Nutzen und wichtige Eigenschaften eines Babysitters, Auswahl und Hinweise zum Versicherungsschutz

Viele Familien könnten nicht mehr auf ihren Babysitter verzichten. Dabei gibt es einige Voraussetzungen und Eigenschaften, die ein Babysitter mitbringen sollte. Zudem sollte man über den Versicherungsschutz Bescheid wissen. Lesen Sie über wichtige Eigenschaften eines Babysitters und holen Sie sich Tipps zur Auswahl. Erfahren Sie zudem, was in Sachen Versicherungsschutz zu beachten ist.

Wir informieren Pflichten eines Babysitters und geben Tipps zum Erstellen von Regeln - doch findet man überhaupt einen guten Babysitter und wie sieht die Versicherungslage aus?

Wann ein Babysitter sinnvoll ist

Es gibt viele Situationen, in denen man einen Babysitter braucht. Eine Babysitter ist immer dann sinnvoll, wenn die Eltern

  • sich einen Freiraum verschaffen wollen
  • Termine wahrnehmen wollen, die für das Kind anstrengend wären oder
  • in der beruflichen Situation eine Unterstützung brauchen.

Berufstätige Eltern

Vor allem berufstätige Mütter sehen sich oft in der Situation, dass die Öffnungszeiten der Krippe, der Schule oder des Kindergartens nicht mit den Arbeitszeiten übereinstimmen. So muss das Kind etwa um sechzehn Uhr abgeholt werden, die Mutter aber muss eine halbe Stunde länger arbeiten.

Da ist ein Babysitter sinnvoll, der das Kind vom Kindergarten abholt und betreut, bis die Mama nach Hause kommt. Hauptsächlich allein erziehende Eltern brauchen Unterstützung, auch um selbst mal einen freien Abend zu haben und eventuell ausgehen zu können. Da ist ein Babysitter eine große Hilfe.

Es gibt nicht nur die klassische Situation, wenn Eltern ausgehen und einen Babysitter brauchen. Viele Eltern arbeiten freiberuflich oder selbständig mit unregelmäßigen Arbeitszeiten und brauchen deshalb öfters eine Kinderbetreuung.

Notwendige Eigenschaften

Babysitter springen also ein, wenn die Eltern keine Zeit haben, auf ihre Kinder aufzupassen. Viele Babysitter sind Jugendliche, gehen selbst noch zur Schule und mögen Kinder recht gerne. Doch reichen diese Voraussetzungen, um einen guten Job als Babysitter machen zu können?

  • In jedem Fall muss ein Babysitter zuverlässig sein. Die Eltern müssen sich auf ihn 100%ig verlassen können.

  • Zudem spielt auch Ehrlichkeit eine wichtige Rolle. Wenn die Eltern ihrem Kind Ehrlichkeit vermitteln wollen, so sollte auch der Babysitter sowohl mit dem Kind als auch mit den Eltern ehrlich sein.

  • Natürlich muss ein Babysitter, egal wie alt er oder sie ist, seine Aufgabe auch ernst nehmen. Kinderbetreuung kann sehr anstrengend sein und im Notfall muss schnell gehandelt werden. Es wäre fatal, wenn der Babysitter zu spät mitbekommen würde, dass im Kinderzimmer etwas Schlimmes passiert ist.

  • Babysitter müssen einfühlsam sein und Kinder von ganzem Herzen lieben.

  • Sie müssen mit ihnen geduldig sein und sollten eben auch im Notfall wissen, was zu tun ist.

  • Ein guter Babysitter sollte über Referenzen verfügen und Erfahrung im Betreuen von Kindern haben. An vielen Orten kann man einen Kurs absolvieren und ein Babysitter-Diplom erwerben.

  • Er muss über Kinderpflege Bescheid wissen, in unvorgesehenen Fällen muss er sich zu helfen wissen, auch Erste-Hilfemaßnahmen sind wichtig und er muss das Kind sinnvoll beschäftigen können.

Die Wahl des richtigen Babysitters

Mit Abnahme der Großfamilien und immer aktiveren Großeltern, die noch berufstätig sind und auch sonst aktiv am Leben teilnehmen, wird es für Mütter immer wichtiger, einen geeigneten Babysitter zu finden. Doch die Auswahl ist nicht einfach, denn zu einem Babysitter sollte man Vertrauen haben, schließlich vertraut man ihm das Wertvollste was man hat, an.

Auch wenn dies oft nur für ein oder zwei Stunden geschieht, muss man sicher sein, dass es dem Kind in dieser Zeit gut geht, denn nur so kann man beruhigt sein und die Zeit effektiv nutzen. Wer Panik verspürt, sein Kind mit dem Babysitter alleine zu lassen, der sollte analysieren, woran es genau liegt. Liegt es an der Person, mit der man das Kind nicht alleine lassen möchte oder hat man grundsätzlich ein Problem, sich ein paar Stunden vom Kind zu lösen.

  • Auf der Suche nach einem Babysitter gibt es die Möglichkeit, eine Anzeige zu schalten und zu hoffen, dass man so eine vertrauenswürdige Person findet, die als Babysitter zum Einsatz gebracht werden kann.

  • Eine weitere Möglichkeit sind gemeinnützige Vereine, die einen Babysitter Service anbieten. Hier werden mittlerweile gehäuft Erzieherinnen vermittelt, die ein Zubrot verdienen möchten.

  • Eine weitere Möglichkeit ist eine Nachfrage bei Bekannten und Verwandten, denn oft erklärt sich hier jemand bereit die Aufgabe zu übernehmen oder hat bereits selbst Erfahrungen mit verschiedenen Babysittern gemacht und kann eine Empfehlung aussprechen.

  • In allen größeren Städten gibt es Babysitterdienste und auch im Internet kann man Babysitterbörsen finden.

  • Manchmal kann auch ein Aushang in der Krabbelstube, im Kindergarten oder in der Schule Erfolg bringen.

Fazit

Die richtige Wahl zu treffen, ist nicht so leicht, doch wer sich Zeit nimmt und auch das Gespräch mit dem Babysitter sucht und ihm vermittelt worauf bei der Erziehung wertgelegt wird, trifft mit Sicherheit die richtige Entscheidung.

Mütter sollten sich schon im Vorfeld um eventuelle Babysitter bemühen, denn nur so kann die Wahl mit Bedacht getroffen werden.

Das erste Treffen

Vor der ersten Betreuung findet ein ausführliches Gespräch zwischen Babysitter und den Eltern statt. Die Pflicht des Babysitters ist es, das Kind so zu betreuen, wie die Eltern es gerne möchten.

  • Der gewohnte Tagesablauf muss eingehalten werden, und
  • wenn die Eltern den Kindern Süßigkeiten verboten haben, so gilt dieses Verbot natürlich auch für die Zeit des Babysittings.
  • Genauso müssen Babysitter auch die von den Eltern gewünschten Schlafens- und Essenszeiten einhalten.

Für die Kinder ist es am besten, wenn immer der gleiche Babysitter sie betreut. Dies hat auch den Vorteil, dass er oder sie die Familie und deren Ansprüche genau kennt. Beim ersten Treffen ist es immer ratsam, zusammen mit dem Babysitter eine Liste zu erstellen. Diese sollte unbedingt notwendige Notrufnummern und auch die Handynummern der Eltern enthalten

Gibt es bezüglich der Kinderbetreuung bestimmte Dinge zu beachten, so sollten die Eltern dies dem zukünftigen Babysitter beim ersten Treffen mitteilen und dies auch notieren. Viele Eltern scheuen sich davor, gleich beim ersten Gespräch so deutliche Regeln aufzustellen. Doch auch die meisten Babysitter sind froh, wenn man ehrlich zueinander ist und sie genau wissen, was sie tun sollen.

Gegenseitiges Kennenlernen

Bevor man den Babysitter mit dem Kind alleine lässt, sollte man in jedem Fall erst einmal einige Zeit mit ihm und dem Kind zusammen verbringen, um sich ein Urteil bilden zu können, wie er mit dem Kind umgeht.

Auch wenn mehrere Kinder betreut werden sollen, ist das für den Babysitter eine besondere Herausforderung und er braucht dementsprechende Qualifikationen. Oft haben Babysitter eigene Geschwister und sind schon mit deren Betreuung vertraut.

Während der Abwesenheit der Eltern wird dem Babysitter die Aufsichtspflicht übertragen, ist er minderjährig, müssen seine Eltern dem zustimmen. Für das zu betreuende Kind ist dies eine Ausnahmesituation, wenn die Eltern weg sind. Deshalb sollte der Babysitter einfühlsam und liebevoll sein.

Es muss nicht alles laufen wie gewohnt, aber wichtige Regeln und Rituale sollten eingehalten werden. Darüber muss der Babysitter informiert sein. Auch sollten die Eltern im Notfall erreichbar sein.

Die Aufgaben eines Babysitters

Der Babysitter betreut die Kinder in der Regel nur stundenweise und übernimmt nicht etwa die Arbeit einer so genannten Tagesmutter. Der Babysitter

  • spielt mit dem Kind
  • geht mit ihm spazieren oder
  • beaufsichtigt es am Abend oder auch eine Nacht.

Die Aufgaben eines Babysitters können vielseitig sein, aber in der Regel erledigt er keine Hausarbeiten, sondern ist nur für das Kind zuständig. Aber das Zubereiten kleiner Mahlzeiten gehört durchaus noch in den Aufgabenbereich eines Babysitters.

Wissenswertes zum Versicherungsschutz für Babysitter

Viele Eltern haben einen Babysitter, wenn sie abends oder am Wochenende ohne Kinder weggehen wollen. Wie ist das eigentlich mit dem Versicherungsschutz für den Babysitter? Zahlt im Notfall deren Krankenversicherung oder muss man eine separate Versicherung abschließen?

Gesetzliche Unfallversicherung

Aus Sicht der Versicherungen ist ein Babysitter, egal welchen Alters, eine "Haushaltshilfe", auch wenn ein Babysitter nur auf die Kinder aufpasst und keine Tätigkeiten im Haushalt übernimmt. Ein Babysitter muss also unfallversichert sein. Die gesetzliche Unfallversicherung muss gleich zu Beginn der Tätigkeit abgeschlossen werden.

Sollte dem Babysitter

  • während der Betreuung der Kinder
  • auf dem Weg zur Familie oder
  • von der Familie wieder nach Hause

etwas zustoßen, so übernimmt die Unfallversicherung sowohl die Arzt- und Krankenhauskosten als auch mögliche Kosten für die Rehabilitation.

Die separate Anmeldung zur Unfallversicherung ist nur dann notwendig, wenn der Babysitter bei mehreren Familien arbeitet oder er/sie bei einer Familie mehr als 400 Euro monatlich verdient.

Anderenfalls muss sich die Familie als Arbeitgeber des Babysitters bei der Minijob-Zentrale melden. Diese informiert über die notwendigen Formulare, die ausgefüllt werden müssen, so dass der Babysitter dann automatisch unfallversichert ist.

Private Haftpflichtversicherung

Neben der Unfallversicherung ist aber auch eine private Haftpflichtversicherung unbedingt notwendig. Schließlich kann es dem Babysitter ohne böse Absicht einmal passieren, dass er/sie etwas umstößt oder auf andere Weise Eigentum der Familie beschädigt. Ob eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen werden muss, hängt von den Tarifbedingungen ab.

Möglicherweise hat der Babysitter bereits eine private Haftpflichtversicherung oder ist bei den Eltern familienversichert. Anderenfalls gibt es auch Familientarife, die selbst den Schaden eines Babysitters übernehmen. Man sollte diesbezüglich

  • die Versicherungsbedingungen nachlesen oder
  • Rücksprache mit der Haftpflichtversicherung halten.

Eine Haftpflichtversicherung ist aber in jedem Fall notwendig. Man sieht also, dass man an einige Dinge denken muss, wenn man seine Kinder hin und wieder oder regelmäßig von einem Babysitter betreuen lassen möchten. Diese Dinge sollten aber unbedingt im Vorfeld geklärt werden, so dass es im Schadenfall nicht zu hohen Eigenkosten kommt.

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  • Mother and daughter indoors playing and smiling © Monkey Business - www.fotolia.de

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