11. September 2006
Etwa 1,5 Millionen Deutsche sind kinderlos, obwohl sie sich nicht sehnlicher wünschen als Nachwuchs. Unterschiedliche Ursachen können hinter dem Ausbleiben einer Schwangerschaft stecken und nicht immer kann eine Behandlung den erwünschten Erfolg bringen. Schnell kann der unerfüllte Kinderwunsch zum bestimmenden Thema in der Beziehung werden.
Wenn man einmal den Wunsch nach einem Kind gefasst hat, kann es häufig nicht schnell genug gehen. Bleibt die erhoffte Schwangerschaft zunächst aus, sind viele Paare schon bald enttäuscht und zweifeln daran, jemals Zuwachs bekommen zu können. Dabei beträgt die Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines Zyklus schwanger zu werden, lediglich 20 Prozent. Viele Paare müssen Monate lang warten, ehe sich Zuwachs anmeldet. Andere Paare versuchen über Jahre hinweg vergeblich, ein Kind zu zeugen.
Unterschiedliche Faktoren können hinter der Kinderlosigkeit stecken.
Die Weltgesundheitsorganisation spricht dann von einer Sterilität eines Paares, wenn die Frau bei regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr innerhalb eines Jahres nicht schwanger wird. Die Unfruchtbarkeit eines Paares bedeutet jedoch nicht, dass das eigene Kind ein Wunschtraum bleiben muss.
Welche Behandlung unterstützend auf eine Empfängnis wirken kann, hängt maßgeblich davon ab, welcher Teil des Paares unfruchtbar ist.
Bei der Frau können seelische Probleme, hormonelle Störungen, eine frühere Chlamydieninfektion, Gebärmutterschwulste, ein undurchlässiger Eileiter und Gebärmutterhals oder Abstoßungsreaktionen des Spermas hinter der Unfruchtbarkeit stecken.
In vielen Fällen bedingt der Mann die Kinderlosigkeit. Ursachen können hier Erektionsstörungen, eine schlechte Qualität der Spermien, ein verschlossener Samenleiters oder aber Entzündungen des Hodens sein. Ein Arzt kann die Ursachen zumeist sicher klären.
Die Untersuchung der Frau schließt die Zykluskontrolle und die Kontrolle des Hormonhaushaltes ein. Anschließend wird die Gebärmutter und die Eileiter untersucht.
Auch beim Mann werden die Geschlechtsorgane kontrolliert. Wichtig ist hier zudem die Erstellung eines Spermiogramms, aus dem sich die Qualität der Spermien ablesen lässt.
In der medizinischen Beratung werden ausgehend von der Diagnose unterschiedliche Behandlungsmethoden vorgestellt. Mit der Therapie der Sterilität kommt auf die Paare eine sehr belastende und oftmals langwierige Zeit zu. Die Behandlung führt nicht sicher zu einer Schwangerschaft. Etwa der Hälfte der Paare kann mit einer fortpflanzungsmedizinischen Behandlung geholfen werden. Bleibt der Kinderwunsch trotz Behandlung aussichtslos, können enttäuschte Paare in einer Einzel- oder Paartherapie Unterstützung finden bei der Bewältigung der Kinderlosigkeit.
Wünschen Sie nähere Informationen zu den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Kinderlosigkeit, können Sie sich an eine Beratungsstelle der pro famila in Ihrer Nähe wenden. Eine Übersicht der Beratungsstellen finden sie auf der Seite www.profamilie.de
Ich bitte sie... "bei der frau können psychische Probleme" der Auslöser sein für Kinderlosigkeit, beim Mann sind da offenbar nur "technische P...
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