Die größten Inseln der Welt - Lage, Besonderheiten, Geschichte und Bedeutung als Lebensraum

Panorama von Lagune mit Palmen im linken Vordergrund, weißem Strand und azurblauem Meer

Wissenswertes zu den acht größten Inseln der Welt

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Bei einer Insel handelt es sich um eine Landmasse, die aus einem Gewässer herausragt. Es gibt einige große Inseln, die jedoch nicht zu den Kontinenten zählen. Zu den größten Inseln der Welt zählen Grönland, Neuguinea und Borneo. Viele von ihnen weisen Besonderheiten auf und bieten speziellen Arten einen Lebensraum. Informieren Sie sich über die Lage, Besonderheiten und Bedeutung als Lebensraum der größten Inseln der Welt.

Insel - Eine Definition

Als Insel wird eine Landmasse bezeichnet, die sich inmitten eines Meeres oder Binnengewässers befindet. Selbst im Falle einer Flut ragt sie über den Meeresspiegel hinaus.

Obwohl auch große Inseln komplett von Wasser umgeben werden, stellen sie keine Kontinente dar. Handelt es sich um mehrere Inseln, ist auch die Bildung einer Inselgruppe möglich. Insgesamt gibt es auf der Erde 47 Staaten, die zu den Inselstaaten gerechnet werden.

Merkmale einer Insel

Wie groß eine Insel ist, spielt für ihre Einstufung letztlich keine Rolle, so können sogar kleinere Gebilde aus Felsen als Insel eingestuft werden. Auch die Bewohnbarkeit einer Insel durch Menschen ist für ihre Einstufung ohne Belang.

Wird eine Insel lediglich von drei Seiten aus von Wasser umgeben oder besteht eine Verbindung zum Festland, die nicht permanent überflutet ist, spricht man von einer Halbinsel. Eine Sonderform der Insel bildet das Atoll.

Bei Atollen handelt es sich im engeren Sinn eigentlich nicht um Inseln. Vielmehr stellen sie ein Archipel dar, von dem eine Lagune umschlossen wird. Zu den Ausnahmen gehören allerdings die Gehobenen Atolle oder Atolle, die lediglich eine Insel aufweisen.

Nicht zu den Inseln zählen Gebilde, die nicht auf die Dauer mit dem Grund eines Gewässers verbunden sind. Dazu gehören zum Beispiel:

  • schwimmende Inseln
  • Eisberge
  • Eisschollen

Auch künstliche Bauwerke wie Leuchttürme, Bohrplattformen oder Windkraftanlagen sind keine Inseln, weil sie keine Landmasse aufweisen.

Unterschiedliche Arten von Inseln

Nach ihrer Lage werden Inseln in zwei verschiedene Typen unterteilt. So gibt es kontinentale Inseln und ozeanische Inseln.

Kontinentale Inseln liegen in der Nähe zu einer großen Landmasse auf dem Schelf. Dagegen ragen ozeanische Inseln aus einem offenen Ozean hervor. Meist handelt es sich bei ihnen um Atolle oder Vulkaninseln.

Aber auch der Typ des Gewässers, in dem sich die Insel befindet, spielt für die Einstufung eine Rolle. So unterscheidet man zwischen:

  1. Meeresinseln, die auf dem Meer liegen wie Kuba, Zypern oder Hawaii
  2. Binneninseln, die im Binnenland liegen
  3. Seeinseln
  4. Flussinseln
  5. Mündungsinseln

Typisch für die meisten Inseln ist, dass sie über eine eigenständige Tier- und Pflanzenwelt verfügen. Sie unterscheidet sich meist von den Nachbarinseln oder dem Festland.

Auch als Siedlungsräume werden Inseln von den Menschen schon seit Jahrtausenden genutzt. In der heutigen Zeit sind sie meist dicht besiedelte Gebiete und bilden wichtige Kulturräume oder sind als Tourismusgebiet von Interesse.

Zwei weiße Luxusyachten haben an Inselhafen angelegt, türkises Wasser, Strand und Palmen im Hintergr
Zwei weiße Luxusyachten haben an Inselhafen angelegt, türkises Wasser, Strand und Palmen im Hintergrund, blauer Himmel

Die größten Inseln der Welt

Als größte Insel der Welt gilt Grönland im Nordatlantik. Dahinter folgen Neuguinea und Borneo im Südwestpazifik auf den Plätzen 2 und 3. Weitere große und bevölkerungsreiche Inseln sind:

  • Baffin Island
  • Sumatra
  • Honshu
  • Victoria Island
  • Ellesmere Island

Im Folgenden gehen wir genauer auf die weltweit größten Inseln der Welt ein.

Grönland

Grönland wird von den Grönländern Kalaallit Nunaat genannt, was übersetzt "Land der Kalaallit" bedeutet. Der Name Grönland stammt von den Dänen und bedeutet "Grünland".

Politisch stellt Grönland einen autonomen Teil von Dänemark dar. Mit Ausnahme der Antarktis ist die Bevölkerungsdichte auf der großen Insel weltweit am niedrigsten.

Geographische Aspekte

Grönland liegt im Nordatlantik und reicht vom Kap Farvel an der Südspitze bis zur Kaffeklubben-Insel an der Nordspitze der Insel im Nordpolarmeer. Die Länge der Insel beträgt 2.650 Kilometer, während sie eine Breite von 1200 Kilometern zwischen Nordostrundigen auf der Ostseite und Kap Alexander auf der Westseite erreicht. Der Abstand zum Nordpol beträgt 710 Kilometer.

Nördlich von Grönland ist der Arktische Ozean, der vereist ist, zu finden. Zu dessen Randmeeren gehören die Wandelsee und die Lincolnsee. Der Ostteil der Insel geht in die Grönlandsee und die Irmingersee über.

Im Westen wird Grönland von der Baffin Bay sowie der Davisstraße begrenzt, die Randmeere des Atlantischen Ozeans bilden. Nordwestlich von Grönland sind die weit verteilten Königin-Elisabeth-Inseln zu finden. Die Naresstraße, die für eine Verbindung zwischen Lincolnsee und Baffin Bay sorgt, trennt Grönland von der Ellesmere-Insel.

Eisbär auf Polareis, im Hintergrund Wasser, Polarmeer
Eisbär auf Polareis, im Hintergrund Wasser, Polarmeer
Merkmale der Insel

Typisch für Grönland sind seine erheblichen Eisvorkommen. Der grönländische Eisschild an der Inselküste umfasst 2.000 bis 3.400 Meter und sorgt häufig für die Bildung von Eisbergen, die einige Kilometer lang sein können.

Frei von Eis sind auf Grönland nur 410.000 Quadratkilometer, was 18,9 Prozent der Landfläche entspricht. Am nördlichen Rand von Grönland kommt es zum direkten Übergang der Eiskappe zum Nordpolarmeer.

Im Süden von Grönland gibt es ein Hochland mit leichten Wellen. Es wird an der Küste durch eine Vielzahl an Buchten, Fjorden und Meeresstraßen unterteilt. Am Rande des Hochlands befinden sich imposante Gebirge mit hohen Bergen. Diese erreichen im Watkins-Gebirge in Ostgrönland Höhen bis zu 3.694 Meter.

Klima auf Grönland

Das Klima, das in Grönland vorherrscht, ist polar und subpolar. An der Westküste der Insel besteht eine Milderung durch den Golfstrom, der für verhältnismäßig warmes Wasser sorgt.

In den Sommermonaten kann die Lufttemperatur in einigen Regionen bis auf 15 Grad Celsius ansteigen. Die Tiefstwerte des Inlandeises erreichen bis zu -66 Grad. Etwa 100 Kilometer von der Küste entfernt besteht auf Grönland ein kontinentales Klima, welches dem von Mittelalaska oder Sibirien ähnelt.

Die größeren Städte und Siedlungen auf der Insel befinden sich in den eisfreien Küstenregionen. Da der Golfstrom in diesem Gebiet ein Zufrieren des Wassers verhindert, lässt sich dort ausgezeichnet Fischfang betreiben.

Die grönländische Natur

Die Tierwelt auf Grönland gilt als reichhaltig. Reptilien und Amphibien werden auf der Insel allerdings vergeblich gesucht, was sich auf die niedrigen Temperaturen zurückführen lässt. Reichhaltig vertreten sind dagegen unterschiedliche Fischarten wie:

Darüber hinaus gibt es auf Grönland ungefähr 700 Insektenspezies wie:

  • Kriebelmücken
  • Stechmücken
  • Schmetterlinge
  • Hummeln
  • Spinnen

Zu den wichtigsten grönländischen Säugetieren gehört der Eisbär, der größtenteils im äußersten Norden anzureffen ist. Außerdem gibt es ihn im größten Nationalpark der Erde, dem Nordost-Grönland-Nationalpark.

Ein weiteres beeindruckendes Säugetier auf Grönland stellt der Moschusochse dar. Ursprünglich war sein Lebensraum auf den Nordosten der Insel begrenzt, seit den 60er Jahren kommt er aber auch in Westgrönland vor.

An der mittleren Westküste Grönlands sind die Rentiere anzutreffen, die in großen Herden umher ziehen. Ferner findet man sie aber auch im Süden und Nordwesten der Insel.

Weitere Säugetiere auf Grönland sind:

  • der Polarwolf
  • der Lemming
  • der Hermelin
  • der Polarfuchs
  • der Polarhase

Darüber hinaus findet man in den grönländischen Gewässern verschiedene Walarten. Dabei handelt es sich um:

  • den Beluga
  • den Buckelwal
  • den Schwertwal
  • den Minkwal
  • den Grönlandwal
  • den Narwal

Andere Meeressäuger sind:

  • die Ringelrobbe
  • die Bartrobbe
  • die Klappmütze
  • das Atlantik-Walross

Auch die Vogelwelt ist auf Grönland stark vertreten. So gibt es dort mehr als 200 unterschiedliche Arten. Dazu gehören vor allem:

  • die Dreizehenmöwe
  • der Eistaucher
  • die Eiderente
  • der Kolkrabe
  • das Odinshühnchen
  • die Gryllteiste
  • das Alpenschneehuhn

Außerdem kommen verschiedene Gänsearten wie die Schneegans, die Nonnengans oder die Blässgans sowie die Schneeeule auf Grönland vor.

Grönland ist aber auch reich an Pflanzen. So gedeihen rund 600 Arten von höheren Pflanzen sowie Pilze, Moose, Flechten und Algen auf der nordatlantischen Insel.

Bevölkerung und Orte auf Grönland

Auf Grönland leben ca. 57.000 Menschen. Rund 88 Prozent der Einwohner sind Grönländer, bei denen es sich um Nachfahren der Kalaallit, die zu den Inuit zählen, handelt. Die restlichen 12 Prozent der Inselbewohner setzten sich aus Europäern wie Dänen zusammen.

Hauptstadt von Grönland ist Nuuk. Sie hat über 16.000 Einwohner und stellt damit die größte Gemeinde auf der Insel dar. Geographisch befindet sich Nuuk im Südwesten der Insel, in dem ein subpolares Klima herrscht. Weitere wichtige Orte sind:

  • Aasiaat
  • Uummannsnaq
  • Narsaq
  • Nanortalik
  • Upernavik
  • Thule
Geschichte

Die Vorfahren der Inuit, die Paläö-Eskimos, begannen um 2500 v. Chr. damit, Grönland zu besiedeln. Allerdings starben die ersten Siedler aus. Um 500. v. Chr. bis etwa 1000 n. Chr. kam es jedoch zu einer erneuten Besiedelung der Atlantikinsel.

Gegen 875 wurde Grönland von dem Norweger Gunnbjörn entdeckt, der der Insel den Namen Gunnbjoernland verlieh. Im Jahre 982 kam es zur Flucht des Wikingers Erik dem Roten aus Island. Dieser begab sich in den Südwesten von Grönland. Auf ihn ging die Bezeichnung Graenland zurück, was auf altnordisch Grünland bedeutete.

Unter Erik setzte schließlich die voranschreitende Landnahme der Nordländer ein. Ab 986 wurde die Region um Battahlio besiedelt. Erik Sohn Leif Eriksson nahm um 1000 in Norwegen das Christentum an.

Bei seiner Rückkehr nach Grönland brachte er einen christlichen Missionar mit, sodass die Wikinger zu Christen wurden und die ersten Kirchen auf der Insel erbauten. Von Grönland aus konnte Leif Eriksson auch das nordamerikanische Festland entdecken. Etwa zur gleichen Zeit gelangten die Inuit der Thule-Kultur von Alaska aus nach Grönland und verbreiteten sich dort.

Im 14. Jahrhundert kam es jedoch zum Abreißen des Kontaktes zwischen Grönland, Island und Norwegen. Um etwa 1550 endete die letzte Siedlung der Nordmänner auf Grönland. Es wird vermutet, dass sie ausstarben, was sich auch auf das Ende der mittelalterlichen Warmzeit und den Beginn der kleinen Eiszeit zurückführen lässt.

Eine genaue Erklärung ließ sich bis in die heutige Zeit allerdings nicht finden.

Neuere Geschichte

Fast 300 Jahre lang fand Grönland keine Beachtung mehr. Erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden wieder Expeditionen auf die Insel unternommen. Ab 1721 errichteten dänische Walfänger beständige Stützpunkte.

Im gleichen Jahr begab sich auch der norwegisch-dänische Pfarrer Hans Egede (1686-1758) nach Grönland. Zusammen mit deutschen Missionaren begann er damit, die einheimischen Inuit für das evangelische Christentum zu gewinnen.

Im 18. und 19. Jahrhundert legte Grönland an Bedeutung für die nordeuropäischen Walfänger zu. Als sich 1814 die dänisch-norwegische Personalunion im Rahmen des Friedens von Kiel auflöste, wurde Grönland Teil von Dänemark.

Im Jahr 1979 erhielt Grönland innere Autonomie und seine Selbstverwaltung. Seither verfügt die Insel über eine eigene Regierung samt eigenständigem Parlament. Grönland gilt seitdem als Nation im Königreich Dänemark.

Wirtschaft und Tourismus

Da die Einwohnerzahl auf Grönland recht niedrig ist, fällt die Wirtschaft relativ schwach aus. Auch die widrigen klimatischen Verhältnisse tragen ihren Teil dazu bei. Maßgeblich für die grönländische Wirtschaft sind Fischfang und Walfang.

Zu den bedeutendsten Einnahmequellen der Atlantikinsel gehört zudem der Tourismus. Dieser wurde in den letzten Jahren stetig ausgebaut. So wird Grönland mittlerweile als Geheimtipp für Menschen angesehen, die ihren Urlaub lieber abseits vom Massentourismus verbringen.

Beispielsweise findet der Besucher auf Grönland eine einzigartige, faszinierende Natur vor. Eine weitere Attraktion sind Schiffstouren rund um die größte Insel der Welt.

In der Hauptstadt Nuuk lässt sich zudem das Grönland Nationalmuseum besichtigen. Außerdem können noch erhaltene Bauten der Wikinger bewundert werden.

Kleines Boot an einem spitzen Eisberg in Grönland
Kleines Boot an einem spitzen Eisberg in Grönland

Neuguinea

Neuguinea bringt es auf eine Fläche von 786.000 Quadratkilometern. Nach Grönland stellt sie damit das zweitgrößte Eiland unseres Planeten dar. Während der östliche Teil von Neuguinea seit 1975 zu Papua-Neuguinea gehört, befindet sich der Westteil seit 1963 unter indonesischer Besatzung.

Geographische Aspekte

Zu finden ist Neuguinea nördlich von Australien in Äquatornähe. In früheren Zeiten war die Insel mit dem australischen Kontinent noch verbunden, wurde aber vor etwa 8.000 Jahren nach der Eiszeit von ihm abgetrennt. Im Westen bildet Neuguinea ein Verbindungsglied zu Südostasien.

Geographisch liegt Neuguinea auf der Region des pazifischen Feuerrings. Dort treffen die australische und die pazifische Lithosphärenplatte aufeinander. Aus diesem Grund wird die Insel von zahlreichen Gebirgen durchzogen.

Im indonesischen Westteil Neuguineas befindet sich das Maokegebirge mit dem 4.884 Meter hohen Puncak Jaya. Dagegen ist im Ostteil das Bismarckgebirge mit dem Mount Wilhelm zu finden, der eine Höhe von 4.509 Metern erreicht. Auch eine Vielzahl an Vulkanen gibt es auf der Pazifikinsel. Dazu gehören:

  • der Victory
  • der Giluwe
  • der Lamington
  • der Tarvurvur

In den großen Gebirgen haben auch die längsten Flüsse von Neuguinea ihren Ursprung. So findet man im Maokegebirge den Sepik, der nach Nordosten fließt und in den Bismarcksee mündet. Dagegen führt der Fly in Richtung Südosten zum Golf von Papua. Weitere bedeutende Flüsse sind:

  • der Digul
  • der Mamberamo
  • der Waipoga

Eine Besonderheit der Insel stellen die Korallenriffe in der Milne Bay und Raja Ampat dar. Sie zählen zu den artenreichsten Riffen auf der Erde.

Städte

Die Hauptstadt von Neuguinea ist Port Moresby. Sie befindet sich im Südosten der Insel und beherbergt rund 250.000 Menschen.

Im Osten befindet sich mit der 80.000-Einwohner-Stadt Lae die zweitgrößte Ortschaft auf der Insel. Dort liegt mit dem Highlands Highway auch die wichtigste Fernverkehrsstraße von Neuguinea. Durch sie werden die Gebirgsbewohner mit Waren versorgt.

Im indonesischen Westen bildet Jayapura mit 200.000 Einwohnern die wichtigste Stadt. Weitere bedeutende Städte auf Neuguinea sind:

  • Merauke im Südteil der Insel
  • Manokwari auf der Vogelkop-Halbinsel
Natur auf Neuguinea

Bei Neuguinea handelt sich um eine tropische Insel, was zu einer großen ökologischen Vielfalt führt. So findet man auf der Pazifikinsel zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die ausschließlich auf ihr vorkommen.

Beheimatet sind auf Neuguinea ca. 12.000 Pflanzenarten, die bislang wissenschaftlich beschrieben wurden. Insgesamt vermuten Forscher jedoch bis zu 20.000 Arten auf Neuguinea. Zu den bekannten Spezies gehören u.a.:

Als charakteristisch für die Insel gelten auch:

  • Ameisenbäume
  • Kannenpflanzen
  • Baumfarne

Zu den typischen Nutzpflanzen zählen:

Ganze Kokosnuss beim Aufprall auf Stein, im Hintergrund Palme und Meer
Ganze Kokosnuss beim Aufprall auf Stein, im Hintergrund Palme und Meer

Zu den verschiedenen Tierarten gehören vor allem 70 Arten von Beuteltieren wie Baumkängurus und Kletterbeutler. Des Weiteren gibt es ca. 70 Arten an Fledermäusen und Nagetieren. Ebenfalls reichhaltig vertreten auf Neuguinea sind die Vögel, von denen es rund 700 unterschiedliche Spezies gibt.

Auf einer Tropeninsel sind natürlich auch zahlreiche Reptilien und Amphibien vertreten. Dabei handelt es sich um:

Grünes Reptil ähnlich wie ein Leguan klettert Ast mit grünen Blättern hoch
Grünes Reptil ähnlich wie ein Leguan klettert Ast mit grünen Blättern hoch
  • Schildkröten
  • Eidechsen
  • Warane
  • Skinke
  • Krokodile
  • Schlangen (z.B. Papuaphyton)

Die verschiedenen Gewässer von Neuguinea werden von mehr als 2.700 Fischarten bevölkert. Besonders reichhaltig vertreten sind die Regenbogenfische, die zu den Süßwasserarten zählen.

Ferner sind auf Neuguinea 25.000 Insektenarten beheimatet. Mit dem Königin-Alexandra-Falter lebt auch der größte Tagfalter der Welt auf der pazifischen Insel.

Weiterhin gibt es auf Neuguinea Nutztiere wie Schweine und Haustiere wie den Neuguinea-Dingo-Hund.

Geschichte der Insel

Neuguineas Entdeckung durch die Europäer erfolgte zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch portugiesische und spanische Seeleute. Die Bezeichnung Papua stammte von dem Portugiesen Jorge de Meneses und beschrieb mit dem malaiischen Wort für "kraus" die krausen Haare der Eingeborenen.

Die Bezeichnung "Neuguinea" lässt sich auf den spanischen Seemann Inigo Ortez de Retez zurückführen, der Ähnlichkeiten zwischen der Küste von Neuguinea und dem afrikanischen Guinea sah. Im 17. Jahrhundert knüpfte die niederländische Ostindien-Kompanie machtpolitische und wirtschaftliche Kontakte zu den Einheimischen.

Neuguinea wurde durch die Niederlande, Großbritannien und Deutschland schließlich kolonialisiert, die die Insel unter sich aufteilten. Das Deutsche Reich erhielt den Nordostteil, den es Deutsch-Neuguinea nannte und verwaltete es ab 1899.

Nach dem 1. Weltkrieg übernahm Australien 1919 den deutschen Teil als Völkerbundmandat. Außerdem hatte es bereits 1906 den britischen Teil der Insel erhalten.

Im 2. Weltkrieg landeten 1942 die Japaner auf Neuguinea, das bis 1945 heftig umkämpft war. Nach Kriegsende begann Indonesien den niederländischen Westteil von Neuguinea für sich zu beanspruchen. Dies führte schließlich zu einem Konflikt.

Als die Niederländer und Australier der Insel die Unabhängigkeit geben wollten und ein Parlament eingerichtet wurde, landeten die Indonesier 1962 im Westen von Neuguinea und besetzten ihn. Die eingeborenen Papua mussten zunehmend indonesischen Siedlern weichen. Der Ostteil von Neuguinea erhielt 1975 von Australien seine komplette Unabhängigkeit und heißt seitdem Papua-Neuguinea.

Tourismus

Der Tourismus auf Neuguinea ist bislang nur gering ausgeprägt. So kommen jedes Jahr etwa 70.000 Besucher nach Papua-Neuguinea.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Insel gehört neben der faszinierenden Landschaft der Pazifikinsel auch der Kokoda-Track, der über das Owen-Stanley-Gebirge in Richtung Port Moresby führt. So lassen sich auf einer sechstägigen Wanderung die Regenwälder der Insel bewundern.

Allerdings werden Reisen in bestimmte Regionen Neuguineas als gefährlich eingestuft. So ist die Kriminalitätsrate in Port Moresby, Mount Hagen, Lae und auf Bougainville überdurchschnittlich hoch. Aus diesem Grund rät das deutsche Auswärtige Amt zu besonderer Vorsicht.

Borneo

Borneo umfasst eine Fläche von 751.936 Quadratkilometern und ist damit die drittgrößte Insel auf unserem Planeten. Gleichzeitig bildet sie die größte Insel von Asien. Anteil an Borneo haben die drei Staaten:

  1. Malaysia
  2. Indonesien
  3. Brunei

Die Indonesier nennen die Insel Kalimantan.

Junge Frau schaut zwischen grünen Blättern hervor
Junge Frau schaut zwischen grünen Blättern hervor
Geographische Aspekte

Geographisch befindet sich Borneo im Zentrum des Malaiischen Archipels. Benachbarte Regionen sind:

  • die Philippinen in nordöstlicher Richtung
  • Sulawesi im Osten
  • die kleinen Sundainseln und Java in Richtung Süden
  • Sumatra und die Malaiische Halbinsel im Westen

Umgeben wird Borneo von Gewässern wie:

  • der Javasee im Süden
  • dem Südchinesischen Meer im Westen und Norden
  • der Sulusee im Nordosten
  • der Celebessee und der Straße von Makassar in östlicher Richtung

Nördlich von Borneo ist zudem Banggi zu finden, die größte Insel von Malaysia. In nordöstlicher Richtung liegen zudem die Turtle Islands.

Borneo weist doppelt soviel Fläche wie Deutschland auf. Die Küstenlänge beläuft sich auf insgesamt 4.971 Kilometer. Darüber hinaus wird Borneo vom Äquator durchzogen. Durch das tropische Klima ist die Insel reich an Regenwäldern.

Außerdem erstreckt sich eine lange Bergkette über die Pazifikinsel. Sie verläuft vom Kap Sampanmangio im Nordosten nach Kap Datu im Südwesten. Unterteilt wird die Bergkette in:

  1. das Irangebirge
  2. das Ober-Kapuas-Gebirge
  3. das Schwanergebirge,das nach dem deutschen Geologen Carl Schwaner (1817-1851) benannt wurde
  4. das Müllergebirge, das seinen Namen dem deutschen Major Georg Müller verdankt

Der höchste Berg auf Borneo ist der Kinabalu, der eine Höhe von 4.095 Metern erreicht. Größter Fluss auf der Insel ist der Kapuas, der sich in Westkalimantan befindet, und sich auf eine Länge von 1.143 Kilometern erstreckt. Ebenfalls zu den größeren Flüssen Neuguineas zählen:

  • der Mahakam in Ostkalimantan
  • der Barito in Südkalimantan
  • der Rajang in Sarawak
Städte und Bevölkerung

Die größte Stadt von Borneo ist Kuching. Sie hat über 634.000 Einwohner und bildet die Hauptstadt von Sarawak, einem malaysischen Bundesstaat. Zu Indonesien gehört die Stadt Banjarmasin, die es auf ca. 560.000 Einwohner bringt und die Hauptstadt von Südkalimantan ist. Weitere große Städte auf der Insel sind:

  • Kota Kinabalu
  • Pontianak
  • Sandakan
  • Balikpapan

Die Hauptstadt des Sultanats Brunei bildet Bandar Seri Begawan.

Die Bevölkerung Borneos setzt sich vor allem aus Malaien, Chinesen und indigenen Völkern zusammen. Dazu zählen Dayakvölker wie:

  • die Iban
  • die Bidayuh
  • die Kelabit
Natur auf Borneo

Auf Borneo herrscht ein tropisches Klima, das mit hoher Luftfeuchtigkeit einhergeht. Dies hat auch Auswirkungen auf die Natur der Insel.

So gibt es auf Borneo 221 Säugetierarten. Zu diesen gehören Affenarten wie der Orang-Utan, der Gibbon und der Nasenaffe sowie zahlreiche Nagetiere wie das Schönhörnchen.

Die größte Katze auf Borneo stellt der Sunda-Nebelparder dar. Zu den kleineren Katzenarten gehören:

  • die Borneo-Goldkatze
  • die Flachkopfkatze
  • die Bengalkatze
  • die Marmorkatze

Weitere Bewohner des Regenwaldes sind die kleinen Malaienbären. Sehr scheu und sehr selten anzutreffen ist dagegen das Sumatra-Nashorn, das mittlerweile vom Aussterben bedroht ist.

Borneo verfügt auch über viele Vogelarten, von denen es 622 auf der Insel gibt. Dazu gehört vor allem der Rhinozerosvogel. Darüber hinaus sind auf der Pazifikinsel über 400 Arten an Reptilien und Amphibien zu finden. Als bekannteste Reptilienvertreter gelten die Kapuas-Wassertrugnatter, die ihre Farbe wie ein Chamäleon verändert, sowie der Borneo-Taubwaran, eine Echse.

Ebenfalls auf Borneo beheimatet ist der Borneo-Zwergelefant. Vom ihm gibt es nur ungefähr 1.000 bis 1.500 Exemplare.

Reichhaltig fällt zudem die Pflanzenwelt von Borneo aus. So sind auf der Insel 15.000 verschiedene Arten an Gefäßpflanzen vorhanden. Außerdem findet man nirgendwo auf der Welt so viele Orchideenarten wie auf der Insel Borneo. Allein an den Hängen des Kinabalu gedeihen mehr als 750 Arten.

Besonders bekannt ist die Schwarze Orchidee, die einem strengen Schutz unterliegt.

Geschichte der Insel

Das malaiische Sultanat Brunei übte zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert die Herrschaft über Teile der Insel aus. Später übernahm das Sultanat von Sulu die Kontrolle über den Norden Borneos.

Im 19. Jahrhundert fiel die Macht an die British North Borneo Company, die unter dem Namen Sarawak die Gebiete von Brunei durch die Brooke-Dynastie beherrschte. Während der Westteil von Borneo unter britische Kontrolle gelangte, übten die Niederländer im Osten die Macht aus.

Im 2. Weltkrieg wurde Borneo 1941/42 von den Japanern eingenommen, die das malaiische Sultanat auflösten. Nach dem Krieg kam es zu Streitigkeiten zwischen der Föderation Malaya und Indonesien über die Kontrolle der Gebiete, die zu Beginn der 60er Jahre zu einem militärischen Konflikt führten.

Nach dessen Beilegung erhielt Malaya die Regionen Sabah und Sarawak, wodurch Malaysia entstand. Das britische Protektorat Brunei erhielt 1984 seine Unabhängigkeit.

Tourismus

Der Tourismus auf Borneo findet vor allem in den Bundesstaaten Sarawak und Sabah statt, die zu Malaysia gehören. Erreichbar sind diese Regionen problemlos per Flugzeug. Zu den Attraktionen zählen die gut besuchten Städte Kuching und Kinabalu, die reich an interessanten Sehenswürdigkeiten sind.

Darüber hinaus werden Trekking-Touren durch die Inseln, die einige Tage dauern, angeboten. Dabei lassen sich der Mount Kinabalu in Sabah besteigen und die Höhlen des Gunung Mulu Nationalparks im Bundesstaat Sarawak erforschen.

Vor der Nordküste von Borneo bietet der Tunku Abdel Rahman Marine Park ein attraktives Ziel für Taucher. Touristisch weniger gut entwickelt ist der indonesische Teil von Borneo.

Zu den raren Sehenswürdigkeiten dieser Region zählt der Gunung Palung Nationalpark mit seinen frei lebenden Orang-Utans. Außerdem können auf dem Mahajam River längere Bootsausflüge unternommen werden.

Eine weitere Attraktion bietet das prachtvolle Bandar Seri Begawan, die Hauptstadt von Brunei. Die Metropole repräsentiert den Reichtum des herrschenden Sultans.

Baffinland

Die Baffininsel, auch Baffin Island genannt, bildet die fünftgrößte Insel der Erde. Darüber hinaus stellt sie die größte Insel des Kanadisch-Arktischen Archipels dar. Sie umfasst eine Fläche von 507.451 Quadratkilometern.

Geographische Aspekte

Die Baffininsel erreicht eine Länge von rund 1.600 Kilometern sowie eine Breite zwischen 200 und 700 Kilometern. Geographisch gehört sie zum kanadischen Territorium Nunavut nördlich von Quebec. Sie liegt westlich von Grönland in der Nähe der kanadischen Melville-Halbinsel.

Der Nordosten von Baffin Island ist durch eine ausgeprägte Gebirgslandschaft geprägt. So befinden sich dort zahlreiche Gletscher.

Die Penny-Eiskappe, die sich im Südosten der Baffininsel befindet, erreicht eine Höhe von ca. 2.100 Metern. Nordwesten und Westen der Insel setzen sich aus Tiefland zusammen und werden von Tundren und Gletscherschuttflächen umgeben.

Ein typisches Merkmal von Baffin Island stellt die starke Zerklüftung der Insel dar. So gibt es auf ihr eine Vielzahl an Buchten, Fjorden, Halbinseln und Meeresarmen, die ihr einen deutlichen Umriss verleihen. Im Norden befinden sich die Bernier Bay sowie die Brodeur-Halbinsel.

Im Südwesten der Insel gibt es eine schmale Landbrücke, die zur Foxehalbinsel führt. Im Südteil von Baffin Island sorgt die Frobisher-Bucht für die Form der Meta-Incognita-Halbinsel.

Bewohner und Ortschaften der Baffininsel

Auf Baffin Island leben rund 13.768 Menschen. Dabei handelt es sich vorwiegend um Inuit, die sich auf mehrere Siedlungen an den Küsten verteilen. Im Südosten der Baffininsel befindet sich Iqalauit, die Hauptstand von Nunavut.

Auch auf den kleinen Inseln, die Baffin Island vorgelagert sind, gibt es mit Qikiqtarjuaq und Cape Dorset zwei Siedlungen. Weitere Gemeinden sind:

  • Pond Inlet
  • Pangnirtung
  • Clyde River
  • Arctic Bay
  • Kimmirut
Natur auf Baffin Island

Auf der Baffininsel sind verschiedene arktische Tierarten zu finden. Dazu gehören in erster Linie:

  • der Eisbär
  • der Polarhase
  • der Polarfuchs
  • der Schneehase
  • das Barrenland-Karibu
  • Erdhörnchen
  • Lemminge
  • Hermeline
  • Wiesel

Des Weiteren gibt es an den Küsten der arktischen Insel Meeressäuger wie:

  • den Narwal
  • den Weißwal
  • den Grönlandwal
  • Walrosse
  • Bartrobben
  • Ringelrobben

Auch die Fischwelt ist reichhaltig. Zur ihr zählt zum Beispiel der Seesaibling. Zu den Vertretern der Vogelarten gehören u.a.:

  • Eismöwen
  • Kanadagänse
  • Schneeammern
  • Schneehühner
  • Wanderfalken
  • Gerfalken

Die Schneeeule und den Kolkraben gibt es sogar das ganze Jahr über auf Baffin Island.

Die Pflanzenwelt der Baffininsel wird von der Arktis geprägt. Man findet dort einige seltene Pflanzenarten wie beispielsweise eine Subart des Zwerg-Weidenröschens.

Tourismus

Aus touristischer Sicht eignet sich Baffin Island eher für Abenteuerurlauber. So ist die wilde Insellandschaft wie ein arktischer Abenteuerspielplatz.

Zum Beispiel besteht die Möglichkeit, Inukshuk-Touren quer durch den Simirlik Nationalpark zu machen. Dabei kann den Wegweisern der einheimischen Inuit entweder auf Skiern oder zu Fuß gefolgt werden.

Gut geeignet für Floßfahrten oder Paddeltouren ist der Soper River, der zum kanadischen Naturerbe zählt und im Katannalik Territorial Park zu finden ist. In den Nachtstunden gibt es die Option, sich das mehrfarbige Nordlicht anzusehen.

Des Weiteren kann die legendäre Nordwestpassage durchquert werden. Außerdem gehören Schlittensafaris und Abstecher bei den Grönlandwalen zum Angebot.

Sumatra

Zu den größten Inseln der Erde gehört auch Sumatra. Das indonesische Eiland liegt im Indischen Ozean.

Geographische Aspekte

Sumatra erreicht eine Gesamtfläche von 473.481 Quadratkilometern, womit das Eiland im Indischen Ozean die sechstgrößte Insel auf unserem Planeten ist. Die Länge Sumatras beträgt 1.700 Kilometer. Die Breite liegt bei 370 Kilometern. Das Zentrum der Insel wird vom Äquator durchlaufen.

Wichtigstes Gebirge ist das Barisangebirge, das von Westen in Richtung Südosten zunehmend an Höhe gewinnt. Größter Berg ist der Gunung Kerinci. Er erreicht 3.805 Meter über dem Meeresspiegel.

Im Unterschied zum Westteil fällt der östliche Teil Sumatras flach aus. Ein typisches Merkmal der Landschaft sind die Sümpfe, von denen die breite Ebene zu beinahe 50 Prozent bedeckt wird.

Bei Sumatra handelt es sich um den äußersten Westen des Inselstaates Indonesien. Dieser erstreckt sich von Sumatra über Java und Bali in Richtung Molukken bei Neuguinea.

An der Straße von Malakka auf der östlichen Seite von Sumatra befinden sich einige vorgelagerte Inseln, die lediglich durch schmale Meeresarme voneinander getrennt werden, dies sind:

  • Padang
  • Rupat
  • Rangsang
  • Peyneler
  • Rantau
  • Bengkalis

Vor der Südwestküste von Sumatra befinden sich weitere vorgelagerte Inseln:

  • die Banyak-Inseln
  • die Batu-Inseln
  • Simeulue
  • Nias
  • Enggano
  • Mega
  • die Mentawai-Inseln

Südlich von Sumatra, in der Sundastraße, liegt zudem die berühmte Vulkaninsel Krakatau. Eingeteilt wird Sumatra in zehn Provinzen, die sich wiederum in Städte und Regierungsbezirke untergliedern lassen.

Palmen, Strand und Motorboot im türkisen Meer
Palmen, Strand und Motorboot im türkisen Meer
Bevölkerung und Städte von Sumatra

Auf Sumatra gibt es ca. 50 Millionen Einwohner. Besonders viele Menschen leben in den Städten Palembang und Medan, das die Hauptstadt der indonesischen Inselprovinz bildet. Ebenfalls zu den größten Städten von Sumatra gehören:

  • Pekanbaru
  • Bandar Lampung
  • Padang

Die Bevölkerung der Insel besteht zum größten Teil aus Menschen malaiischer Abstammung. Im Westen sind die Minangkabau beheimatet. Außerdem gibt es die Achinesen und die Batak. In den Städten sind zudem Inder, Chinesen und Araber beheimatet.

Natur

Sumatra verfügt über eine reichhaltige Tierwelt. So gibt es auf der indonesischen Insel:

  • 176 unterschiedliche Säugetierarten
  • 320 Vogelarten
  • 194 Reptilienspezies
  • 62 Arten an Amphibien

Zu den interessantesten Tierarten gehören:

  • der Großaugenfasan
  • der Nashornvogel
  • der Sumatra-Elefant
  • der Javaneraffe
  • der Schweinsaffe
  • der Weißhandgibbon
  • der Sumatra-Orang-Utan

Vom Aussterben bedroht sind mittlerweile der Sumatra-Tiger und das Sumatra-Nashorn, sodass diese nur noch selten gesichtet werden.

Auch Sumatras Pflanzenwelt bietet eine erhebliche Vielfalt. So gibt es mehr als 3.500 Pflanzenarten. Dazu zählen verschiedene endemische Arten der Orchidee, Moose und Farne.

Seit dem Jahr 2004 gehören die noch verbliebenen Regenwälder von Sumatra zur Naturdenkmal-Liste der UNESCO.

Geschichte der Insel

Sumatra war schon im Mittelalter ein begehrter Handelsplatz. Über indische Händler fand der Islam seine Verbreitung auf der Insel. Außerdem entstanden zahlreiche Sultanate.

Ab 1596 begann durch die Landung der Niederländer die Kolonialisierung von Sumatra. Sie unterwarfen im Laufe der Jahre sämtliche Sultanate und behaupteten sich auch gegen die Briten.

Durch die Niederländer kam es zur Entstehung von modernen Plantagen wie zum Beispiel Tabak-Plantagen im Ostteil der Insel. Investitionsgelder flossen aber nicht nur aus den Niederlanden, sondern auch aus:

1941 bis 1945 besetzten die Japaner Sumatra. Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde die Insel Teil von Indonesien. Allerdings strebt die Region Aceh noch in der heutigen Zeit nach Unabhängigkeit.

Tourismus

Verglichen mit der Insel Bali ist der Tourismus auf Sumatra eher von untergeordneter Bedeutung. So reisen deutlich weniger Touristen auf die Insel, sodass es auch weniger luxuriöse Hotels gibt. Darüber hinaus wird auf der Insel nur wenig Geld für den Straßenbau ausgegeben.

Einen gewissen Stellenwert genießt der Tourismus immerhin am Tobasee im Norden von Sumatra. Dort finden Besucher Tourismusangebote von unterschiedliche Preisklasse und Qualität vor.

Als Anziehungspunkt für Touristen gilt die Insel Samosir, die sich inmitten des Tobasees befindet. Sehenswert sind auch die einheimischen Märkte und Jahrmärkte sowie der Nationalpark, der sich allerdings aufgrund der kleinen Zufahrtsstraßen nicht so einfach erreichen lässt.

Honshu

Die siebtgrößte Insel der Erde ist Honshu, die auch als Kernland von Japan gilt. Sie erreicht eine Fläche von 227.974 Quadratkilometern. Durch die Tsugaru-Straße erfolgt die Trennung zwischen Honshu und der Nordinsel Hokkaido.

Weiter im Süden trennt die Seto-Inlandssee Honshu von Shikoku, während im Südwesten die Meeresstraße von Shimonoseki eine Grenze zwischen Honshu und der Insel Kyushu zieht.

Geographische Aspekte

Honshu erreicht eine Länge von ungefähr 1.300 Kilometern. Ihre Breite liegt zwischen 50 und 240 Kilometern.

Insgesamt hat Honshu an der japanischen Landfläche einen Anteil von 60 Prozent. Die Küstenlinie von Honshu umfasst eine Gesamtlänge von 5.450 Kilometern.

Die höchste Erhebung der japanischen Insel wird vom Berg Fuji markiert. Dieser erreicht eine Höhe von 3.776 Metern über dem Meeresspiegel. Ebenfalls zur Honshu-Region werden 3.193 Inseln gezählt, die eine Gesamtfläche von 3.143 Quadratkilometern aufweisen.

Sehr unterschiedlich fallen Honshus klimatische Bedingungen aus. Während sich die Nordspitze eher kühl zeigt, gibt es im Süden der Insel subtropische Zonen. Typisch für Honshu sind seine Gebirge. Außerdem ist auf der japanischen Hauptinsel eine rege seismische Aktivität zu verzeichnen, die häufige Erdbeben zur Folge hat.

Bevölkerung und Verwaltung

Auf Honshu leben etwa 100 Millionen Menschen, ungefähr 25 Millionen davon in der Kanto-Ebene in der Nähe der japanischen Hauptstadt Tokio und von Yokohama. Ein weiteres großes Ballungsgebiet bildet Kansai im Westen. Zu dieser Region gehören die Städte:

  • Kobe
  • Osaka
  • Kyoto

Weitere wichtige Großstädte sind:

  • Hiroshima
  • Akita
  • Nagoya

Abgesehen vom indonesischen Java gibt es auf keiner Insel so viele Menschen wie auf Honshu. Eingeteilt wird Honshu in fünf Regionen, dies sind:

  1. Tohoku
  2. Kanto
  3. Chubu
  4. Kinki
  5. Chugoku
Natur auf Honshu

Japan zählt zur paläarktischen Faunenregion. Das bedeutet, dass es dort einige Tierarten gibt, die auch in Europa vorkommen. Insgesamt sind in Japan 140 Säugetierarten sowie 450 Vogelarten beheimatet

Zu den interessantesten Tieren auf Honshu gehört der Rotgesichtsmakak, eine Affenart, die hier ihre nördlichste Verbreitung findet. Der Affe hält sich in den Wintermonaten bevorzugt an heißen Quellen auf.

Weitere heimische Tierarten sind:

  • der Rotfuchs
  • der Fischotter
  • der Dachs
  • der Hermelin
  • der Largha-Seehund
  • das Mauswiesel
  • das Sibirische Feuerwiesel

Eine einheimische Vogelart stellt die japanische Wachtel dar.

Im Süden von Honshu gibt es subtropische Bäume wie den Banyanbaum und den Kampferbaum. Dagegen ist die nördliche und die mittlere Region der Insel klimatisch gemäßigt. So können dort Kastanien, Buchen, Weiden sowie zahlreiche Nadelbäume gedeihen.

Tourismus

Die japanische Hauptinsel Honshu bietet Besuchern zahlreiche interessante Ziele Dazu gehört in erster Linie die Hauptstadt Tokio mit ihren imposanten Sehenswürdigkeiten wie:

  • dem Kaiserpalast
  • dem Ueno-Park
  • dem Sensotempel

Darüber hinaus gibt es unzählige Einkaufs- und Vergnügungsmöglichkeiten. Ebenfalls einen Besuch wert sind:

  • Japans frühere Hauptstadt Kyoto, die noch immer als kulturelles Zentrum des Inselreichs gilt
  • die Hafenstadt Hiroshima, die 1945 von der ersten Atombombe getroffen wurde
  • die Hafenstadt Kobe
  • Yokohama
  • Osaka

Victorialand (Victoria Island)

Zu den zehn größten Inseln der Welt gehört auch die Victoriainsel, die auf Platz 9 rangiert. Sie ist Bestandteil des Kanadisch-Arktischen Archipels und im Nordpolarmeer zu finden.

Die Insel erreicht eine Fläche von 217.291 Quadratkilometern. Während Victoria Islands Westteil zum kanadischen Nordwest-Territorium zählt, ist der östliche Inselbereich Bestandteil des Territoriums Nunavut.

Geographische Aspekte

Von Osten nach Westen erreicht Victoria Island eine Länge von ca. 750 Kilometern. Von Nord nach Süd beträgt die Breite 625 Kilometer. Die maximale Höhe bei den Shaler Mountains erreicht 665 Meter über Meereshöhe.

Im Westen der Victoriainsel befindet sich die Banks-Insel, die lediglich durch die Prince-of-Wales-Straße von ihr getrennt wird. In östlicher Richtung ist die Prince-of-Wales-Insel zu finden, deren Abtrennung durch den McClintock-Kanal erfolgt.

Im Norden liegt zudem die Melville-Insel, während sich im Südosten die King-William-Insel befindet. Die Trennung zwischen Victoria Island und dem kanadischen Festland vollzieht sich durch:

  1. die Victoria-Straße
  2. den Königin-Maud-Golf
  3. die Dease-Straße
  4. die Dolphin-und-Union-Straße
  5. den Amundsen-Golf
Ortschaften

Auf Victoria Island gibt es nur zwei Siedlungen. Dabei handelt es sich um Cambridge Bay mit ca. 1.477 Einwohnern und Ulukhaktok mit rund 398 Einwohnern. Sie befinden sich im westlichen Teil der Insel am Prinz-Albert-Sund.

Geschichte der Victoriainsel

Die Entdeckung der Victoriainsel, die schon lange Zeit von den Inuit bewohnt wurde, fand im Jahr 1826 im Rahmen einer britischen Expedition unter dem Kommando von John Franklin (1786-1847) statt. 1839 folgte ihre Namensgebung zu Ehren der britischen Königin Victoria. Die britischen Forscher Peter Warren Dease (1788-1863) und Thomas Simpson (1808-1840) nahmen zu dieser Zeit größere Erkundungen vor.

1851 folgte eine weitere Entdeckungsmission durch den schottischen Arktisforscher John Rae (1813-1893). Doch erst durch Expeditionen von Roald Amundsen (1872-1928) zwischen 1903 und 1906 sowie Vilhjalmur Stefansson (1879-1962) zwischen 1915 und 1917 ließ sich der Küstenverlauf der Victoriainsel genauer bestimmen.

Im Jahr 1923 wurde von der Hudson's Bay Company der Handelsposten Cambridge Bay eingerichtet. Einen weiteren Handelsposten, Port Brabant, verlegte man 1939 ins heutige Ulukhaktok, das seinerzeit den Namen Holman trug.

1926 rief die königlich kanadische berittene Polizei auf Victoria Island ebenfalls eine Station ins Leben.

Ellesmereland (Ellesmere Island)

Die kanadische Ellesmere-Insel wird ebenfalls zu den zehn größten Inseln der Erde gezählt. Sie erreicht eine Fläche von 196.236 Quadratkilometern. Allerdings geben andere Quellen entweder 212.690 km² oder 183.000 km² als Größe der Insel an, wodurch sie sich dann auf Platz 9 oder 11 der Rangliste befinden würde.

Geographische Aspekte

Ellesmere Island liegt im Kanadisch-Arktischen Archipel und zählt zu den kanadischen Königin-Elisabeth-Inseln. Außerdem ist sie Bestandteil des Territoriums Nunavut.

Im Osten grenzt sie an den Norden Grönlands, getrennt durch den rund 30 Kilometer breiten Kennedy-Kanal. Im Süden der Ellesmere-Insel befindet sich die Devon-Insel, die durch den Jonessund von Ellesmere Island getrennt wird, während auf der Westseite die Axel-Heiberg-Insel liegt.

Merkmale

Landschaftlich stark geprägt wird die Ellesmere-Insel durch ihre Fjorde. Außerdem sind rund 80.000 Quadratkilometer der Insel im Gletscherzustand.

Den nördlichsten Punkt von Ellesmere Island markiert Kap Columbia, das damit auch der nördlichste Punkt von Kanada ist. Die Entfernung zum Nordpol beträgt 769 Kilometer.

Mit dem Lake Hazen befindet sich außerdem der größte nördliche See von Kanada auf der Ellesmere-Insel. Höchster Berg von Ellesmere Island ist die Barbeau-Spitze, die 2616 Meter erreicht.

Natur auf Ellesmere Island

Die Landschaft der Ellesmere-Insel ist eine Tundra ohne Bäume. Die Vegetation besteht aus Moosen, Flechten sowie verschiedenen arktischen Pflanzen. Bewohnt wird Ellesmere Island von Tieren wie:

  • dem Polarhasen
  • dem Polarwolf
  • dem Moschusochsen
  • dem Lemming
  • dem Karibu

Auch Vogelarten wie die Kanadagans, der Gerfalke und die Schneeeule kommen auf der arktischen Insel vor.

Siedlungen und Geschichte

Schon vor 4000 Jahren wurde Ellesmere Island von den Inuit besiedelt. In der heutigen Zeit gibt es jedoch nur 146 Menschen auf der Insel, die sich auf drei Siedlungen verteilen.

Dazu gehört auch die Militärstation Alert, die die nördlichste menschliche Siedlung auf der Welt ist. Des Weiteren gibt es die Inuit-Siedlung Grise Ford sowie die Wetterstation Eureka.

Die Entdeckung von Ellesmere Island fand im Jahr 1616 durch die britischen Seeleute William Baffin und Robert Bylot statt. Die Benennung des Eilands in Ellesmere-Insel erfolgte jedoch erst 1852. Als Namensgeber diente dabei der erste Graf von Ellesmere, Francis Egerton.

Faulenzen in der Sonne und dazu noch 80.000 Euro kassieren

Gewinnspiel in Australien sucht Blogger, der kostenlos für ein halbes Jahr im Paradies leben will

Hängematte mit Buch und Brille am Strand unter Palme, im Hintergrund türkises Meer
book and glasses © Dmitry Ersler - www.fotolia.de

Der australische Bundesstaat sucht den glücklichen Gewinner, der für sechs Monate auf der Hamilton-Insel im Great Barrier Reef umsonst leben will. Grundvoraussetzung für die Bewerbung ist die Englische Sprache und in der Zeit muss er ein Tagebuch über die Insel im Internet führen (Internetblog).

Als Aufgabe soll er durch das Great Barrier Reef reisen und jede Attraktion ausprobieren, wobei er das Meer und die Natur lieben sollte. Schüchtern darf der Gewinner auch nicht sein, denn es stehen ab und an auch Interviews mit Journalisten an. Wohnen wird der Glückliche in einer Villa mit Pool direkt am Meer, kann am Strand faulenzen, schwimmen oder schnorcheln und sich sonnen.

Bei dem Gewinn dieser Ausschreibung ist der Flug nach Australien inklusive und zusätzlich erhält der Gewinner ein stattliches Taschengeld von 80.000 Euro. Wer also Lust dazu verspürt, kann seine Bewerbung bis zum 22. Februar 2009 über www.islandreefjob.com abschicken und ist vielleicht mit ein bisschen Glück bald auf der Trauminsel.

Große Probleme auf den Galapagos Inseln durch eingeschleppte Tierarten

Touristen und Einwanderer schleppen Tierarten auf die Galapagos Inseln ein - Bedrohung der Tierwelt

Winzige Insel in Form eines Herzens wird von einem Boot angefahren, Blick von oben
Paradise Island in the form of heart © Musicman80 - www.fotolia.de

Experten weisen auf die großen Probleme auf der Inselgruppe Galapagos hin, wo sich eine soziologische und ökologische Krise abzeichnet.

Im Jahr 1535 wurde die Inselgruppe von den Spaniern entdeckt. Damals lebten dort noch zahlreiche Arten von Tieren. Heute wohnen dort etwa 20.000 Menschen, wobei jährlich mehr Einwanderer aus Ecuador, zu das auch die Inselgruppe seit 1832 gehört, kommen. Außerdem reisen 130.000 Touristen jährlich dort hin, so dass 50 Prozent der Bevölkerung in der Tourismusbranche tätig sind.

Gefährdete Tier -und Pflanzenwelt

Aber durch die Menschen sind in den letzten Jahren viele Tierarten, mittlerweile fast 500, das sind 200 mehr als vor zehn Jahren, eingeschleppt worden, die auch in die geschützten Regionen eindringen. Weiterhin gefährden die Rinderzucht und die Landwirtschaft die Arterhaltung von Tier und Pflanzenwelt. Für den Naturschutz werden zurzeit jährlich 10 Millionen Dollar vom Staat bereitgestellt, zusätzlich kommen noch Unterstützungen von vielen Projekten. Aber das ganze Problem liegt nicht nur am Geld, sondern mehr in den Unstimmigkeiten der Behörden und der eigenen Bevölkerung.

Verschwundene Inseln

Auf alten Seekarten verzeichnete Inseln - Ein Irrtum oder wirklich verschwunden?

Panorama von Lagune mit Palmen, weißem Strand und azurblauem Meer
panoramic lagoon © Kwest - www.fotolia.de

Wo ist die Insel "Bermeja" geblieben? Auf Seekarten findet man diese Insel, die so groß wie die deutsche Insel Föhr (knapp 83 Quadratkilometer) ist, im Golf von Mexiko, aber Wissenschaftler haben diese trotz Einsatz von Flugzeugen und Schiffen nicht gefunden.

Vielleicht handelt es sich dabei auch um eine Scheininsel, wie sie zu tausenden auf den alten Seekarten eingetragen wurden. So gibt es besonders viele Riff-Inseln im südlichen Pazifik, denen man Namen wie Jupiter, Maria-Theresia oder auch Rangitiki gab.

Auch Christoph Kolumbus ist bei seinen Reisen getäuscht worden, so sollte gleich nach dem Start von den Kanarischen Inseln die nächsten Inseln auftauchen, doch bis heute gibt es dort nur Wasser. Weiterhin sind französische Seefahrer bei Neufundland im Nebel von einem Geschrei, wobei sie an überirdische Wesen dachten, vertrieben worden und später tauchte in den Seekarten bis zum 20. Jahrhundert die "Insel der Dämonen" auf, aber in manchen Karten lag sie in der Nähe von Irland, in anderen bei Amerika.

Wo liegen die schönsten Inseln auf der Welt?

Palme mit baumelnden Füßen über dem Meer vor strahlend blauem Himmel
beach © Radovan Kraker - www.fotolia.de

Urlauber konnten sich bei der Wahl der schönsten Insel auf der Welt, die von der Zeitschrift "Reise & Preise" durchgeführt wurde, beteiligen. Von den 3.500 Urlaubern haben sich als Nummer Eins für die Insel Bali, im indischen Ozean, die zu Indonesien gehört entschieden.

Auf den zweiten Platz kamen die Malediven und die Insel La Digue, die viertgrößte der Granitinseln der Seychellen, die nur etwa fünf Kilometer lang und drei Kilometer breit ist. Auf den vierten Rang kam dann die Insel Mauritius, die auch alle Briefmarkensammler kennen. Schönste Insel in Europa ist die größte Balearen-Insel Mallorca, danach kamen Korsika und Sardinien.

Zu den Testkriterien gehörten auch Sauberkeit, die Preise, Natur und Kultur dazu.

Inselurlaub statt Winterdepression

Das Tourismusamt der Kanarischen Inseln hat eine Großoffensive gegen die drohende Winterdepression gestartet. Gegen das saisonale Stimmungstief wurden aus über 15.000 Bewerbern per Casting 100 kanarische Botschafter ausgesucht, die den vom Wintertief betroffenen Nordeuropäern die Vorzüge eines Winterurlaubs auf den Inseln näher bringen sollten.

Der vor dem Casting unbekannte Zielort war schlussendlich das isländische Reykjavik, wo die zwischen 18 und 35 Jahre alten Botschafter 20 vom Winterblues betroffene Isländer kostenlos in ihre Heimat einluden.

Urlaubstrend Privatinsel - Wohnen mit Delfinen

Eine eigene Insel zu kaufen, ist nur für Jonny Depp und Co. erschwinglich. Ein Eiland für den Urlaub zu mieten, können sich hingegen auch schon Besserverdiener leisten. Für Forsyth Island etwa, die zwanzig Hubschrauberminuten vom neuseeländischen Wellington entfernt liegt, muss man etwa 1000 Euro pro Tag einkalkulieren. Dafür versprechen die Verwalter Ruhe und Privatheit, exklusives Ambiente und einen atemberaubenden Blick auf das Meer - Seehunde und Delfine inklusive.

Inselmakler sprechen in diesem Zuge vom "Insel-Gefühl", das dadurch entsteht, dass man vollkommen abgeschieden lebt und nach allen Seiten in die unendliche Weite sehen kann. Einer der bekanntesten unter ihnen ist Farhad Vladi, der bereits Inselgrundstücke an unter anderem Nicolas Cage, Diana Ross oder Jörg Pilawa verkaufte. Der kanadische Unternehmer hat sein Hauptbüro in Hamburg und bietet derzeit 120 Inseln zum Verkauf und über 130 zur Miete an.

Nach dem Unwetter auf der Blumeninsel Madeira bleiben die ersten Urlauber weg

Reiseveranstalter befürchten weitere Stornierungen durch Madeira-Urlauber

Bunte Häuser oder Hütten mit Strohdächern in Madeira (bei Portugal), Urlaub, Berge im Hintergrund
Hütten auf Madeira © Peter Bosch - www.fotolia.de

Am letzten Wochenende waren auf der portugiesischen Blumeninsel Madeira schwere Unwetter, die zu großen Überschwemmungen und Erdrutschen führten. Leider sind auch über 40 Menschen zu Tode gekommen und über das gesamte Ausmaß der Schäden gibt es noch keine Angaben. Bei dem Unwetter wurden zahlreiche Brücken und Häuser zerstört, sowie durch die Schlammlawinen Autos und Bäume mitgerissen.

Mittlerweile sind aber auch die meisten Straßen wieder befahrbar, die Telefonverbindungen und die Wasserversorgung funktionieren ebenfalls. Auf der Insel leben etwa 265.000 Menschen, die meisten in der Hauptstadt Funchal.

Attraktionen der Insel

Viele Urlauber fliegen allein wegen der prächtigen Blumenpracht auf diese Insel, aber auch viele Wanderer zieht es auf diese schöne Insel, wo man an den Levadas entlang, das sind die Bewässerungskanäle, durch die Bergregion laufen kann. Der höchste Berg ist der Pico Ruivo mit 1.862 Metern.

Aber jetzt haben schon die ersten Urlauber wegen dieses Unwetter ihre Buchung storniert, was hoffentlich nicht zu viele tun werden, denn die Insel lebt vom Tourismus, wo jährlich etwa 1 Million ihren Urlaub verbringen. Madeira befindet sich etwa 1.000 km südwestlich von Lissabon und 700 km westlich von der marokkanischen Küste.

New Moore Island ist im Meer versunken

In der Bucht von Bengalen lag das 3,5 Kilometer lange und 3 Kilometer breite New Moore Island. Fast 30 Jahre lang haben sich Indien und Bangladesch gestritten, wer das Recht auf die unbewohnte Insel hat. Nun hat sich dieses Problem selbstständig gelöst.

Satellitenbilder und Seepatrouillen bestätigten am Mittwoch, dass New Moore Island im Meer versunken ist. Die kleine Felsinsel ist durch den erhöhten Meeresspiegel nun nicht mehr zu sehen. Solange die Insel versunken bleibt, wird der Streit um die Insel wohl begraben bleiben.

Wie Robinson Crusoe allein auf einer eigenen Insel wohnen

Hamburger Makler macht den Traum einer eigenen Insel wahr

Bahamas - Leerer Strand mit großer Palme und Blick aufs türkisfarbene Meer
Plage Iles Turkoises - Bahamas © foxytoul - www.fotolia.de

Viele Menschen möchten, wie Robinson Crusoe, auf einer eigenen Insel leben, was tatsächlich schon ab 50.000 Euro möglich ist. So kann man sich bei Farhad Vladi, einem Makler aus Hamburg, eine eigene Insel bestellen und kaufen. Seit 1971 hat Farad Vladi mittlerweile schon 2.000 Inseln an seine Interessenten verkauft, und auch Tony Curtis und die Kelly-Familie zählten zu seiner Kundschaft. Doch die meisten Kunden sind Anwälte und Ärzte, die dies als Anlageobjekt betrachten.

Möglichkeiten und Grenzen

Aber nicht überall auf der Welt ist es möglich, Grundbesitz zu erwerben; so sind die wenigen Inseln in Griechenland, die verkauft werden könnten, in Privatbesitz. In Thailand oder Malaysia ist es zum Beispiel überhaupt nicht erlaubt, dass Ausländer Grundbesitz erwerben. Auf der ganzen Welt sind auch 80 Prozent aller Inseln im staatlichen Besitz.

Wer aber eine eigene kleine Insel kaufen will, der sollte natürlich einiges dabei berücksichtigen, so muss dafür eine Baugenehmigung vorliegen, möglichst in der Nähe zum Festland, so dass man im Notfall auch ein Krankenhaus in etwa 90 Minuten irgendwie erreichen kann.

Da man mittlerweile fast überall auf der Welt telefonieren kann, ist auch die Kommunikation kein großes Problem mehr.

Forscher entdecken ehemalige Inseln in der Karibik in 1000 Metern Tiefe

Bei einer Expedition durch die Karibik, vor der Küste von Kolumbien und Venezuela, stießen deutsche Wissenschaftler in einer Tiefe von etwa 1.000 Metern auf versteinerte Schnecken und Korallen, was als Indiz gilt, dass sie früher einmal oberhalb der Meeresoberfläche waren und es sich also um eine versunkene Insel handeln muss. Zusätzlich konnten die Geologen auch aus der Tiefe Basaltsteine herausholen, die diese Vermutung noch untermauern.

Die ehemalige Insel hat ungefähr die Größe von Mecklenburg-Vorpommern oder ist sogar noch größer. Nun will man die eigentliche Herkunft dieser Insel erforschen und vor allem das Alter bestimmen. In der Karibik stoßen die beiden amerikanischen Platten, Süd und Nord, aufeinander und so kam es auch zu dem kürzlich verheerenden Erdbeben auf Haiti.

Auf Sylt verbrachten im letzten Jahr 870.000 Gäste ihren Urlaub

Beliebtes Sylt: Die Zahl der Touristen steigt

Strandkorb am Strand vor den Dünen auf Sylt
Strandkorb vor den Dünen auf Sylt © fotopro - www.fotolia.de

Die nördlichste deutsche Insel ist Sylt, die auch die größte nordfriesische Insel ist. Sie ist bekannt durch die Kurorte Westerland, Wenningstedt und vor allem wegen der vielen Promis der Ort Kampen. Der Weststrand ist zirka 40 Kilometer lang. Im Jahr 1927 wurde eine Verbindung zum Festland durch den Hindenburgdamm hergestellt, der aber nur für den Zugverkehr zugelassen ist, so dass Autofahrer also dann auf den Autoreisezug umsteigen müssen, das heißt die Verladung ist auf dem Festland in Niebüll.

Die Entwicklung auf der Insel

Im letzten Jahr sind wieder sehr viele Urlauber auf die Insel gereist, insgesamt wurden 870.000 Gäste gezählt, so dass die Zahl um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zunahm. Aber die meisten Urlauber blieben im Durchschnitt nur acht Tage auf der Insel, wobei die meisten Übernachtungen in der neuen gebildeten Gemeinde Sylt gezählt wurden, die aus den Orten Westerland, Rantum und der Region Sylt-Ost besteht. In Hörnum, das ist der südlichste Ort der langgestreckten Insel, wurden zwei neue Hotels eröffnet, so dass dort ein Viertel mehr Urlauber hin kamen.

Doch auch die beiden bekannten Orte List und Kampen sind weiterhin beliebt, aber die meisten Besucher reisen nach Westerland. Wie die Situation für das Jahr 2010 ist, so äußert sich der Tourismusverband eher zurückhaltend.

Ein Tagesausflug von Mallorca zur Dracheninsel

In drei Stunden lässt sich die Dracheninsel, die unter Naturschutz steht, durchwandern

Im Westen von der Insel Mallorca liegt eine kleine Insel Sa Dragonera, wo früher einmal nur Schmuggler und Piraten lebten. Heute findet man nur noch die Ureinwohner, die der Insel auch den Namen gaben, die Drachen, doch nicht in der großen Form, sondern die kleinen Eidechsen, die etwa 10 Zentimeter lang werden.

Die Fahrt zur "Räuberbucht"

Besucher der Insel fahren mit der Fähre von San Telmo zur sogenannten "Räuberbucht" und von dort führt ein Spaziergang über die Insel, die nur 4,2 Kilometer lang und 900 Meter breit ist und die gesamte Schroffheit der Klippen, die bis zu mehreren Metern steil abfallen, zeigt zum Leuchtturm der Dracheninsel.

Naturschutzgebiet mit einige Sehenswrüdigkeiten

Die gesamte Wanderung um die Insel dauert etwa drei Stunden und man kann auch neben einsamen Buchten, Höhlen und Grotten auch den Leuchtturm Far Vell besuchen. Dort finden wir auch einen alten Wachturm in der Nähe, wo noch eine Kanone steht, die seinerzeit die Piraten fernhalten sollte.

Die kleine Insel steht heute unter Naturschutz und gehört zu einem der am besten erhaltenen Park auf den Inseln der Balearen.

Passend zum Thema

    Wahrzeichen der Insel Rügen bedroht

    Erneuter Abbruch an den Kreidefelsen Rügens durch Regenfälle - man rechnet mit weiteren

    Königsstuhl Rügen mit Meer
    rügen königsstuhl © FH - www.fotolia.de

    Das Wahrzeichen der Ostseeinsel Rügen sind die Kreidefelsen. Besonders bekannt ist der Königsstuhl, der mit 120 Metern der höchste Felsen an der Kreideküste ist. Aber auch die Wissower Klinken gehören mit dazu und diese machten vor fünf Jahren auf sich aufmerksam, denn damals sind etwa 50.000 Kubikmeter Kreide-Felsgestein abgebrochen.

    Ursache liegt in Regenfällen

    Im Jahr 2008 kam es erneut zu Abbrüchen, so waren es damals 25.000 Kubikmeter. Aber auch jetzt sind aus 80 Meter Höhe etwa drei Kilometer südlich vom Königsstuhl etwa 10.000 Kubikmeter von diesem weißen Gestein in der Nähe des Kollicker Uferrund abgebrochen.

    Wie Michael Weigelt vom Nationalparkamt Jasmund betont, handelt es sich hierbei um einen ganz natürlichen "küstendynamischen" Vorgang, der durch Regenfälle ausgelöst wurde. Aber es könnte noch zu weiteren Abbrüchen kommen.

    Wer nach Rügen in den Urlaub fährt, für den ist natürlich ein Besuch des Königsstuhl Pflicht. Man kann einmal über einen größeren 11 Kilometer langen Wanderweg, den sogenannten Hochuferweg, von Sassnitz bis nach Lohme gehen. Oder direkt von der Ortschaft Hagen die etwa drei Kilometer zum Königsstuhl gehen.

    Aber den besten Blick auf den Königsstuhl hat man von der etwas südlicher gelegenen "Victoria-Sicht".

    Wird Helgoland größer? Inselbewohner stimmen ab

    Inselbewohner auf Helgoland stimmen über mögliche Landgewinnung ab

    Die Bewohner der Nordseeinsel Helgoland sollen über die Zukunft der Insel abstimmen und entscheiden, ob ihre Insel für den Tourismus künstlich erweitert werden soll.

    Landgewinnung soll Helgoland um etwa 300.000 Quadratmeter vergrößern

    So stand auf dem Plan, dass eine Landverbindung zur etwa einem Kilometer entfernten Düne, die mehrere Hundert Meter breit sein soll, gebaut wird. Auf diesem neuen Land sollen dann Hotels sowie Ferienwohnungen und auch ein Sporthafen gebaut werden und somit viele Besucher anlocken. Das ganze Projekt der Landgewinnung von etwa 300.000 Quadratmetern würde etwa 100 Millionen Euro kosten.

    Helgoländer stimmten gegen die Landverbindung zur nahegelegenen Düne

    In den letzten Jahrzehnten lebte Helgoland auch viel von den sogenannten "Butterfahrten", wo Besucher vom Festland für ein paar Stunden dorthin fuhren, um zollfrei einzukaufen. Aber dieses Geschäft hat mittlerweile stark nachgelassen, so dass viele Bewohner die Insel verlassen haben, weil es wenig andere Arbeit gibt.

    Zurzeit leben 1.312 Einwohner auf Helgoland. Jetzt ist aber auch die Abstimmung vorbei und die Helgoländer haben sich dagegen entschieden, so dass vorerst nicht gebaut wird. Es votierten von den Wahlberechtigten 1312 Bewohnern, wobei die Wahlbeteiligung mit 81,4 Prozent recht hoch lag, 54,7 Prozent der Wähler mit "Nein" und der Rest stimmte für eine Erweiterung, die aber jetzt durch andere Möglichkeiten, beispielsweise an der Küste um die Insel herum, realisiert werden sollen.

    Radfahren und Wandern auf Sylt, der nördlichsten Insel von Deutschland

    Die Insel Sylt stellt ein wunderbares Urlaubsziel dar, vor allem für Radfahrer und Fußgänger

    Leuchtturm in List auf der Insel Sylt bei Sonnenaufgang
    Leuchtturm in List auf Sylt am Ellenbogen © Benno Hoff - www.fotolia.de

    Die nördlichste deutsche Insel ist Sylt. Sie ist in der Nordsee gelegen und vielen Leuten auch durch die bedeutenden Kurorte Westerland und Kampen, wo sich die Reichen gerne zum Stelldichein versammeln, bekannt. Aber, wer es etwas ruhiger liebt, der kann auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß auf der Insel einiges erkunden. So bietet sich besonders eine Wanderung am sogenannten "Sylter Ellenbogen" an der Nordspitze der Insel an.

    Diese lang gezogene Halbinsel ist etwa 330 bis 1200 Meter breit und etwa 4,5 Kilometer lang. Der Ausgangsort ist im Ort List im Hafen und die Rundwanderung ist etwa 20 Kilometer lang. Auch mit dem Fahrrad lässt sich diese die Halbinsel gut erkunden.

    Freundliche Insel für Radfahrer und Fußgänger

    Für Autofahrer besteht auch eine Möglichkeit bis zum Parkplatz in der Nähe des Leuchtturm List-Ost zu fahren, doch führt dieser Weg über eine Privatstraße, so dass man dafür eine Gebühr von etwa 5 Euro bezahlen muss. Wanderer und Fahrradfahrer dagegen dürfen sie aber kostenfrei benutzen. Dort oben bietet sich den Urlaubern herrliche Ausblicke und an Informationstafeln erfährt man auch sehr viel Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt.

    Besonders Wassersportler, die Kite-Surfer, fahren gerne an diese Stelle, wo sie ideale Bedingungen vorfinden, doch muss man einige Vorschriften bezüglich des Schutzes der Seelöwen, die dort oben leben, beachten. Der Weg führt dann von dem Leuchtturm List-Ost zum Leuchtturm List-West und bald erreicht man auch wieder den Hafen von List, unseren Ausgangspunkt.

    Das Rätsel der misteriösen, unauffindbaren Insel im Pazifik

    Die Entdeckung einer unbekannten Insel ist der Traum vieler Forschungsreisender. Wie sich nun herausgestellt hat, ist auch das Gegenteil möglich: Australische Wissenschaftler stehen momentan vor einem Rätsel, denn laut Kartenmaterial soll es angeblich eine Insel mit dem Name "Sandy Island" geben, die jedoch bislang nicht gefunden werden konnte.

    Die misteriöse Insel befindet sich laut Google Maps zwischen Australien und Neukaledonien im Südpazifik, doch bereits auf mehreren Expeditionen konnte sie nicht entdeckt werden, trotz Anzeige auf der Navigationskarte des Schiffes - die Forscher sahen nichts weiter als das Meer.

    Expeditionsleiterin Dr. Maria Seton möchte der Sache weiter auf den Grund gehen und nicht aufgeben, bis sie herausfindet, warum die Insel auf so vielen Karten angezeigt wird.

    St. Martin - eine karibische Insel mit französischen und niederländischen Bewohnern

    In der Karibik gibt es eine Insel, deren nördlicher Teil Frankreich angehört (Saint Martin) und der südliche zu den Niederlanden gehört (Sint Maarten). Entdeckt wurde St. Martin im Jahr 1493 durch Christoph Kolumbus.

    Seit 1648 leben die Franzosen und Niederländer im friedlichen Einverständnis mit- bzw. nebeneinander. Insgesamt hat die Insel eine Größe von 92 Quadratkilometer und wird von etwa 80.000 Menschen bewohnt.

    St. Martin ist besonders bei Kreuzfahrttouristen sehr beliebt und bietet unter anderem großartige Aussichtspunkte, Shoppingmöglichkeiten und sehenswerte Ziele. Besonders bei Badeurlaubern ist die Insel beliebt, denn sie bietet 40 wunderschöne Sandstrände. Auch kulinarisch kommen Reisende auf ihre Kosten: ihnen stehen zahlreiche Bars und Restaurants zur Verfügung.

    Robinson Crusoe – Noch heute die Insel der Gestrandeten

    Wenn man an Robinson Crusoe denkt, kommt einem sicherlich auch bald der berühmte Roman von Daniel Defoe in den Kopf, dessen Inspiration der Seemann Alexander Selkirk war, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts vier Jahre lang auf der gleichnamigen Insel festgesessen hat. Tatsächlich stranden auch heute noch einige Menschen auf dem Eiland, wenn das Wetter schlecht ist oder die Plätze im Flugzeug besetzt sind.

    Teresa Maldonado von einer Propellerfluggesellschaft, welche die Insel im Südpazifik regelmäßig anfliegt, muss die Mitreisenden häufig vertrösten, denn die Langusten haben Priorität – sobald die Nachfrage da ist, werden die Krustentiere nach Santiago rübergeflogen; die Urlauber müssen dementsprechend ein oder zwei Tage länger auf ihren Rückflug warten.

    Wer also Robinson Crusoe anfliegen möchte, muss sich auf einen eventuell längeren Aufenthalt gefasst machen. Übernachtet werden kann beispielsweise in einer Familienherberge vor Ort.

    Während ein längerer Aufenthalt von zwei Wochen vor einigen Jahren noch möglich war, werden mittlerweile häufiger Rückflüge angeboten, auch wenn es immer noch keinen festen Zeitplan gibt. Mit einem Motorboot geht es dann etwa eine Stunde lang zu einem Flugstreifen, von wo aus der Flieger startet. Doch wenn das Wetter nicht mitspielt, kann man auch bei vorhandener Maschine nichts machen und „muss“ noch etwas länger in dem Inselparadies verweilen.

    Die beliebtesten und besten autofreien Inseln in Europa

    Viele Reisende suchen in ihrem wohlverdienten Urlaub Ruhe und Erholung und möchten abseits von Lärm und Autoabgasen die schönsten Wochen des Jahres verbringen. Autofreie Inseln bieten dafür den idealen Urlaubsort, denn dort bewegt man sich nur per pedes oder mit dem Fahrrad.

    Eine dieser Inseln ist zum Beispiel das kleine Eiland Sark vor der französischen Normandie-Küste. Seinen Urlaubsort erreicht man per Fähre von den Inseln Guernsey und Jersey aus. Sie ist gekennzeichnet von schönen Rad- und Spazierwegen sowie von schroffen Felsküsten. Im Saronischen Golf südwestlich von Athen liegt die autofreie Insel Hydra, mit schönen Badebuchten, Wanderwegen, Museen und Klöstern.

    Vor der Cote d´Azur in der Nähe von Toulon befindet sich das Eiland Porquerolles, das vom Hafen La Tour Fondue mit der Fähre angefahren werden kann. Hier gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preislagen, schöne Strände und ein gutes Angebot für Wassersportler. Zwischen Gozo und der Hauptinsel Malta liegt die Lagunen-Insel Comino, die durch die "Blaue Lagune" begrenzt wird.

    Auch Hiddensee in Norddeutschland bietet dem Urlauber auf seiner autofreien Insel Erholung und Mehrwert für den Urlaub. An der deutschen Ostseeküste westlich von Rügen gelegen gilt Hiddensee als die "Künstler-Insel" und bietet sowohl Sportbegeisterten als auch kulturell Interessierten ein abwechslungsreiches Programm.

    Naturidylle auf der mazedonischen Insel Golem Grad

    Auf der mazedonischen Insel Golem Grad kann man noch eine herrliche Naturidylle erleben. Zugänglich für Besucher ist die Insel erst seit dem Jahr 2008, jedoch unter strengen Schutzauflagen. Das kleine Eiland hat eine Größe von nur 18 Hektar und entstand in Urzeiten wohl durch ein Erdbeben.

    Es liegt im Grenzbereich von Mazedonien, Albanien und Griechenland und beherbergt noch eine unberührte Fauna und Flora. Ungiftige Würfelnattern haben hier ihren Lebensraum, ebenso wie Pelikane, Kormorane, Landschildkröten und unzählige Arten von Wasservögeln. In den 60er Jahren fanden Wissenschaftler bei Ausgrabungen die Relikte von zwei frühchristlichen Kirchen, Zeugnis einer langen Geschichte des Kleinods.

    Heute ist die Insel unbewohnt und kann in der Hochsaison von Touristen besichtigt werden. Natürlich herrschen hier strenge Auflagen, damit die Insel weiterhin in seiner Ursprünglichkeit und Schönheit erhalten bleibt,

    Vor der Küste Pakistans ist nach dem letzten Erdbeben eine neue Insel entstanden

    Panorama von Lagune mit Palmen im linken Vordergrund, weißem Strand und azurblauem Meer
    panoramic lagoon ii © Kwest - www.fotolia.de

    Vor der Küste Pakistans im Arabischen Meer ist aus dem Wasser eine Insel aufgetaucht, die vermutlich durch das letzte schwere Erdbeben entstanden ist. Das Beben hatte eine Stärke von 7,8 und das Zentrum des Bebens lag in der Provinz Baluchistan, in der Nähe zur Grenze zum Iran.

    Wissenschaftler vermuten, dass die neu endeckte Insel aus einem unterirdischen Vulkan entstammt

    Wissenschaftler haben die neue Insel mittlerweile untersucht und bei der Insel handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Schlammgebilde, das aus einem unterirdischen Vulkan entstammt. Die Insel ist etwa 30 mal 60 Meter groß und hat eine Höhe von sechs bis zwölf Metern. Wie die Wissenschaftler berichten, ist auf der Insel eine hohe Konzentration von Methangas. Offizielle Stellen berichten, dass vor etlichen Jahren dort schon einmal eine Insel war, die aber nach einiger Zeit wieder verschwand.

    Es gibt drei verschiedene Entstehungsmöglichkeiten von Inseln

    Es gibt drei Möglichkeiten wie eine neue Insel entsteht. So einmal durch einen unterirdischen Vulkan, der Lavagestein ausspuckt, das dann im Wasser erstarrt. Auf diese Art sind vor über 20 Millionen Jahren die kanarischen Inseln entstanden. Zuerst die näher an Afrika liegenden Inseln Lanzarote und Fuerteventura, später Teneriffa, Gran Canaria und La Gomera und zuletzt La Palma und El Hierro, die beide nur 2 beziehungsweise 1,2 Millionen Jahre alt sind.

    Aber auch die Insel Hawai ist durch einen unterirdischen Vulkan entstanden. Doch bei der neuen Insel, die zwar auch durch einen Vulkanausbruch vermutlich gebildet hat, ist die Lage anders, denn es ist kein festes Gestein, sondern mehr Schlamm, so dass sie wahrscheinlich nach einiger Zeit wieder aufgrund der Wellenbewegungen sich auflöst.

    Aber es gibt noch zwei weitere Möglichkeiten wie Inseln entstehen können. So einmal durch Korallenbänke und schließlich durch das Steigen des Meeresspiegels, wie beispielsweise die skandinavischen Schären, die früher einmal eine zusammenhängende Insel waren. Heute sieht man oberhalb des Meeresspiegel nur die damaligen Höhen, doch unter dem Wasser sind die kleinen Inseln immer noch miteinander verbunden.

    Herbstliches Vlieland

    Flagge von den Niederlanden
    Niederländische Flagge © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

    Der weiße Sand blendet und der Himmel ist tiefblau. Wenn die Temperaturen nicht wären, könnte Vlieland einer Sahara ähneln. Gelbe Militärfahrzeuge, der Vliehors-Express, transportieren auf den Ladeflächen vermummte Familien, die mit dem Fährschiff angekommen sind. Es ist Herbst und bereits kalt. Die Räder der Fahrzeuge quälen sich durch den Sand. Dieses Szenario spielt sich vor der niederländischen Küste auf der Watteninsel ab.

    Die größte Sandfläche in Europa gleicht einem abstrakten Gemälde, das nur aus Blau und Gelb zu bestehen scheint. Wracks von ehemaligen Panzern sind zu sehen, denn das Vliehors ist hauptsächlich ein militärisches Sperrgebiet. Von der ehemaligen Poststation geht es mit dem Fahrrad durch einen dunklen Kiefernwald, bis zum Zielort. Ein Auto wird auf Vlieland bei Touristen nicht geduldet.

    Die Insel besteht nur aus einem Ort, Oost-Vlieland, zählt tausend Einwohner und hat einen Berg, die 36 Meter hohe Vuurboets-Düne mit einem Leuchtturm von 18 Metern Höhe. Ein Wrack gibt es ebenfalls, die Fregatte der Royal Navy, die 1799 gesunken ist. Eine geborgene Schiffsglocke erinnert daran.

    Die einzige Attraktion das ganze über ist der Strand auf Vlieland. Im Herbst am Strand spazieren gehen bedeutet schnelles Gehen. Die Brandung wirbelt Sand auf und die Augen bleiben fast geschlossen mit dem Blick nach unten. Wer sich keinen Koller auf der Insel einfangen möchte, trinkt in einer warmen Bude heiße Schokolade und nimmt anschließend die Fähre zum Festland.

    Einsturzgefahr wegen Sandverlust - Leuchtfeuer an der Hörnum Odde auf Sylt wurde abgebaut

    Der Insel Sylt wurde eines ihrer Wahrzeichen genommen. Das Tönninger Wasser- und Schifffahrtsamt hat das Leuchtfeuer an der Hörnum Odde am vergangenen Donnerstag wegen Einsturzgefahr abgebaut. Weil die Flut und die schweren Stürme der vergangenen Wochen zu viel Sand an den Dünen an der Hörnum Odde abgetragen haben, hatte das 1979 errichtete Quermarkenfeuer keinen festen Stand mehr und drohte umzukippen.

    Der kleine Leuchtturm, der schon seit Langem nicht mehr in Betrieb ist, soll auf der benachbarten Insel Amrum wieder aufgestellt werden. Wo und wann das sein wird, ist allerdings nicht bekannt. Die Sylter vermissen ihren kleinen Leuchtturm jedenfalls schon jetzt. Viele befürchten auch, dass durch sein Fehlen die Odde aufgegeben wird. Dabei ist die Odde der Schutzwall des Örtchens Hörnum.

    Segeln von Strand zu Strand - Inselhopping auf den Seychellen

    Grüne Palme ragt von rechts vor den strahlend blauen Himmel und das azurblaue Meer der Seychellen
    sommer © tomtitom - www.fotolia.de

    Die Strände der Seychellen sind auch für Segler ein Traumziel. Kabine und Verpflegung auf einem Segelschiff sind sogar günstiger als im Hotel, und die Passagiere erleben mehr von der paradiesischen Inselwelt.

    Startpunkt für das Inselhopping im Indischen Ozean ist Mahé, von wo der komfortable Katamaran in rund vier Stunden Praslin erreicht. Die weitgrößte Insel der Seychellen ist fast vollständig von Urwald bedeckt, für die Nacht ankert das Boot in einer stillen Bucht.

    Nach einer kurzen Überfahrt ist am nächste Morgen Curieuse Island erreicht, eine unbebaute Insel mit dichten Mangrovenwäldern. Am nächsten Morgen nimmt das Schiff Kurs auf La Digue - begleitet von fliegenden Fischen und neugierigen Delfinen. Auch beim Ankern vor Coco Island mit seinen traumhaften Buchten und Stränden bleiben die Meeresbewohner auf Tuchfühlung mit ihren Besuchern. Beim Schwimmen und Schnorcheln umringen sie die Gäste und scheinen geduldig zu warten, bis diese vom Sonnen am pulvrigen Strand wieder ins Wasser zurückkehren.

    Der Katamaran bietet Platz für acht Passagiere. Eine Kabine kostet pro Person und Woche ab 600 Euro, inklusive Crew und Verpflegung.

    Passend zum Thema

      Die kleine Kanareninsel La Graciosa mag Gäste – aber nur in Maßen

      Urlauber mit Strohhut auf Sonnenliege unter Palmen mit Aussicht auf das Meer
      heaven on earth © Christian Wheatley - www.fotolia.de

      La Graciosa ist die kleinste besiedelte Insel der Kanaren. Und zugleich die wehrhafteste gegen Touristen. 600 Menschen leben auf dem Eiland, das einst Piraten als Unterschlupf diente. Eine Wasserquelle gibt es nicht, ebenso wenig wie asphaltierte Straßen, Fastfood-Ketten oder Hotels.

      Ursprünglicher Ort

      Die Hauptbeschäftigung der Insulaner ist das Fischen. Andere Einnahmequellen gibt es auch kaum, denn "Die Anmutige" zeigt sich weitgehend spröde. Im Inneren gleicht sie einer Wüste, aus der nur die Hügel von fünf Vulkanen hervorragen. Von dort führen Sandpisten zu oftmals menschenleeren Stränden.

      Anti-Massentourismus

      Alle Pläne, die 30 Quadratkiloemeter kleine Insel für den Massentourismus attraktiv zu machen, scheiterten am Widerstand der Einheimischen. Während der Hochsaison kommen zwar täglich bis zu 600 Tagesausflügler mit der Fähre herüber, einige mieten auch Appartements, aber die Bewohner setzen sich vehement für die Ursprünglichkeit von La Graciosa ein.

      Ihre Chancen stehen gut. Seit einigen Jahren ist das Meer rund um das Chinijo Archipel als Reservat geschützt. Für das Schnorcheln, Tauchen und Angeln gelten auf La Graciosa strenge Regeln. Und gerade das gefällt auch den Besuchern.

      Einsame Schönheiten im Meer – 5 kleine und exklusive Inseln in Europa

      Zwei weiße Luxusyachten haben an Inselhafen angelegt, türkises Wasser, Strand und Palmen im Hintergrund, blauer Himmel
      Tropischer Hafen © M.Rosenwirth - www.fotolia.de

      Sie messen nur wenige Quadratkilometer und wecken dennoch große Urlaubsträume: auf den kleinsten Inseln Europas scheint die Zeit stillzustehen. Wer sich die Mühen der Überfahrt gemacht hat, erlebt exklusive Ferien abseits von Massentourismus. Fünf Ziele aus sechs Nationen.

      Frankreich: Geheimtipp Porquerolles

      Die Insel Porquerolles liegt nur wenige Kilometer von Saint Tropez entfernt. Dennoch könnte der Kontrast kaum größer sein. Während der Côte d'Azur rund um die Uhr Trubel herrscht, leben auf dem zwölf Quadratkilometer großen Eiland nur 340 Menschen. Autofahren ist allein den Einheimischen erlaubt, Gäste erkunden die Lieblingsinsel von Kommissar Maigret mit dem Fahrrad.

      Malta: Blue Lagoon von Comino

      Eine blaue Grotte hat fast jede Insel im Mittelmeer. Das Drei-Quadratkilometer-Eiland Comino zwischen Malta und Gozo kann jedoch eine ganze Lagune mit türkisblauem Wasser bieten. Die einzigen nennenswerte Gebäude auf Comino sind ein Hotel und eine kleine Kapelle. Im Sommer umweht die Badenden am Strand der Duft von wilden Kräutern.

      Montenegro: FKK-Insel Ada Bojana

      Schon zu Zeiten von Tito zog es Nudisten ins FKK-Camp nach Ada Bojana. Heute gehört das Inselchen zu Montenegro – und die textile Freiheit hat sich ausgeweitet. Nur am westlichen Ufer des Bojana, wo einige Fischrestaurants aufgemacht haben, ist das Badehosenverbot außer Kraft.

      Portugal: Goldener Strand auf Porto Santo

      Neun Kilometer Sandstrand – auf einer Insel, die insgesamt nur elf Kilometer lang ist. Das beschreibt bereits die Reize von Porto Santo. Rund 40 Kilometer nordöstlich von Madeira bietet die portugiesische Insel auch im Winter angenehme Temperaturen zum Baden. Die Anreise erfolgt von Madeira oder dem portugiesischen Festland mit dem Flugzeug.

      Griechenland: Vergessene Schönheit Gavdos

      Der Legende zufolge hat Odysseus sieben Jahre am Strand von Gavdos gesessen und auf Erlösung aus der Gefangenschaft von Kalypso gewartet. Und auch heute müssen Besucher Geduld aufbringen. Nur fünfmal wöchentlich kommt ein Postschiff vorbei, das neben Waren für die Einheimischen auch die wenigen Touristen befördert.

      Muskelspiele im Südchinesischen Meer: China baut sich eine eigene Insel

      Flagge von China
      Chinesische Flagge © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

      Seit Jahren schwelt im Südchinesichen Meer der Ärger um die winzigen Paracel- und Spratly-Inseln: Sowohl China, als auch Vietnam und die Philippinen sehen sich als rechtmäßige Eigentümer der Inseln, unter denen große Rohstoffvorkommen liegen. Erst kürzlich kam es in Vietnam zu schweren anti-chinesischen Unruhen, nachdem China eine Ölplattform vor die vietnamesische Küste gepflanzt hatte.

      Die philippinische Regierung goss nun zusätzliches Öl ins Feuer: Sie veröffentlichte Satellitenbilder, die beweisen, dass China mitten in den umstrittenen Spratly-Inseln eine künstliche Insel von 300.000 Quadratmetern Größe baue, die sogar eine Landebahn enthalte. China verwies auf eine "unbestreitbare Souveränität" über die Inseln und quasi über das gesamte südchinesische Meer, obwohl die Spratly-Inseln auf Höhe der vietnamesischen Metropole Saigon und der philippinischen Insel Palawan liegen - und weit entfernt von China.

      Nicht nur die Rohstoffvorkommen unter den Inseln sind begehrt, auch für die Sicherheit der Region haben die Paracel- und Spratly-Inseln eine große Bedeutung, denn wer sie kontrolliert, kontrolliert auch die wichtige Schiffspassage zwischen Pazifik und Indischem Ozean. Die USA warnten vor einer Verschärfung der Spannung durch neue Erweiterungsbauten oder eine Militarisierung. Stoppen dürfte dies die rohstoffhungrigen Chinesen jedoch kaum.

      Fernando de Noronha – bezauberndes Ökoparadies vor Brasiliens Küste

      Bahamas - Leerer Strand mit großer Palme und Blick aufs türkisfarbene Meer
      Plage Iles Turkoises - Bahamas © foxytoul - www.fotolia.de

      "Hier ist das Paradies" schrieb Amerigo Vespucci als er 1503 die Insel Fernando de Noronha erblickte. Und dasselbe denken Besucher heute, wenn sie das 350 Kilometer vor dem brasilianischen Festland gelegene Archipel erreichen. Dank kluger Tourismuspolitik und konsequentem Naturschutz hat die "Smaragdinsel" ihren paradiesischen Charme bis heute bewahrt.

      Was macht die Smaragdinsel aus?

      Unberührte Strände, tropische Vegetation und eine vielfältige Tierwelt – auf Fernando de Noronha gelten strenge Regeln, die der kleinen Inselgruppe im Südatlantik 2002 den Status als Weltnaturerbe der Unesco eingetragen haben.

      Nur 250 Touristen dürfen täglich einreisen, die Zahl der Unterkünfte ist offiziell begrenzt. Jeder Gast muss eine Umwelt-Steuer zahlen, Mülltrennung wird hier konsequenter betrieben als in Deutschland, und zum Schutz der Meeresschildkröten sind die Strände während der Zeit der Eiablage ab 18 Uhr gesperrt.

      Das bedeutet jedoch nicht, dass Besucher auf Fernando de Noronha von der Natur ferngehalten werden. Im Gegenteil: Neben Bootsfahrten zu dem Spielplätzen der Spinner-Delfine und Schnorchel-Touren in flachen Buchten können Touristen den Tierschützern direkt bei der Arbeit zusehen. Etwa, wenn nachts die winzigen Schildkröten ihre Wanderung zu Meer beginnen oder ihre Eltern fachkundig vermessen werden.

      Billig ist die Postkartenidylle allerdings nicht. Reisende müssen zunächst ein Ticket für einen teuren Inlandsflug buchen. Flieger nach Fernando de Noronha starten in Recife und Natal. Dazu kommt die Umweltsteuer von rund 15 Euro pro Tag und stolze Preise für Unterkunft, Bootsfahrten oder Eintritt in den Nationalpark.

      Passend zum Thema

        Thousand Islands - nordamerikanische Inseln als Geheimtipp für europäische Reisende

        Zwei weiße Luxusyachten haben an Inselhafen angelegt, türkises Wasser, Strand und Palmen im Hintergrund, blauer Himmel
        Tropischer Hafen © M.Rosenwirth - www.fotolia.de

        Viele kennen die Salatkreation Thousand Islands, allerdings wissen wenige, dass es diese Inseln mit ihrer inoffiziellen Hauptstadt Gananoque tatsächlich gibt.

        Rund 1860 Inseln gehören zu Thousand Islands, die sich zwischen den USA und Kanada befinden und sich, besonders für europäische Touristen, als wahrer Geheimtipp erweisen können.

        Dieser Geheimtipp birgt den besonderen Charme vieler kleiner und größerer Inseln, deren landschaftliche Schönheit bereits in Bildbänden festgehalten wurde.

        Die Region selbst liegt nur wenige Autostunden von Toronto entfernt, so dass ein Ausflug zu Thousand Islands wirklich lohnenswert und zeitlich in einem überschaubaren Rahmen ist. Entdecken lassen sich die kleineren und größeren Inseln am besten vom Wasser aus.

        Entdeckung der Inseln mit Boot und Hubschrauber

        Die bezaubernde im Sankt-Lorenz-Strom gelegene Inselwelt können Reisende mit einem Ausflugsdampfer erkunden und sich so, dank der sich überschreitenden Grenzen von Kanada und den USA, zwischen den Ländern bewegen.

        Wer sich die Inselflecken lieber von der Luft ansehen möchte kann dies bequem mittels eines Hubschraubers tun. Eine nicht gerade günstige Variante der Inselerkundung, aber für wunderschöne Landschaftsaufnahmen und eigene Erinnerungen gewiss lohnenswert.

        Erfahrene Ausflugsbegleiter erzählen bei den Inselerkundungen via Dampfer oder Hubschrauber interessante Details rund um die Inseln Thousand Islands. Unter den Erzählungen finden sich dann auch so spannende und wissenswerte Informationen wie etwa, dass eine Insel erst dann eine Insel ist, wenn sie beständig über Wasser liegt und mindestens ein Quadratfuß groß ist.

        Bekannte Inseln und Sehenswürdigkeiten

        Doch die Region im Sankt-Lorenz-Strom hat noch viel mehr zu bieten als eine großartige Fauna und Flora. So lassen sich zum Beispiel auf der meistfotografierten Insel Heart Island das Schloss Boldt Castle entdecken, das von dem Deutschen George Boldt Anfang des letzten Jahrhunderts erbaut wurde und sowohl ein Wasserschlösschen und Grotten als auch ein Kraftwerk aufweist.

        Auch auf Dark Island, eine weitere Insel der Thousand Islands, befindet sich ein Schloss namens Singer Castle. Der Name ist hierbei Programm, denn erbaut wurde dieser Prunkbau durch Frederick Gilbert Bourne, dem Chef des Singer-Nähmaschinenwerks.

        Neben so viel Sightseeing kommen Touristen in der Region auch in Sachen kulturelle Erlebnisse und Shoppingtouren auf ihre Kosten. Hier bietet sich die Hauptstadt Kingston an, die mit 120.000 Einwohner die größte Stadt ist und zahlreiche Geschäfte, Kneipen, Bars und Sehenswürdigkeiten zum Entdecken bereithält.

        Für europäische Touristen, die weitaus mehr als nur Städtereisen erleben wollen, ist dieser Reise-Geheimtipp Thousand Islands ein Reiseziel der tausend Möglichkeiten. Viele spannende, romantische und wissenswerte Erinnerungen inklusive.

        Besonders kleine Inselstaaten leiden unter Klimawandel

        Sandstrand mit Aussicht auf das Meer und Gebirge
        lonesome sandy beach © Marc Dietrich - www.fotolia.de

        Der Klimawandel geht alle etwas an. Aber besonders kleine Inselstaaten haben mit den Auswirkungen am meisten zu tun. So spüren sie jetzt schon den Anstieg des Meeresspiegels deutlich. Durch die kleinen Landflächen fällt es schneller auf, wenn immer weniger Land als Nutzfläche zur Verfügung steht.

        Insgesamt geht man von 52 kleinen Nationen mit rund 62 Millionen Einwohnern aus, die jetzt schon mit dem Klimawandel kämpfen. Dabei sind diese kleinen Nationen nur für 1% der Treibhausemissionen verantwortlich und daher nicht maßgeblich am Klimawandel beteiligt.

        Anstieg des Meeresspiegels um 3 Millimeter pro Jahr

        Im Durchschnitt ist der Meeresspiegel in den letzten 20 Jahren um etwa 3 Millimeter pro Jahr angestiegen. In den tropischen Regionen des Westpazifik, in dem es viele kleine Inselstaaten gibt, waren es sogar 12 Millimeter pro Jahr. Diese kleinen Ländern müssen mit Einschränkungen in der Landwirtschaft, der Tourismusbranche und der Wasserversorgung leben.

        Keine guten Prognosen

        Auch der Ausblick auf die weitere Entwicklung des Klimawandels sieht nicht besonders gut aus. So werden bis 2030 mit aller Voraussicht nicht nur rund 90% der Korallenriffe in der Karibik zerstört sein. Sondern auch der Meeresspiegel wird weiter ansteigen und den kleinen Inselstaaten immer mehr Schwierigkeiten bereiten.

        Ferieninsel Wangerooge – Entschleunigen im Watt

        Klein aber fein. Größenmäßig kann Wangerooge kaum mit den anderen ostfriesischen Inseln mithalten, doch gerade das lieben die Gäste. Aus der Vogelperspektive ähnelt das nur knapp 5 km² messende Eiland einem Seepferdchen, und auch der Urlaub ist ganz auf Meer, Muscheln und Wattwürmer ausgerichtet.

        Schon die Anfahrt nach Wangerooge stimmt den Besucher auf den Rhythmus der Natur ein: der Fährplan richtet sich nach den Gezeiten, bei starken Stürmen bleiben die Schiffe im Hafen. Wer auf der Insel angekommen ist, kann dafür beschauliche Stimmung genießen.

        Im Strandkorb entspannen, radfahren und wandern auf Wangerooge

        Auch wenn es in den Sommermonaten durchaus lebhaft zugehen kann, findet sich auf Wangerooge immer ein einsames Plätzchen. Selbst zur Rushhour drängen sich auf den Verkehrsadern hauptsächlich Bollerwagen und Buggys.

        Tags spielt sich das Leben auf der Nordseite der Insel ab, wo Urlauber ihren Strandkorb oft schon Wochen vor der Anreise reservieren. Radfahrer und Wanderer können aber auch abseits viel entdecken. Beliebt ist der Radweg auf dem Deich mit Panoramablick über das Wattenmeer.

        Eine Wattwanderung ist ein Muss

        Was Urlauber auf keinen Fall versäumen dürfen: eine Wanderung mit Wattführer Petrus. In Gummistiefeln oder barfuß führt der braun gebrannte Insulaner Gästegruppen hinaus ins Meer – oder zumindest dorthin, wo bei Flut das Watt unter Wasser steht. Landratten staunen dabei nicht schlecht, wenn sie entdecken, wie flink sich die Herzmuscheln im Boden vergraben können.

        Zum Sonnenuntergang pilgern die Besucher dann zur Ostspitze der Insel. Wenn die Sonne langsam im Meer versinkt und Wasser und Himmel rosa erleuchtet, ist es auf Wangerooge mindestens so schön wie in der Karibik.

        Illa de Cabrera – Urlaub auf der menschenleeren Nationalpark-Insel vor Mallorca

        Finka mit Sonnenschirmen und Liegestühlen am Pool
        finca © Gerhard Dolde - www.fotolia.de

        Die Bewohner von Cabrera Gran passen an einen Tisch – maximal 20 Personen dürfen auf der Insel wohnen, seit neuestem auch eine ausgewählte Schar Touristen. Die Unterkunft ist spartanisch, Proviant und Schlafsäcke müssen auf der Fähre von Mallorca mitgebracht werden – dafür belohnt die kleinste bewohnte Balearen-Insel mit fast vergessener Ruhe und einem menschenleeren Strand.

        Von der Piratenbucht zum Geheimtipp für Ruhesuchende

        In vergangenen Jahrhunderten ankerten in der Bucht Cabrera Piraten. Heute legt gelegentlich ein Ausflugsboot an einer der Bojen an. Bis zur Mole dürfen de Motorschiffe nicht vorfahren, sie könnten das Neptungras am Meeresgrund zerstören. Und wie im Hafen ist auf der gesamten Insel der Naturschutz oberstes Gebot.

        Bevor die Ausflügler zu verfallenen Burg oder zum Strand marschieren, gibt ein Ranger ihnen Anweisungen, wie sie sich auf den Wegen zu verhalten haben. Abfall muss wieder mit aufs Boot genommen werden.

        Die einzigen Gäste, die sich tagsüber in der Cantina am Hafen treffen, sind Forstbeamte, die Männer von der Guardia Civil und Mitarbeiter des Nationalparks. Abends kommen manchmal Segler dazu, die mit ihrem Boot in der Hafenbucht ankern. Die Speisekarte ist wie die Insel, einfach und überschaubar. Es gibt "Jamon", "Pulpo" und "Queso". Mehr braucht es nicht zur Erholung.

        Die Tonga-Inseln waren früher die bestimmende Handelsmacht in der Südsee

        Werkzeug zum Festziehen von Schrauben auf weißem Hintergrund
        spanner © Joss - www.fotolia.de

        Der Inselstaat Tonga ist in Deutschland vor allem durch seinen schwergewichtigen König berühmt. Ansonsten ist das Land vor allem Internetnutzern durch seine Top-Level-Domain .to bekannt.

        Doch Tonga war nicht immer ein kleiner, eher verschlafener Südseestaat im Pazifik. Vor gut 1000 Jahren entstand auf dem Archipel ein mächtiges regionales Reich, das Handel mit Waren aller Art trieb.

        Archäologische Befunde

        Darauf lassen Steinwerkzeuge schließen, die australische Wissenschaftler auf Tonga ausgegraben haben. Zwei Drittel der Artefakte kommen ursprünglich von weit entfernten Inselgruppen des Pazifiks wie Fidschi, Samoa oder den Gesellschaftsinseln, zu denen auch Tahiti zählt.

        Die vermögende Oberschicht Tongas sammelte fremdartige Steinwerkzeuge, um damit ihren Reichtum zu präsentieren. Sie intensivierte daher nach Meinung der Forscher deren Import.

        Die Archäologen analysierten die Struktur und Zusammensetzung von Steinfragmenten und -werkzeugen, die sie etwa in den Gräbern von Oberhäuptern und anderer wichtiger Personen von Tonga entdeckten. Dabei stellten sie fest, dass die Einfuhr entsprechender Gegenstände ab dem 13. Jahrhundert n. Chr. stark anstieg.

        Zu dieser Zeit expandierte Tonga und begann seinen Status als Regionalmacht zu erweitern. Das Imperium war damals das einzige im Südpazifik, das eine organisierte Staatsstruktur und eine zentrale Autorität besaß, die mit weit entfernten Regionen Handelsbeziehungen aufgenommen hatte.

        Gänzlich anders stellte sich etwa die Situation im nordöstlich gelegenen Samoa dar. Dort sind alle bisher entdeckten Steinwerkzeuge lokalen Ursprungs. Dafür fungierte die Insel als spezialisierte Steinmanufaktur, die ihre Güter nach Tonga in die Zentrale transportierte.

        La Certosa – idyllische Insel in Venedigs Lagune

        Flagge von Italien
        Italienische Flagge © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

        In den engen Gassen und Kanälen Venedigs herrscht das ganze Jahr Trubel. Wer Ruhe sucht, kann dem Touristenrummel aber entfliehen. Mit dem Vaporetto dauert es nur 14 Minuten – und der Besucher ist in einer anderen Welt. Die Insel Certosa beherbergt einen Yachthafen und ein Hotel mit 18 Zimmern.

        Das Yachting Center auf der Insel La Certosa wurde 2004 gegründet. Dazu gehört auch eine Bootswerft, in der klassische Holzboote gebaut und die typisch venezianischen Gondeln repariert werden. Direkt daneben liegt das Vento di Venezia Hotel Certosa. Im Mai 2007 eröffnet, hat das Hotel neues Leben auf die Insel gebracht.

        La Certosa soll Zentrum für nachhaltigen Tourismus und ökologisches Gewerbe werden

        In früheren Zeiten befand sich auf Certosa ein Kartäuser-Kloster, die Ruinen sind noch heute zu erkennen. Danach siedelte sich das Militär an, das den Paradeplatz in der Lagune aber Ende des vorigen Jahrhunderts wieder räumte. Die Insel verfiel, und zahlreiche Pläne zur Neuurbanisierung scheiterten.

        Derzeit planen verschiedene Organisationen, das 24 Hektar große La Certosa zu einem Zentrum für nachhaltigen Tourismus und ökologisches Gewerbe zu machen. Bis es soweit ist, erfreuen sich Besucher und Natur an der Stille. Eschen- und Pappelwälder wechseln sich mit Maulbeerbäumen, Robinien und verwilderten Obstbäumen ab.

        La Certosa ist in die regulären Vaporetto-Linien 41 und 42 integriert. Wer auf die Insel möchte, muss dem Fahrer allerdings mitteilen, dass er die Station anfahren soll. Für den Rückweg drückt man am Anleger ein Signal. Das Hotel sammelt seine Gäste mit einem Privatboot ein.

        La Graciosa – Lanzarotes kleine Schwester lockt mit viel Sand, Stille und drei Vulkanbergen

        20 Minuten dauert die Überfahrt von Lanzarote – und sie bringt die Reisenden in eine andere Welt. Auf La Graciosa verlieren sich die Besucher in einer stillen Dünenlandschaft. Wer die drei Vulkane umrundet hat, entspannt am fast menschenleeren Strand. Und abends fahren die meisten Gäste wieder zurück.

        La Graciosa, die "Anmutige", hat bisher keinen offiziellen Status als Kanaren-Insel. Dafür ist sie einfach zu klein: auf nur 27 Quadratkilometern gibt es lediglich eine belebte Ortschaft. Und neben ein paar Cafés, einem Bäckerladen und einem Fahrrad-Verleih ist in Caleta de Sebo auch nicht viel los.

        Wenn die Fähre aus Lanzarote angelegt hat, herrscht kurze Zeit Gewimmel, dann verstreuen sich die Tagesgäste auf dem Inselchen. Die meisten wandern zu Fuß, manche leihen sich ein Rad. Da La Graciosa keine asphaltierten Straßen hat, ist das Radeln allerdings nur auf dem Mountainbike empfehlenswert.

        Die meisten Besucher zieht es zu den weißen Stränden von La Graciosa. Als schönste Badestelle gilt der Playa de las Conchas mit 600 Metern feinstem Puderzuckersand und türkisblauem Wasser.

        Auch Übernachten geht auf La Graciosa

        In der Bucht vor der Playa La Francesa ankern einige Segelboote. Wer die Stille von La Graciosa genießen möchte, kann auch für ein paar Tage bleiben. Mittlerweile bietet das Inselchen im Atlantik einen Campingplatz, mehrere Apartments und Pensionen für Urlauber. Abends, wenn die Tagesfähre abgefahren ist, treffen sich Einheimische und Gäste dann an der Hafenpromenade von Caleta zum Tratschen und für ein Gläschen Wein.

        Åland – schwedisches Inselleben in Finnland

        Ortsaufnahme Ahrenshoop, Ferienhaus am Strand und Meer
        Ahrenshoop © DeVIce - www.fotolia.de

        Inselhüpfen in Griechenland? Skandinavien-Fans schippern lieber durch den Åland-Archipel. Mit mehr als 6.500 Inseln und unzähligen Schären bietet die Region in der Ostsee einen maritimen Mix aus Schweden und Finnland: Offiziell ist Åland finnisch, die Bewohner sprechen aber nur schwedisch – und über den Eilanden flattert eine eigene Fahne.

        Åland hat eine eigene Nationalhymne, im Internet sind die Inseln über eine eigene Domain zu finden. Und sogar postalisch leben die Bewohner ihren Eigensinn aus: Wer eine Karte verschicken möchte, muss inseleigene Briefmarken aufkleben. Touristen sind jedoch gern gesehen.

        Hauptstadt Mariehamn

        Ålands Hauptstadt Mariehamn liegt auf der Insel Fasta Åland. Rund 11.000 Menschen leben hier, fast alle großen Fährgesellschaften legen im Hafen an. Da Mariehamn zollrechtlich außerhalb der EU liegt, floriert der Handel mit Duty-Free-Produkten.

        Dichter und Trolle

        Die Hauptattraktion von Åland sind jedoch die vielen kleinen Inseln mit ihren roten Holzhäusern, mystischen Wäldern und Felsen.

        Auf dem winzigen Eiland Källskar zeichnete Tove Jansson die berühmten Mumins, auf Kökar wurde die Schriftstellerin Ulla-Lena Lundberg geboren. Ihr Roman "Eis", der ebenfalls auf der Insel spielt, machte Åland weltweit bekannt.

        Vorgelagerte Inseln verstärken Tsunamis: Wirkung als Wellenbrecher versagt

        Anstatt als erhoffte Wellenbrecher, zeigen sich die Inseln als Verstärker der Tsunamikräfte

        Bislang waren Forscher der Ansicht, dass der Küste vorgelagerte kleine Inseln im Falle eines Tsunamis als wichtige Wellenbrecher dienen und so die Einwohner entlang der Küste schützen könnten.

        Computersimulationen

        Doch Wissenschaftler des französischen Zentrums für Mathematik und Anwendung widerlegten diese Annahme nun: Sie erstellten über 200 Computersimulationen, die das Zusammenspiel von Wasser und Land im Falle eines Tsunamis darstellen sollten - mit unterschiedlichen Höhen von Küstenstreifen und vorgelagerten Inseln, unterschiedlichen Distanzen zwischen Inseln und Festland und unterschiedlichen Wellenbewegungen.

        Keine Wellenbrecher

        Fast immer erwiesen sich die Inseln nicht als erhoffte Wellenbrecher. Im Gegenteil: Teilweise verstärkten sie die zerstörerische Kraft des Tsunamis sogar um bis zu 70 Prozent, da sie die Wellen ähnlich einer Fotolinse auch noch fokussierten.

        Die Computeranimationen erklären, warum der große Tsunami von 2004 an der Küste Sumatras so schwere Verwüstungen angerichtet hatte, obwohl es vor der Küste viele kleine Inseln gibt. Die Forscher hoffen nun, dass ihre Erkenntnisse zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen an Küsten mit vorgelagerten Inseln führen werden.

        Abenteuer-Kreuzfahrt in Französisch Polynesien – mit dem Frachtschiff durch das Marquesa-Archipel

        Die 14-tägige Abenteuertour durch die Marquesa Inseln ist ein unvergleichliches Erlebnis

        Pier oder Holzbootssteg ragt in azurblaues Meer hinein, klein im Hintergrund sind Schiffe oder Floße
        pier at beach © Tan Kian Khoon - www.fotolia.de

        Kreuzfahrten boomen. Wer eine wirklich außergewöhnliche Schiffsreise machen möchte, muss allerdings suchen.

        Ein unvergleichliches Erlebnis ist die 14-tägige Abenteuertour mit dem kombinierten Fracht- und Passagierschiff durch die Marquesa Inseln in Französisch Polynesien.

        Alle drei Wochen sticht die Aranaui 3 in Tahiti in See, um die entlegenen Inseln im Archipel mit allem zu versorgen, was deren Bewohner zum Leben brauchen.

        Erholung auf fünf Decks

        Bis zu 198 Passagiere finden an Bord der Aranui 3 Platz, untergebracht in Kabinen in unterschiedlichen Kategorien – vom Gemeinschaftssaal bis zur Suite mit eigenem Balkon.

        Auf fünf Decks finden sich

        Fachkundiger, familiärer Service

        Mit der Aranui 5, die ab Oktober 2015 ihren Dienst antreten soll, steigt der Komfort an Bord. Die Qualität der Unterbringung ist für meisten Reisenden allerdings nebensächlich.

        Sie genießen den familiären Service, die fachkundige Reiseleitung durch Einheimische und deutschsprachige Lektoren sowie die angenehm legere Atmosphäre.

        Statt Anzug trägt der Kapitän Jeans und T-Shirt, ebenso wie seine Gäste, mit denen er gern einen Plausch hält.

        Besondere Ausflüge

        Ganz billig ist die Fahrt mit der Aranui nicht. Im Preis sind jedoch

        • alle Mahlzeiten
        • Tischwein und
        • diverse Ausflüge

        inbegriffen.

        Start ist in Papeete, wo das Schiff nach seiner Rundtour durch die Inselwelt auch wieder anlegt. Wer nur wenig Zeit hat, kann auch in Nuku Hiva zu- oder aussteigen.

        Während die Crew in den Häfen die Waren entlädt, können die Passagiere die Sehenswürdigkeiten der Inseln erleben, oder sie schnorcheln im kristallklaren Wasser von Bora Bora oder Rangiroa, einem der größten Korallenatolle der Welt.

        Kleine Inselkunde Hawaii – die schönsten Strände, grünsten Wälder und feurigsten Vulkane

        Reisetipps für die sechs Inseln des Archipels

        Panorama von Lagune mit Palmen im linken Vordergrund, weißem Strand und azurblauem Meer
        panoramic lagoon ii © Kwest - www.fotolia.de

        Hawaii ist ein Traumziel vieler Deutscher. Schöne Strände gibt es auf allen sechs Inseln des Archipels. Darüber hinaus bieten Maui und Oahu, Molokai und Lanai, Kauai und Big Island jedoch sehr unterschiedliche Landschaften. Eine kleine Inselkunde hilft bei der Reiseplanung.

        Big Island – große Naturgewalten

        Mit 10.000 Quadratkilometern ist Big Island die größte hawaiianische Insel. Und keine ihrer kleineren Schwester kann mit einer so facettenreichen Landschaft aufwarten: von weißen Stränden über grüne Urwälder bis zum Volcanoes Nationalpark mit seinen dunklen Kratern. Von einer Plattform können Besucher zuschauen, wie sich die zischen Lava vom Kilauea-Vulkan ins Meer ergießt.

        Sportler haben die Wahl zwischen vier Golfplätzen und der berühmten Iron Man-Strecke.

        Oahu – sportlich und urban

        In Oahu mit der Hauptstadt Honolulu konzentriert sich das politische Lebens Hawaiis. Abseits der Wolkenkratzer erleben Reisende aber auch noch das alte Aloha-Feeling, etwa am Strand von Waikiki oder im Ala Moana Beach Park.

        Ein Logenblick über die Insel und ihre Traumstrände bitet sich auf dem Diamond Head, einem erloschenen Vulkankrater.

        Kauai – grünes Paradies

        Keine Insel im Hawaii.Archipel ist so grün wie Kauai. Eingebettet in eine paradiesische Landschaft findet man aber auch einige der schönsten Strände auf der Welt. Spektakulär: die zerklüftete Napali-Steilküste.

        Maui – anmutig und mondän

        In den Siebziger Jahren war Maui ein Tummelplatz für Hippies. Heute werden die Strände von Reichen und Prominenten bevölkert.

        Tipp: Ein Kabrio mieten und die berühmte "Road to Hana" mit ihren unzähligen Brücken, Haarnadelkurven und Panoramaaussichten entlangfahren.

        Lanai – Refugium für Luxustouristen

        Bis die kleine Insel Lanai in den Neunzigerjahre für Luxustouristen hergerichtet wurde, verdienten die Bewohner ihr Geld vornehmlich auf den Ananas-Plantagen.

        Unbedingt besichtigen: den "Garden of Gods" mit seinem roten Felslabyrinth.

        Molokai – ländliche Idylle

        Auf Molokai hat sich das ländliche Hawaii bewahrt. Wolkenkratzer und mondäne Hotels sucht man hier vergeblich. Dafür können Urlauber an langen Sandstränden entspannen, oder sie wandern durch das Halawa Valley bis zu den Moaula Wasserfällen. Mitten im Regenwald tost das Wasser 75 Meter in die Tiefe.

        Pitcairn - Pazifikinsel lockt Zuzügler mit kostenlosem Land und Steuerfreiheit

        Trotz der attraktiven Angebote möchte kaum jemand auf Pitcairn leben

        Panorama von Lagune mit Palmen, weißem Strand und azurblauem Meer
        panoramic lagoon © Kwest - www.fotolia.de

        Pitcairn ist eine Trauminsel im Pazifik – auf der niemand leben möchte. Auf 4,5 Quadratkilometern verteilen sich gerade einmal 50 Insulaner. Um mehr Bewohner auf das paradiesische Eiland zu locken, bietet die Regierung kostenlose Grundstücke und Steuerfreiheit. Dennoch hat sich bisher nur ein Umsiedler gemeldet.

        Weit weg von allem

        Vor dem zweiten Weltkrieg lebten auf Pitcairn noch 200 Personen, zumeist Nachfahren der legendären Meuterer der "Bounty". 1789 gründeten acht britische Seemänner mit ihren polynesischen Frauen auf dem ehemals unbewohnten Eiland eine Kolonie, die letzte der britischen Überseegebiete im Pazifik.

        Rund 5000 Kilometer erstreckt sich das Meer bis nach Neuseeland. In der anderen Richtung liegt Südamerika, 5700 Kilometer entfernt.

        Klares Wasser und üppiges Grün

        Üppige Vegetation und ein angenehmes Klima, klare Luft und Abgeschiedenheit könnten Pitcairn zum idealen Wohnort für Zivilisationsmüde machen. Wären da nicht die Nachteile der Einsamkeit. Kaum ein Pitcairner hat Arbeit – womit soll man auch Geld verdienen, auf einer Insel, die nur alle drei Monate vom Versorgungsschiff aus Neuseeland angesteuert wird?

        Wichtigste Einnahmequelle sind Briefmarken, die aufgrund ihrer niedrigen Auflage bei Sammlern begehrt sind. Auch Touristen bringen etwas Geld auf das berühmte Bounty-Eiland. 2012 kamen aber nur 870 Tagesbesucher von Kreuzfahrtschiffen vorbei. Zu wenig, um den Lebensunterhalt der Insulaner zu sichern.

        Auch

        die auf dem fruchtbaren Boden gedeihen, reichen nur zur Versorgung der eigenen Bevölkerung. Den Rest müssen die Bewohner im einzigen Laden vor Ort kaufen.

        Seit einigen Jahren gibt es aber immerhin Internet. Wer etwas braucht, kann es also bestellen. Und hoffen, dass das Schiff aus Neuseeland bei seinem vierteljährlichen Besuch vor der Küste ankern kann.

        Wissenschaftler beobachten die Geburt von zwei Vulkaninseln im Roten Meer

        Nach Vulkanausbrüchen kommt es weltweit immer wieder zur Bildung von Inseln

        Kanareninsel Fuerteventura, Spanien: Strand von Morro Jable
        Beach of Morro Jable, Fuerteventura, Spain © travelbook - www.fotolia.de

        Immer wieder kommt es nach Vulkanausbrüchen zur Bildung von Inseln. Die meisten Eilande verschwinden schon nach kurzer Zeit wieder, da der Magma-Nachschub abbricht und der Ozean das Land auswäscht. Manche Inseln bleiben jedoch, wie etwa Surtsey, das gut 30 Kilometer vor der Südküste Islands liegt.

        Surtsey entstand ab dem 14. November 1963 als Folge eines untermeerischen Vulkanausbruchs, der später die Meeresoberfläche durchbrach. Sie ist nach Heimaey die zweitgrößte der Westmännerinseln und bildet den südlichsten Punkt Islands. Am erfolgreichsten war der Hawaii-Vulkan Mauna Kea: Vom Meeresgrund aus erhebt er sich 10.205 Meter in die Höhe und ragt 4200 Meter über den Meeresspiegel.

        Eruptionen und Magma-Intrusionen

        Auch im Roten Meer bildeten sich seit 2011 zwei Inseln aufgrund von unterseeischen Eruptionen. In dem Gebiet erheben sich zahlreiche Vulkane und Untiefen über den Meeresgrund, doch nur wenige Feuerberge ragen über den Meeresspiegel. Daher zählte das südliche Rote Meer bislang nicht zu den tektonisch aktiven Regionen auf der Welt.

        Die Ausbrüche nahmen Wissenschaftler von der King Abdullah University of Science and Technology in Saudi-Arabien zum Anlass, mithilfe von Radar- und optischen Satellitenaufnahmen wertvolle Daten über die Entstehung solcher Inseln zu erlangen. So ereigneten sich beide Ausbrüche entlang derselben Nord-Süd orientierten Bruchzone. Die Eruptionen speisten sich von Magma-Intrusionen, die erheblich größer waren als es die beiden kleinen Inseln vermuten ließen.

        Sholan und Jadid

        Die neuen Eilande Sholan und Jadid bildeten sich aufgrund von an Spalten aufsteigendem Magma. Dieser Mechanismus entspricht dem des isländischen Vulkanismus – jedoch in deutlich kleineren Ausmaßen. Obwohl die Inseln bereits sichtbare Spuren von Erosion aufweisen, gehen die Forscher davon aus, dass sie dauerhaft über dem Meeresspiegel bleiben.

        Little Corn Island – zu Gast bei Robinson Crusoe

        Wer die Anreise per Wasserflugzeug und Boot in Kauf nimmt, wird mit purem Luxus belohnt

        Sandstrand mit Palmen, Boot im Meer
        palm beach boat © Baltazar - www.fotolia.de

        In der Mitte üppiges Grün, ringsum weiße Strände: Little Corn Island vor der Küste Nicaraguas ist ein Paradies wie aus dem Abenteuerroman. Weitab von den Pfaden der üblichen Karibik-Reisenden hat das tropische Eiland seine Ursprünglichkeit bewahrt. Wer am Pier aus dem schaukeligen Boot steigt, fühlt sich wie in eine andere Zeit katapultiert: Autos gibt es nicht, Gepäck und mitgelieferte Waren werden per Handkarren über die Insel bugsiert.

        Geheimtipp und Luxushotel

        Rund 800 Einwohner hat die Little Corn Island. Neben dem Verkauf von frisch gefangenem Hummer sind Touristen die wichtigste Einnahmequelle. Von Managua fliegen sie zunächst mit der Propellermaschine nach Big Island, von dort geht die Reise auf Booten weiter. Wenn gerade ein tropischer Schauer niedergeht, breiten die Passagiere eine Plastikplane über ihren Köpfern aus.

        Im Lonely Planet ist Little Corn noch als Geheimtipp gelistet. Aufgrund der beschwerlichen Anreise kommen fast nur karibik-begeisterte Backpacker auf die Insel. Seit das "Yemaya Hideaway and Spa" eröffnet hat, ein 5*-Hotel direkt am Strand, taucht das Eilandaber auch in internationalen Prospekten auf.

        Die Zimmer kosten ab 400 Dollar pro Nacht, morgendliches Yoga und Schnorchelausrüstung inklusive. Auch eine Klimaanlage kann das Luxus-Resort bieten.

        Paradies für kleines Geld

        Statt Mund-zu Mund-Propaganda setzen die Gastgeber er Insel außerdem längst auf das Internet. Fast jedes der pastellfarbenen Hostels am Strand hat eine eigene Website. Überlaufen wirkt Little Corn trotzdem nicht, und für den Massentourismus ist die Insel auch zu abgeschieden.

        Keine Discos, keine internationalen Hotelketten. Dafür weisen handgemalte Holzschilder den Weg zu kleinen Bars und Restaurants. Abends lädt Bob-Marley-Gedudel zum eisgekühlten Bier oder einem karibischen Cocktail mit Früchten, die der Barkeeper eben erst gepflückt hat. Reife Mangos muss man im Landesinneren nur vom Boden aufheben.

        Tauchen und Schnorcheln

        Neben den Backpackern zieht es zunehmend auch Taucher nach Little Corn. Vor der Küste finden sie noch zahlreiche intakte Riffe, an denen sogar Ammenhaie die Besucher neugierig umrunden. Im Osten der Insel ziehen Adlerrochen in großen Verbänden an den Tauchern vorüber. Wer länger bleibt, kann auf der Insel seine Taucherlizenz erwerben.

        Whitsunday Islands: Die Schönheit der Pfingstsonntagsinseln

        Wer diese Inseln bereist, findet neben unzähligen Stränden auch die Möglichkeit der Erkundung von Kultur und Geschichte

        Schild mit angezeigten Richtungen in sechs Kontinente, blauer Himmel
        Six continent directions © Roman Milert - www.fotolia.de

        Australien ist von Deutschland aus gesehen ein weit entferntes Urlaubsziel und viele schrecken vor der langen Flugzeit zurück. Wer jedoch einmal das "andere Ende der Welt" besucht hat, der verliebt sich nicht selten in die Kultur und vor allen Dingen in die Natur vor Ort.

        Ein Besuch der Whitsunday Islands

        Bei einem Besuch sollte es sich niemand entgehen lassen, an die Ostküste zu fahren und von dort eine Reise auf die Inselgruppe Whitsunday Islands (Pfingstsonntagsinseln) zu buchen. Von den insgesamt 74 Inseln sind gerade einmal 17 durch Menschen besiedelt und jedem Besucher eröffnet sich eine atemberaubende Welt.

        Wer die Inseln bereist, der findet unzählige Strände, die mit weißem Sand und frei von menschlicher Verschmutzung zum romantischen Baden einladen. Das Wasser in den Buchten schimmert in türkis und im Rücken erstrecken sich sanfte Hügel im üppigen Grün.

        Erkundung per Segelboot

        Für einen Kurztrip kann man bequem mit Segelbooten anreisen. Es gibt jedoch auch Touren für Paddelfans. Die Kajakrouten decken dabei die schönsten Bereiche ab und führen entlang der Inseln.

        Wandernd die Geschichte der Insel erkunden

        Für Touristen, die nicht nur im und am Wasser sein möchten, gibt es eine Vielzahl von Wanderwegen. Dabei erklimmt man die Gipfel und lernt kulturelle Stätte kennen.

        Beschäftigt man sich mit der Kultur der Whitsunday Islands, stößt man immer wieder auf den Namen "Ngaro". Dieser alte Menschenstamm kam vor über 9.000 Jahren auf die Inseln und hat sein kulturelles Erbe hinterlassen. Noch heute zeugen Höhlenbilder davon. Beim Wandern und Erkunden der Inseln ist für jede Kondition etwas dabei, denn es gibt

        • von kurzen Strecken (unter einem Kilometer)
        • bis hin zu langen Wanderwegen samt steilen Anstiegen

        einfach alles. Viele Wege sind dabei mit Stelen ausgestattet, sodass Touristen beim Laufen die wichtigsten Informationen erhalten. Noch lehrreicher sind natürlich geführte Wanderungen.

        Camping auf Busch-Zeltplätzen

        Wer mehr als einen Tagestrip auf einer Pfingstsonntagsinseln verbringen möchte, findet speziell angelegte Busch-Zeltplätze. Wichtig hierbei: Für das Camping muss vorab eine Genehmigung erbeten werden.

        Grundinformationen und Hinweise zu Inseln

        War der Artikel hilfreich?

        Fehler im Text gefunden?

        Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

        Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

        Kategorien:

        Quellenangaben

        • Bildnachweis: panoramic lagoon ii © Kwest - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Tropischer Hafen © M.Rosenwirth - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Ours Polaire / Fonte des glaces © al1center - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Pierced Iceberg - Scoresby Sound - Greenland © Adwo - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: cracked coconut © Dmitry Ersler - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: grünes reptil versteckt sich © Stefan Redel - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: between the leafs © Dmitry Ersler - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: beach and boat © Sandor Jackal - www.fotolia.de

        Autor:

        Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

        Weitere Artikel zum Thema