Rasen

Der englische Rasen ist sehr dicht und robust. Er beeindruckt mit sehr sattem Grün und wird häufig in öffentlichen Parks und vor allem auf Golfplätzen angelegt. Um die gleichmäßige Rasenfläche zu erhalten, wird der Boden im Frühjahr besonders aufwendig geebnet und eine hochwertige Rasensamenmischung sehr dicht ausgesät.

Regelmäßige Düngergaben sind wichtig für Wuchs und Widerstandsfähigkeit der Gräser. Menge und Art des Rasendüngers sind von der Bodenbeschaffenheit abhängig. Die richtige Düngermischung sollte vom Fachmann bestimmt werden.

Ein englischer Rasen benötigt regelmäßige Bewässerung und Lüftung. Unkraut oder Rasenfilz muss sofort entfernt werden. Eventuelle Kahlstellen werden durch Nachsäen geschlossen.

Dieser Rasen wird wöchentlich gemäht, damit er besonders dicht wächst. Die Schnitthöhe beträgt ca. 2 cm.

Golfplätze werden oft mit englischem Rasen ausgestattet
Golfplätze werden oft mit englischem Rasen ausgestattet

Zierrasen

Zierrasen ist die "Mimose" unter den englischen Rasenarten. Er ist ein eher feiner aber dichter Rasen, der besser nicht oder nur selten betreten werden sollte. Diese Rasenart wird vor allem für repräsentative Objekte und auf Präsentationsflächen verwendet.

Die Samenmischung richtet sich nach Bodenbeschaffenheit und Lage der Fläche, auf der Zierrasen ausgesät werden soll. Fachleute stellen die passenden Saaten zusammen. Diese Mischung wird im April und Mai auf einen glatten, gut gelüfteten Untergrund aufgebracht.

Im Frühjahr und Sommer muss die Fläche regelmäßig gedüngt und bewässert werden. Unkraut sollte sorgfältigs entfernt werden.

Einmal pro Jahr wird Zierrasen vertikutiert. Dieser Rasen wird einmal pro Woche auf 3 cm Höhe gekürzt. Die Pflege des Zierrasens ist zeit- und kostenaufwändig und spricht vor allem Hobbygärtner und Rentner an, die viel Zeit für die Arbeit im Garten investieren wollen und können.

Mehr Ordnung im Garten - der Übergang vom Beet zum Rasen

Schubkarre mit Schaufeln steht auf Rasen im Garten, umgeben von Pflanzenbeet
wheelbarrow with tools © MichMac - www.fotolia.de

Ein gepflegter Garten ist hübsch anzusehen; dazu gehört auch eine gewisse Ordnung, die man beispielsweise durch klare Kanten und Linien definieren kann. Besonders der Übergang vom Rasen zum Beet spielt dabei eine Rolle.

Die natürliche Form ist die "Englische Rasenkante", die man durch regelmäßiges Abstechen und/oder Abschneiden erreicht. Dies erfordert regelmäßige Arbeiten am Rasen, denn mit der Zeit kommt es zu einem Höhenunterschied zwischen diesem und dem Beet. Weitaus pflegeleichter, wenn auch kostenintensiver, sind Steine, die in einer Breite von zehn bis zwanzig Zentimetern am Beet entlang gelegt werden.

Doch nicht nur Stein, auch Abgrenzungen aus Holz, Aluminium oder Kunststoff sind möglich, die allesamt Vor- und Nachteile in Bestand, Anschaffungspreis und Pflege haben; auch erschweren einige Modelle an deren Kante auch das Rasenmähen.

Bevor man sich also für eine Variante entscheidet, sollte man sich über die Möglichkeiten informieren und zudem fachmännischen Rat suchen.

Kräuterrasen und Blumenrasen

Kräuterrasen und Blumenrasen gehören zu den naturbelassenen Rasenarten. In den Mischungen befinden sich häufig auch essbare Unkräuter.

Diese beiden Rasenarten sind wild und sehr naturbelassen. Sie eignen sich sehr gut für Idealisten, die Naturgärten lieben. Kräuterrasen und Blumenrasen werden vorwiegend in ländlichen Gegenden gesät und auch zur Renaturierung von Brachflächen verwendet.

Kräuter und Blumen bilden einen dichten, blühenden und duftenden Teppich auf nahezu jedem Boden. Da diese Rasenarten ein wichtiger Lebensraum für Kleinstlebewesen und Insekten sind, dürfen sie hochwachsen.

Kräuterrasen und Blumenrasen sind wild und sehr naturbelassen
Kräuterrasen und Blumenrasen sind wild und sehr naturbelassen
Auf die Mischung achten

Es ist wichtig, beim Kauf von Rasensamen auf die Mischung zu achten. Fertige Kräuterrasenmischungen enthalten oft Samen von exotischen Pflanzen, die in unseren Breiten keinen Bestäuber finden und dann verkümmern. Erfahrene Gärtner stellen meist die Mischungen für die Naturwiese selbst zusammen.

Der Boden für Kräuterrasen sollte gut gewalzt sein. Die Rasenmischung sollte dicht ausgebracht werden. Die Samen benötigen viel Licht und Wasser zum Keimen.

Kräuter- und Blumenrasen werden nur selten gemäht. Wenn Sie sich einmal ausgebreitet haben, benötigen diese schönen Wiesen kaum noch Pflege und zusätzliche Bewässerung. Die Kräuter sind essbar und Unkräuter fallen in der Fülle der unterschiedlichen Pflanzen nicht auf.

Spiel- und Sportrasen

Spiel- und Sportrasen gehört zu den meistgekauften Rasenmischungen. Dieser Rasen verzeihen auch gärtnerische Anfängerfehler. Beim Ball spielen oder dem Toben mit dem Hund wird der Spiel- und Sportrasen seinen Ansprüchen gerecht.

Spiel- und Sportrasen wird besonders in Sportanlagen verwendet
Spiel- und Sportrasen wird besonders in Sportanlagen verwendet
Hohe Belastbarkeit

Dieser robuste und dichte Rasen eignet sich für Spiel- und Sportanlagen sowie für Wohnanlage mit Kindern. Er ist sehr gut belastbar und benötigt nicht viel Pflege.

Für die Samenmischungen werden meist Rotschwingel und Weidegras verwendet. Diese Gräser haben breitere, grüne Blätter, die schnell und dicht wachsen.

Bodeneigenschaften

Der Untergrund für Spiel- oder Sportrasen sollte möglichst eben sein, damit der Samen gut gewalzt werden kann und schnell keimt. Vor allem in der ersten Wachstumsphase benötigt der Rasen viel Wasser und temporäre Düngergaben.

Die Art des Düngers richtet sich nach der Bodenbeschaffenheit und der Grassorte. Einmal pro Jahr wird die Fläche vertikutiert und wöchentlich gemäht. Die Schnitthöhe beträgt etwa 5 cm.

Landschaftsrasen

Insbesondere für sehr große Gärten eignet sich der Landschaftsrasen. Dieser zeichnet sich durch seine gleichmäßige Struktur und Farbe sowie durch seinen geringen Nährstoffbedarf aus. Fertiger Landschaftsrasen kann schnell auf großen Flächen ausgerollt werden und passt sich gut den neuen Bodenbedingungen an. Er ist zudem resistent gegenüber Krankheiten und Unkrautbefall.

Landschaftsrasen eigent sich für große Gärten
Landschaftsrasen eigent sich für große Gärten

Schattenrasen

Schattenrasen ist für problematische Lagen geeignet. Er benötigt weniger Wasser und Sonne als andere Rasenarten.

Verwendungszweck

Der so genannte Schattenrasen ist eine besonders robuste Samenmischung für Flächen, die im Schatten von Bäumen oder Gebäuden liegen. Die Gräser benötigen nicht viel Licht und Wasser.

Schattenrasen benötigt nicht viel Licht und Pflege
Schattenrasen benötigt nicht viel Licht und Pflege

Sie sind resistent gegen viele Rasenkrankheiten, die durch Staunässe oder zu geringen Lichteinfall entstehen. Auch Unkraut wächst im Schattenrasen eher spärlich. Schattenrasen wird auch vermehrt vor dem Tribünenbereich von großen Stadien verwendet. Man findet ihn oft auf schattigen Friedhöfen.

Pflege und Schnitthöhe

Hochwertige Schattenrasen-Mischungen keimen schnell und gut. Sie bilden einen dichten und widerstandsfähigen Teppich, der regelmäßig gedüngt und gemäht wird. Die Schnitthöhe wird dem Verwendungszweck der Rasenfläche angepasst.

Tipps zur Rasenpflege

Jeder Gartenliebhaber träumt von einem gesunden und vitalen Rasen, egal, für welche Art er sich dabei entschieden hat. Dafür muss eine Rasenfläche auch entsprechend gehegt und gepflegt werden.

Düngen

Die meisten Experten meinen, dass die Grundvoraussetzung für einen vitalen Rasen ein gesunder Boden ist. Der Rasen soll eine satte Dichte haben, aber auch strapazierfähig sein.

Für die Wahl des richtigen Düngers sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden
Für die Wahl des richtigen Düngers sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden

Hierfür braucht er die entsprechenden Nährstoffe. Experten meinen, dass eine Düngung nur im Frühjahr und Herbst nicht ausreicht.

Es gibt viele verschiedene Dünger, die unterschiedliche Ansprüche erfüllen. Ein mineralischer Dünger zum Beispiel kann den Boden mobilisieren, regenerieren und sowohl auch neutralisieren. Es macht auch einen Unterschied, ob alter Rasen oder neuer Rasen gedüngt werden soll.

Bevor man sich für einen Dünger entscheidet, sollte man sich unbedingt von einem Fachmann beraten lassen. Der richtige Dünger und die adäquate Düngung sind entscheidend für eine gesunde Rasenfläche.

Vertikutieren

Neben der Düngung ist auch das Vertikutieren des Rasens wichtig. Hierbei wird die Grasnarbe aufgelockert und die Rasenfläche von Verfilzungen, etwa Moosen, befreit.

Das Vertikutieren geschieht mittels eines speziellen Vertikutierrechens. Diesen erhält man in Baumärkten oder im Fachhandel. Es gibt auch elektrische Geräte oder solche, die mit einem Benzinmotor betrieben werden. Diese bieten den Vorteil, dass das Vertikutiergut gleich in einem Auffangbehälter aufgesammelt wird.

Experten empfehlen, dass am besten im Frühjahr vertikutiert wird. Aber niemals bei großer Hitze.

Vor dem Vertikutieren muss der Rasen gemäht werden. Dann kratzt man die Oberfläche an; die Messer des Vertikutierers sollten nicht tiefer als 6 – 10 mm in die Rasenfläche gehen, sonst könnte man die Wurzeln beschädigen.

Der Rasen muss beim Vertikutieren trocken und von groben darauf liegenden Pflanzenteilen befreit sein. Verfilzungen und Moose lassen sich leicht lösen.

Der anfallende Gartenabfall, das Vertikutiergut, muss unbedingt zusammengerecht und vom Rasen entfernt werden. So bekommt der Rasen wieder mehr Luft und ein gesundes Rasenwachstum wird gefördert.

Bei Lücken im Rasen kann nach dem Vertikutieren eine Nachsaat ausgebracht werden. Außerdem empfehlen Experten, den Rasen nach dem Vertikutieren zu düngen.

Mähen

Genauso bedeutend ist das regelmäßige Mähen des Rasens. Dies soll nie bei großer Hitze geschehen, da der Rasen sonst austrocknen kann.

Das Mähen fördert das Rasenwachstum und sorgt damit dafür, dass der Rasen schön dicht wächst. Nur eine trockene Rasenfläche darf gemäht werden. Dabei sollte der Rasen nicht zu kurz geschnitten werden. Die ideale Schnitthöhe beträgt etwa 3-4 cm.

Das regelmäßige Mähen des Rasens ist sehr wichtig und sollte nie bei großer Hitze geschehen
Das regelmäßige Mähen des Rasens ist sehr wichtig und sollte nie bei großer Hitze geschehen

Aerifizieren

Beim Aerifizieren wird die Rasenfläche belüftet. Hierfür werden, mittels eines Gerätes, Löcher in den Rasen gestochen. Diese werden mit Sand gefüllt; durch einen Gasaustausch wird das Bodenleben neu belebt und damit der vitale Rasenwachstum gefördert.

Rasenpflege im Frühling und Sommer

Gras wächst von alleine? Für einen schönen Rasen braucht man nichts zu tun? Im Sommer kümmert sich die Natur um den Garten?

Das wäre natürlich alles sehr praktisch, ist aber leider nicht mehr als ein frommer Wunsch. Denn wer einen schönen, gepflegten Rasen haben möchte, der muss nicht nur im Winter gewisse Arbeiten leisten, sondern seinen Rasen auch im Sommer gut pflegen. Einige der notwendigen Maßnahmen liegen auf der Hand und sind offensichtlich, andere nicht.

Gerade im Frühjahr benötigt der Rasen eine besondere Pflege. Nach der kalten Jahreszeit mit frostigen Tagen sind die Rasenflächen oftmals stark strapaziert; sie sehen abgenutzt und matt aus.

Vertikutieren

Im Frühjahr gilt es, den Rasen von abgestorbenen und faulen Halmen sowie Filz und Moos zu befreien. Zu diesem Zweck muss er gründlich abgerecht werden; dies verhilft dem Rasen wieder zu einem satten Ergrünen. Wird ein Vertikutierer eingesetzt, sollte dieser nicht zu stark einschneiden.

Allzu früh sollte mit diesen Arbeiten jedoch nicht begonnen werden. Stattdessen wartet man die erste länger anhaltende Warmphase ab.

Düngen

Der Frühling ist auch der richtige Zeitpunkt für die Düngung des Rasens. Dies ist wichtig, um ihm wieder die notwendigen Nährstoffe zukommen zu lassen. Die Verteilung sollte gleichmäßig erfolgen; auf ein zu intensives Düngen sollte jedoch immer verzichtet werden.

Bewässern

In den wärmsten Sommermonaten ist ein regelmäßiges Wässern des Rasens unumgänglich. Unter der starken Sonneneinstrahlung trocknet sonst auch der robusteste Rasen aus und bekommt gelbliche Flecken. Deshalb muss der Rasen im Sommer gut gewässert werden.

Dazu genügt es leider nicht, ihn mit dem Gartenschlauch zu gießen. Ein Rasensprenger leistet sehr viel sinnvollere Arbeit.

Was viele Rasenbesitzer jedoch nicht wissen: der Rasensprenger sollte 2 bis 3 Stunden laufen, um das Erdreich gut mit Wasser zu versorgen. Dafür reicht es dann aber auch, wenn man ihn nur jeden zweiten Tag in Betrieb nimmt.

Der Rasensprenger sollte 2-3 Stunden laufen um den Boden gut zu bewäßern
Der Rasensprenger sollte 2-3 Stunden laufen um den Boden gut zu bewäßern

Idealerweise wird der Rasen gesprengt, sobald er nicht mehr direkt von der Sonne beschienen wird. Die warmen, aber noch hellen Abendstunden eignen sich dazu am besten. Würde man den Rasen tagsüber, bei starker Sonneneinstrahlung sprengen, so würde das Gras innerhalb kürzester Zeit durch die hohe Lichtbrechung auf den Wassertropfen verbrennen.

Kahle Stellen ausbessern

Sind bereits kahle Stellen im Rasen entstanden, so kann man auch im Sommer neue Grassamen aussäen. Der Frühling und der Frühherbst eignen sich dazu zwar idealer, aber mit etwas Aufwand keimt das Gras auch im Hochsommer.

Wichtig ist es hier jedoch, die Grassamen stets gut feucht zu halten. Eine lose darüber gespannte Plane verhindert allzu starkes Austrocknen.

Mähen

Damit ein Rasen üppig und gleichmäßig wächst, muss er in regelmäßigen Abständen gemäht werden. Diese Abstände können je nach Jahreszeit bei 2 bis 6 Wochen liegen.

Im Frühjahr sollte der Rasen zeitig gemäht werden, wenn er nicht vom letzten Herbst lang genug ist. Zu kurz sollte die Rasenlänge nicht ausfallen. In den warmen Sommermonaten wächst das Gras meist besonders schnell, und muss öfter gemäht werden.

Prinzipiell gilt, dass häufigeres Mähen dem Rasen zuträglich ist. Allerdings sollte bei großer Wärmeentwicklung das Mähwerk so eingestellt sein, dass es das Gras nicht zu kurz abmäht. Lässt man eine etwas höhere Länge stehen, so schützt sich das Gras durch Schattenwurf selbst vor Austrocknung.

Richtige Rasenpflege besonders jetzt im Frühjahr wichtig

Im Frühjahr sollte man seinen Rasen pflegen indem man eine bestimmte Reihenfolge beachtet

Nahaufnahme kleine Harke im Rasen, weißer Hintergrund
Gartenarbeit © Kaarsten - www.fotolia.de

Wie auch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen rät, sollten Gartenbesitzer für ihren Rasen gerade jetzt im Frühjahr die nötige Pflege zukommen lassen. So gilt es als erste Tätigkeit den Rasen mit der niedrigsten Einstellung des Rasenmähers zu schneiden. Danach wird der Rasen belüftet, entweder mit einer Harke oder besser mit einem Vertikutiergerät, das den Boden aufreißt und das Moos und abgestorbene Pflanzenteile entfernt.

Sand auftragen und düngen

Durch diese Aktion wird einmal der Luftaustausch aktiviert und auch eine zusätzliche Nässe des Bodens verhindert. Anschließend sollte man Sand in einer Höhe von einem bis zwei Zentimetern Dicke auf dem Rasen verteilen, so dass im ersten Moment der ehemals grüne Rasen wie ein Sandkasten aussieht. Danach sollte man noch Dünger auftragen, so dass nach zwei bis drei Wochen der frische Rasen wieder neu sprießen kann.

Als Dünger empfiehlt sich einer mit einer Langzeitwirkung, der dann drei bis vier Monate den Rasen versorgt, so dass man danach erst im Juli erneut eine Düngung vornehmen muss. Wenn der Rasen durch den Winter großen Schaden erlitten hat, so muss man vielleicht einige Stellen mit einer Neusaat oder auch Reparatursaat versehen, doch sollte man damit bis Mitte Mai warten.

Passend zum Thema

    Rasenpflege im Herbst und Winter

    Der Winter bedeutet für den Garten eine Ruhepause. Im Herbst muss der Garten auf den Winter vorbereitet werden. Das gilt auch für einen gepflegten Rasen, damit man auch im kommenden Jahr viel Freude daran hat.

    Rasengräser sind winterhart und können den Frost in der kalten Jahreszeit gut vertragen. Trotzdem muss der Rasen auf den Winter vorbereitet werden.

    Im Winter ruht der Rasen; er muss aber so lange gemäht werden, wie er wächst und sollte auf keinen Fall ungemäht in die kalte Jahreszeit gehen. Man behält die gewohnte Schnitthöhe bei und mäht auf keinen Fall kürzer.

    Die meisten Experten empfehlen, dass der Rasen auf 6 cm gemäht wird. Das Schnittgut muss komplett vom Rasen entfernt werden, da es sich nicht mehr zersetzt.

    Rasen vertikutieren, düngen und ausbessern

    Nun ist auch eine ideale Zeit, um den Rasen zu vertikutieren. So wird der Boden belüftet und Moos entfernt. Das Abfallgut muss auch von der Rasenfläche aufgenommen werden.

    Jetzt ist auch die richtige Zeit für eine Langzeitdüngung. So werden die Gräser robuster und können den Winter besser überstehen; dafür ist beispielsweise eine ausreichende Versorgung mit Kalium nötig.

    Es kann auch neuer Rasen angelegt werden. Schadhafte Stellen werden durch eine Neusaat ausgebessert.

    Rasen im Winter nicht betreten

    In den Wintermonaten sollte der Rasen möglichst nicht betreten werden. Wenn es draußen gefriert, bilden sich Eiskristalle in den Zellen der Pflanzen. Bei Raureif wird den Gräsern Wasser entzogen und die Eiskristalle bilden sich an den Grasblättern.

    Sind die Grashalme gefroren, brechen sie leicht ab und wenn dann das Gras gedrückt wird, hinterlässt das hässliche Trittspuren, die sich erst wieder im kommenden Frühjahr mit beginnendem Wachstum regenerieren. Außerdem ist das niedergedrückte Gras ein idealer Nährboden für Pilzbefall.

    Herbstlaub vom Rasen entfernen

    Dann muss unbedingt das herabfallende Herbstlaub von der Rasenfläche entfernt werden. Durch die hohe Feuchtigkeit könnten sich ebenfalls Fäulnis oder Pilzbefall bilden.

    Außerdem kann der Rasen nicht atmen, wenn er dicht mit Herbstlaub übersät ist. Wird der Rasen im Herbst richtig gepflegt, über die Wintermonate geschont, so kann er gut überwintern und überrascht dann im Frühjahr mit einem kräftigen Grün und einer dichten Oberfläche.

    Im Oktober sollte der Rasen winterfest gemacht werden

    So bleibt ihr Rasen im Winter frisch und grün fürs nächste Frühjahr

    Elektrischer türkiser Rasenmäher im Einsatz im Garten
    Yard work © ZingStudio - www.fotolia.de

    Wenn es Herbst wird, so gilt es auch für den Rasen die Vorbereitung auf den bevorstehenden Winter zu treffen, damit dieser den Winter gut überstehen kann. Deshalb sollte man den Rasen noch einmal gründlich stutzen, damit die Schneelast die langen Halme nicht auf den Boden drückt.

    Vermeidung von Pilzen und Fäulnis

    Auch das Schnittgut muss gründlich entfernt werden, ansonsten können sich Pilze ansiedeln und sich Krankheiten entwickeln, so dass im nächsten Frühjahr kahle und braune Stellen die Folge sind. Auch herabfallende Blätter und besonders Fallobst sollten immer gründlich vom Rasen entfernt werden, denn auch diese tragen ebenfalls zu Pilzen und Fäulnis bei.

    Schließlich sollte der Rasen für den Winter mit Kalium gedüngt werden, das die Halme stärkt. Normalen Dünger wie im Frühjahr oder Sommer, der das Wachstum fördert, ist nur bis Anfang September zu verwenden.

    Den Rasen belüften und kahle Stellen ausbessern

    Wer in seinem Rasen sehr viel Moos hat, der muss diesen einmal gründlich vertikutieren, also durchlüften, denn der Boden ist höchstwahrscheinlich lehmig und somit auch zu feucht. Neues Saatgut kann man bei entstehenden kahlen Stellen noch bis Mitte Oktober einbringen.

    Der Rasen sollte bei Schnee nicht betreten werden

    Durch ausgewogenes Düngen des Rasens beugt man Typhulafäule und Schneeschimmel vor

    Grafik Gießkanne bewässert Rasen
    Growth © mipan - www.fotolia.de

    Klaus Müller-Beck, der Vorsitzende der Deutschen Rasengesellschaft in Bonn, erläutert, dass Rasen im Winter bei Schnee nicht betreten werden sollte, weil das sonst zu einem Luftabschluss führen würde. Dieser Luftabschluss könne dann zur Typhulafäule, einer Pilzkrankheit, führen.

    Typhulafäule

    Die Sporen dieser Krankheit sind dem Experten zufolge immer vorhanden, zu jeder Jahreszeit. Bei relativ konstanten Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit wächst das Gewebe jedoch besonders schnell.

    Zusammengedrückte Gräser werden ziemlich schnell von dem Pilz befallen. Nach der Schneeschmelze zeigen sich die Symptome der Krankheit - nämlich graubraune, unregelmäßig geformte Flecken.

    Schneeschimmel

    Aber auch eine zweite Pilzerkrankung entwickelt sich im Winter - der Schneeschimmel. Dieser Name täuscht jedoch, erklärt der Experte. Denn Schneeschimmel entsteht auch ohne Schnee.

    Schneeschimmel wird meist durch den Wechsel von kalten und warmen Perioden begünstigt und kann sogar bis in den März hinein auftreten. Die Flecken sind grau und wässrig, das Schadbild erinnert aber eher an die Typhulafäule.

    Um diese Pilzerkrankungen zu verhindern, ist ausgewogenes Düngen des Rasens sehr wichtig.

    Rasenpflege im Herbst: kahle Stellen ausbessern und nachsäen

    Grafik Gießkanne bewässert Rasen
    Growth © mipan - www.fotolia.de

    Auch ein gepflegter Rasen hat nach dem Sommer seine Problemzonen: wenn Spielgeräte, Pflanzkübel und Liegen abgeräumt sind, zeigen sich unansehnliche Löcher im Gras. Wer die kahlen Stellen ausbessern möchte, sollte schon im Herbst vertikutieren und nachsäen.

    Noch ist es warm genug, dass die Saat aufgeht, und durch Niederschläge bleibt der Boden ausreichend feucht. Bei kleinen Stellen reicht es, das Saatgut per Hand auszustreuen. Größere Flächen, an denen Planschbecken oder Kinderzelt nur platten Boden hinterlassen haben, muss man vor der Neusaat kräftig auflockern. Bei sandigen Böden arbeitet man zusätzlich etwas Tonmehl ein. So kann die Erde mehr Wasser und Nährstoffe speichern. Lehmige Böden wiederum profitieren von einem Sand-Zusatz, damit die Feuchtigkeit besser versickern kann.

    Nach dem Vertikutieren und Aufbereiten kann man Saatgut und Dünger mit einem Streuwagen gleichmäßig aufbringen. 20 bis 25 Gramm rechnet man pro Quadratmeter. Schnelle Alternative: ausgestochene Grassoden aus anderen Ecken des Gartens oder Rollrasen aus dem Gartencenter.

    Rasenpflege im Herbst – letzter Schnitt und guter Dünger

    Auch der Rasen braucht im Winter Nährstoffe gegen die Erkältung

    Mann im Garten mäht Rasen mit elektrischem gelben Rasenmäher
    a man's work is never done © Beverley Grace - www.fotolia.de

    Wenn die Temperaturen nachts sinken, hört auch der Rasen auf zu wachsen. Vor dem letzten Schnitt, der meist Mitte Oktober fällig wird, sollten die Graspflanzen jedoch auf den Winter vorbereitet werden. Mit einer guten Nährstoffversorgung lassen sich Pilze und braune Stellen vermeiden, so dass der Rasen im Frühjahr wieder in satt grün sprießen kann.

    Wann mähen?

    So lange es nachts nicht friert, wächst auch der Rasen. Mähen gehört also auch im Herbst noch zur Gärtnerpflicht. Meist stoppt das Wachstum jedoch Mitte Oktober, so dass man den Rasenmäher zum letzten Mal herausholen muss. Um einen Pilzbefall zu vermeiden, sollten die Halme dabei auf rund vier Zentimeter Länge gestutzt werden. Wichtig: Laub und Grasreste gut abharken, damit die Pflanzen belüftet werden.

    Im Winter neigt nicht nur der Mensch zu Erkältungen, auch der Rasen muss eine Abwehrkräfte mobilisieren. Wer die Graspflanzen vor Krankheiten schützen will, streut deshalb vor dem letzten Schnitt noch Herbstdünger aus. Dieser enthält eine Extra-Portion Kalium, der den Rasen frostfest macht. Eisen und Magnesium sorgen für eine kräftig grüne Farbe.

    Tipps und Grundinformationen zum Rasen

    War der Artikel hilfreich?

    Fehler im Text gefunden?

    Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

    Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

    Quellenangaben

    • Bildnachweis: garden hedge © Horticulture - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Growth © mipan - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: rollrasen © Gioacchino Trigona - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: grass © Horticulture - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Let's golf © StefanoT - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Tondeuse © ThTh - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Fußball liegt hinter der Torlinie © Smileus - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Gartenzaun © Friedberg - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: summer garden background © andreusK - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Mineraldünger - mineral fertilizer 14 © Lianem - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: mowing the gras © kris@Positief - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: rasensprenger © cede - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

    Weitere Artikel zum Thema