Tagespflege

Kinderbetreuung durch Tagesmütter

Die Kinderbetreuung durch eine Tagesmutter (selten auch Tagesvater) wird als Tagespflege bezeichnet. Tagesmüttern werden meist sehr kleine Kinder unter 3-4 Jahren anvertraut, die dann für die Zeit der Abwesenheit der Eltern intensiv betreut werden.

Mutter mit zwei Kleinkindern, alle schauen nach unten
kleine familie © Grischa Georgiew - www.fotolia.de

Zur ergänzenden Erziehung parallel zum Elternhaus gehört die Tagespflege. Sie kann ganztägig oder ergänzend gestaltet sein. Vorrangig hat die Familie die Aufgabe der Erziehung. Bei Berufstätigkeit eines oder beider Elternteile ist dieses jedoch nicht ganztägig möglich. Hier sind Kindergärten und Tagespflegepersonen nötig, um den Kindern Bildung und Werte zu vermitteln, die mit teilweise didaktischer Beschäftigung auch Spaß bringt.

Merkmale der Tagespflege

Ganztägige Tagespflege erklärt sich im Wort selbst. Kinder sind den Großteil des Tages in öffentlichen Einrichtungen oder privater Betreuung. Ergänzende Tagespflege kommt zum Tragen, wenn die Eltern im Schichtsystem tätig sind und öffentliche Einrichtungen im Umkreis bereits geschlossen haben.

Während der Zeit von der Schließung von KiTas zum Beispiel bis zum Eintreffen der Eltern werden die Kinder von Tagespflegepersonen meist im ihnen vertrauten Elternhaus betreut.

Worauf geachtet werden sollte

Um zum Wohle der Kinder zu handeln, sollten Tagespflegestätten - oder Personen

  • in enger Zusammenarbeit mit der Familie stehen,

um Rücksprachen zu halten oder Auffälligkeiten, die beobachtet werden, schnellstmöglich und intensiv zu klären. Beispielsweise können es die Gesundheit oder das Verhalten sein - oft auch Lernschwierigkeiten. Genannt wird es meist "Elternarbeit". Auch sollte

  • Einigkeit im Erziehungsstil gegeben sein,

um die Kinder nicht zu verwirren oder die Möglichkeit zu geben, Eltern und Tagespflegepersonen gegeneinander auszuspielen. Auch

Tagespflege und Familie sind ein sehr wichtiges und prägendes Band im Leben der Kinder.

Tagesmutter werden

Wer mit dem Gedanken spielt, als Tagesmutter zu arbeiten, müssen einige Voraussetzungen mitgebracht werden. Natürlich muss im Falle einer bestehenden Beziehung

  • der Partner damit einverstanden sein, dass fremde Kinder in die Familie integriert werden.

Gibt es im Privatbereich keinerlei Einschränkungen, muss man sich an das Jugendamt wenden, um eine Pflegeerlaubnis zu erhalten. Für diese muss die werdende Tagesmutter

  • ein ärztliches Attest
  • ein polizeiliches Führungszeugnis sowie
  • die Bescheinigung über einen absolvierten Erste Hilfe Kurs

vorlegen. Des Weiteren müssen

  • Schulungen im Umfang von 100 bis 160 Stunden

besucht werden und auch eine

muss erfolgen.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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