25. November 2010
Mehr als 8.400 Naturschutzgebiete befinden sich heute in Deutschland - insgesamt ergeben sie eine Fläche von 1,2 Millionen Hektar. Einige Schutzgebiete sind sehr klein, andere lohnen einen ganzen Wochenendausflug. Insgesamt ergeben sie eine einzigartige Vielfalt unterschiedlichster Arten, die auch seltenste Tiere und Pflanzen umfasst.
Innerhalb von nur einem Jahrzehnt hat sich die Zahl der Naturschutzgebiete in Deutschland deutlich erhöht. Mehr als drei Prozent der gesamten Landesfläche sind heute als Schutzgebiet ausgewiesen - Experten halten dies jedoch nach wie vor für zu niedrig. Insbesondere kleinere Flächen können kaum gegen den zunehmenden Einfluss von Außen bestehen, die hier lebenden Arten gelten als gefährdet. Neben diesen ausgewiesenen Gebieten gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten, einzelne Landschaften und Ökosysteme unter besonderen Schutz zu stellen. Hierzu zählen beispielsweise Naturparks, Nationalparks oder Landschaftsschutzgebiete.
Naturschutzgebiete finden sich in allen sechzehn deutschen Bundesländern. Von den Küsten der Nordsee bis in die tiefen Urwälder des Bayerischen Waldes beherbergen sie ganz unterschiedliche Lebensräume. Dabei sind nicht alle Naturschutzgebiete zusammen hängend - im Nationalpark Deutsches Wattenmeer bespielsweise befinden sich zahlreiche, abgegrenzte Schutzgebiete je nach Küste und Insel. In diesen Gebieten sind nicht nur zahlreiche Wattwürmer, Krebse und Muscheln zu Hause, der stetige Wechsel zwischen Überschwemmung und Trockenheit bietet auch seltenen Dünengräsern und anderen Pflanzen einen wichtigen Lebensraum. Und auch zahlreiche Vogelarten schätzen die Gebiete als wichtige Rast- und Brutstätte.
Ebenfalls im hohen Norden beheimatet ist die Lüneburger Heide. Die besonders karge Landschaft mit ihren Salzwiesen und Heidekräutern bietet Tieren und Pflanzen eine Heimat, die anderswo kaum Überlebenschancen hätten. Ausgewiesene Naturschutzgebiete schaffen hier einen wichtigen Lebensraum für das bedrohte Birkhuhn sowie für andere Wildvogelarten.
Einige Hundert Kilometer weiter südlich, etwa in der Mitte Deutschland, bietet der Hessische Kellerwald ein einzigartiges Naturschauspiel. Das mit Rotbuchen bewachsene Areal ist Schutz- und Lebensraum für zahlreiche selten gewordene Vogelarten vom Schwarzspecht bis zum Milan. Und selbst seltene Hochgebirgspflanzen finden sich im Unterholz des Kellerwaldes - nur ein weiterer Grund, wieso der Kellerwald vor einigen Jahren zum Nationalpark erklärt wurde.
Mitteleuropäischen Urwald können Besucher auch im Bayerischen Wald erleben. Innerhalb dieses riesigen Areals finden sich zahlreiche ausgewiesene Naturschutzgebiete, von den einzigartigen Wasserfällen im Rissloch über Moore und Wiesen bis zu den Birkenwäldern im Moorbacher Pfahl.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
14.04.11 | |
![]() | NATURSCHUTZGEBIETE |
27.01.11 | |
![]() | NATURSCHUTZGEBIETE |
18.11.10 | |
![]() | NATURSCHUTZGEBIETE |
06.05.10 | |
![]() | NATURSCHUTZGEBIETE |
05.04.10 | |
![]() | NATURSCHUTZGEBIETE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Naturschutzgebiete Forum


Markenzeichen Meckelenburg-Vorpommerns sind die von der jüngsten Eiszeit geprägten Landschaften. Die reich gegli...